Auch wenn es schon einmal diskutiert wurde....
Werder Bremen ist als Klub nachwievor von Ablösesummen abhängig, um überhaupt dieses Niveau halten zu können. Würde jeder Spieler sein "Recht" wahrnehmen und seinen Vertrag auslaufen lassen, würde über kurz oder lang das ganze Transfersystem den Bach heruntergehen. Ablösesummen dienen dazu den Profifußball insgesamt am Leben zu erhalten, da nur dadurch Vereine überhaupt lebenswichtige Dinge wie Jugendarbeit, Scouting und Talenteförderung betreiben können.
Gerade deswegen ist es wichtig, wenn ein Verein wie Werder den Status Quo wahren will, Spieler nicht unter Wert zu verkaufen.
Für Werder Bremen ist einzig und alleine der Verkauf des Spielers die einzige sinnvolle Option.
Eben nicht. Weil sich die Frage nach der Höhe stellt. Ohne zu wissen, inwieweit dies festgeschrieben ist: Würde Özil für 16 Mio. verkauft, wäre das schlicht ein Witz. Würde Werder immer so handeln, wären wir bald ein Billig-Einkaufsladen für zahlungskräftige Vereine und hätte Werder schon öfter so gehandelt, wären wir es schon.
2005 wurde Ismael abgegeben mit einer relativ hohen Ablöse plus Frings dazubekommen. 2006 wurde Valdez für knapp 6 Mio. abgegeben, für fast exakt diese Summe Diego geholt. 2007 wurde das "U" nach langem Hickhack trotz nur noch einem Jahr Vertrag für eine Summe abgegeben, mit der Werder die Einkäufe CA und Sanogo, glaube ich, komplett bezahlte (unabhängig davon, dass es in diesem Fall sportlich schiefging).
Es wurde der Konkurrenz eigentlich immer zu verstehen gegeben, dass Werder`s Spieler nicht billig zu haben sind. Abhängig zu sein von Transfers, aber gleichzeitig den Status Quo zu zementieren, ist der Balanceakt, den KA & Co. meist gut hinbekommen haben. Das dürfte auch ein Grund sein, dass Werder überhaupt finanziell recht gut da steht.
So muss im Zweifelsfall eben auch mal ein Vertrag unter Verlust der Ablösesumme auslaufen, wenn die höchstmöglich zu generierende Ablösesumme im Jahr davor nicht zu erzielen ist. Das "U" wäre bspw. auch 2008 ablösefrei zu den Bauern gewechselt, wenn KA im Vorjahr nicht so hartnäckig um die Summe verhandelt hätte. Unabhängig davon, dass dieser Spieler uns im Folgejahr sportlich weitergeholfen hätte (oder auch nicht?). So sind auch Verträge ausgelaufen, aber an anderer Stelle wurden eben entsprechende Ablösen erzielt.
Ich denke eher, dass Werder bei den ausgehandelten Verträgen immer ein gewisses Kalkül mit berücksichtigt, in zweierlei Hinsicht. So dass diese Verträge, wenn sie auslaufen, dann zur Not auch auslaufen können, weil dieses Risiko schlicht von vornherein in gewisser Weise einkalkuliert ist, sogar unabhängig der jeweiligen, sportlichen Entwicklung.
Beispiele für Vereine, die anders handelten (soweit ich das aus der Ferne einschätzen kann), aber auf diese Weise sportlich nicht vorankamen, vor allem international, sind Olympique Lyon und Ajax Amsterdam.
Ansonsten bin ich bei solchen Themen vorsichtiger und stimme dkbs zu.
