Ole Werner (Cheftrainer RB Leipzig)

Ich weiß gar nicht ob hier das Forum so entscheidend ist.

Also ich bin ja nun auch seit Jahren im Stadion und ich muß da @rudi1980 schon rechtgeben, das viele bis sehr viele Leute mit denen ich mich unterhalte so gar nicht mehr Bock haben auf die derzeitigen Darbietungen. Und nicht wenigen rutscht dabei der Satz über die Lippen "Ich glaub wir brauchen nen neuen Trainer". Auch bei mir im engeren Bekannten/Freundes Kreis ist das eigentlich schon etwas länger der Fall das solche Äußerungen kommen. Letztenendes ist aber der Weg von "ich glaube wir brauchen einen neuen Trainer" hin zu kollektiven massiven Unmutsbekundungen im Stadion gegen eine einzelne Person noch sehr lang und liegt dem Bremer Publikum auch nicht gerade im Blut (und das ist auch gut so). OW ist ja nun auch nicht unsympathisch oder macht irgendetwas extra. Aber leider macht er seinen Job derzeit echt nicht gut und die Hoffnung das sich das ändert ist nahezu aufgebraucht. Dazu kommt leider der übliche Prozess, daß bei vielen Niederlagen die Mannschaft einfach nicht mehr an das Konzept des Trainers glaubt (auch wenn jeder einzelne Spieler immer und immer wieder demonstrativ Loyalität bekundet).

Also bei mir persönlich wächst deutlich die Angst, das wir wieder in einen Abstiegsstrudel geraten aus dem wir uns dann nicht mehr befreien können. Hatten wir genauso .... ist nicht lange her!

Ist in meinem persönlichen Umfeld ähnlich. Während bzw. unmittelbar nach der Rückrunde hielten sich die Ansichten über das Wirken von OW in etwa die Waage. Mittlerweile sind dort Skepsis und auch wieder Abstiegssorgen deutlich größer geworden. MMn liegt das jedoch nicht allein nur an OW, sondern auch weil er, ebenso wie seine Vorgänger VS, AN und FK, keinen GF Sport als Vorgesetzten hat, der die Klaviatur beherrscht, einen Trainer mit keiner oder wenig Profierfahrung sowohl fachlich und motivierend zu fördern, also auch beharrlich zu fordern.
 
Ist in meinem persönlichen Umfeld ähnlich. Während bzw. unmittelbar nach der Rückrunde hielten sich die Ansichten über das Wirken von OW in etwa die Waage. Mittlerweile sind dort Skepsis und auch wieder Abstiegssorgen deutlich größer geworden. MMn liegt das jedoch nicht allein nur an OW, sondern auch weil er, ebenso wie seine Vorgänger VS, AN und FK, keinen GF Sport als Vorgesetzten hat, der die Klaviatur beherrscht, einen Trainer mit keiner oder wenig Profierfahrung sowohl fachlich und motivierend zu fördern, also auch beharrlich zu fordern.

Eigentlich ist es wie so häufig schon bei Werder. Es geht mit Baumann jemand bei dessen Neubesetzung man einen gewissen neuen Impuls setzen könnte, aber das System Werder schließt diese Lücke vermutlich wieder mit der "Weiter So" Lösung. Also mit Fritz. Es sei denn er ist der Wolf im Schafspelz und überrascht uns alle ... glaub ich allerdings eher nicht. Für mich gehört nämlich die Motivation der Mannschaft zur Vereinsaufgabe dazu und damit zu Baumann. Bei Werder halten sich aber traditionell alle raus und lassen dem Trainer diese Aufgabe komplett alleine regeln. Schlimmer noch, bei Werder habe ich tlw. den Eindruck der Trainer kann soviel motivieren wie er will, die Spieler denken ohnehin das der Schlendrian von ganz oben geduldet wird. Dieser gleichgültige Laissez-faire Ansatz ist für mich in einem Fussballclub eine pädagogische Irrfahrt, aber Werder meint halt... bloß nix sagen, bloß den Medien kein Futter geben, immer Ruhe bewahren.

