Mesut Özil

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Wieso muss man Özil eigentlich immer mit Diego vergleichen? Das sind doch zwei eigenständige Spieler, die auch schon nebeneinander gespielt haben...
 
Wieso muss man Özil eigentlich immer mit Diego vergleichen? Das sind doch zwei eigenständige Spieler, die auch schon nebeneinander gespielt haben...

Ganz genau :tnx:

Viele sind eben unterschiedlicher Auffassung was die Spieler an sich, deren medialer Umgang, die Spielweise und Effizienz auf dem Platz, die Körpersprache, die Wichtigkeit für die Mannschaft, etc. angeht.

Ich persönlich halte Özil beispielsweise auf einer Aussenposition für effektiver (vielleicht bilde ich es mir ein, aber durch seine enorme Schnelligkeit, gepaart mit hervorragender Technik hat er doch oft Tore über die Aussen vorbereitet). Hunt dagegen ist für mich DER "zentrale Mittelfeldspieler" (er ähnelt vom vorhanden Kader, so denke ich, in seiner Spielweise am ehesten einem Micoud), der, ähnlich wie Borowski, über ein ausgesprochen gutes Spielverständnis/Übersicht verfügt.
 
Naja aber mehr hab ich zu so ner Unsachlichen Diskussion nicht zu sagen. Gibt doch mal ein Stichhaltiges Argument für Özil? Oder ist das zu schwer?
Argumente gab`s genug hier, auch von mir. Übrigens gerade in Beitrag 15978 wiederholt über Dir. Nachweislich unsachlich ist höchstens, wenn MÖ hier am laufenden Meter Lustlosigkeit unterstellt wird oder er würde sich verstecken oder würde nur gut sein, wenn es sowieso läuft oder, oder...

Im Grunde ist die Sache mit Diego dermaßen ausgelutscht, zumal einige es sowieso nie verstehen werden. Wobei ich den Begriff "Spielmacher" im modernen Fussball ohnehin für völlig überschätzt halte. Aber da Du nun Sachlichkeit einforderst: Nenne Du doch erst mal die Kernattribute, die einen "Spielmacher" eindeutig klassifizieren und vergleiche sie mit Diego. Dann können wir weiterreden....

Wieso muss man Özil eigentlich immer mit Diego vergleichen? Das sind doch zwei eigenständige Spieler, die auch schon nebeneinander gespielt haben...
Verstehe ich auch nicht, da es ziemlicher Quark, aber leider hier und im Diego-Thread mächtig in ist, Diego gegen Özil zu Felde zu führen. Dazu kommt, dass die unterschiedliche, zeitliche Nähe der beiden Protagonisten während ihres Tuns bei Werder in der Sache nicht gerade förderlich ist.
 
Natürlich haben Andi Herzog, Joe Micoud, Diego und Özil die Rolle eines "Spielmachers" ausgefülllt. Da kann sich zwar jeder seine eigene Definition und Philosophie zurechtbiegen und auf der Grundlage dann zu anderen Ergebnissen kommen - das hat aber mit der weit überwiegenden Einstufung durch die Fachwelt dann nichts mehr zu tun. Was wurde der SV Werder immer bewundert, dass man einen der ganz rar gewordenen echten 10'er in der Bundesliga in den eigenen Reihen habe. Das ist doch einfach albern, hier so einen Satz rauszuhauen wie: "Diego war kein Spielmacher beim SV Werder". Das war 100% ein Spiielmacher, das würde ich auch nicht als "Ansichtssache" einstufen - das ist für mich schon eher Fakt.

Ob Mesut Özil als klassischer 10'er eingestuft werden kann, darüber mag man eher streiten. Er soll/will diese Rolle zwar irgendwie ausfüllen aber hier hat TS ja von vornherein die "Last des Spielmachers" auf mehrere Schultern verteilt (weil er Özil's Schultern da - zu Recht - für zu schmal befunden hat). Özil ist dadurch nicht der absolute "Chef und Ideengeber des Offensivspiels". Von daher sehe ich eine Kompensation seines Wechsels auch weniger kritisch als in den Fällen Micoud und Diego.

