Moin,
Ich meinte das vollkommen Ernst mit der Nachbesetzung der Trainerstelle, wenn der Stuhl dann mal frei werden sollte.
Mir gefallen Deine Vorstellungen der Mannschaftsaufstellung, die taktischen Ideen und Dein immens großer Optimismus bzgl. der aktuellen Geschehnisse rund um Werder! Hat oftmals alles Hand und Fuß, was Du so von Dir gibst.
GWG aus dem Süden an die Küste
Moin,
vielen Dank für die Blumen, allerdings schildere ich nur meine Wahrnehmungen, wie viele andere hier auch aus der fernen Betrachtungsweise von draußen.
Ich bin halt wie vermutlich viele andere, durch einen Zufall im jungen Schulalter Fussballbundesliga interessiert und grün-weiß infiziert durch einen Kindheitsbesuch im Weserstadion beim 1:0 Sieg, Fernschuss von Uli Borowka, gegen die Bayern.
Von diesem Moment im Stadion war es um mich geschehen, die Atmosphäre in diesem Moment hat mein Blut seit dem grün-weiß gefärbt.
Um zum Thema zurück zu kehren, was Werder betrifft, bewegen wir uns halt seit 20 Jahren auf einem sehr schmalen Grad, wie viele andere Clubs.
Das was ich taktisch oder Aufstellungsmässig überlege und anbringe sind nur Dinge die mir persönlich in der Aussenbetrachtung der Spiele auffallen, aber insgesamt spielen so viele kleine Dinge eine Rolle.
Am Ende ist für Spieler als Mannschaft wichtig, möglichst befreit trotz aller Marschrouten gemeinsam Fussball zu spielen, hoch konzentriert, aber immer befreit von Kopf bis zu den Füßen. Die besten Fussballer sind Instinktfussballer.
Die Förderung des Einzelnen muss immer von klein auf individuell sein, um Schwächen, aber auch Stärken gezielt zu fördern, selbst jetzt im Profibereich, wie man bei uns sehr gut sieht.
Aktuell befinden wir uns aus Gründen in einer festen Ergebniskrise, von der wir in der Hinrunde nicht unbedingt sprechen können, da die Jungs einfach besseren Fussball zusammen gespielt haben, Passzirkulationen liefen zum Teil flüssig wie seit Jahren nicht mehr und der Weg in die Box war viel bewusster vom gesamten Team gewählt und unsere Jungs sind dadurch viel gezielter in die für den Gegner gefährlichen Abschlusssituationen gekommen.
Mit Ducksch und Schmid gab es zwei Spieler zentral die Bälle in die Box gebracht haben, es fehlte die echte 9, den Part hatte da Stage mit übernommen.
Jetzt haben wir mit Silva und Keke zwei Boxstürmer und brauchen zentral dahinter erneut zwei kreative Spieler, damit nicht einer zugestellt wird, wie gegen Freiburg Schmid durch Doan.
Und dahin müssen wir schleunigst zurück, die Leichtigkeit und den Spaß am Fussballspielen uns zurück zu erobern als Mannschaft mit kleinen kreativen Lösungen in engen Personalsituationen, alle gemeinsam.
Darum waren meine Überlegung lediglich in kleinen Systemanpassungen Doppel6 und Doppel8er/10er mit eingerücktem Weiser bei Schmid Ausfall, weil es uns hinten zentral stabilisiert und vorne entlastet und die Gegner wieder vor neue Aufgaben stellt, ohne von unserem Grundkonzept, wie wir Fussball spielen wollen zu weit abzuweichen.
Was jetzt Ole mit den Jungs taktisch verändert und wie sie gemeinsam vorgehen werden müssen wir abwarten.
Für mich ist wichtig zu sehen, die Jungs sind alle wieder auf dem Platz, vom Kopf und von ihrer Einstellung und IMMER über die volle Spielzeit und nicht immer nur eine Halbzeit, denn nur dann werden sie auch sehr schnell wieder Ergebnisse erzielen und den Gegner Paroli bieten.
Das sie es können, hat die Hinrunde eindeutig gezeigt, davon bin ich eben überzeugt.
Darum bleibe ich positiv und freue mich auf die Spiele und da wir von Spiel zu Spiel denken, auf Samstag gegen Leverkusen, bei geilem, sonnigen Frühlingswetter.
Und abschließend, die Werderfamilie ist zwar ein sehr hohes Gut, aber auch da Bedarf es zwingend einer sportlichen Weiterentwicklung im Jugend bis zum Profibereich, ich sage ganz klar, wir müssen nicht nur endlich mal neu Denken, sondern auch mal neue Wege gehen, alles wohl überlegt, aber offen für eine gezielte Neuausrichtung, um im sportlichen Bereich wieder mehr Anschluss zu finden, an den modernen Fussball, damit unser Weg wieder ein Vorbild und interessant ist für neue Spieler und die Jugend.
Schlau und offen und eben zukunftsorientiert.