Sowohl in dieser obersten Laissez-faire Direktive, als auch bei personellen Wiederbesetzungen verfügt das System Werder über eine gewisse Resilienz, so daß sich seit Jahrzehnten nix verändert! Ist schon sehr auffällig wie sich 4x bei jungen Trainern der gleiche Zyklus wiederholt.
 
Eigentlich ist es wie so häufig schon bei Werder. Es geht mit Baumann jemand bei dessen Neubesetzung man einen gewissen neuen Impuls setzen könnte, aber das System Werder schließt diese Lücke vermutlich wieder mit der "Weiter So" Lösung. Also mit Fritz. Es sei denn er ist der Wolf im Schafspelz und überrascht uns alle ... glaub ich allerdings eher nicht. Für mich gehört nämlich die Motivation der Mannschaft zur Vereinsaufgabe dazu und damit zu Baumann. Bei Werder halten sich aber traditionell alle raus und lassen dem Trainer diese Aufgabe komplett alleine regeln. Schlimmer noch, bei Werder habe ich tlw. den Eindruck der Trainer kann soviel motivieren wie er will, die Spieler denken ohnehin das der Schlendrian von ganz oben geduldet wird. Dieser gleichgültige Laissez-faire Ansatz ist für mich in einem Fussballclub eine pädagogische Irrfahrt, aber Werder meint halt... bloß nix sagen, bloß den Medien kein Futter geben, immer Ruhe bewahren.

Sowohl in dieser obersten Laissez-faire Direktive, als auch bei personellen Wiederbesetzungen verfügt das System Werder über eine gewisse Resilienz, so daß sich seit Jahrzehnten nix verändert! Ist schon sehr auffällig wie sich 4x bei jungen Trainern der gleiche Zyklus wiederholt.
:tnx:
Jap, und dieses Laissez-faire lässt sich "wunderbar" hinter dem Totschlagargument Standortnachteil verstecken, worüber sich auch MB in seinem Werder-Selbstmitleid-Buch beklagte. Nicht dass dieser Standortnachteil nicht existent wäre, jedoch gehörte es einst zu Werders Stärken, mit einer Mentalität wie der des gallischen Dorfes in den Asterix-Heften in die Spiele zu gehen; d.h. selbstbewusst, ohne jedoch überheblich zu sein, keinen Gegner zu fürchten, so groß er auch sein mag. Oder wie der ehemalige Fußball-Nationalspieler und -Manager Rolf Rüssmann äußerte: "Wenn wir hier nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt."

Stattdessen verzwergen die Führungsebenen den Club, wozu sich in der Summe zu viele persönliche Bindungen gesellen; was in der Summe zu dem äußeren Eindruck führt, dass statt reinigende Gewittere in Form von klare An- bzw. Aussprachen seitens der Führungshierarchien nicht im erforderlichen Maße oder sogar nicht erfolgen. Was sich letztlich auch in den sportlichen widerspiegelt.
 
Das ist sachlich alles korrekt. Aber für mich beginnt die Rückrunde nach der Winterpause. Und weil dein Argument gegen einen Trainerwechsel nach der Hinrunde war, dass das erste Rückrundenspiel gegen Bayern ist, wollte ich kurz auf die faktischen Umstände dieser sog. Winterpause aufmerksam machen und dass es am 1. Spieltag 2024 zunächst gegen Bochum und halt nicht gegen Bayern geht. Das macht ja vielleicht schon einen Unterschied in der Bewertung, wann man den Trainer wechselt.

Dann hab ich mich unklar ausgedrückt. Mir ging es darum: wenn Werder nach der Hinrunde (also nach dem Spiel gegen Bochum weniger als 17 Punkte hat muss ein neuer Trainer her. Aber dann aus moralischen Gründen erst nach dem Bayernspiel, damit der neue Trainer nicht gleich mit einer Niederlage startet.

