Niveau im deutschen Fernsehen

Ich habe mich ziemlich gewundert das Herr Reich Ranicki so mutig war, fand es aber sehr gut das endlich mal jemdand gegen dieses Thema etwas gesagt hat, denn mit dem Niveau des Fernsehen fällt auch das Interesse an Literatur und die deutsche Bildung!!!

Ich finde man sollte hier mal ein paar TV-Shows sammeln die "verdummen" und die man am liebsten streichen könnte, ich fang mal an:

DSDS( Deutschland sucht den Superstar)
Popstars
We are Family
Mitten im Leben
Bauer sucht Frau
SAM
TAFF
Punkt 12


...


...außerdem haben Sender wie 9live im Fernsehen nix zu suchen!!

DSF-Telequiz
Explosiv
Die ganze Soap-Scheiße(Anna und die Liebe, Alles was zählt, GZSZ...
Gerichtshows-Salesch, Holdt etc...
Niedrig und Kuhnt, Lenzen und Partner, K11-----to be continued---
 
Inhaltlich stimme ich dir völlig zu und könnte die Liste noch erweitern.
Die Grundfrage ist, welche Philosophie man mit dem Fernsehen verbindet.
Durch die Freigabe des Privatfernsehens hat sich da grundsätzlich was geändert.
Seitdem wird mit Fernsehen Geld verdient, sind die Sendungen zur Ware geworden, die mittels der Nachfrage gehandelt werden; und wenn man das akzeptiert, muss man auch die genanten Sendungen akzeptieren, denn alle diese Sendungen laufen bei Sendern, die mit ihrem Programm Geld verdienen müssen. Und das Programm wird dann eben nicht nach Qualität erstellt, sondern danach, was Quote bringt. Was keine Quote bringt, wird abgesetzt, egal, ob es dumm oder gut ist.
Ungeklärt und umstritten bleibt dabei immer wieder der Auftrag und der Anspruch des öffentlich rechtlichen Fernsehens.
Auf der einen Seite haben diese Sender einen anderen Aurtrag und einen anderen Anspruch, da sie ja nicht (oder nicht sehr viel) kommerziell finanziert werden. Das gibt ihnen die Gelegenheit, sich von den kommerziellen Sendern abzusetzen (und das geschieht ja auch). Auf der anderen Seite befinden sich die öffentlich rechtlichen Sender in einer Konkurrenzsituation mit den kommerziellen Sendern. Würden sie nur noch aufklärerisches Bildungsfernsehen senden, würde kaum noch jemand sie anschauen und früher oder später würde die Existenzfrage gestellt. Daher passen sich die öffentlich rechtlichen Sender vielfach den kommerziellen Sendern an indem sie klassisch erfolgreiche Formate (wie Fußball) im Programm haben wollen und indem sie erfolgreiche Formate der Privatsender nachahmen - was nebenbei ebenfalls immer wieder dazu führt, dass ihre Existenz infrage gestellt wird, weil sich viele fragen, ob Gebührengelder für Unterhaltungszeug "verschwendet" werden muss.

MFG dkbs
 
-Dating Shows auf MTV
(Dismissed, parental control, date my mom/my sister/my grandfather/my dog)
-Pimp my Ride
-Bunny-Sendungen auf Viva
- jegliche Formen von Mitmachquizzes, ob mit oder ohne Titten
- Gülcan in love/ Sarah and Marc in Love/ Poldi und Schweini in love/ Jana Ina und Giovanni sind schwanger / Klinsi und Uli in Love
- Supernanny
- Zwegat
- erster fernsehkoch
- zweiter Fernsehkoch
- dritter Fernsehkoch
- Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
- Big Brother
- Big Brother - Die Entscheidung
- Big Brother live
- Frauentausch
- Frauentausch spezial
- Frauentausch Promi-Special
- Frauentausch - das Aschenputtel-Experiment
- U20
- We are family
- Die Auswanderer
- dicke Frauen die Gärten umgraben oder Zimmer umräumen
- Nutella-Werbung
- Talkshows mit Lügendetektor


Letzt beim durchzappen habe ich den den absoluten Hammer gesehen.
"Are U HOT" auf Viva. So eine oberflächliche scheiße, die toppt das alles nochmal.
 
