Marko Arnautovic

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Ok, möchtest du einfach nur provozieren?

Jetzt mit der WM anzukommen ist doch albern. Ich bin auch mit Trikot und Fähnchen rumgelaufen und hab Deutschland angefeuert. Für mich sind das zwei unterschiedliche Paar Schuhe, für dich scheinbar nicht. SO hat jeder seine Ansichten.

Ursprünglich ging es ja um MA und um Österreich.
 
wenn du weist das es erst um arnautovic und österreich ging weist du ja auch wie wir auf das thema gekommen sind, aber ich will dieses deutschland thema hier jetzt nicht noch seiten lang im Marko Arnautovitc thema bequatschen.

jeder hat seine eigene sichtweise und gleichzeitig
"wer sowas macht tickt nicht ganz richtig" zu sagen ist wohl totaler schwachsinn, aber gut jetzt.
 
Hab mir eben nochmal das Spiel gegen Köln angeschaut.. War echt nen starker Auftritt von MA. Hoffe jedoch das er einige Sachen ein wenig dosiert. Er ist zwar noch jung, jedoch war er fast nen Jahr verletzt. Desweiteren spielt Werder in 3 Wettbewerben und die Saison ist lang. Wenn er nun in jedem Spiel wie ne wildgewordene Hummel über das Spielfeld rennt dann ist er Ende November völlig platt.

Beste Beispiele dafür findet man in Hamburg. Da waren Elia und Ze Roberto am Anfang der letzten Saison auch super drauf. Aber zum Winter hin total platt.

Vertraue hier aber in Schaaf das er ihm die nötigen Pausen gibt..
 
Ich finde schon dass es legitim ist zu sagen, dass Leute, die stolz auf ihre Herkunft sind, zumindest ein wenig beschränkt bzw. meinetwegen auch unreflektiert sind. Aber zum Einen ist mir das egal, solange es nur gesagt wird, zum Anderen geht es hier ja um MA.

Bei diesem war ich mir am Anfang nicht sicher, was ich von ihm halten soll. Klar, fussballerisch passte das alles, aber sympathisch fand ich ihn nicht unbedingt. Ganz abgesehen davon, dass ich z. B. Frings auch unsympathisch finde, aber als Fussballer von Werder Bremen sehr schätze, hat sich mein Gefühl zu Marko Arnautovic mittlerweile völlig ins Gegenteil verkehrt.
Ich meine, der kann fast alles am Ball, ist 21, war schon bei Twente, Inter, ist jetzt bei Werder - wer will ihm in diesem Alter verübeln, auch mal nicht "aufm Teppich" bleiben zu können? Außerdem beschweren sich doch immer alle, dass es in der Bundesliga "keine richtigen Typen" mehr gebe - bitte schön, hier ist einer, und solange er konstant gut spielt, kann er meinetwegen noch so viele Bentleys fahren und Party machen wie er will...

Zudem hat Herzogs Aussage meinen Eindruck aus Interviews bestätigt: Mag sein, dass MA zwar arrogant rüberkommt, aber vor der Kamera sehe ich ebenso einen unsicheren 21-jährigen, der seine Unsicherheit möglicherweise mit ein wenig "Rumgeprolle" zu kompensieren versucht - da wäre er nicht der Einzige...

Und zuletzt: Als ich Schaafs Aussagen gelesen habe, wusste ich mal wieder, warum ich ihn und Werder so liebe. Klar, mag sein dass MA kein "einfacher Charakter" ist, aber wie Schaaf schon sagte, er hat vielleicht noch gar nicht verarbeiten können, was er in den letzten Monaten und Jahren alles erlebt hat. Ich denke, hier ist er gut aufgehoben, er spricht die Sprache, er darf Fehler machen und er hat einen Trainer, der zumindest von außen betrachtet den Eindruck macht, als sei er genau der Richtige, weil er - sehr schön zu sehen in der Sendung Sportclub Stars - ein wunderbarer Mensch zu sein scheint, der genau weiß, wie er auch mit schwierigen "Kids" umzugehen hat.

:svw_applaus:
 
Ich finde schon dass es legitim ist zu sagen, dass Leute, die stolz auf ihre Herkunft sind, zumindest ein wenig beschränkt bzw. meinetwegen auch unreflektiert sind. Aber zum Einen ist mir das egal, solange es nur gesagt wird, zum Anderen geht es hier ja um MA.

Leute, die andere Leute wegen ihres Zusammengehörigkeitsgefühls oder einer Verbundenheit ihrem Geburtsort gegenüber für beschränkt und unreflektiert halten, finde ich viel beschränkter. Ich halte das auch für viel legitimer.
Diese Diskussion findet in dieser Verbissenheit wahrscheinlich auch nur unter Deutschen statt. Wäre der Anlaß eine fahnenschwenkende, feiernde Gruppe Brasilianer gewesen wärst Du wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen in diese Richtung zu denken.