Ein neuer Trainer vor der Winterpause ist für mich nur eine Option wenn wir aus den nächsten 3 Spielen weniger als 3 Punkte holen.
 
:tnx:
Jap, und dieses Laissez-faire lässt sich "wunderbar" hinter dem Totschlagargument Standortnachteil verstecken, worüber sich auch MB in seinem Werder-Selbstmitleid-Buch beklagte. Nicht dass dieser Standortnachteil nicht existent wäre, jedoch gehörte es einst zu Werders Stärken, mit einer Mentalität wie der des gallischen Dorfes in den Asterix-Heften in die Spiele zu gehen; d.h. selbstbewusst, ohne jedoch überheblich zu sein, keinen Gegner zu fürchten, so groß er auch sein mag. Oder wie der ehemalige Fußball-Nationalspieler und -Manager Rolf Rüssmann äußerte: "Wenn wir hier nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt."

Stattdessen verzwergen die Führungsebenen den Club, wozu sich in der Summe zu viele persönliche Bindungen gesellen; was in der Summe zu dem äußeren Eindruck führt, dass statt reinigende Gewittere in Form von klare An- bzw. Aussprachen seitens der Führungshierarchien nicht im erforderlichen Maße oder sogar nicht erfolgen. Was sich letztlich auch in den sportlichen widerspiegelt.

Exakt und Danke dafür :tnx: Ich hatte kurze Zeit einen Nostalgieflash und dachte Werder wäre eben dieser Gallische Verein, der sich in jedes Spiel ohne Angst und mit Spaß am Gewinnen gnadenlos reinhaut.... Schade, war nur ein kurzer Wachtraum ...:roll:
 
Dann hab ich mich unklar ausgedrückt. Mir ging es darum: wenn Werder nach der Hinrunde (also nach dem Spiel gegen Bochum weniger als 17 Punkte hat muss ein neuer Trainer her. Aber dann aus moralischen Gründen erst nach dem Bayernspiel, damit der neue Trainer nicht gleich mit einer Niederlage startet.

Ein neuer Trainer vor der Winterpause ist für mich nur eine Option wenn wir aus den nächsten 3 Spielen weniger als 3 Punkte holen.
Also wenn man schon auf die Idee kommt, am 18. Spieltag den Trainer zu wechseln dann kann man auch gleich mit einem neuen Trainer in die Winterpause gehen. Davon abgesehen verschenken wir an jedem Spieltag, den wir mit OW bestreiten Punkte.
 
Bevor Leverkusen und Stuttgart kamen sah es ja so aus als ob wir wieder auf einem besseren Weg wären auch wenn es nicht für einen 3er reichte, spielerisch war es wirklich nicht so schlecht. Ich schreibe Werner noch nicht ganz ab, ich hoffe das wir bis zur Pause noch ein paar Siege einfahren und im Winter mindestens noch ein IV geholt wird der uns sofort weiter hilft. Rückrunde dann mit Werner als Trainer einer verstärkten Defensive und vielleicht einen fitten Keita und dann hoffentlich mit viel mehr Siegen. Wenn wir gegen Augsburg allerdings wieder nicht nur nicht gewinnen sondern auch nicht überzeugen dann muss wohl reagiert werden, bloß nicht wieder zu lange warten. Ich hoffe aber wir gewinnen einfach gegen Augsburg und Werner schafft das was Kohfeldt, Skripnik und Nouri nicht geschafft haben, nach einem Einbruch und ganz übler Phase wieder aus der Krise finden, stabilisieren und wieder gewinnen. Ich habe noch etwas rest Hoffnung das Werner das schafft.
 
