Robin Dutt

Ich nicht. Wenn es drauf ankommt, ich meine: wirklich drauf ankommt, dann ist das Bremer Publikum da und mittlerweile auch leidensfähig. Und diese Moral und Kampfkraft der Mannschaft hat die volle Unterstützung des Publikums verdient. In allen 3 Spielen Rückstände egalisiert... Respekt!!!

Und das aber eben nur in Spielen gegen Ende der Saison. Während der Saison, wenn quasi in alle Richtungen noch alles offen ist, ist es doch oft genug sehr mau was vom Publikum kommt. Auch schon letzte Saison wenn sie gekämpft haben, wurde das im Weserstadion nicht honoriert. Ich sehe das natürlich auch so, das bei der Moral die unsere Mannschaft bisher an den Tag gelegt hat, die unbedingte Unterstützung des Publikums verdient und auch nötig hat um vielleicht noch mal ein paar Prozente draufzulegen. Nur darf man sich eben auch nicht von Allez grün usw. blenden lassen und denken das Bremer Publikum wäre in jedem Spiel so supportwillig. Dem ist schlicht und einfach nicht so.
 
Wie jemand daraus ableiten kann, dass man vor 1 bis 2 Jahren bei gleicher Konstellation gewonnen, bzw. nicht verloren hätte, ist ein anderes, abenteuerliches und Abend-füllendes Thema, auf dessen Erörterung ich jetzt lieber verzichten möchte.

Dieser "jemand" war ich. :wink: und abenteuerlich ist daran gar nichts. Vor 1-2 Jahren hätten wir sehr wahrscheinlich verloren, aber die Erörterung brauche ich hier auch nicht mehr.

Und das aber eben nur in Spielen gegen Ende der Saison. Während der Saison, wenn quasi in alle Richtungen noch alles offen ist, ist es doch oft genug sehr mau was vom Publikum kommt. Auch schon letzte Saison wenn sie gekämpft haben, wurde das im Weserstadion nicht honoriert. Ich sehe das natürlich auch so, das bei der Moral die unsere Mannschaft bisher an den Tag gelegt hat, die unbedingte Unterstützung des Publikums verdient und auch nötig hat um vielleicht noch mal ein paar Prozente draufzulegen. Nur darf man sich eben auch nicht von Allez grün usw. blenden lassen und denken das Bremer Publikum wäre in jedem Spiel so supportwillig. Dem ist schlicht und einfach nicht so.

Ja. Deswegen meinte ich auch, "wenn es wirklich drauf ankommt." Dass unser Publikum teilweise ganz mau supportet mit Meckeropas und Dauergemurmel der Ultras ist jedem bekannt, der mal bei einem Heimspiel war. Nur wird hier eben nicht von einer breiten Mehrheit sofort der Kopf des Trainers gefordert und Spieler bedroht.
 
Dieser "jemand" war ich. :wink: und abenteuerlich ist daran gar nichts. Vor 1-2 Jahren hätten wir sehr wahrscheinlich verloren, aber die Erörterung brauche ich hier auch nicht mehr.

Wenn man einerseits nahezu jede Form äußerlicher Einflüsse auf den Ausgang eines Spiels negiert, andererseits über mögliche Ausgänge von vor Jahren abgehaltenen Spielen unter gleichen Bedingungen spekuliert, ist das äußerst abenteuerlich. Ein anderer User nannte es "Schön reden".

Das ist dann quasi so etwas wie der Umgang mit einer "eigenen Realität"! ;) Aber, jedem das Seine. ;) :kaffee:
 
:applaus:

Endlich hatten wir mal das "Quäntchen Glück" auf unserer Seite! :D

Vor 2 bzw 3 Jahren waren doch wir noch die "Alu-Könige" der Liga und auch im Bezug auf Schiedsrichterentscheidungen oder Verletzungen sah es oft mies aus.

Von daher können wir in dieser Saison meinetwegen noch 20 Alu-Treffer gegen uns haben - ich hätte trotzdem kein schlechtes Gewissen/Gefühl, wenn wir aus diesen Spielen Punkte mitnehmen. War oft genug anders herum!
:daumen:

p.s. ach so - und was uns noch in die Karten spielte, dass der Kießling nicht einmal versuchte, den Ball zu behaupten, um seine Mitspieler in Szene zu setzen - jeder Körperkontakt wurde mit nem "Sturz" beantwortet - selbst Schuld...
 
