Es ist schon erstaunlich, wie einseitig hier teilweise von einigen wenigen Lobpreisungen auf MÖ angestimmt werden und nicht mal mehr der Hauch von Kritik an dem ach so genialen Mesut geduldet wird, während man es in keiner Sekunde verpasst Diego zu diskreditieren. Ernst zu nehmen ist dies schon lange nicht mehr und ich könnte mittlerweile sehr gut damit leben, wenn Cem und Mick demnächst eine Fahrgemeinschaft bilden, um dem Heiland hinterher zu reisen. Meinen Segen habt ihr...
Es ist schon grotesk, daß lt. Seitenlangen Ausführungen mancher hier, man im Grunde meinen könnte, Mesut habe hier nicht ein schlechtes Spiel gemacht und wäre quasi die alleinige Lebensversicherung der nächsten Saison. Das ist schon interessant, wie das Gedächtnis dort scheinbar einen "Reset" der schlechten Lesitungen durchführen kann. Oder wenn das nicht reicht, wird am Ende das immer gern genommene Totschlagargument herausgekramt, daß er ja auch in schlechten Spielen (die es je eigentlich nicht gab) auch noch enorm wertvoll war. Aha.
Vor dem Hintergrund, daß MÖ in der abgelaufenen Saison in 13 von 30 Spielen vom Kicker mit 4/4,5/oder 5 bewertet wurde, wirkt diese krampfhafte Legendenbildung schon recht bedauerlich. Seine Leistungen waren bei weitem nicht so, wie man sie hier gerne verkaufen möchte.
Und wenn ich mir da die Spiele bei der WM anschaue, sehe ich unterm Strich und fernab der schwarz-rot-goldenen Generaleuphorie bei Licht in der Summe bestenfalls durchwachsene Auftritte.
2 guten Spielen (gegen die Aussies und England) standen eher schwache bis durchwachsene Auftritte gegenüber. Gegen Ghana und Serbien fiel er lediglich durch das vergeben größter Chancen auf (wie nannte ihn doch gleich der Sky-Moderator - "sympathischen Chancentod"), gegen die Gauchos tauchte er erst zum Ende in Erscheinung, gegen die Spanier ging er völlig unter und auch gegen die Urus war von ihm herzlich wenig zu sehen.
In der Summe recht wenig für unseren neuen Superstar.
Lustig auch solche weisheiten, im Vergleich Diego-MÖ, den man zwar eigentlich nicht ziehen darf, es sei denn, man kann darin seine manifestierte Diegophobie ausleben:
Zitat von MrNobody
Hat der Abgang von Diego unseren Erfolg geschmälert?
Absolut nicht. Aber das war auch so in etwa zu erwarten
Herrlich.
Abgesehen davon, daß wir mit Diego in der letzten Saison neben dem EL-Finale (bei dem sein Ersatz leider überfordert war und abtauchte) auch noch das Pokalfinale erreichten und sogar gewannen, erreichten wir in der letzten Saison mit MÖ lediglich das Pokalfinale, welches wir sang- und klanglos verloren, weil auch der neue Superstar "out of Order" war.
Unter dem Gesichtspunkt wirkt diese Einschätzung fast schon amüsant.
Das Diego, ganz nebenbei, mit 5 Auszeichnungen zum "Fußballer des Monates" alleiniger Rekordhalter in dieser Rubrik ist - nur am Rande.
Aber gucken wir uns doch kurz an, was der geniale Stratege mit Torschußpanik im Gegensatz zu unserem ehemaligen, egomanen Hemmschuh sonst noch zu bieten hat:
MÖ - BL Spiele: 71, Tore: 13, Assists: 33 = 46 Scorerpunkte
Diego - BL Spiele: 84, Tore: 38, Assists: 31 = 69 Scorerpunkte
Alleine knapp 3 mal soviel erzielte Tore (davon nicht wenige enorm wichtige) und für einen "Eigenbrödler" eine durchaus passable Assist-Quote, sind für mich Werte, die bei mir schon die Frage aufwerfen, ob das seinerzeit wirklich alles schlechter war, als unter der jetzigen Regentschaft eines unkonstanten Talents!?
Oder ob man z. Zt. vielmehr eine Propaganda erlebt, bei der diejenigen, denen seinen Art und Spielweise einfach besser gefällt, zwanghaft versuchen, die Dinge im nachhinein auf Teufel komm raus zu verklären, um Diego´s Leistungen im Nachhinein zu entwerten und gleichzeitig MÖ zu etwas zu machen, was er bei weitem noch nicht ist!?
Das wird jeder mit einer gesunden Portion Weitsicht wohl selbst einschätzen können.