Für meinen Geschmack wird mir Aaron Hunt hier standardmäßig zu schlecht geredet (aber das ist ja nichts Neues, das hat ja Tradition ...). Jedes Mal, wenn ich die Zusammenstellung aller Tore der Saison an einem Stück schaue, muss ich feststellen, dass er da ebenso starke Assists wie eigene Abschlüsse dabei hatte. Im Grunde war der verletzungsfreie Hunt für mich eine der ganz positiven Entwicklungen in der Mannschaft. Was mir bei ihm vor allem imponiert hat, war, dass er auch defensiv inzwischen richtig ackert - und zwar bis zum Schluss (wo der eine oder andere gern schon mal ein wenig Kopf/Schultern hängen lässt). Die Berufung in die N11 fand ich absolut nachvollziehbar. Ich hoffe, dass er diese Saison da weitermachen kann. Ohne die ständigen Verletzungen und mit Vertrauen von TS ausgestattet könnte er sich sicher noch weiter entwickeln und das Özil-Loch maßgeblich mit füllen. Ich würde mich gar nicht groß wundern, wenn Hunt auch in der N11 weitere Chancen bekäme.

Auch Marko Marin hat einen insgesamt viel stärkeren Eindruck bei mir hinterlassen als Mesut Özil. Neben feinen Pässen und Ideen ist er sicher Spitzenreiter in Sachen Einsatz - eine wahre Freude zu sehen, wie er sich reinhängt ! Ich hoffe da nur inständig, dass TS die seltsamen Spielchen, die er zum Saisonende mit ihm getrieben hat, nicht weiter betreibt. Sonst könnte sein unendliches Potential ggf. doch wieder etwas in den Hintergrund treten. Und das wäre wirklich eine Verschwendung.

Man darf im übrigen auch nicht vergessen, dass mit Torsten Frings und vor allem auch Philipp Bargfrede zwei Mann im Mittelfeld gesetzt sind (sein sollten). Wenn man mal davon ausgeht, das Pizarro nicht immer nur den Alleinunterhalter gibt, bleiben da nur zwei Plätze im offensiven Mittelfeld. Und da haben wir auch ohne Özil durchaus etwas anzubieten (selbst für den Fall, dass man sich einen "Alberto II" ranholen sollte ...).

Wenn es im übrigen um die "Wichtigkeits- bzw. Ersetzbarkeitsvergleiche" in der Spielmacherhistorie geht, gibt in meinen Augen die Chronologie die Richtung vor:
Micoud (fast unersetzbar), Diego (schwer ersetzbar), Özil (mit ein wenig gutem Händchen ersetzbar). Im Grunde hat die sportliche Leitung damit das große Problem der absoluten Abhängigkeit von einer einzigen kreativen Schaltzentrale mit jedem Weggang eines "Superhelden" ein wenig herunterfahren können - und das bei anhaltendem sportlichen Erfolg. Auch eine tolle Leistung in Sachen Kaderzusammenstellung und strategischer Ausrichtung, wie ich finde.
 