Da ja gewisse User hier immer wieder mit der Story kommen, Trainerwechsel würden nichts bringen und dazu irgendwelche wissenschaftlichen Untersuchungen anführen, hab ich mir mal die Mühe gemacht und hab den Punkteschnitt pro Saison von jedem Trainer nach Schaaf gesammelt, inkl. Anzahl der Spiele, um einordnen zu können wie aussagekräftig die Daten für die jeweilige Saison sind. Die Zweitligasaison habe ich seperat gelistet weil die Daten aufgrund der Qualität der Liga nicht mit den Bundesligadaten verglichen werden sollten ;)


Dutt:
13/14: 1,15 34 Spiele
14/15: 0,44 9 Spiele

Skripnik:
14/15: 1,56 25 Spiele
15/16: 1,12 34 Spiele
16:17: 0,00 3 Spiele

Nouri:
16/17: 1,45 31 Spiele
17/18: 0,50 10 Spiele

Kohfeldt:
17/18: 1,54 24 Spiele
18/19: 1,56 34 Spiele
19/20: 0,91 34 Spiele
20/21: 0,94 33 Spiele

21/22 (2.BL): MA 1,46 13 Spiele /OW: 2,26 19 Spiele

Werner:
22/23: 1,06 34 Spiele
23/24: 0,85 13 Spiele

Ergebnis:
1. der Punkteschnitt jedes Trainers verschlechterte sich mit zunehmender Dauer der Amtszeit deutlich
2. jeder Trainer holte in seiner ersten Saison (teilweise unter 34 Spiele) mehr Punkte als sein direkter Vorgänger in seiner letzten Saison.

==> nimmt man den Punkteschnitt als Gradmesser, so hat sich nach dem Schaaf Rausschmiss jeder einzelne Trainerwechsel mindestens kurzfristig gelohnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genaugenommen geht die Hinrunde bis einschl. Spieltag 17, und die Rückrunde startet mit dem 18. Spieltag. Und das ist tatsächlich jedes Jahr so, solange die Bundesliga aus 18 Vereinen besteht.

Es stimmt aber, dass die Winterpause dieses Jahr zwischen Spueltag 16 und 17 liegt.

Deswegen gibt es in der Hinrunde noch 4x3 = 12 Punkte zu holen. Das letzte Hinrundenspiel ist im Januar gegen Bochum. Quasi das erste Spiel nach der Winterpause.
Spieltag 18 treten wir besser erst
gar nicht an :D
Da kommt Harry..
 
==> nimmt man den Punkteschnitt als Gradmesser, so hat sich nach dem Schaaf Rausschmiss jeder einzelne Trainerwechsel mindestens kurzfristig gelohnt.
:tnx:
Japp, Trainerwechsel diese Trainerwechsel hatten zumindest einen mehr oder weniger langen Neue-Besen-Effekt, die uns teilweise vor dem einen oder anderen Abstieg bewahrt haben. Diese jeweils kurzen Amtszeiten zeigen aber auch, dass die Trainerverpflichtungen in den letzten 10 Jahre allesamt ein Griff ins Klo waren.
 
diese Trainerwechsel hatten zumindest einen mehr oder weniger langen Neue-Besen-Effekt

Wenn es dieser Neue-Besen Effekt wäre, dann bestätigt das gerade die These, dass der Trainerwechsel nichts zur Verbesserung der Mannschaft beigetragen hat. Aber ich will der Aversion gegenüber wissenschaftlichen Überlegungen nicht zu sehr entgegen treten, immerhin ist das hier ein Fußballforum und kein Wissenschaftliches ;)
 
Da ja gewisse User hier immer wieder mit der Story kommen, Trainerwechsel würden nichts bringen und dazu irgendwelche wissenschaftlichen Untersuchungen anführen, hab ich mir mal die Mühe gemacht und hab den Punkteschnitt pro Saison von jedem Trainer nach Schaaf gesammelt, inkl. Anzahl der Spiele, um einordnen zu können wie aussagekräftig die Daten für die jeweilige Saison sind. Die Zweitligasaison habe ich seperat gelistet weil die Daten aufgrund der Qualität der Liga nicht mit den Bundesligadaten verglichen werden sollten ;)


