Metal/Alternative/Indie usw. - Gitarrenfreunde willkommen

Das Prinzip ist doch ganz einfach. Sobald der Musiker/die Band mit seiner/ ihrer Musik Geld macht und im Radio läuft ist es kommerziell und damit doof, unabhängig davon aus welchem Genre die Musik ursprünglich kommt. ;) :p
 
Dennoch ist die Tatsache, dass Musik im Radio läuft, kein nachweis für Popmusik. Das stimmt vorne und hinten nicht.

Wie kommt es dann, dass von Bands wie Dredg (Leitmotif, El Cielo), Porcupine Tree, Trail Of Dead, A Perfect Circle, ... nichts im Radio zu hören ist? Vielleicht, weils kommerziell nicht erfolgreich ist, und das vielleicht, weils den durchschnittlichen Radiohörer "überfordert"? Jedenfalls hats mit der Qualität der Bands sicherlich nichts zu tun. Und jede dieser Bands hat Songs, die prinzipiell schon Radio-tauglich wären.

Außerdem sollte man sich an den Ursprung der Diskussion zurück erinnern. Es ist ja schließlich [SVW]Andi, der vehement der Meinung ist, R.E.M. seien weiterhin "Alternative" (wobei du natürlich recht hast wenn du sagst, dass der Begriff ziemlich schwammig ist). Schmolles Einwurf, das sei Mainstream, hatte er jedenfalls nicht viel entgegenzusetzen (von dem trotzigen "stimmt nicht" mal abgesehen)
 
@zoggg: :tnx:

@basti: Lies doch mal die Posts. Von Mainstream hat Schmolle nichts geschrieben, sondern lediglich, dass R.E.M. Pop sei. Und als Mainstream würde ich R.E.M. nicht einmal bezeichnen: die Leute kennen "Losing my religion" und "Everybody hurts". Dann hört es auch schon wieder auf. Da würde ich schon eher U2 als "Mainstream" bezeichnen. Deswegen ist es aber nicht Pop. Wie zoggg schon schrieb: auch Metallica ist Metal, auch wenn sie kommerziell erfolgreicher sind.
 
Das Prinzip ist doch ganz einfach. Sobald der Musiker/die Band mit seiner/ ihrer Musik Geld macht und im Radio läuft ist es kommerziell und damit doof, unabhängig davon aus welchem Genre die Musik ursprünglich kommt. ;) :p

Tja vielleicht ist es Regional-bedingt. Aber auf die Radiosender, auf die ich hier Zugriff habe, trifft das tatsächlich zu. Wie gesagt, ich kenne keine Gegenbeispiele. Lasse mich da aber gerne eines besseren belehren
 
@basti: Solche Gruppen sind einfach kein Mainstream, das sehe ich auch so. Hanbe auch nichts anderes gesagt. Meine Aussage war: Musik, die im Radio läuft, ist nicht zwangsläufig Pop.

Nu ist es denke ich so, dass sich die Band selber wohl nicht soviel um die Mainstreamfrage kümmert. Vieles davon wird von außen herangetragen. Es gibt zwar Künstler, die mit aller Macht versuchen, kommerziell erfolgreiche Sachen zu singen. Zum Beispiel nahezu alles von Dieter Bohlen. Der Großteil der Künstler macht aber Musik, die ihnen selber gefällt. Salopp gesagt: Was können die denn dafür, wenn ihr Geschmack zufällig auch derer von vielen andeen Leuten ist? Was kann den Porcupine Tree dafür, dass ihre Musik, über die sich viele Gedanken gemacht haben und mit der sie sich identifizieren, in relativ kleinen Kreisen ankommt? Nichts. Trotzdem machen sie die weiter, was etwas über die Band aussagt. Genauso wenig könnten sie aber etwas dafür, wenn ihre Musik so gut ankommen würde. Wäre die Musik mainstream, würden sie trotzdem die gleiche machen, weil es das ist, auf was sie Lust haben.