...Derweil hat ARD-Programmdirektor Günter Struve die Kritik an der Qualität des deutschen Fernsehens zurückgewiesen. Das Niveau sei nicht schlechter als vor 20 Jahren, sagte Struve bei einer Filmpremiere in Hamburg. Der scheidende ARD-Chef Struve erinnerte an die Sender 3Sat und Arte, die die TV-Qualität deutlich gesteigert hätten. Zum Vorwurf, auch die öffentlich-rechtliche ARD würde sich zu sehr am "Massengeschmack" orientieren, erklärte Struve: "Ein Massenmedium müsse Mehrheiten jenseits der kulturellen Elite erreichen."......:18:

http://www.zoomer.de/news/topthema/...m-fernsehen/artikel/reich-ranicki-bleibt-hart



Eine geballte Ladung des aktuellen TV-Stumpfsinns-wirklich ein Spiegelbild unserer Gesellschaft

-DSDS
-Popstars
-We are Family
-Mitten im Leben
-Bauer sucht Frau
-SAM
-TAFF
-Punkt 12
-DSF-Telequiz
-Explosiv
-Die ganze Soap-Scheiße(Anna und die Liebe, Alles was zählt, GZSZ...
-Gerichtshows-Salesch, Holdt etc...
-Niedrig und Kuhnt, Lenzen und Partner, K11
-Sender wie 9live
-stupide Comedyshows: Pro7 Märchenstunde, Sechserpack, Die dreisten drei
--Dating Shows auf MTV
(Dismissed, parental control, date my mom/my sister/my grandfather/my dog)
-Pimp my Ride
- jegliche Formen von Mitmachquizzes, ob mit oder ohne Titten
- Gülcan in love/ Sarah and Marc in Love/ Poldi und Schweini in love/ Jana Ina und Giovanni sind schwanger / Klinsi und Uli in Love
- Supernanny
- Zwegat
- erster Fernsehkoch
- zweiter Fernsehkoch
- dritter Fernsehkoch
- Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
- Big Brother
- Big Brother - Die Entscheidung
- Big Brother live
- Frauentausch
- Frauentausch spezial
- Frauentausch Promi-Special
- Frauentausch - das Aschenputtel-Experiment

---to be continued---

na dann: RIP @ Moral und Werte
 
Anstatt hier wie die Wilden Shows aufzulisten die Eurer Meinung nach keine Daseinsberechtigung haben, solltet Ihr lieber mal einen Blick auf die Quoten (auch die Zielgruppenquoten) der entsprechenden Sendungen werfen. Auch 9live ist ein hochprofitabler Sender.
Der Denkfehler von vielen besteht darin dem Fernsehen einen gewissen gesellschaftlichen Auftrag beizumessen. Die Privatsender haben als einzigen Auftrag aber profitabel zu sein.
 
Anstatt hier wie die Wilden Shows aufzulisten die Eurer Meinung nach keine Daseinsberechtigung haben, solltet Ihr lieber mal einen Blick auf die Quoten (auch die Zielgruppenquoten) der entsprechenden Sendungen werfen. Auch 9live ist ein hochprofitabler Sender.
Der Denkfehler von vielen besteht darin dem Fernsehen einen gewissen gesellschaftlichen Auftrag beizumessen. Die Privatsender haben als einzigen Auftrag aber profitabel zu sein.

Und genau da liegt auch das Problem, die Privatsender müssen sich schließlich selber finanzieren. Leider ist Fernsehen eine Geschmackssache, Sendungen die nicht gesehen werden wollen laufen auch nicht.
 
Also um sich wirklich ein Meinung zu diesen Sendungen zu bilden, muss man sie ja öfters gesehen haben. Alle die dieses taten (wozu auch ich zähle) sind nicht ganz schuldlos an diesen Sendungen. ;)
 
Moin.

Man kann dem Marcel dafür nur ein Dankeschön ausrichten. Eine bessere Plattform für diese Schelte hätte es nicht geben können.

Mit seinem Alter hat er genug Mut das auch öffentlich glaubhaft zu machen. Sein Alter als Grund für - früher war alles besser - Genörgel zu nennen, zeigt, wie grün man noch selbst hinter den Ohren ist.
Letztlich, irgendwann werden jedem die gleichen Worte über die Lippen rutschen...

Nun, ja. Es gibt ja noch Bücher, da muß man nicht unbedingt auf MRR achten, denn letztlich liest man, was einem gefällt.

gwg

100 % MRR
 
ranickis alter macht ihm die kritik doch nicht erst möglich! im literarischen quartett hat er solche schelten doch bereits regelmäßig vom stapel gelassen, nur dass sie dort natürlich auf literarische werke bezogen waren.
 