Eine Niederlage wäre im Bereich des möglichen gewesen, so daß man es nicht als abteuerlich bezeichnen sollte - ebenso wenig wie einen etwaiger Sieg.

Eben, auch ein Sieg wäre möglich gewesen, wenn,....!

Ja, wenn....! Abenteuerlich ist es eben, wie oben geschehen, einerseits demonstrativ nur beeinflussbare Faktoren im Fußball gelten zu lassen, andererseits Spekulationen über etwaige Szenarien anzuführen.

Dementsprechend ist folgende Schlussfolgerung...


...in obigem Zusammenhang gerade mal die halbe Wahrheit, wenn man mögliche Unentschieden ausblendet.
 
Der Spielausgang am Freitag hatte wie schon gegen Hoffenheim aus meiner Sicht mehr mit dem Gegner, als mit uns zu tun. Mit der Herangehensweise wird Leverkusen (ähnlich Hoffenheim) in dieser Spielzeit trotz unbestrittener Klasse nichts nennenswertes reissen. Eher unter den Saisonzielen abschneiden, schätze ich.

Spiele gegen Paderborn, Köln, Mainz oder auch gegen Gladbach dürften viel höhere Aussagekraft besitzen und schließlich zeigen, inwieweit Werder sich tatsächlich weiterentwickelt hat. Momentan überzeugt mich das nicht wirklich. In vielerlei Hinsicht.
 
Ich kann der Diskussion nicht folgen. Worum geht es hier genau?

Wir hatten Glück, aber wir hatten kein Glück?

Der Spielausgang am Freitag hatte wie schon gegen Hoffenheim aus meiner Sicht mehr mit dem Gegner, als mit uns zu tun. Mit der Herangehensweise wird Leverkusen (ähnlich Hoffenheim) in dieser Spielzeit trotz unbestrittener Klasse nichts nennenswertes reissen. Eher unter den Saisonzielen abschneiden, schätze ich.

Spiele gegen Paderborn, Köln, Mainz oder auch gegen Gladbach dürften viel höhere Aussagekraft besitzen und schließlich zeigen, inwieweit Werder sich tatsächlich weiterentwickelt hat. Momentan überzeugt mich das nicht wirklich. In vielerlei Hinsicht.

Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen dem Hoffenheimer/Leverkusener Fussball und dem Dortmunder Fussball? Die pressen den Gegner ja auch bis ins unerträgliche. Liegt es daran, dass die einfach BESSER pressen? Deine Meinung würde ich dazu gerne mal hören.
 
Wenn man bei Bayer Platz 2-5 als unter den Saisonzielen ansieht, hat Mick Recht. Schlechter als 5. werden sie nicht absteigen. Das ist fußballerisch und taktisch sehr gut, was die zeigen. Die hätten uns, ohne dass wir schlecht waren, locker abschießen können in der ersten Halbzeit. Und auch nach dem 1:2 waren sie sofort wieder da. Dass Werder in diesem Spiel so mitstinken konnte, fand ich sehr beachtlich.
 
Leverkusen hatte aus meiner Sicht kein Glück, weil sie zu inflexibel sind. Das wird nunmal bestraft. Spätestens im dritten Spiel. Und die werden noch mehr Lehrgeld zahlen, wenn der neue, unerfahrene Trainer nicht bald begreift, was die Bundesliga zulässt und was nicht, was er - gerade bei Dreifachbelastung - mit seiner Mannschaft spielen kann und sollte.

Das was Hoffenheim und Leverkusen spielen, hat nicht viel mit Dortmund zu tun. Dortmund ist wesentlich variabler, beherrscht viele Facetten, wie gezielte Tempowechsel (also auch drosseln, wenn erforderlich, ohne dabei weniger zu laufen), kann "scheinpassiv agieren", wenn es durch den Spielverlauf notwendig wird, hält dadurch eigene Konzentration und Aggressivität bei Balleroberung aufrecht und lotet die Schwächen des Gegners aus. Natürlich konnte LEV exakt damit Dortmund an einem guten Tag, am ersten Spieltag bei früher Führung schlagen, weil sie die vordergründig gesehen mit den eigenen Waffen getroffen haben. Aber eben vor allem unter diesen Voraussetzungen.
 