Musik, die im Radio läuft, läuft ja nicht zufällig dort. Die muss ja was an sich haben, wenn man davon ausgeht, dass sie vielen leuten gefällt. Genauso verurteilen wir den mainstream immer aus unserer Sicht. Beispielsweise im WVSC: Das sind User, die sich viel mit Musik auseinandersetzen und dementsprechen Bands jenseits des Radios kennen. Es gibt aber auch genug Leute, die Musik genauso lieben, sie aber im Radio oder in der Disco hören und deswegen nur den Mainstream kennen und mögen. Und die Absicht eines Künstlers, Leute sollen zu seiner Musik gut gelaunt tanzen, weswegen er nahezu ins Radio muss, ist doch eine positive, keine negative.

Es gibt Leute, die glauben, Bands wären bewusst antikommerziell. Das ist aber nur bei der Minderheit der Interpreten der Fall. Die meisten machen einfach ihr Ding und ziehen das durch, egal, wie es läuft. Lobenswert, wenn es trotz kommerziellem Misserfolg bei der eigenen Musik bleibt. Nicht verteufelbar, wenn der eigene GeschmackErfolg hat.
Dazu sei gleich gesagt: Wenn Interpreten im Lauf der Jahre ihren Stil wechseln ist das nichts Schlimmes, nur weil es am Ende poppiger oder mainstreamiger klingt. Stilwechsel sind einfach eine gewollte Abwechslung für Jemanden, der beispielsweise länger als 10 Jahre Musik macht.

Mainstream ist sowieso nahezu schon ein Kampfbegriff.
Und der Begriff "kommerziell" bezieht sich meistens nur auf die Singlecharts. Denn überwiegend laufen Lieder aus denen dort. Kommerzieller Erfolg wird mit dem Radio gleichgesetzt. Es gibt aber auch kommerziell erfolgreiche Bands, die keine Singles machen oder mit Alben deutlich (!) erfolgreicher sind als mit ihren Singles, weil den Singles z.B. die Plattform der Disko fehlt, weil das Lied dort nicht reinpasst. Das ist nämlich zum Beispiel ein Ort, an dem deutlich einzelne Songs statt Interpreten beworben werden. Trotzdem sind Bands die nicht im Radio laufen unter diesen Umständen kommerziell erfolgreich.


Um zurück zur Ausgangsdiskussion zu kommen: Ich kenne mich bei REM außerhalb der bekannten Songs nicht aus und kann da nichts zu sagen. Aber Radiomusik = Pop muss nicht zwangsläufig so sein. Der Name leitet sich zwar von "popular" ab, aber der Musikstil läuft nach festen Kriterien, die irgendwelche Theoretiker ohne Freunde aufgestellt haben.

Und zu deinem scherzhaften Einwand zur Popmusik im Contest, basti: Da die Mitspieler des WVSC wie gesagt größtenteils Leute sind, die sich mit Musik außerhalb der Charts beschäftigen, wären Popmusik in dem Fall dort eher unpopulär. Da ist nämlich genau das Mainstream, was es in den Charts nicht wäre. Mir wären in manchen Runden 2-3 Popsongs und 2-3 Indiesongs weniger manchmal sogar ganz recht.
 
Das Prinzip ist doch ganz einfach. Sobald der Musiker/die Band mit seiner/ ihrer Musik Geld macht und im Radio läuft ist es kommerziell und damit doof, unabhängig davon aus welchem Genre die Musik ursprünglich kommt. ;) :p

Nö, find ich nicht.

Ich höre zb immer noch gerne die Hosen, obwohl sie mittlerweile im Radio gespielt werden und total kommerzialisiert sind, was vor allem ihren Merchandising-Wahn angeht.

Trotzdem höre ich sie noch gerne, weil mir die Musik und die Texte gefallen.

Und Mainstream sind sie meiner Meinung nach auch nicht, weil sie eben noch völlig authentisch rüberkommen, und sich ihre Musik doch noch deutlich von dem restlichen Scheiss unterscheidet, der aus dem Radio kommt.


Mal was anderes:
Gibts hier auch Mittelalter-Metal-Fans. Wenn ja, wie gefällt euch das neue Subway to Sally-Album "Schwarz in Schwarz"?
 
Nö, find ich nicht.