Es ist schon erstaunlich, wie einseitig hier teilweise von einigen wenigen Lobpreisungen auf MÖ angestimmt werden und nicht mal mehr der Hauch von Kritik an dem ach so genialen Mesut geduldet wird, während man es in keiner Sekunde verpasst Diego zu diskreditieren. Ernst zu nehmen ist dies schon lange nicht mehr und ich könnte mittlerweile sehr gut damit leben, wenn Cem und Mick demnächst eine Fahrgemeinschaft bilden, um dem Heiland hinterher zu reisen. Meinen Segen habt ihr...
Es ist schon grotesk, daß lt. Seitenlangen Ausführungen mancher hier, man im Grunde meinen könnte, Mesut habe hier nicht ein schlechtes Spiel gemacht und wäre quasi die alleinige Lebensversicherung der nächsten Saison. Das ist schon interessant, wie das Gedächtnis dort scheinbar einen "Reset" der schlechten Lesitungen durchführen kann. Oder wenn das nicht reicht, wird am Ende das immer gern genommene Totschlagargument herausgekramt, daß er ja auch in schlechten Spielen (die es je eigentlich nicht gab) auch noch enorm wertvoll war. Aha.
Vor dem Hintergrund, daß MÖ in der abgelaufenen Saison in 13 von 30 Spielen vom Kicker mit 4/4,5/oder 5 bewertet wurde, wirkt diese krampfhafte Legendenbildung schon recht bedauerlich. Seine Leistungen waren bei weitem nicht so, wie man sie hier gerne verkaufen möchte.
Und wenn ich mir da die Spiele bei der WM anschaue, sehe ich unterm Strich und fernab der schwarz-rot-goldenen Generaleuphorie bei Licht in der Summe bestenfalls durchwachsene Auftritte.
2 guten Spielen (gegen die Aussies und England) standen eher schwache bis durchwachsene Auftritte gegenüber. Gegen Ghana und Serbien fiel er lediglich durch das vergeben größter Chancen auf (wie nannte ihn doch gleich der Sky-Moderator - "sympathischen Chancentod"), gegen die Gauchos tauchte er erst zum Ende in Erscheinung, gegen die Spanier ging er völlig unter und auch gegen die Urus war von ihm herzlich wenig zu sehen.
In der Summe recht wenig für unseren neuen Superstar.

Lustig auch solche weisheiten, im Vergleich Diego-MÖ, den man zwar eigentlich nicht ziehen darf, es sei denn, man kann darin seine manifestierte Diegophobie ausleben:
Zitat von MrNobody
Hat der Abgang von Diego unseren Erfolg geschmälert?

Absolut nicht. Aber das war auch so in etwa zu erwarten
Herrlich.
Abgesehen davon, daß wir mit Diego in der letzten Saison neben dem EL-Finale (bei dem sein Ersatz leider überfordert war und abtauchte) auch noch das Pokalfinale erreichten und sogar gewannen, erreichten wir in der letzten Saison mit MÖ lediglich das Pokalfinale, welches wir sang- und klanglos verloren, weil auch der neue Superstar "out of Order" war.
Unter dem Gesichtspunkt wirkt diese Einschätzung fast schon amüsant.
Das Diego, ganz nebenbei, mit 5 Auszeichnungen zum "Fußballer des Monates" alleiniger Rekordhalter in dieser Rubrik ist - nur am Rande.

Aber gucken wir uns doch kurz an, was der geniale Stratege mit Torschußpanik im Gegensatz zu unserem ehemaligen, egomanen Hemmschuh sonst noch zu bieten hat:
MÖ - BL Spiele: 71, Tore: 13, Assists: 33 = 46 Scorerpunkte
Diego - BL Spiele: 84, Tore: 38, Assists: 31 = 69 Scorerpunkte

Alleine knapp 3 mal soviel erzielte Tore (davon nicht wenige enorm wichtige) und für einen "Eigenbrödler" eine durchaus passable Assist-Quote, sind für mich Werte, die bei mir schon die Frage aufwerfen, ob das seinerzeit wirklich alles schlechter war, als unter der jetzigen Regentschaft eines unkonstanten Talents!?
Oder ob man z. Zt. vielmehr eine Propaganda erlebt, bei der diejenigen, denen seinen Art und Spielweise einfach besser gefällt, zwanghaft versuchen, die Dinge im nachhinein auf Teufel komm raus zu verklären, um Diego´s Leistungen im Nachhinein zu entwerten und gleichzeitig MÖ zu etwas zu machen, was er bei weitem noch nicht ist!?
Das wird jeder mit einer gesunden Portion Weitsicht wohl selbst einschätzen können.
 
