Mehmet Ekici (Fenerbahçe Istanbul)

Auf einer Doppelsechs könnte ich mir Ekici auch vorstellen, aber nicht alleine auf dieser Position.Ich bin weiterhin überzeugt, dass er auch die 10 spielen kann.Wichtig ist, dass er das Vertrauen von TS und den Kopf frei bekommt und verletzungsfrei bleibt.Der Junge hat was drauf!
 
Ich hab ja selber oft die Meinung vertreten, Ekici gehöre auf die Halbposition. Ich kann ihn mir da auch weiterhin grundsätzlich vorstellen, meine aber, dass das auch stark von unserer Grundspielweise abhängt.

Sein Problem was er jetzt auf der 10 hat ist ja, dass der Raum um ihn praktisch der engste auf dem ganzen Platz ist. Und es wird auch nicht dadurch besser, dass wir Ewigkeiten brauchen, um den Ball mal überhaupt nach vorn zu bringen. Verbessert sich aber letzteres durch eine schnellere Spieleröffnung über Mielitz, Affolter, Trybull und Hunt sowie ein überhaupt erkennbares Umschaltverhalten, könnte Ekici den großen Vorteil nutzen, auf eine unorganisierte gegnerische Mannschaft in der Rückwärtsbewegung zu treffen. Und machen dann auch noch die Stürmer mit und gehen die richtigen Wege (Arnautovic ist ja in meinen Augen perfekt für sowas), kann Ekici auch seine Übersicht effektiver Ausspielen. Mit Micoud damals haben wir ja ganz ähnlich gespielt und an den erinnert mich Ekicis vom Spielertyp grundsätzlich sowieso am meisten.

Die Halbposition bleibt natürlich auch eine Variante. Hierbei hätte Ekici etwas von Daniel Jensen. So eine Art verkappter Spielmacher, der das Spiel vor sich hat. Würde sich auch sehr gut machen mit einem läuferisch starken Spieler auf der 10. Nachteil: Ekicis mangelnde körperliche Robustheit und Geschwindigkeit könnten defensiv zum Problem werden. Dabei ist es aber wieder eine Frage der mannschaftlichen Einstellung. Ist der 10er defensivstark oder hilft einer der beiden Stürmer konsequent bei der Überzahlbildung auf Ekicis Seite, sieht das ganze schon anders aus. Ebenso könnte man auch allgemein wieder versuchen, die Ballgewinnung nach vorne zu verlagern, durch besseres Pressing.
 
Ein 10er steht grundsätzlich oft im engsten Raum des Feldes. Das kann er auf zweierlei weisen lösen. Entweder ist er selber so durchsetzungsstark und/oder dribbelstark, dass er Situationen, in denen er eng gedeckt wird, selber bewältigen kann (z.T. Diego). Oder er braucht Mitspieler, die so neue Räume reißen, dass er Platz hat, diese mit Pässen zu bedienen. Das ist quasi eine Wechselbeziehung.
(Oder: Man kombiniert zwei solcher Spieler miteinander - Diego und Özil).


Insofern unterschreibe ich, dass Ekicis Leistungen auf der 10 auch vom restlichen Mittelfeld unmittelbar abhängen.

Die Defensivsschwäche auf den Halbpositionen würde Bargfrede als 6er interessant machen, der zumindest bewiesen hat, das Zentrum in der Rückwärtsbewegung unter Kontrolle zu haben. Spielen beispielsweise Hunt (der sich defensiv schonmal verbessert hat) und Ekici auf den Halbpositionen, so kann Bargfrede trotz schwächerer Spieleröffnung als Trybull wertvoller als 6er sein.
 
Ein 10er steht grundsätzlich oft im engsten Raum des Feldes. Das kann er auf zweierlei weisen lösen. Entweder ist er selber so durchsetzungsstark und/oder dribbelstark, dass er Situationen, in denen er eng gedeckt wird, selber bewältigen kann (z.T. Diego). Oder er braucht Mitspieler, die so neue Räume reißen, dass er Platz hat, diese mit Pässen zu bedienen. Das ist quasi eine Wechselbeziehung.
(Oder: Man kombiniert zwei solcher Spieler miteinander - Diego und Özil).