Ich hab mir irgendwie mehr davon versprochen. Thomas Gottschalk schien mir gut vorbereitet und konnte die Sichtweise der Sender und deren Zielgruppen gut begründen.
 
ranicki ist bei seiner kritik zu pauschal geblieben. gottschalk hat zwar in der tat den punkt der sender gut klargemacht, trotzdem am entscheidenden punkt vorbeigeredet: nämlich, dass die kritisierten sendungen nicht "intelligentes verständlich gemacht" (gottschalk) sind, sondern einfach nur belanglos und unsinnig.
 
wat will. man machen früher war allet besser

aber dat Problem fängt schon in der Schule an

man wird bereits nach der 4ten Klasse selektiert.. wo man noch nicht richtig denken kann.. bzw nicht weiß was man werden will

so kann man als Hauptschüler eh kein Arzt mehr werden etc.. etc

und Fernsehen ist eh nur noch
verblödung der Menschheit um uns alle zu versklaven ohne das wir was merken:rolleyes:
 
Wie RTL den Rosenkrieg der Effenbergs inzeniert

Mein RTL, hat sich Claudia Effenberg gedacht, mein RTL ersetzt die Gelben Seiten. Hilft Leuten aus den Schulden heraus. Bimst verzogenen Bälgern Manieren ein. Renoviert verlotterte Buden. Wäre doch gelacht, wenn es meinem RTL nicht auch gelingen würde, meine Beziehung zu kitten.

Gut, es kann natürlich auch sein, dass sich die Claudia Effenberg, geschiedene Strunz, gar nichts dabei gedacht hat, als sie zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem Fußballprofi a.D., „Effe“, den Vertrag über eine sechsteilige Dokusoap unterschrieb: „Effenbergs Heimspiel.“ Nach den ersten beiden Folgen ist man sich da, ehrlich gesagt, nicht mehr ganz sicher. Schon Jean- Paul Sartre kam zu dem Schluss, dass der Mensch nicht von Natur aus vernunftbegabt ist. Dass vielmehr die Existenz der Essenz vorausgehe.

Der berühmte Existenzialist spukt einem durch den Kopf, wenn man die Effenbergs jetzt dabei begleitet, wie sie versuchen, sich nach sechs Jahren Fernbeziehung und seinem Seitensprung zusammenzuraufen.

Wie er, der alleinerziehende Papa von Etienne,18, und Ann-Kathrin, 11, in seinem „Effeville“ genannten Anwesen in Fort Myers im Sunshine-Staat Florida schweren Herzens die Umzugskisten packen lässt, um zu dem drei Jahre älteren Gelegenheitsmodel zu ziehen, ins wetterunbeständigere München.

Wie die beiden, synchron sonnengebräunt und die Haare immer schön im Partnerlook gegelt, die Villenviertel nach einer adäquaten Bleibe abklappern. Was sich, wie nicht anders zu erwarten, als schwierig erweist.

Was Claudia will

Die Claudia träumt von einem eigenen Prinzessinnenschloss, 800 Quadratmeter, mit „Master-Bedroom“ im Westflügel und schusssicheren Fenstern, der Effe hat es gerne funktionaler. Er möchte eigentlich lieber was mieten, hat es aber schwer, das zu vermitteln.

Die Claudia redet und redet und redet. Vermutlich hat sich die Hand in seiner Tasche schon zur Faust geballt, doch man wartet vergeblich darauf, dass er ihr endlich den ausgestreckten Mittelfinger zeigt.

Die Fernsehkameras sind immer dabei. Ihre Präsenz wirkt offenbar deeskalierend. Und so zeichnet sich schon vor der Halbzeit ab, dass „Effenbergs Heimspiel“, eigentlich als Auftakt für einen Neuanfang geplant, mit einem Eigentor enden wird.

Süffisante Kommentare aus dem Off konterkarieren das Bemühen der Eheleute, vor der Kamera Friede, Freude. Currywurst zu spielen. Gestern erlebte man, wie Claudia ihrem Effe zum Umzugstermin nach Florida hinterherreist. Anstatt ihm jedoch beim Entstauben der Lampen zu helfen, zieht es sie zielsicher in die nächste Mall. Zum Powershoppen. Nach zwei Stunden ist sie zurück, mit sechs vollen Tüten.

