Beim Radsport müssen die Sportler auf den Tag genau "fit" sein und dann über drei Wochen bei einer großen Rundfahrt alles abrufen können... und da ist Doping mit Sicherheit nützlich. Du hast während so einer Tour kaum Erholungsphasen, dass sieht beim Fussball doch ganz anders aus...
Du sagst es doch selbst. Beim Radsport sind die meisten Athleten über drei Wochen im Jahr auf Top-Niveau. Nur drei Wochen. Armstrong hat bei keinem seiner Toursiege im gleichen Jahr beim Giro oder bei der Vuelta eine Rolle gespielt. Und natürlich war er vollgepumpt.
Fußballer hingegen müssen über 30 bis 40 Wochen im Jahr ihr größtes Niveau zeigen. Das lädt nur zum Doping ein. Du findest, beim Fußball hat man mehr Erholung als beim Radsport? Ich denke, es ist nur eine Frage der Gewohnheit/ des Trainings, ob man sich über drei Wochen lang in nur einer Nacht erholt, oder einen Jahresrhythmus hat wie die Fußballer und sich nur über drei Wochen im Jahr wirklich erholt. Radfahrer wärmen sich ein halbes Jahr für "ihre 90 Minuten" auf und "laufen dann ein halbes Jahr aus".
die Vorraussetzung sind doch schon grundverschieden...
Stimmt. Deshalb muss im Fußball anders gedopt werden.

Das fängt beim "legalen Doping", dem so genannten Fitspritzen an. Wo das hinführen kann, wissen Werder-Fans ziemlich gut. Das geht über Wunderheilungen wie etwa Rooneys Mittelfußbruch damals oder im letzten Jahr fand ich den BVB mit Bender und Kagawa recht auffällig.
ich glaube einfach nicht, dass die Fussballprofis so auf Doping angewiesen sind.
Aber hallo. Das mit dem flächendeckenden Doping ist so eine Sache. Radsport ist eine Randsportart. Wenn man einen Amateur-Radsportler kennt, der an der Schwelle zum Profi-Dasein ist, dann ist das häufig so, dass demjenigen schon was angeboten wurde (oder Trainingspartnern von ihm). Naja, was heißt häufig? So viele kenne ich jetzt auch nicht.
Das wird beim Fußball sicher nicht so ein, dass bereits vielversprechenden Jungstars irgendwelche Aufbaupräparate angeraten werden. Dafür wäre das Risiko zu groß, dass da was durchsickert. Der Dealer deines Vertrauens würde ja auch nicht jeden fragen.
Aber der Druck im Profi-Fußball wird nun mal immer größer. Die ganze Welt schreit nach neuen Teenager-Superstars. Und wenn man sich bereits mit 18 in der CL durchsetzen will, dann kann man schon mal darüber nachdenken. Und wenn man mit 25 Druck aus der zweiten Reihe verspürt, dann kann man es sich nicht erlauben durch Müdigkeit auszufallen.
Ich glaube nicht, dass die Konzentration an Doping im Fußball genauso hoch ist wie im Radsport. Aber das liegt eher an der Verwässerung. Absolut gesehen, gibt's im Fußball, finde ich, genauso viele unmenschliche Leistungen wie im Radsport.