Insofern unterschreibe ich, dass Ekicis Leistungen auf der 10 auch vom restlichen Mittelfeld unmittelbar abhängen.

Die Defensivsschwäche auf den Halbpositionen würde Bargfrede als 6er interessant machen, der zumindest bewiesen hat, das Zentrum in der Rückwärtsbewegung unter Kontrolle zu haben. Spielen beispielsweise Hunt (der sich defensiv schonmal verbessert hat) und Ekici auf den Halbpositionen, so kann Bargfrede trotz schwächerer Spieleröffnung als Trybull wertvoller als 6er sein.

:tnx:

Sehr guter Beitrag wie ich finde, ähnliches gilt wohl in der Hinsicht auch für das Duo Hunt - Fritz, auf das es wohl hinauslaufen wird, da wohl einer der 5 IV's (vermutlich Sokratis) auf die RV Position rückt.
 

Lol, selbstverständlich ist hier gar nichts, das solltest Du eigentlich wissen.

Man wünscht sich von jedem Spieler, dass er immer die Interessen des Vereins über sein persönliches Wohl stellt, aber man sieht leider viel zu oft, dass es nicht immer so ist.

Wenn sich zum Beispiel die Verträge der Spieler dem Ende nähern und sie auf der Suche nach einem neuen Verein sind dann vergessen sie oft was ihr eigentlicher Job ist. Und es gibt noch andere Beispiele wann oder warum sie sich nicht immer vorbildlich verhalten können oder wollen.

Also sollten wir immer dankbar sein wenn sich ein Spieler vorbildlich verhält, weil er seinen Job gut machen will, so selbstverständlich ist das nämlich gar nicht.


Zitat von ben010:
ich hoffe er zeigt nächste saison, dass er die kohle wert war.
Ich hoffe auch, dass er in der nächsten Saison endlich durchstarten kann und zeigt was er kann. Und das wünsche ich sowohl ihm als auch Werder.
 
Ein 10er steht grundsätzlich oft im engsten Raum des Feldes. Das kann er auf zweierlei weisen lösen. Entweder ist er selber so durchsetzungsstark und/oder dribbelstark, dass er Situationen, in denen er eng gedeckt wird, selber bewältigen kann (z.T. Diego). Oder er braucht Mitspieler, die so neue Räume reißen, dass er Platz hat, diese mit Pässen zu bedienen. Das ist quasi eine Wechselbeziehung.
(Oder: Man kombiniert zwei solcher Spieler miteinander - Diego und Özil).


Insofern unterschreibe ich, dass Ekicis Leistungen auf der 10 auch vom restlichen Mittelfeld unmittelbar abhängen.

Die Defensivsschwäche auf den Halbpositionen würde Bargfrede als 6er interessant machen, der zumindest bewiesen hat, das Zentrum in der Rückwärtsbewegung unter Kontrolle zu haben. Spielen beispielsweise Hunt (der sich defensiv schonmal verbessert hat) und Ekici auf den Halbpositionen, so kann Bargfrede trotz schwächerer Spieleröffnung als Trybull wertvoller als 6er sein.

Erneut ein sehr guter und lesenswerter Beitrag dieses Verfassers ! :tnx: :thumb:

Weil aufgezeigt wird, wie komplex die Personalien und die Aufgaben der einzelnen Spieler miteinander vernetzt sind und das bei der heutigen Leistungsdichte in der Liga schon Kleingkeiten darüber entscheiden können, ob wir ein grottiges Spiel oder einen begeisternden Erfolg zu sehen bekommen.

Wir erkennen daran aber auch, wie wichtig es ist, möglichst den gesamten Kader zur Verfügung haben zu können um die bestmögliche Formation zu finden, diese sich einspielen zu lassen und Automatismen heraus bilden zu können. An allem fehlte es letzte Saison.