Natürlich haben Andi Herzog, Joe Micoud, Diego und Özil die Rolle eines "Spielmachers" ausgefülllt. Da kann sich zwar jeder seine eigene Definition und Philosophie zurechtbiegen und auf der Grundlage dann zu anderen Ergebnissen kommen - das hat aber mit der weit überwiegenden Einstufung durch die Fachwelt dann nichts mehr zu tun. Was wurde der SV Werder immer bewundert, dass man einen der ganz rar gewordenen echten 10'er in der Bundesliga in den eigenen Reihen habe. Das ist doch einfach albern, hier so einen Satz rauszuhauen wie: "Diego war kein Spielmacher beim SV Werder". Das war 100% ein Spiielmacher, das würde ich auch nicht als "Ansichtssache" einstufen - das ist für mich schon eher Fakt.

Ob Mesut Özil als klassischer 10'er eingestuft werden kann, darüber mag man eher streiten. Er soll/will diese Rolle zwar irgendwie ausfüllen aber hier hat TS ja von vornherein die "Last des Spielmachers" auf mehrere Schultern verteilt (weil er Özil's Schultern da - zu Recht - für zu schmal befunden hat). Özil ist dadurch nicht der absolute "Chef und Ideengeber des Offensivspiels". Von daher sehe ich eine Kompensation seines Wechsels auch weniger kritisch als in den Fällen Micoud und Diego.

Für meinen Geschmack wird mir Aaron Hunt hier standardmäßig zu schlecht geredet (aber das ist ja nichts Neues, das hat ja Tradition ...). Jedes Mal, wenn ich die Zusammenstellung aller Tore der Saison an einem Stück schaue, muss ich feststellen, dass er da ebenso starke Assists wie eigene Abschlüsse dabei hatte. Im Grunde war der verletzungsfreie Hunt für mich eine der ganz positiven Entwicklungen in der Mannschaft. Was mir bei ihm vor allem imponiert hat, war, dass er auch defensiv inzwischen richtig ackert - und zwar bis zum Schluss (wo der eine oder andere gern schon mal ein wenig Kopf/Schultern hängen lässt). Die Berufung in die N11 fand ich absolut nachvollziehbar. Ich hoffe, dass er diese Saison da weitermachen kann. Ohne die ständigen Verletzungen und mit Vertrauen von TS ausgestattet könnte er sich sicher noch weiter entwickeln und das Özil-Loch maßgeblich mit füllen. Ich würde mich gar nicht groß wundern, wenn Hunt auch in der N11 weitere Chancen bekäme.

Auch Marko Marin hat einen insgesamt viel stärkeren Eindruck bei mir hinterlassen als Mesut Özil. Neben feinen Pässen und Ideen ist er sicher Spitzenreiter in Sachen Einsatz - eine wahre Freude zu sehen, wie er sich reinhängt ! Ich hoffe da nur inständig, dass TS die seltsamen Spielchen, die er zum Saisonende mit ihm getrieben hat, nicht weiter betreibt. Sonst könnte sein unendliches Potential ggf. doch wieder etwas in den Hintergrund treten. Und das wäre wirklich eine Verschwendung.

Man darf im übrigen auch nicht vergessen, dass mit Torsten Frings und vor allem auch Philipp Bargfrede zwei Mann im Mittelfeld gesetzt sind (sein sollten). Wenn man mal davon ausgeht, das Pizarro nicht immer nur den Alleinunterhalter gibt, bleiben da nur zwei Plätze im offensiven Mittelfeld. Und da haben wir auch ohne Özil durchaus etwas anzubieten (selbst für den Fall, dass man sich einen "Alberto II" ranholen sollte ...).

Wenn es im übrigen um die "Wichtigkeits- bzw. Ersetzbarkeitsvergleiche" in der Spielmacherhistorie geht, gibt in meinen Augen die Chronologie die Richtung vor:
Micoud (fast unersetzbar), Diego (schwer ersetzbar), Özil (mit ein wenig gutem Händchen ersetzbar). Im Grunde hat die sportliche Leitung damit das große Problem der absoluten Abhängigkeit von einer einzigen kreativen Schaltzentrale mit jedem Weggang eines "Superhelden" ein wenig herunterfahren können - und das bei anhaltendem sportlichen Erfolg. Auch eine tolle Leistung in Sachen Kaderzusammenstellung und strategischer Ausrichtung, wie ich finde.

