@5vor12
Dem kann ich mich im wesentlichen anschließen.
Der Punkt ist allerdings das "lukrative Geschäft". Ein Abgang von Özil ist nicht mit dem von Diego zu vergleichen, der ein völlig anderer Spielertyp, daher uninteressanter für Top-Vereine ist, es deswegen nicht in die Selecao schaffte und genau deswegen auch nicht ohne Grund seine Probleme in Porto hatte oder jetzt bei Juventus hat. Ein Abgang von Özil ist nicht mit dem von Micoud zu vergleichen, der mit 33 Jahren ging und seine Zeit hinter sich hatte. Ein Abgang von Özil ist nicht mit dem von Herzog 1995 zu vergleichen, da 1.) damals noch ganz andere Summen auf dem Markt aufgerufen wurden und 2.) er ebenso ein völlig anderer Spielertyp war. Ein Abgang von Özil ist auch nicht mit irgendeinem anderen zu vergleichen.
Wir reden hier von einem Top-Talent, um das uns bis auf wenige Ausnahmen ganz Europa beneidet, der Dreh- und Angelpunkt bei einem heissen WM-Favoriten ist, der schon mit 21 auf diesem hohen Niveau agiert, damit künftig für abgebende Vereine sehr viel Geld einbringen wird und den wir mMn nur ersetzen können, indem das Kollektiv künftig mit mehreren so verstärkt wird, um diesen Verlust in eben diesem Kollektiv auffangen zu können. Was wiederrum sehr teuer sein dürfte.
Gerade weil wir darauf angewiesen sind, muss es jetzt darum gehen, was zu verdienen ist. Wenn ein Hoeneß im letzten Jahr für Ribery 70 Mio. forderte, Kaka für 65 Mio. wechselte etc., was wird wohl Özil wert sein? Allzu viel unterhalb dieser Summen sollte es wohl nicht sein. Andernfalls wäre eine Vertragsverlängerung nicht nur zum Topverdiener Werder`s, sondern auch zu einem der Bundesliga die logische Konsequenz. Das wiederrum dürfte aber für Werder kaum finanzierbar sein. Es sei denn, KA spekuliert auf einen Verkauf nächstes Jahr, der diese Gehaltskosten sowohl in der Ablöse, als auch in den wegfallenden Gehalts-Jahren ammortisiert. Da wäre dann wieder Vorrausetzung (und natürlich für KA hoch spekulativ), dass sich MÖ nicht verletzt und die Entwicklung so weitergeht (wovon ich ausgehe).
Alles in allem für KA und Werder eine schwierige Geschichte, da sie in erster Linie zum Wohle des Vereins als Geschäftsleute denken müssen.