Daneben werden aber auch "die Dinge" wichtig sein, die von der Mannschaft reihenweise verbockt wurden und vom Trainer zu verantworten sind als da wären:

Öfter unterirdisch schlechter Einsatz, unterirdische Disziplin beim Verschieben und dabei, bei Ballverlust schnell wieder möglichst viele Leute hinter den Ball zu bekommen, attackierende Mitspieler zu unterstützen bzw. frei werdende Räume zuzulaufen, ballführende gegnerische Spieler in bestimmten Zonen anzulaufen oder aber Standards geordneter, disziplinierter und intelligenter zu spielen.
 
Nicht ganz. Dieter Hecking hat ihn vielseitig gesehen. Entweder im OM im Nürnberger System, die ja nur mit einem Mittelstürmer gespielt haben. Er sieht Ekici außerdem nicht als alleinigen 6er, sondern als Doppel-6er bzw. offensiveren der ZM. Und gegen schwächere AV durfte er auch auf den Außen ran. Deswegen kann bekräftigt werden, dann Ekici in der Raute, die wir spielen werden, auf der Halbposition spielen sollte.

Hmm, da will ich nochmal nachhaken. Es entsteht hier langsam die Maer, dass Hecking Ekici als Doppelsechser sieht. Das ist so nicht richtig, auch er hält Ekici für einen verkappten Zehner. Hier der Auszug aus dem damaligen Weser-Kurier Artikel:

Ekici wird in Bremen auf der Spielmacherposition eingesetzt, bei Ihnen hat er meistens im rechten Mittelfeld gespielt.

Stimmt, aber wir haben eine andere Aufteilung. Werder spielt mit einer Raute, da ist Memo schon für die Zehnerposition prädestiniert. Wir haben ein 4-1-4-1 gespielt, in dem ich Memo oft als eine Art Außenspieler habe spielen lassen, meistens gegen den schwächeren Außenverteidiger. Er hatte dann alle Freiheiten. Diese Rolle hat er hervorragend ausgefüllt.

In München soll Louis van Gaal Ekici eher als Sechser gesehen haben. Könnten Sie sich so etwas für ihn auch vorstellen?

Ja, aber nicht alleine.

Als Doppel-Sechs?

Wenn er nicht ständig den Druck des Gegenspielers spürt, ist er einer, der aus der Tiefe gute Bälle spielen kann. Aber ich glaube nach wie vor, dass er in einer offensiveren Rolle besser zum Tragen kommt

Memos Stärken liegen eindeutig in seinem Spielverständnis und in seinem Passspiel. Seine Schwächen sind wiederum die mangelnde Robustheit und seine Schnelligkeit. Also etwas elementares, was durch langes Training abstellbar ist oder wie vorgeschlagen über das Kollektiv auszugleichen ist. Da er diese Defezite aber nicht von einen Tag auf den anderen abstellen kann, sollte man ihn im Zentrum nicht verheizen. Memo ist mit Trybull vielleicht der abwechselungsreichste Spieler den wir immo haben und den man ähnlich wie Trybull im Mittelfeld rotieren lassen sollte. Ihn auf einer Position zu parken halte ich nicht für sinnvoll.
 
Vllt war die Betonung in meinem Posting falsch. Dieter Hecking sieht Ekici, wenn er defensiver als in der vorderen OM-Reihe spielt, als offensiven Part der zwei Sechser.

Im Nürnberger System hat Memo so gut funktioniert, weil sich die Flügelspieler oft nach vorne eingeschaltet haben und den Mittelstürmer unterstützt haben. Dadurch hatte Memo Anspielstationen vor sich. Genauso, wie er sie bei uns hätte, wenn er sich fallen ließe.
 
Das allein hilft nicht. Es muss auch genug Bewegung der Spieler ohne Ball dabei sein und diese Laufwege müssen dann auch noch zum Spielsystem passen. Bei all diesen Dingen gab es bei Werder große Defizite, was aber eben nicht nur am Trainer, sondern eben auch an der übergroßen Verletztenmisere und den ständigen Wechseln lag.

Wie schon oft genug betont: Erst wenn es diese Verletztenmisere nicht mehr oder wenigstens nicht mehr so krass gibt, fällt eine wesentliche "Ausrede" weg und man kann als Fan besser erkennen und beurteilen, was der Trainer vorgibt und was die Mannschaft leistet.