100% Zustimmung :tnx: :tnx: das scheinen einige nicht zu Verstehen. Red mir den Mund fusselig.
 
Es ist schon erstaunlich, wie einseitig hier teilweise von einigen wenigen Lobpreisungen auf MÖ angestimmt werden und nicht mal mehr der Hauch von Kritik an dem ach so genialen Mesut geduldet wird, während man es in keiner Sekunde verpasst Diego zu diskreditieren. Ernst zu nehmen ist dies schon lange nicht mehr und ich könnte mittlerweile sehr gut damit leben, wenn Cem und Mick demnächst eine Fahrgemeinschaft bilden, um dem Heiland hinterher zu reisen. Meinen Segen habt ihr...
Es ist schon grotesk, daß lt. Seitenlangen Ausführungen mancher hier, man im Grunde meinen könnte, Mesut habe hier nicht ein schlechtes Spiel gemacht und wäre quasi die alleinige Lebensversicherung der nächsten Saison. Das ist schon interessant, wie das Gedächtnis dort scheinbar einen "Reset" der schlechten Lesitungen durchführen kann. Oder wenn das nicht reicht, wird am Ende das immer gern genommene Totschlagargument herausgekramt, daß er ja auch in schlechten Spielen (die es je eigentlich nicht gab) auch noch enorm wertvoll war. Aha.
Vor dem Hintergrund, daß MÖ in der abgelaufenen Saison in 13 von 30 Spielen vom Kicker mit 4/4,5/oder 5 bewertet wurde, wirkt diese krampfhafte Legendenbildung schon recht bedauerlich. Seine Leistungen waren bei weitem nicht so, wie man sie hier gerne verkaufen möchte.
Und wenn ich mir da die Spiele bei der WM anschaue, sehe ich unterm Strich und fernab der schwarz-rot-goldenen Generaleuphorie bei Licht in der Summe bestenfalls durchwachsene Auftritte.
2 guten Spielen (gegen die Aussies und England) standen eher schwache bis durchwachsene Auftritte gegenüber. Gegen Ghana und Serbien fiel er lediglich durch das vergeben größter Chancen auf (wie nannte ihn doch gleich der Sky-Moderator - "sympathischen Chancentod"), gegen die Gauchos tauchte er erst zum Ende in Erscheinung, gegen die Spanier ging er völlig unter und auch gegen die Urus war von ihm herzlich wenig zu sehen.
In der Summe recht wenig für unseren neuen Superstar.

Lustig auch solche weisheiten, im Vergleich Diego-MÖ, den man zwar eigentlich nicht ziehen darf, es sei denn, man kann darin seine manifestierte Diegophobie ausleben:



Herrlich.
Abgesehen davon, daß wir mit Diego in der letzten Saison neben dem EL-Finale (bei dem sein Ersatz leider überfordert war und abtauchte) auch noch das Pokalfinale erreichten und sogar gewannen, erreichten wir in der letzten Saison mit MÖ lediglich das Pokalfinale, welches wir sang- und klanglos verloren, weil auch der neue Superstar "out of Order" war.
Unter dem Gesichtspunkt wirkt diese Einschätzung fast schon amüsant.
Das Diego, ganz nebenbei, mit 5 Auszeichnungen zum "Fußballer des Monates" alleiniger Rekordhalter in dieser Rubrik ist - nur am Rande.

Aber gucken wir uns doch kurz an, was der geniale Stratege mit Torschußpanik im Gegensatz zu unserem ehemaligen, egomanen Hemmschuh sonst noch zu bieten hat:
MÖ - BL Spiele: 71, Tore: 13, Assists: 33 = 46 Scorerpunkte
Diego - BL Spiele: 84, Tore: 38, Assists: 31 = 69 Scorerpunkte

Alleine knapp 3 mal soviel erzielte Tore (davon nicht wenige enorm wichtige) und für einen "Eigenbrödler" eine durchaus passable Assist-Quote, sind für mich Werte, die bei mir schon die Frage aufwerfen, ob das seinerzeit wirklich alles schlechter war, als unter der jetzigen Regentschaft eines unkonstanten Talents!?
Oder ob man z. Zt. vielmehr eine Propaganda erlebt, bei der diejenigen, denen seinen Art und Spielweise einfach besser gefällt, zwanghaft versuchen, die Dinge im nachhinein auf Teufel komm raus zu verklären, um Diego´s Leistungen im Nachhinein zu entwerten und gleichzeitig MÖ zu etwas zu machen, was er bei weitem noch nicht ist!?
Das wird jeder mit einer gesunden Portion Weitsicht wohl selbst einschätzen können.