Dutt:
13/14: 1,15 34 Spiele
14/15: 0,44 9 Spiele

Skripnik:
14/15: 1,56 25 Spiele
15/16: 1,12 34 Spiele
16:17: 0,00 3 Spiele

Nouri:
16/17: 1,45 31 Spiele
17/18: 0,50 10 Spiele

Kohfeldt:
17/18: 1,54 24 Spiele
18/19: 1,56 34 Spiele
19/20: 0,91 34 Spiele
20/21: 0,94 33 Spiele

21/22 (2.BL): MA 1,46 13 Spiele /OW: 2,26 19 Spiele

Werner:
22/23: 1,06 34 Spiele
23/24: 0,85 13 Spiele

Ergebnis:
1. der Punkteschnitt jedes Trainers verschlechterte sich mit zunehmender Dauer der Amtszeit deutlich
2. jeder Trainer holte in seiner ersten Saison (teilweise unter 34 Spiele) mehr Punkte als sein direkter Vorgänger in seiner letzten Saison.

==> nimmt man den Punkteschnitt als Gradmesser, so hat sich nach dem Schaaf Rausschmiss jeder einzelne Trainerwechsel mindestens kurzfristig gelohnt.

Du hättest Deiner Fleißarbeit aber noch eine weitere Erkenntnis hinzufügen können nämlich das Offensichtliche, dass alle der aufgeführten Trainer zu schwach waren, um einem Otto Rehagel oder auch teilweise auch einem TS das Wasser reichen zu können. Keiner der Trainer von Dutt bis OW haben es vermocht, mit einem schmalen Budget dennoch eine gute Mannschaft aufbauen zu können. Werder benötigt aber genau solch einen Ausnahmetrainer, oder eben entsprechend mehr Geld um das fehlende Talent des Trainers kompensieren zu können.
 
Da ja gewisse User hier immer wieder mit der Story kommen, Trainerwechsel würden nichts bringen und dazu irgendwelche wissenschaftlichen Untersuchungen anführen, hab ich mir mal die Mühe gemacht und hab den Punkteschnitt pro Saison von jedem Trainer nach Schaaf gesammelt, inkl. Anzahl der Spiele, um einordnen zu können wie aussagekräftig die Daten für die jeweilige Saison sind. Die Zweitligasaison habe ich seperat gelistet weil die Daten aufgrund der Qualität der Liga nicht mit den Bundesligadaten verglichen werden sollten ;)


Dutt:
13/14: 1,15 34 Spiele
14/15: 0,44 9 Spiele

Skripnik:
14/15: 1,56 25 Spiele
15/16: 1,12 34 Spiele
16:17: 0,00 3 Spiele

Nouri:
16/17: 1,45 31 Spiele
17/18: 0,50 10 Spiele

Kohfeldt:
17/18: 1,54 24 Spiele
18/19: 1,56 34 Spiele
19/20: 0,91 34 Spiele
20/21: 0,94 33 Spiele

21/22 (2.BL): MA 1,46 13 Spiele /OW: 2,26 19 Spiele

Werner:
22/23: 1,06 34 Spiele
23/24: 0,85 13 Spiele

Ergebnis:
1. der Punkteschnitt jedes Trainers verschlechterte sich mit zunehmender Dauer der Amtszeit deutlich
2. jeder Trainer holte in seiner ersten Saison (teilweise unter 34 Spiele) mehr Punkte als sein direkter Vorgänger in seiner letzten Saison.

==> nimmt man den Punkteschnitt als Gradmesser, so hat sich nach dem Schaaf Rausschmiss jeder einzelne Trainerwechsel mindestens kurzfristig gelohnt.