Bei Memo gilt das doppelt, denn er hatte ja die letzte Saisonvorbereitung weitestgehend verpasst und war danach die ganze Saison nie richtig beschwerdefrei fit. Dazu kam dann seine eigene Unzufriedenheit mit seiner Leistung und natürlich auch das Wissen um die relative Enttäuschung bei den Werder-Verantwortlichen und den Fans.

Jetzt ist Memo ein Quasi-Neuzugang und tut anscheinend alles einschließlich Verzicht auf Urlaub, was für den Erfolg nötig ist. Ich bin sehr gespannt und wünsche das Beste. Allerdings sollte er doch einen Kurzurlaub machen. Hat er gut gearbeitet, kommt er dadurch nicht zu sehr in Rückstand und bei dem geschäft tut etwas Abstand auch gut, um aufzutanken. Die neue Saison wird wichtig und sie ist nicht kürzer.
 
Geht mir ähnlich, für mich ist er auch soetwas wie ein zumindest halber neuzugang. Was sich neben den o.g. Punkten allerdingd auch noch deutlich ändern muss, ist sein Zweikampfverhalten. Da muß er merkbar robuster werden und sich besser behaupten, da er hierbei noch viel zu leicht vom Ball zu trennen ist.
Ich bin bei ihm sehr gespannt und erwarte einiges...
 
Geht mir ähnlich, für mich ist er auch soetwas wie ein zumindest halber neuzugang. Was sich neben den o.g. Punkten allerdingd auch noch deutlich ändern muss, ist sein Zweikampfverhalten. Da muß er merkbar robuster werden und sich besser behaupten, da er hierbei noch viel zu leicht vom Ball zu trennen ist.
Ich bin bei ihm sehr gespannt und erwarte einiges...

Im ZOM..also da, wo es i. d. R. am Engsten zugeht und er dadurch am wenigsten Zeit haben wird, wird er es schwer haben. Weiter zurückgezogen oder imo sogar auf den Außenpositionen (bei Systemwechsel) hat er mehr Platz und ist dann imo deutlich stärker.
 
Das allein hilft nicht. Es muss auch genug Bewegung der Spieler ohne Ball dabei sein und diese Laufwege müssen dann auch noch zum Spielsystem passen. Bei all diesen Dingen gab es bei Werder große Defizite, was aber eben nicht nur am Trainer, sondern eben auch an der übergroßen Verletztenmisere und den ständigen Wechseln lag.

Wie schon oft genug betont: Erst wenn es diese Verletztenmisere nicht mehr oder wenigstens nicht mehr so krass gibt, fällt eine wesentliche "Ausrede" weg und man kann als Fan besser erkennen und beurteilen, was der Trainer vorgibt und was die Mannschaft leistet.

Eigentlich wollte ich das Thema erstmal für mich abschließen. Aber dann doch noch mal. Das Mittelfeld hat auch schon in der Hinrunde nicht funktioniert. Im Winter wurden Trybull und Junu eingebaut. Und sooo oft hat auch da das Mittelfeld (gefühlt - keine Lust nachzuschauen) nicht gewechselt. Dass das einen Einfluss hat, ist klar, aber eine Ausrede für die gezeigten Leistungen kann es nicht sein.

Das MF hat nie die Fähigkeiten gezeigt und imo auch nie gehabt, um Schaaf Ideen umzusetzen. Und davor habe ich die meiste Angst - eben, dass Schaaf meint mit technisch limitierten Spielern im MF dominieren zu wollen.



Bei Memo gilt das doppelt, denn er hatte ja die letzte Saisonvorbereitung weitestgehend verpasst und war danach die ganze Saison nie richtig beschwerdefrei fit. Dazu kam dann seine eigene Unzufriedenheit mit seiner Leistung und natürlich auch das Wissen um die relative Enttäuschung bei den Werder-Verantwortlichen und den Fans.

