Ob RD nun der richtige Trainer ist, um in Bremen etwas aufzubauen, wird man letztendlich einfach abwarten müssen. Klar ist doch, dass man nach drei Spielen mit drei Punkten nicht gerade Freudentänze aufführen muss. In der Republik spricht keiner mehr von Werder. Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat haben es sträflich verpasst, die erfolgreichen Jahre der CL zu nutzen, um die Profiabteilung mit einer Reihe von Finanzinvestoren zu verknüpfen. Nun sind TE und RD darauf angewiesen, Leute zu verpflichten, deren Verträge irgendwo anders auslaufen. Die Werder-Spieler sind zurzeit auf dem Markt so attraktiv wie ein Sandkorn für einen Beduinen. Wenn ich das Vertragsgeeier mit Juno und Prödl sehe, dann muss ich nur grinsen. Wenn so viele Vereine Schlange stehen würden, dann wären die schon längst verkauft. Was mit Obraniak hier in Bremen passiert, kann ich nur schwer nachvollziehen. Irgendwie sehen echte Chancen anders aus. Das sind für mich alles gute Gründe, um der weiteren Entwicklung skeptisch entgegenzublicken.
ABER: Man muss auch einfach einmal auf die Fakten schauen. Wir spielen in der 1. Liga und sind auf Tabellenplatz 11. Wir stehen nicht auf Platz 18 und wie sagte Herberge so schön: "Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten." Wir haben noch 31 Spieltage vor uns und wenn wir dann auf Platz 11 stehen, sollten wir angesichts der Lage im Verein einfach nur froh sein.