Ich höre zb immer noch gerne die Hosen, obwohl sie mittlerweile im Radio gespielt werden und total kommerzialisiert sind, was vor allem ihren Merchandising-Wahn angeht.

Trotzdem höre ich sie noch gerne, weil mir die Musik und die Texte gefallen.

Und Mainstream sind sie meiner Meinung nach auch nicht, weil sie eben noch völlig authentisch rüberkommen, und sich ihre Musik doch noch deutlich von dem restlichen Scheiss unterscheidet, der aus dem Radio kommt.


Mal was anderes:
Gibts hier auch Mittelalter-Metal-Fans. Wenn ja, wie gefällt euch das neue Subway to Sally-Album "Schwarz in Schwarz"?

is das schon draußen?? scheiße voll verpasst^^ ich höre StS eig sehr gerne,nur das letzte album kreuzfeuer hat mir nicht so zu gesagt...da waren die ersten alben viiiiiel besser!!
 
Pop = populär also einer recht großen Masse gefallend.
Bei Alternative steige ich begriffserklärend sowieso aus, dito Indie. Indie stand einstmals (vermutlich) für Bands die keinen major sondern nur einen Indielabel Deal hatten - so ist dann Depeche Mode immer noch Indie Musik (Mute)? Oder auch Nickelback (Roadrunner)? Oder oder oder?

REM benutzen relativ einfache Hooklines, vielstimmige Gesänge (oftmals nicht immer mit Backgroundchor) und auf vier Instrumenten (Gsang, Gitarre, Schlagzeug, Bass) basierende Songs. die Songs sind nach "gewöhnlichen" Hörschemata "eingängig", die Produktionen sind relativ klar. sie haben einen gewissen "eigenständigen" Stil - der vielleicht mit der Stimme von Stipe als auch mit dem Gitarrenstil zu tun hat. Gelegentlich lösen sie sich aber auch vom "reinen" auf Blues/Folk einflüssen (abgesehen von endsechziger Radiorock ala Troggs beeinflußtem) Schemata benutzen getriggerte Drums und Synthie einsatz. Also: Popmusik.
 
REM benutzen relativ einfache Hooklines, vielstimmige Gesänge (oftmals nicht immer mit Backgroundchor) und auf vier Instrumenten (Gsang, Gitarre, Schlagzeug, Bass) basierende Songs. die Songs sind nach "gewöhnlichen" Hörschemata "eingängig", die Produktionen sind relativ klar.

:tnx: Das ist das entscheidende. Der Mensch orientiert sich ja gerne an dem was er kennt. Ist doch bei Musik nicht anders. Insofern wird allein strukturell bei Popmusik schon nicht wirklich variiert. Und natürlich hast du recht @zoggg, die Bands machen in der Regel Musik die ihnen gefällt. Aber genau hier entsteht doch der Unterschied zwischen Mainstream und Alternative, bei letzterem wird ja bewusst viel mehr variiert, ausprobiert. Das ist es was ich meine wenn ich behaupte, der durchschnittliche Radiohörer sei damit überfordert. Weil allein die Songstruktur der progressiveren Bands schonmal viel gewöhnungsbedürftiger und längst nicht so eingängig wie bei Pop-Produktionen ist. Klar ist es denkbar, dass auch solche Sachen in Zukunft kommerziell "so richtig" erfolgreich sind. Wenn ich richtig informiert bin (das war etwas vor meiner Zeit), soll das ja beispielweise auf Bands wie Jethro Tull, King Crimson, Rush, Yes etc früher einmal zugetroffen haben (nicht das sie es heute nicht mehr sind). Nur ist es eben mMn nicht sonderlich wahrscheinlich.