Der Beitrag ist es wert nochmals in seiner ganzen Länge "abgedruckt" zu werden. Das Beste was man hier seit langem zum Thema gelesen hat, teils angereichert mit unbequemen Wahrheiten. Wer Özil vergöttert wird Schaum vor dem Mund haben. Für mich ist das schlicht und einfach nur wohltuend. Danke :)
 
Ich persönlich fände den Abgang von Özil aus sportlicher Sicht sehr schade, das ein Hunt ihn ersetzen kann sehe ich bei weitem nicht(Vor allem alle die, die MÖ mangelnde Konstanz vorwerfen, sollten sich an die vergangenen Jahre mit Hunt erinnern, die immer zwischen Genie und Wahnsinn pendelten!!)

Dennoch sollte nach wie vor gelten : Wer nicht mehr für Werder spielen möchte und eine entsprechende Ablöse bringt hilft uns damit mehr als mit einer schlechten Abschluß - Saison und anschließendem Wechsel für Lau . . .

Zum Thema Spielmacher in meiner Reihenfolge :
1.: Micoud (nicht zu ersetzen)
2.: Herzog (kaum zu ersetzen, es sei denn durch Micoud)
3.: Özil ( schwer zu ersetzen)
4.: Diego ( kein echter "Spielmacher", daher passt er nicht in diese Reihe)
(Ach ja, Ailton ist jetzt ja beim FCO, und ich glaube ich habe Fabian Ernst Heute in Ottersberg gesehen ?!?)
 
Natürlich haben Andi Herzog, Joe Micoud, Diego und Özil die Rolle eines "Spielmachers" ausgefülllt. Da kann sich zwar jeder seine eigene Definition und Philosophie zurechtbiegen und auf der Grundlage dann zu anderen Ergebnissen kommen - das hat aber mit der weit überwiegenden Einstufung durch die Fachwelt dann nichts mehr zu tun.
Definiere "weit überwiegende Einstufung durch die Fachwelt"! Wenn Du damit ein paar Boulevard-Gazetten oder meinetwegen auch den ein oder anderen Reporter in gewissen Sendern meinst, die nicht müde werden, das zu schreiben oder herbeizureden, könntest Du recht haben.
Aber 1.) muss das nicht der Realität entsprechen und 2.) heisst, dass das "überwiegend" so formuliert wird, noch lange nicht, dass es so ist, noch nicht einmal, dass die Wahrheit in der Mitte liegen muss.