Nach Durchsicht deiner ausführlichen Zahlen komme ich zu der - nicht ganz neuen - Ansicht:
Ole Werner ist ein guter 2.Liga-Trainer - so ähnlich wie Simon Torrodde ein guter 2.Liga-Stürmer ist/war.
In der 1. BuLi weht halt ein ganz anderer Wind.

Werner hat leider nicht einmal den Schnitt von Dutt (in seiner ersten Saison 1. Liga) erreicht und ist somit - in Liga 1 - Schlußlicht aller Werder-Trainer nach Schaaf. Das war mir so auch nicht bewußt. Danke für diese Erkenntnis.

Vo diesem Hintergrund stellt sich erneut die Frage:
Warum wurde der Vertrag von OW frühzeitig verlängert und nach welchen Kriterien wurde dies entschieden. Der Punkteschnitt war´s definitiv nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ja gewisse User hier immer wieder mit der Story kommen, Trainerwechsel würden nichts bringen und dazu irgendwelche wissenschaftlichen Untersuchungen anführen, hab ich mir mal die Mühe gemacht und hab den Punkteschnitt pro Saison von jedem Trainer nach Schaaf gesammelt, inkl. Anzahl der Spiele, um einordnen zu können wie aussagekräftig die Daten für die jeweilige Saison sind. Die Zweitligasaison habe ich seperat gelistet weil die Daten aufgrund der Qualität der Liga nicht mit den Bundesligadaten verglichen werden sollten ;)


Dutt:
13/14: 1,15 34 Spiele
14/15: 0,44 9 Spiele

Skripnik:
14/15: 1,56 25 Spiele
15/16: 1,12 34 Spiele
16:17: 0,00 3 Spiele

Nouri:
16/17: 1,45 31 Spiele
17/18: 0,50 10 Spiele

Kohfeldt:
17/18: 1,54 24 Spiele
18/19: 1,56 34 Spiele
19/20: 0,91 34 Spiele
20/21: 0,94 33 Spiele

21/22 (2.BL): MA 1,46 13 Spiele /OW: 2,26 19 Spiele

Werner:
22/23: 1,06 34 Spiele
23/24: 0,85 13 Spiele

Ergebnis:
1. der Punkteschnitt jedes Trainers verschlechterte sich mit zunehmender Dauer der Amtszeit deutlich
2. jeder Trainer holte in seiner ersten Saison (teilweise unter 34 Spiele) mehr Punkte als sein direkter Vorgänger in seiner letzten Saison.

==> nimmt man den Punkteschnitt als Gradmesser, so hat sich nach dem Schaaf Rausschmiss jeder einzelne Trainerwechsel mindestens kurzfristig gelohnt.

3. Die Schmerzschwelle der GF für eine kurzfristige Kündigung liegt bei ungefähr 0,5 Punkte pro Spiel. Langfristiges scheitern mit Kündigung wird ungefähr bei 0,9 Punkte pro Spiel eingeordnet.

Daraus lässt sich Ableiten, dass Ole Werner gerade das Wasser bis zum Hals steht. Da fehlt nicht mehr viel.
 
3. Die Schmerzschwelle der GF für eine kurzfristige Kündigung liegt bei ungefähr 0,5 Punkte pro Spiel. Langfristiges scheitern mit Kündigung wird ungefähr bei 0,9 Punkte pro Spiel eingeordnet.

Daraus lässt sich Ableiten, dass Ole Werner gerade das Wasser bis zum Hals steht. Da fehlt nicht mehr viel.

Das deute und sehe ich auch so.


Nur: Gibt es einen potentiellen Nachfolger der es besser macht (am besten langfristig) oder könnte ?

Und: Welche Eigenschaften sollte ein Trainer grundsätzlich mitbringen, der in Bremen langfristig Erfolg haben könnte (Kompetenzen & Persönlichkeit) ?

Denn: Nur entlassen, um etwas zu ändern, das reicht nicht.
 
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