Jetzt ist Memo ein Quasi-Neuzugang und tut anscheinend alles einschließlich Verzicht auf Urlaub, was für den Erfolg nötig ist. Ich bin sehr gespannt und wünsche das Beste. Allerdings sollte er doch einen Kurzurlaub machen. Hat er gut gearbeitet, kommt er dadurch nicht zu sehr in Rückstand und bei dem geschäft tut etwas Abstand auch gut, um aufzutanken. Die neue Saison wird wichtig und sie ist nicht kürzer.

Mal schauen. Ich hoffe, dass er fit in die Saison geht und ihm die Zehn erspart bleibt ;-).
 
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Das MF hat nie die Fähigkeiten gezeigt und imo auch nie gehabt, um Schaaf Ideen umzusetzen. Und davor habe ich die meiste Angst - eben, dass Schaaf meint mit technisch limitierten Spielern im MF dominieren zu wollen.





Mal schauen. Ich hoffe, dass er fit in die Saison geht und ihm die Zehn erspart bleibt ;-).

Welche "schaafsche" Idee ?? ...aus meiner Sicht der Dinge hat Joe Micoud durch seine Spielweise und gepaart mit etlichen überdurchschnittlichen Fussballern den Fussball zelebriert, den TS selbst in der Theorie nicht mehr erklären kann.
 
Welche "schaafsche" Idee ?? ...aus meiner Sicht der Dinge hat Joe Micoud durch seine Spielweise und gepaart mit etlichen überdurchschnittlichen Fussballern den Fussball zelebriert, den TS selbst in der Theorie nicht mehr erklären kann.

Etliche überdurchschnittliche Fußballer finde ich dann doch übertrieben.

Wir hatten um 2004 herum mit Micoud ein ideenreiches und technisch versiertes Schlitzohr. Eine Beschreibung, die man auch auf Diego anwenden könnte. Bleiben wir bei Micoud: er hatte auf den Halbpositionen Spieler wie Ernst, Borowski oder Lisztes um sich, mit denen er One-Touch-Fußball vom feinsten zelebrieren konnte. Und das war durchaus Schaaf's Philosophie von schnellem Offensivfußball. Dahinter gab es noch einen Frank Baumann, der zwar unauffällig war, aber eine super Auffassungsgabe hatte und damit eine gute Spieleröffnung gewährleisten konnte.

Jeder Mittelfeldspieler für sich war in meinen Augen aber nicht unbedingt überdurchschnittlich. Sie passten einerseits gut ins System, andererseits haben sie ein Kollektiv gebildet, wozu neben Fußballerischen Dingen aber auch der Charakter stimmen muss. Was diese Jungs in ihren neuen Vereinen gebracht haben bzw. wieviele Länderspiele sie nach ihren Abgängen gemacht haben, ist bekannt.

Natürlich hat Micoud den Unterschied gemacht, aber er hat die Spiele keineswegs allein entschieden.

Und hier war nach Micoud's Abgang das Problem. Es kamen mit Diego und Özil ebenfalls noch zwei Ausnahmefußballer, aber neben ihnen spielten Leute, die in Sachen Auffassungsgabe und Gedankenschnelligkeit der Meistermannschaft von 2004 nicht das Wasser reichen konnte. Oft wurden die Ideen der Spielmacher zunichte gemacht, weil die Ideen nicht mitgetragen wurden oder ein anderer das Tempo wieder herausgenommen hat. Dennoch waren es Özil oder Diego, wie auch einigermaßen treffsichere Stürmer, die uns weitere Erfolge beschert haben - die eigentliche Idee von Schaaf hatte aber im Laufe der Zeit schon etwas gelitten.

Jetzt fehlt einerseits die Gedankenschnelligkeit und Ordnung im gesamten Mittelfeld, andererseits ein 10er, der solche Defizite durch gute Einzelleistungen auch mal ausgleichen kann. Erschwerend hinzu kam noch ein Sturm, der trotz ordentlicher Trefferzahl von Rosenberg und Pizarro relativ viele Chancen brauchte.

