Ole Werner (Cheftrainer RB Leipzig)

In der Tat! Er scheint nicht schnell abzuheben! Seine Analyse und auch sein Statement nach dem Spiel kommen bei mir zumindest sehr gut an:

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Das Ergebnis ist optimal, weil wir aus dem Spiel das Beste rausgeholt haben. Die Rote Karte war sicherlich spielentscheidend. Bis dahin haben wir uns schwergetan. Auch nach guten 20 Minuten zu Beginn schwerer als wir es vorhatten. Danach waren wir ein bisschen zu ungenau und haben ein paar Kleinigkeiten weggelassen, die wir uns vorgenommen hatten. Dann war ein sehr ausgeglichenes Spiel, wenngleich wir in der zu Beginn hätten treffen müssen. Es war nicht so, dass Düsseldorf wirklich tief stand, sondern wir haben die Bälle einfach viel zu schnell verloren. Wir hatten teilweise viel zu große Abstände im Anlaufverhalten. Wir haben es nicht geschafft, den Ball auf einer Seite zu halten. Es gab eine Menge Dinge, die wir nach den ersten 15 bis 20 Minuten nicht gut gemacht haben. Die Phase war zu lang.

Zu negative Sicht aufs Spiel?

„Ich bin nicht negativ. Ich freue mich sehr über das Ergebnis, freue mich auch, dass wir einen guten Start ins Jahr gefunden haben. Die Dinge sind nicht selbstverständlich. Jedes Spiel, dass du gewinnst, ist etwas Besonderes - nach wie vor. Da will ich nicht falsch verstanden werden. Meine Aufgabe ist es nur, die Dinge anzusprechen, die nicht so gut waren.“

:top::wdance:

Ich persönlich finde seine Kommunikation super. Klar, keine Beschönigungen, realistisch und auch nicht mehr. Das Schöne ist, dass er mehr ausholen und erzählen könnte (gerade in dieser für ihn erfolgreichen Startphase), er es aber - bewusst - nicht praktiziert. Das erfordert Weitsicht, Bodenständigkeit, Klarheit.
 
Zitat von Ole Werner:
„Was wir zeigen, kommt der Vorstellung von Fußball, den ich spielen will, sehr nahe. Ich will die Spieler bestmöglich einsetzen. Dann sind die Leistungen auch Ausdruck der hohen Qualität der Spieler.“
Da liegt der Unterschied zu den beiden Trainern vorher, der Ole stellt die Spieler da auf wo sie am liebsten spielen wollen und nicht da wo er meint, dass sie gut sind. ...
 
In der Tat! Er scheint nicht schnell abzuheben! Seine Analyse und auch sein Statement nach dem Spiel kommen bei mir zumindest sehr gut an:

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Das Ergebnis ist optimal, weil wir aus dem Spiel das Beste rausgeholt haben. Die Rote Karte war sicherlich spielentscheidend. Bis dahin haben wir uns schwergetan. Auch nach guten 20 Minuten zu Beginn schwerer als wir es vorhatten. Danach waren wir ein bisschen zu ungenau und haben ein paar Kleinigkeiten weggelassen, die wir uns vorgenommen hatten. Dann war ein sehr ausgeglichenes Spiel, wenngleich wir in der zu Beginn hätten treffen müssen. Es war nicht so, dass Düsseldorf wirklich tief stand, sondern wir haben die Bälle einfach viel zu schnell verloren. Wir hatten teilweise viel zu große Abstände im Anlaufverhalten. Wir haben es nicht geschafft, den Ball auf einer Seite zu halten. Es gab eine Menge Dinge, die wir nach den ersten 15 bis 20 Minuten nicht gut gemacht haben. Die Phase war zu lang.

Zu negative Sicht aufs Spiel?

„Ich bin nicht negativ. Ich freue mich sehr über das Ergebnis, freue mich auch, dass wir einen guten Start ins Jahr gefunden haben. Die Dinge sind nicht selbstverständlich. Jedes Spiel, dass du gewinnst, ist etwas Besonderes - nach wie vor. Da will ich nicht falsch verstanden werden. Meine Aufgabe ist es nur, die Dinge anzusprechen, die nicht so gut waren.“

:top::wdance:

"...die Dinge..." HACH! Ich schwelge und phantasiere zugleich.
 
es kommt ihm vor allem darauf an, seine spieler bestmöglich einzusetzen, was den erfolg begründet - ganz klar plausibel und hätte sein vorgänger nicht meistens genau das gegenteil gemacht, würde werder nach wie vor eine etage höher spielen! jetzt können eigentlich nur noch spielerausfälle werder auf dem weg zurück stoppen!
 
vom Sonntag, nach dem Spiel gegen Düsseldorf:

Kennst du das Land, wo der Fußball schön?
Wo die Menschen über das Wasser ins Stadion geh'n
Wo manchmal die Laola geht
Und ein sanfter Wind von der Weser weht
Du kennst es nicht?
Du wirst es kennenlernen

Dies Land fiel einst in finstere Zeit
Es machten Schwermut und Stille sich breit
Da klopfte es nachts an das östliche Tor
Und ein tapferer Recke war davor
Er sprach: Der alte Trainer war verflucht
Hier stehe ich, den ihr gesucht

Und man ließ ihn ein, gab ihm Trank und Teller
Und bald schon wurde es in dem Land ein wenig heller
Man schöpfte wieder Hoffnung und Mut
Doch der Recke warnte: Es ist noch lange nicht gut
Dort oben in den höchsten Hallen
Sind sie von dunklen Mächten befallen
Dort ist es so trostlos, es kommt noch der Tag
Dass man die Feinde von einst ganz gerne mag
Wir werden dort wieder Einzug halten
und unsere Hemden für Feiern falten
und unsere Farben mit Stolz tragen
Doch erst müssen wir gute Arbeit verrichten
und uns weiter zu schönem Fußball verpflichten
Dann wird man von den Dingen noch lange sagen
 
  1. Es sind primär gar nicht die Siege, auch wenn sie wichtig sind, die mich beeindrucken, sondern die Art und Weise von Werner. Beim Torjubel, bei den Interviews, in den PKs. Bodenständig, mehr Sein als Scheinen und dabei klar, fokussiert und ehrgeizig. Ohne es jedem auf die Nase zu binden. Eben norddeutsch. Das ist Werder. So sollte Werder sein. Und vor allem diese Realität vermitteln, dass noch gar nichts erreicht ist. Andere Trainer haben viel über die Zukunft geredet und vorausgesagt und sich zu wichtig genommen, Werner lässt einfach Taten sprechen. Nicht mehr, nicht weniger. Und nimmt sich als Person zurück. Ich finde sowas schön. So sollte es überall sein, nicht nur bei Werder.
 
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