Richtig ist lediglich, dass sie diese Rolle ausgefüllt haben, bleibt die Frage nach dem "Wie".
Thomas Schaaf und Klaus Allofs sprachen stets in Bezug auf Diego von einem "wichtigen, zentralen Spieler" :tnx:, aber nie (jedenfalls hab ich es nie gehört) von einem Spielmacher. Andreas Herzog war auch kein Spielmacher, Otto erkannte das und stellte ihn deshalb auf hängenden "Linksaußen", wo er seine Torgefährlichkeit plus Übersicht im Abschluß (Doppelpass, Flankenwechsel, Ablegen) am besten einbringen konnte. Häßler, Möller, Herzog, Basler waren keine Spielmacher, Messi ist keiner.
Tita, Uwe Bein, Paulo Sousa, der in den 90igern beim BVB spielte, Effenberg, Micoud, waren Akteure, die diese Bezeichnung am ehesten verdienten. Sneijder und Xavi sind es heute, Özil hat alle Anlagen dazu, das zu werden.
Aber wie gesagt, heute passt "der Spielmacher" nicht mehr so richtig zum modernen Fussball, heute kann keiner mehr so unbedrängt "das Spiel machen" wie Overath. Heutzutage ist das Kollektiv und die Struktur, sprich Ausgewogenheit im Mannschaftsgefüge viel entscheidender.
Das war 100% ein Spielmacher, das würde ich auch nicht als "Ansichtssache" einstufen - das ist für mich schon eher Fakt.
"Fakt" ist gar nichts. "Einstufen" könntest Du es nennen, wenn Du (wie Dein Vorredner MrNobody, der dazu nicht in der Lage zu sein scheint, dafür aber rumproletet und statt dessen andere als Groupies betitelt) mal die Dinge aufzeigen würdest, woran Du das festmachst.
Für meinen Geschmack wird mir Aaron Hunt hier standardmäßig zu schlecht geredet (aber das ist ja nichts Neues, das hat ja Tradition ...).
:tnx: :tnx: :tnx:
Aber da ist er "standardmäßig" bei weitem nicht der Einzige. ;)
 
@5vor12
1.) Scheinst Du nicht im Ansatz mitgelesen zu haben, sonst wüsstest Du, dass hier seit ca. 200 Seiten ein regelrechtes Scheibenschiessen auf Özil stattfindet, und nicht, wie Du es jetzt aussehen lässt, hier Diego diskreditiert wird. Es ist nur leider so, dass hier dauernd Diego zu Felde geführt wird, um Özil zu diskreditieren. Und genau DAS in grosser Anzahl und genau DAS in einem völlig übertriebenem und auch völlig irrealem Maße. Egal, wie rum Du in Deinem Beitrag nun die Tatsachen verdrehst. Und dass genau die, die Du hier angreifst und die in ziemlicher Minderheit sind, es im Gegensatz dazu wenigstens mit absolut vertretbarer Argumentation widerlegen.

2.) Zeige mir einen Beitrag, der Diego`s (Einzel-) Leistungen für Werder in Abrede stellt, "auf Teufel komm raus verklärt" oder diskreditiert. Weil ich sage, dass ich "in etwa" erwartet habe, dass der sportliche Erfolg ohne Diego nicht den Bach runtergehen, sondern eher wieder anschieben wird. Inwiefern wird da eine "manifestierte Diegophobie" ausgelebt? Weil ich in ihm keinesfalls den spielgestaltenden Akteur, sondern eher den Spiele entscheidenden, dafür aber die Entwicklung der Mannschaft bremsenden Akteur gesehen habe? Nicht anderes wirst Du irgendwo rauslesen können, egal wie oft Du mir noch eine Phobie unterstellen willst. Viel mehr fühlen sich doch die von der ewigen Diego-Manie erfassten hier sofort auf den Plan gerufen um das relativieren des Ganzen anders hinzustellen, als es tatsächlich ist.
Und vor allem ist das schon ein gewaltiger Unterschied zu der Art und Weise, wie hier Özil als undankbarer Raffzahn und praktisch als ein Mitläufer hingestellt wird, was zudem bisher in keinster Weise bewiesen wurde.
Es ging im übrigen einzig um die Definition des "Spielmachers" und wie Diego imstande war, diese auszufüllen. Dazu taugt die Anzahl der Tore bestenfalls sekundär. Und entkräftet in keinster Weise den Vorwurf des "Eigenbrödlers", der im übrigen sehr selten kam.
Dafür dienen aber zum Beispiel die Assists schon wesentlicher, wenn es denn so stimmt. Und da sagt diese Statistik in Anbetracht der Tatsache, dass Mesut Özil a) weniger Spiele bestritt und b) 1,5 Jahre auf einer in der Raute nominellen Defensivposition und auch nicht zentral agieren durfte, doch schon einiges aus.

