@steinkogler: Du solltest vorsichtig sein, von Deinem Verhalten und Deinen Beweggründen auf die aller anderen zu schließen, da steht man schnell vor den Falschen. Wenn Du nicht merkst, was ich meine, lies einfach diesen Thread noch mal von der Winterpause an. Lies einfach und sag mir dann noch mal, dass es hier keine hasserfüllten Posts gegeben hat und gibt!
Und nein, ich halte ein System wie bei Lazio oder anderen italienischen Klubs für absolut nicht erstrebenswert und finde deswegen auch kein Gefallen an Deinen Beispielen. Schon allein wegen der Tatsache, dass diese Leute überwiegend Hardcore-Faschisten sind und deshalb für jegliche Debatte über Fankultur ausscheiden. Aber so hat jeder seine eigenen Maßstäbe.
Wer zwingt Dich denn dazu, wenn ein Özil Dir soviel Schmerzen bereitet? Kein Mensch zwingt Dich Trikots und Fanarktikel von Özil zu kaufen. Und deine Karte zahlst Du auch nicht für Özil alleine.
Genau! Das ist die "Fan"-Philosophie von heute. Ich gehe nicht zum Fußball, um meine Mannschaft und deren Spieler zu unterstützen, sondern weil ich für Unterhaltung zahle. Deshalb darf auch jedes erdenkliche Mittel nutzen, meine Kritik zu äußern, wenn ich mit der dargebotenen Leistung nicht zufrieden bin! Und dabei zählen auch nur meine persönlichen Kriterien, die sich an keinem Maßstab messen lassen müssen.
Mal abgesehen davon, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen, die Spieler nicht auf den Platz gehen, um Scheiße zu spielen. Aber das konsequente Auspfeifen führt ja immer dazu, dass die Spieler oder die ganze Mannschaft sofort besser spielen. Lautstarke Aufmunterung und Unterstützung würde nur falsche Anreize setzen, richtig?
Insgesamt bin ich froh, über die lebhafte Debatte, die sich hier entwickelt hat. Auch das hier ausführlich argumentiert und gegenargumentiert wird.
Also da du Lazio erwähntest, war ja wohl eher ich angesprochen. Ich hatte es aber schon erwähnt, ich finde die Fankultur dort ebenfalls nicht erstrebenswert, ob nun Faschisten oder Hools oder was auch immer. Ich wollte nur darlegen, dass es in den südlichen Gefilden, speziell Italien, Griechenland oder auch die Türkei, ganz anders abgeht. Ja, die unterstützen ihre Mannschaft bis zum Umfallen, aber wenn sich da einer nicht reinhängt, dann pfeiffen die den nicht nur aus, sondern kommen zu dem nach Hause. Und die Zeitungen dort schreiben auch einerseits überschwänglich euphorisch, andererseits aber auch viel vernichtender, als das hierzulande der Fall ist. Allgemein kann man glaub ich sagen, dass in den südlichen Ländern die Mentalität emotionaler ist, positiv wie negativ. Das muss einem Özil auch bewußt sein, wenn er sich denn für einen Wechsel entscheidet. In Bremen hätte er es besser, da er hier wachsen kann. Und, Nicoles Vergötterung in allen Ehren, er hat noch viel zu wachsen!
Mal abgesehen davon, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen, die Spieler nicht auf den Platz gehen, um Scheiße zu spielen. Aber das konsequente Auspfeifen führt ja immer dazu, dass die Spieler oder die ganze Mannschaft sofort besser spielen. Lautstarke Aufmunterung und Unterstützung würde nur falsche Anreize setzen, richtig?
Ich denke das ist wie in der Kindererziehung. Positives wie auch negatives Feedback haben ihre Wirkungsweisen. Und jeder Fußballprofi steht im Fokus, will im Fokus stehen. Und wenn ich bei Barcelona spielen will, dann muss ich bei Werder erstmal abliefern. Wenn dann, wie in dieser Saison (ich sehe seinen Einbruch deutlich früher als die Rückrunde), Realität und Anspruch, sowohl der eigene als auch der der Fans, soweit auseinanderklaffen, dann erntet man auch mal Pfiffe. Ich finde, ein Profi muss so etwas abkönnen, so wie er auch schlechte Pressekritik abkönnen muss, ohne danach Depressionen zu kriegen.
PS: Ab sofort bin ich gegen Vuvuzelas in sämtlichen Stadien dieser Welt

:stirn:


