Ich habe keine Frage gestellt, sondern lediglich klar gestellt, dass hier dargelegte Forderungen gegen den Spieler imho keinerlei Grundlage haben.
Es geht doch hier allgemein um die Frage, welche Beweggründe Özils Entscheidungen zugrunde liegen. Dass du keine direkte Frage gestellt hast, ist mir klar, aber du gibts doch indirekt eine Antwort darauf, was ich in meinem Post versucht habe darszustellen.
Im Übrigen würde ich auch nicht von Dankbarkeit sprechen, das ist mir ein zu hochtrabender Begriff. Nennen wir es doch einfach Identifikation. Scheinbar gibts es selbst diese nicht mehr, andernfalls wäre es mir als Spieler schon wichtig, dass der dann ehemalige Verein bei meinem Wechsel ebenf. einen finanziellen Profit erhält. Ich habe das Gefühl, hier wird manchmal so getan, als wäre Mesut der große Verlierer, wenn er hier verlängern würde

. Aber er profitiert doch auch von einer Verlängerung, nur halt eben nicht in dem Maße, wie es bei einem Wechsel mit Handgeld der Fall wäre & nichts anderes habe ich mit meinen Özil unterstellten Prioritäten versucht darzulegen und als eher einseitig auf das Monetäre bezogen zu demaskieren. Daher fand ich deinen Satz, dass eine Verlängerung nicht in seinem momentanen Interesse sei, etwas unglücklich.
Möglich, ja. Aber auch dies ist spekulativ. Vielleicht ist ihm auch ein Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt zu früh und er möchte sich derzeit einfach nicht festlegen und möchte abwarten, wie sich sein sportlicher Stellenwert im kommenden Jahr entwickelt.
Wir wissen doch alle, dass Verträge, zumal verlängerte Verträge nichts damit zu tun haben, dass man sich weiß ich wie lange festlegt und an den Verein bindet. Er könnte also ebensogut seine Zunkunft ab 2011 mit einem jetzt geschlossenen neuen Vertrag zu
besseren Konditionen überdenken. Wer glaubt hier denn bitte, das Mesut Özils größtes Anliegen ist, geschlossene Verträge unbedingt erfüllen zu wollen??
Aber selbst wenn es alleine um das Finanzielle ginge, wäre daran nichts verwerflich, denn es gibt immer mindestens zwei Vertragsparteien, die einem Deal zustimmen müssen. Und tun sie dies, müssen sie auch mit den Konsequenzen hieraus leben, im positiven wie im negativen Sinne.
Natürlich gibts es rein formal und rechtlich daran überhaupt nichts auszusetzen. ABer darüber diskutieren wir hier ja nicht, wir sind hier ja nicht in einem Forum angehender Juristen und Notare. Ich sage nur, dass ich es von ihm persönlich als einen außerordentlich "fairen" bzw. die (hoffentlich vorhandene) Identifikation mit seinem aktuellen Verein widerspiegelnden Zug empfinden würde, wenn er seinen Vertrag um zumindest 1 Jahr verlängern würde. Ich möchte ja eigentl. auch nicht, dass er dieses Jahr schon wechselt, aber wenn Werder andernfalls auf einen wichtigen Transfererlös verzichten müsste, dann wüsste ich, wofür ich mich zu entscheiden hätte.
Was sollte bitte an einem Wechsel nach Ablauf der Vertragsdauer, sollte es dazu kommen, nicht fair sein? Özil hat meines Wissens nie verlautbaren lassen, dass er sein Leben lang bei Werder spielen würde.
Es wäre natürlich fair, ich habe auch nichts anderes behauptet. Es zeigt nur, worauf es ihm dann scheinbar am meisten ankommt und das finde ich bedauerlich. Auch der Vergleich von staubsaugernase hinkt an dieser Stelle deutlich, schließlich geht es bei diesen Profis nicht mehr darum, die Familie ernähren zu müssen, die bewegen sich in ganz anderen gehaltlichen Kategorien, und folglich gibt es auch die Möglichkeit, eben aus Gründen der Identifikation, meinetwegen auch Dankbarkeit bei dem ein od. anderen Profi, auf ein bisschen
noch mehr Gehalt zu verzichten und sich nur für das
mehr Gehalt zu entscheiden. Familienschicksale hängen davon jedenf. nicht ab.
Das habe ich so auch nicht gesagt. Fakt ist aber doch wohl, dass das vorliegende Angebot im Rahmen der Gesamtumstände und der Prioritätensetzungen, die Özil für seine Zukunft verfolgt, nicht ausreichend lukrativ war.
Bin ich ja schon drauf eingegangen, und ja, es geht nur um die Lukrativität. Meine Rede.