3.) Wenn der Kicker der für Dich alles entscheidende Maßstab ist, bitte sehr. Für mich nicht unbedingt und das sagt Dir einer, der seit 16 Jahren treuer Abonnent dieser "Fachzeitschrift" am Mo. und Do. ist. Dann musst Du ja sicher auch frenetisch zugestimmt haben bei den Ranglisten, wo bspw. einer deiner Lieblinge Naldo "so gut" weggekommen ist.... :18:

4.) Dass Özil eine "durchwachsene" WM gespielt hat, ist Deine Meinung, die jenseits der genannten Özil - "Kritiker" hier und außerhalb dieses Forums ziemlich exklusiv sein dürfte. Dass Özil gegen Spanien "völlig unter" gegangen ist, bleibt nach wie vor Unsinn, richtig ist, dass er zu wenig zeigte, aber auch wenig bewirken konnte aufgrund der Taktik und des Mannschaftsgefüges an diesem Tag. In jedem Fall war es so, dass wenn überhaupt offensiv was ging, dies fast nur über Özil ging. Muss ich mich selbst zitieren?
Naja, und wenn Özil gegen Ghana "nur durch das vergeben größter Chancen auffiel" musst Du wohl das entscheidende Tor verpasst haben, welches im übrigen nicht so ganz einfach zu machen war.

Ausserdem, unter uns gesagt "die Dinge im nachhinein auf Teufel komm raus zu verklären" trifft auf meine Person schon mal nicht zu. Kann ich Dir gerne beweisen.

Wenn das alles Deine "gesunde Portion Weitsicht" ist, ich lass sie Dir gerne.... :)
 
Hmn - das mit der "Fahrgemeinschaft mit Cem" hat offensichtlich gesessen (war ja ein wenig hart - aber lustig ...) !

Aber - so Unrecht hat 5vor12 da ja wirklich nicht. Einen Anlass zum nachträglichen Runterziehen des Stellenwerts von Diego für die Manschaft sehe auch ich absolut nicht.
Man muss nun nicht zwanghaft Diego und Özil nebeneinander stellen - zumal die Aufgabenverteilung im offensiven MF auch nicht vergleichbar ist - aber trotzdem: Wer hier auch nur andeutet, dass Mesut Özil schon die spielerische Klasse/Reife eines Diego (zu Werder-Zeiten) erreicht hätte, oder gar noch besser daherkomme - den kann auch ich wirklich nicht ernst nehmen. Das ist in meinen Augen einfach nur Quatsch. Vielleicht mag er das Zeug dazu haben, da einmal hinzukommen (wenn er in Bremen bleibt, am ehesten ...), aber bislang könnte ja z.B. bei einem Tausch Özil-Diego mit Juve immer noch nur Freude aufkommen (ich könnte dem jedenfalls was abgewinnen).
 
Quatsch ist und bleibst höchstens die Behauptung "Nachträgliches Runterziehen".
Und dass Du nicht auf die Punkte reagierst, sondern statt dessen mit den gleichen falschen Parolen kommst, spricht mehr als Worte.
 
Achja, noch dazu....
Abgesehen davon, daß wir mit Diego in der letzten Saison neben dem EL-Finale (bei dem sein Ersatz leider überfordert war und abtauchte) auch noch das Pokalfinale erreichten und sogar gewannen, erreichten wir in der letzten Saison mit MÖ lediglich das Pokalfinale, welches wir sang- und klanglos verloren, weil auch der neue Superstar "out of Order" war.
Abgesehen davon, soso. Dass das eine Finale gegen Leverkusener ging, die gemessen an der Rückrunde der angesprochenen Saison so punktemäßig knapp an der Abstiegszone abschnitten und völlig von der Rolle waren, das andere aber gegen Bayern auf totalem Höhenflug stattfand, Özil dazu auf der falschen Position spielte, ist Dir aber schon aufgefallen, oder?
 
Ach Mick, hör doch auf hier den Experten zu mimen. Auch wenn deine Beiträge noch so lang und ausführlich sind, werden sie doch nicht wahrer und plausibler. Übe dich lieber in Demut sowie Bescheidenheit und geh den Leuten hier mit deiner dämlichen Überheblichkeit nicht auf die Nüsse. Vielen Dank....
 
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