Solange es OW gelingt die Mannschaft in der Bundesliga zu halten, solange wird er Trainer bleiben und das auch zu Recht. Diese Saison wird ihm das wieder gelingen, weil man unerwartet viele Punkte in der Hinrunde sammeln konnte und es 3 Mannschaften gibt, die deutlich schwächer dastehen. Die Wundertaten von Trainern die einige erwarten sind Mythos, oder denen vorbehalten, die mit vielen Millionen wichtige Spieler locken können. Es gäbe nur einen Weg dies zu ändern, den Weg vom Fußballverein für den Normalbürger in den der totalen Kommerzialisierung zu gehen. Eigentlich steht dies alles Werder schon lange zu Verfügung, ein tolles, modernes Stadion in spektakulärer Lage, eine riesige Fanbasis und einen noch immer vorhandene Beliebtheit in der Fremde. Erst wenn man sich öffnete, würde man den Erfolg wieder an die Weser holen können und dabei auch einen erfolgreichen Trainer verpflichten können.
Ohne Mos nix los, der Weg des erfolgreichen Scoutings, der Förderung des eigenen Nachwuchses, der Leihe von Interimsspielern, all das hat unter Werner nicht funktioniert respektive unter den sportlichen Leitungen Baumann und Fritz, denn OW stellt hier immer noch lediglich den Juniorpartner, einer amateurhaft wirkenden Bremer Lösung dar.
Die OW zu Verfügung stehenden Spieler sind durchschnittlich, Ausnahmen wie Schmid und Stage auf sich alleine gestellt und er wird Werder nur dann wirklich verbessern, wenn er sich endlich dazu entscheiden sollte, mehrere Spielsysteme umzusetzen. Das ist, was man OW wirklich vorwerfen kann, die Berechenbarkeit und zu glauben, das eine praktizierte System wieder und wieder spielen zu lassen, nur weil es hin- und wieder einen guten Verlauf genommen hat. Da Werder aber nichts ändern wird, finanziell auch gar nicht kann, sollte man eben mit diesem Trainer weitermachen und darauf hoffen, dass er aus seinen Fehlern lernt. Zuletzt hat er diese Flexibilität gezeigt, vielleicht denkt er auch noch bzgl. des Systems nach.