Leverkusen hatte aus meiner Sicht kein Glück, weil sie zu inflexibel sind. Das wird nunmal bestraft. Spätestens im dritten Spiel. Und die werden noch mehr Lehrgeld zahlen, wenn der neue, unerfahrene Trainer nicht bald begreift, was die Bundesliga zulässt und was nicht, was er - gerade bei Dreifachbelastung - mit seiner Mannschaft spielen kann und sollte.

Das was Hoffenheim und Leverkusen spielen, hat nicht viel mit Dortmund zu tun. Dortmund ist wesentlich variabler, beherrscht viele Facetten, wie gezielte Tempowechsel (also auch drosseln, wenn erforderlich, ohne dabei weniger zu laufen), kann "scheinpassiv agieren", wenn es durch den Spielverlauf notwendig wird, hält dadurch eigene Konzentration und Aggressivität bei Balleroberung aufrecht und lotet die Schwächen des Gegners aus. Natürlich konnte LEV exakt damit Dortmund an einem guten Tag, am ersten Spieltag bei früher Führung schlagen, weil sie die vordergründig gesehen mit den eigenen Waffen getroffen haben. Aber eben vor allem unter diesen Voraussetzungen.

Also wenn ich es richtig verstehe, dann meinst du, die Power sich zu sehr aus und spielen zu viel Risiko?
 
@Mick

Meinst du damit, dass Dortmund sich auch zurückzieht, also näher an den eigenen Kasten und dennoch das kompatkte Pressing dabei beibehält? Das sie den Gegner damit rauslocken und das Spiel machen lassen?

Das war es jetzt was ich aus deiner Erklärung verstanden habe. Hab ich was übersehen?

Bin nur neugierig und liebe solche Themen wie du weißt. :D
 
Der Spielausgang am Freitag hatte wie schon gegen Hoffenheim aus meiner Sicht mehr mit dem Gegner, als mit uns zu tun. Mit der Herangehensweise wird Leverkusen (ähnlich Hoffenheim) in dieser Spielzeit trotz unbestrittener Klasse nichts nennenswertes reissen. Eher unter den Saisonzielen abschneiden, schätze ich.

Spiele gegen Paderborn, Köln, Mainz oder auch gegen Gladbach dürften viel höhere Aussagekraft besitzen und schließlich zeigen, inwieweit Werder sich tatsächlich weiterentwickelt hat. Momentan überzeugt mich das nicht wirklich. In vielerlei Hinsicht.

Die Herangehensweise von Leverkusen war bis zum 1:1 schwindelerregend, lediglich das Toreschießen balancierte irgendwo zwischen Pech und Unvermögen. Erst durch den Ausgleich kurz vor der Pause sowie der dann baldige Rückstand hat die Pillen aus ihrem Konzept gebracht, so daß sie sich mit sich selbst und dem Schiri haderten. Das hat unsere Mannschaft sicherlich in die Karten gespielt, nur muß eine Mannschaft auch in der Lage, eine solche Schwächephase zu nutzen - was der Dutt-Truppe vor allem auch durch kämpferische Mittel gelungen ist. Und wir wissen ja noch alle, daß in den letzten Jahren ein Rückstand gegen ein Spitzenteam der Liga gleichbedeutend mit einer Niederlage war.

Aussagekräftig bezüglich der Weiterentwicklung ist diese Partie wohl eher nicht, schon gar nicht zu einem so frühen Zeitpunkt in einer Saison. Aber auf dieser Partie kann man zumindest aufbauen.
 
Wenn man bei Bayer Platz 2-5 als unter den Saisonzielen ansieht, hat Mick Recht. Schlechter als 5. werden sie nicht absteigen. Das ist fußballerisch und taktisch sehr gut, was die zeigen. Die hätten uns, ohne dass wir schlecht waren, locker abschießen können in der ersten Halbzeit. Und auch nach dem 1:2 waren sie sofort wieder da. Dass Werder in diesem Spiel so mitstinken konnte, fand ich sehr beachtlich.

:tnx:
 
...
Aussagekräftig bezüglich der Weiterentwicklung ist diese Partie wohl eher nicht, schon gar nicht zu einem so frühen Zeitpunkt in einer Saison. Aber auf dieser Partie kann man zumindest aufbauen.