Die C-Prominenten

Stefan Effenberg is not amused. Seine säuerliche Miene liefert dem Sprecher eine Steilvorlage, um den nicht-ausgetragenen Konflikt auszuwalzen. Er redet vom „Kreditkarteneinsatz bis zum Schmelzpunkt.“ Er sagt: „Stefan hätte sich gefreut, wenn sie ihm wenigstens ein Paar Socken mitgebracht hätte.“

Wo doch der Effe, wenn er nicht gerade seine Pokale poliert oder sein Erspartes nachzählt, überdurchschnittlich viel Zeit in die Pflege seines Äußeren investiert.

Mag die Welt auch gerade auf die schlimmste Rezession seit den zwanziger Jahren zusteuern, in „Effeville“, „das so groß ist, dass man ohne Navi nicht zur Garage findet“(Effe), geht das Leben seinen geregelten Gang.

Sechsmal am Tag putze er sich die Zähne, verkündet der Hausherr stolz. Es ist eine beruhigende Erkenntnis in turbulenten Zeiten wie diesen – nicht nur für den RTL-Zuschauer, auch für die Claudia. „Hygienestandards sind in einer Beziehung auch schon einiges wert“, frohlockt die Stimme .auf dem Off.

Unverblümter kann man den Bankrott einer Beziehung wohl kaum formulieren. Keine Frage: Die Effenbergs sind ein Fall für den Paartherapeuten. Man weiß nicht, welcher Teufel die beiden ritt, als sie sich stattdessen an RTL wandten – dem Sender, dem die C-Prominenten vertrauen.

Ob sie dachten, sich ihres Liebe genannten égoisme à deux durch die Anwesenheit der TV-Kameras versichern zu können. Ob sie der Drang trieb, den Rest der Menschheit modisch mit ihrem Faible für gold-flitzernde T-Shirts oder Kapuzenpullover im Leopardenfellmuster zu missionieren. Oder ob es schlicht und einfach die Aussicht war, für dieses Effentheater auch noch Geld zu kassieren. Titel des Stückes: „Die unerträgliche Seichtigkeit des Seins.“

Nein, ihre Beziehung hat RTL nicht geflickt. Im Gegenteil. Als Dankeschön dafür, dass sich ihm das Paar bereitwillig auslieferte, durfte die Claudia die Gelegenheit nutzen, um im Streit mit ihrem Ex-Mann schmutzige Wäsche vor der Kamera zu waschen.

Die Sache mit Strunz

Offenbar war den Dreharbeiten ein Streit mit Thomas Strunz vorausgegegangen. Jedenfalls duften die beiden Kinder aus der Beziehung mit ihm angeblich, wenn überhaupt, nur gepixelt im Bild erscheinen.

Was Claudia, der bekennenden Glucken-Mama, die von einer tankstellengroßen Küche mit krokoledernem Spritzschutz an der Spüle träumt, obwohl der Stefan doch am liebsten Fertig-Currywurst im Plastikbehäter aus der Mikrowelle isst, natürlich überhaupt stank Gefühlte 99 Mal wiederholte RTL die Szene, in der sie den Satz sagte: „Mein Ex hat meine Kinder – ich schäme mich fast, das zu sagen – dieses Jahr nur einmal gesehen. Hart, nä?“

Hatten die Produzenten gehofft, dem faden Effenberg-Allerlei mit diesem dramaturgischen Kniff einen Schuss Maggi verpassen zu können, so hatten sie sich gründlich verrechnet.

Dokusoaps wie diese leben im Wesentlichen von der Schadenfreude, den Selbstdarstellern dabei zuzuschauen, wie sie, ohne es selber zu merken, an ihren eigenen Ansprüchen scheitern.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Doch nicht einmal dieser Effekt mochte sich beim Tete-à-tete der Möchtgern-Beckhams einstellen. Ihr Leben ist so leer wie „Effeville“ nach dem Auszug. Weshalb wir den beiden Turteltauben an dieser Stelle, wenn auch nicht ganz uneigennützig, alles Gute für ihre gemeinsame Zukunft wünschen, in einem Prinzessinnenschloss mit schussicheren Fenstern.

Nicht, dass wir sie schon morgen wiedersehen - bei „Zwei bei Kallwass“ ...

Sehr gut geschrieben.
 
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