Was die Produktion angeht: Da brauchts heute kein Major mehr für
 
Viele Bands folgen bei ihren Liedern einem gewissen Schema (Intro - Vers1 - Chorus - Vers2 - Chorus - Bridge - Chorus - Outro). Natürlich verfolgen auch R.E.M. sehr stark diesem Schema, somit eingängig - warum auch nicht? Aber ist es deswegen Popmusik? Ich meine nein. Ich habe früher auch Bands wie KoRn oder Bush gehört, die auch diesem Schema folgen. KoRn ist aber dennoch Nu Metal und Bush Post-Grunge.
Ich möchte einmal schreiben, was für mich Popmusik ist: Popmusik ist für mich am PC erstellte Musik. Also Musik, wie man sie von Rihanna oder Lagy Gaga und keine Ahnung, was es da sonst noch gibt, hört. Es ist keine "Handgemachte" Musik. Musik ohne Inhalt, die einfach nur rausgedroschen wird.
Um auf die Stilrichtung von R.E.M. zurückzukommen: der erste Satz in Wiki lautet folgendermaßen:
R.E.M. war eine US-amerikanische Rockband. Sie gilt als eine der erfolgreichsten Bands des Alternative Rock.
Und auch hier kann dem oben angegeben Schema gefolgt werden. Das mag zwar auch in der Popmusik vorkommen, aber auch in jeder anderer Musikrichtung.
 
Zitat von [SVW]Andi;1895938:
Ich möchte einmal schreiben, was für mich Popmusik ist: Popmusik ist für mich am PC erstellte Musik. Also Musik, wie man sie von Rihanna oder Lagy Gaga und keine Ahnung, was es da sonst noch gibt, hört. Es ist keine "Handgemachte" Musik. Musik ohne Inhalt, die einfach nur rausgedroschen wird.

Schuldige, aber das ist quatsch. Ich finds auch schöner, wenn eine Band wie Nickleback beispielsweise a) selber in die Saiten haut, anstatt das einfach einen der Produzenten übernehmen zu lassen und das später nur noch einzusingen und b) wenn Bands sich auch selbst finden und nicht langweilig zusammen gecastet werden. Das alles ändert aber nichts daran, dass Nickleback immernoch reinste Popmusik produzieren (und zwar der gruseligsten Sorte :D)
 
Auch wenn es dir nicht gefällt: auch Nickelback macht Rockmusik. Nur erfolgreicher als andere Bands. ;) Deswegen ist es aber nicht Pop.
Aber um es eben nochmal klar zu stellen: ich höre kein Nickelback :beer: Da sind wir mal einer Meinung.
 
@basti
In den Siebzigern als die von dir genannten Bands aanfingen wurden sie recht schnell erfolgreich. Das jahrzehnt der Gegensätze: Zunächst gabs die Pomp-Prog-Rock Produktionen (daneben ja noch Genesis, Pink Floyd, van der Graaf Generator, Led Zeppelin, the Who) und dann wurde das eingerissen und der Punk gab den Leuten die drei Akkorde zurück :D

Rush sind noch immer recht erfolgreich. Ihre eingängisten Produktionen waren die der Endachtziger und Frühneunziger. Das ist Popmusik at its very best.
 
@ basti: Wenn ich mich mal kurz einmischen darf: Wenn Bands das machen, was ihnen selbst gefällt, landet man im Blues, Jazz, Rock, Reggae oder Alternative-Bereich. Wenn sie damit aufhören, wie z.B. die eben genannten Bon Jovi´s, bist Du im massentauglichen Pop angelangt. Künstler, die sich nicht verbiegen lassen, sind rar gesät. Ob sie nun ursprünglich aus dem Rock- oder Jazz-Genre kommen, so geben sie sich oftmals dem schnellen Geld hin und kaufen sich ne Südsee-Insel, um dann wieder ganz privat das tun zu können, wo sie Bock drauf haben.

Klingt etwas verallgemeinernd, ist aber leider so - selbst der Prince of Darkness ist nicht frei davon. Und wenn der schon, wer soll denn da noch bei der Stange bleiben? Bands die ausschließlich Musik machen, weil sie´s geil finden, werden zwar nicht gedrillt, man kennt sie allerdings auch nicht. Insofern kann man nahezu ausschließen, dass es so was im Radio gibt. Es sei denn, sie sind so erfolgreich und unantastbar, dass das, was sie tun, eben angesagt ist.
 
Das neue Noel Gallagher Album ist klasse. Eben bekommen, einmal durchgehört und ich muss sagen: dagegen kann Beady Eye einpacken. Einfach fantastisch.
 
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