Aufbauen? Immerhin hat Werder schon wieder einen Gegentorschnitt von 2 /Spiel, was einfach zu viel ist. Die Defensive hatte speziell in der 1. Hz gegen Hoffenheim und nun gegen Lev erhebliche Probleme.
Es war in Lev in der ersten Hz überhaupt kein Zugriff zu erkennen, um deren Kombinationsspiel zu unterbinden.
Werder steht auf Platz 11 und hat mit Augsburg keinen ungefährlichen Gegner vor der Brust, der ihnen zudem nicht liegt.
Spielerisch sieht es besser aus als in weiten Teilen der letzten Saison, doch die Defensivprobleme sind geblieben.
 
@Mick

Meinst du damit, dass Dortmund sich auch zurückzieht, also näher an den eigenen Kasten und dennoch das kompatkte Pressing dabei beibehält? Das sie den Gegner damit rauslocken und das Spiel machen lassen?

MMn steht Dortmund tatsächlich tiefer als Leverkusen zur Zeit, ohne den Gegner das Spiel machen zu lassen. Eben das soll ja durch das frühe Pressing verhindert werden. Durch die grundsätzlich tiefer stehende Abwehr aber können sie in der eigenen Abwehr eher die Ordnung halten und werden nicht so schnell überlaufen.

Bei Leverkusen wirkt derzeit Vieles noch ein wenig "überhastet", fast alle wollen sich derzeit am neuen Offensivspiel beteiligen, in einigen Phasen wirkt es nach vorn wie im "Rausch". Diese Rauschzustände haben sowohl wir als auch schon Hertha durch frühe Gegentore "unterbrechen" können. Es wäre interessant zu beobachten gewesen, wie Leverkusen mit einem länger andauernden Rückstand umgeht, wenn Calhanoglu nicht so schnell ausgeglichen hätte.

Bei Dortmund wirkt das Spiel nach inzwischen vielen Jahren Erfahrung strukturierter, geordneter. Aber, auch der BvB benötigte unter Klopp einige Jahre, bis das neue System gegriffen hat. Leverkusen wird spätestens in der CL merken, dass sie dieses extrem laufintensive Spiel, ohne weitere Absicherung nach hinten, so nicht lange werden durchziehen können. Insofen gehe ich ganz stark von einer sukzessiven Anpassung im Laufe der Saison aus.

Für die Bundesliga aber wird die Leistung, die Spielweise, die Qualität ganz sicher für mindestens Platz 5 reichen. Ich gehe stark von Platz 3 und einer direkten Qualifikation für die CL aus.
 
@ Syker1983

Sicher, die durchschnittlich 2 Gegentore je Partie, sind ohne Frage verbesserungswürdig. Nur darf man auch nicht zu viel auf einmal erwarten, denn vor der ersten Spiel hätte man es wohl kaum für möglich gehalten, daß Werder 3 Spiele in Folge ungeschlagen bleibt und dabei selbst 6 Tore erzielt hat. Es ist sicherlich noch einiges zu verbessern, aber die jenigen, denen ein 3:3 lieber ist als ein dahingwürgtes 1:0, dürften bisher auf ihre Kosten gekommen sein.
 
Aufbauen? Immerhin hat Werder schon wieder einen Gegentorschnitt von 2 /Spiel, was einfach zu viel ist. Die Defensive hatte speziell in der 1. Hz gegen Hoffenheim und nun gegen Lev erhebliche Probleme.
Es war in Lev in der ersten Hz überhaupt kein Zugriff zu erkennen, um deren Kombinationsspiel zu unterbinden.
Werder steht auf Platz 11 und hat mit Augsburg keinen ungefährlichen Gegner vor der Brust, der ihnen zudem nicht liegt.
Spielerisch sieht es besser aus als in weiten Teilen der letzten Saison, doch die Defensivprobleme sind geblieben.

Aufbauen kann man insbesondere auf den Leistungen der 2. Halbzeiten der bisherigen Liga-Spiele. Es ist imho wenig verwunderlich, dass man sich die Gegentore inbesondere in solchen Phasen gefangen hat, in denen man sich zunächst den Gegner "ausgeguckt" und wenig für das eigene Offensivspiel unternommen hat.

Ob dieses "Ausgcken" über jeweils eine Halbzeit der eigenen Schwäche geschuldet ist, oder zur derzeitigen Taktik des Trainers gehört, werden wir wohl erst peu a peu erfahren. Spielt man so wie in den zweiten Halbzeiten und beschäftigt die Gegner mehr in deren eigenen Hälften, werden wir nicht nur höchstwahrscheinlich weniger Gegentore fangen, sondern auch zu mehreren eigenen Torchancen kommen.
 
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