Ob ein Ekici (respektive Arnautovic, den ich aber eher als Stürmer sehe) in diese Rolle hereinwachsen kann, bleibt abzuwarten. Anfangs hatte er Probleme mit der Eingewöhnung. Als dann ein paar ordentliche Partien kam, ist er gesundheitlich aus der Bahn geworfen worden. Er ist jung und vor allem ein leidenschaftlicher Typ, so wie man es bei türkischen Spielern häufiger sieht. Insofern habe ich ihn noch nicht ganz abgeschrieben und hoffe, dass er gesund die Vorbereitung bestreiten kann und uns in der kommenden Saison zeigt, warum er verpflichtet wurde.
 
Etliche überdurchschnittliche Fußballer finde ich dann doch übertrieben.

Wir hatten um 2004 herum mit Micoud ein ideenreiches und technisch versiertes Schlitzohr. Eine Beschreibung, die man auch auf Diego anwenden könnte. Bleiben wir bei Micoud: er hatte auf den Halbpositionen Spieler wie Ernst, Borowski oder Lisztes um sich, mit denen er One-Touch-Fußball vom feinsten zelebrieren konnte. Und das war durchaus Schaaf's Philosophie von schnellem Offensivfußball. Dahinter gab es noch einen Frank Baumann, der zwar unauffällig war, aber eine super Auffassungsgabe hatte und damit eine gute Spieleröffnung gewährleisten konnte.

Jeder Mittelfeldspieler für sich war in meinen Augen aber nicht unbedingt überdurchschnittlich. Sie passten einerseits gut ins System, andererseits haben sie ein Kollektiv gebildet, wozu neben Fußballerischen Dingen aber auch der Charakter stimmen muss. Was diese Jungs in ihren neuen Vereinen gebracht haben bzw. wieviele Länderspiele sie nach ihren Abgängen gemacht haben, ist bekannt.

Natürlich hat Micoud den Unterschied gemacht, aber er hat die Spiele keineswegs allein entschieden.

Und hier war nach Micoud's Abgang das Problem. Es kamen mit Diego und Özil ebenfalls noch zwei Ausnahmefußballer, aber neben ihnen spielten Leute, die in Sachen Auffassungsgabe und Gedankenschnelligkeit der Meistermannschaft von 2004 nicht das Wasser reichen konnte. Oft wurden die Ideen der Spielmacher zunichte gemacht, weil die Ideen nicht mitgetragen wurden oder ein anderer das Tempo wieder herausgenommen hat. Dennoch waren es Özil oder Diego, wie auch einigermaßen treffsichere Stürmer, die uns weitere Erfolge beschert haben - die eigentliche Idee von Schaaf hatte aber im Laufe der Zeit schon etwas gelitten.

Jetzt fehlt einerseits die Gedankenschnelligkeit und Ordnung im gesamten Mittelfeld, andererseits ein 10er, der solche Defizite durch gute Einzelleistungen auch mal ausgleichen kann. Erschwerend hinzu kam noch ein Sturm, der trotz ordentlicher Trefferzahl von Rosenberg und Pizarro relativ viele Chancen brauchte.

Ob ein Ekici (respektive Arnautovic, den ich aber eher als Stürmer sehe) in diese Rolle hereinwachsen kann, bleibt abzuwarten. Anfangs hatte er Probleme mit der Eingewöhnung. Als dann ein paar ordentliche Partien kam, ist er gesundheitlich aus der Bahn geworfen worden. Er ist jung und vor allem ein leidenschaftlicher Typ, so wie man es bei türkischen Spielern häufiger sieht. Insofern habe ich ihn noch nicht ganz abgeschrieben und hoffe, dass er gesund die Vorbereitung bestreiten kann und uns in der kommenden Saison zeigt, warum er verpflichtet wurde.

Donnerwetter! Sehr schöner Beitrag! :thumb:
Ich denke auch das Ekici in der neuen Saison ganz andere Glanzpunkte setzen wird als bisher. Du scheinst mir auch jemand der die Gesamtzusammenhänge im Fussball geschnallt hat und nicht alles an sturen Positionen uns Spielern fest macht!

Chapeau Monsieur Sascha! :applaus:
 
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