Aber es geht hier ja um MA ...

Bei diesem war ich mir am Anfang nicht sicher, was ich von ihm halten soll. Klar, fussballerisch passte das alles, aber sympathisch fand ich ihn nicht unbedingt. Ganz abgesehen davon, dass ich z. B. Frings auch unsympathisch finde, aber als Fussballer von Werder Bremen sehr schätze, hat sich mein Gefühl zu Marko Arnautovic mittlerweile völlig ins Gegenteil verkehrt.
Ich meine, der kann fast alles am Ball, ist 21, war schon bei Twente, Inter, ist jetzt bei Werder - wer will ihm in diesem Alter verübeln, auch mal nicht "aufm Teppich" bleiben zu können? Außerdem beschweren sich doch immer alle, dass es in der Bundesliga "keine richtigen Typen" mehr gebe - bitte schön, hier ist einer, und solange er konstant gut spielt, kann er meinetwegen noch so viele Bentleys fahren und Party machen wie er will...

... komisch, erst biste Dir über MAs chrakterliche Qualitäten unsicher, bzw. eher skeptisch und jetzt zeigt der Junge zwei gute Spiele und die lieben Vereinsfunktionäre verlieren positive Worte über ihn (was auch sonst) und schwupps erscheint er Dir total sympathisch.

Das wiederum finde ich beschränkt und unreflektiert.
 
... komisch, erst biste Dir über MAs chrakterliche Qualitäten unsicher, bzw. eher skeptisch und jetzt zeigt der Junge zwei gute Spiele und die lieben Vereinsfunktionäre verlieren positive Worte über ihn (was auch sonst) und schwupps erscheint er Dir total sympathisch.

Das wiederum finde ich beschränkt und unreflektiert.

warum soll er denn seine meinung nicht ändern dürfen?
 
Kann er/sie natürlich ruhig. Die Vermutung liegt mMn allerdings nahe, daß diese Meinungsänderung nicht unbedingt auf der reinen Beurteilung seiner charakterlichen Qualitäten beruht, sondern auf den sportlichen Erfolg, den er Werder bereits beschert hat und noch zu bescheren verspricht.

Zudem ist das eine schöne Steilvorlage von jemandem, der andere Leute für beschränkt und/oder unreflektiert hält, weil sie stolz auf ihre Herkunft sind.
 
@goafraggle

1. Ich bin kein Deutscher in dem Sinne, dass ich hier geboren wurde - und ja, ich würde auch Brasilianern oder Spaniern attestieren, dass sie als auf ihre Herkunft stolze Menschen unreflektiert seien. Denn es ist zwar ein einfaches Argument, und eines, das schon öfter hier vorgebracht wurde, aber warum sollten Menschen stolz auf etwas sein, mit dem sie nicht das Geringste zu tun haben? Ganz abgesehen von den möglichen Widerwärtigkeiten, die Nationalstolz so mit sich bringen kann - schließlich geht dieser ja oft mit einer Abgrenzung von dem einher, was nicht als positiv betrachtet wird. Wenn ich davon spreche, was "deutsch" ist, spreche ich auch schnell darüber, was "nicht deutsch" ist.

2. Schrieb' ich ja, dass mir der Nationalstolz anderer im Grunde am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) vorbei geht, solange er nicht bedrohlich für andere Menschen ist - dass er bedrohlich für andere sein kann, sollte auch an dir nicht vorbeigegangen sein, oder?

3. Mag sein, dass ich MA jetzt auch (!) sympathischer finde, weil er richtig geil Fussball spielt, und das auch noch für Werder. Hättest du meinen Post allerdings verstanden, dann wüsstest du, dass es mir vor allem darum geht, MA nicht vorschnell als arrogant und unsympathisch abzuurteilen, da er zwar manchmal eben so rüberkommen mag, aber im Grunde noch ein sehr junger Typ ist, der als Person noch mitten in seiner Entwicklung steckt und dem man Fehler durchaus zugestehen sollte. So wie TS das zu machen scheint - daher meine "Liebeserklärung" an ihn.

4. Ich habe dein Problem mit meinem Post nicht verstanden.
 
ist zwar offtopic, aber trotzdem interessant.
1. Ich bin kein Deutscher in dem Sinne, dass ich hier geboren wurde - und ja, ich würde auch Brasilianern oder Spaniern attestieren, dass sie als auf ihre Herkunft stolze Menschen unreflektiert seien. Denn es ist zwar ein einfaches Argument, und eines, das schon öfter hier vorgebracht wurde, aber warum sollten Menschen stolz auf etwas sein, mit dem sie nicht das Geringste zu tun haben?
haben sie doch. sie sind teil des ganzen, fühlen sich zu hause und wollen das auch. der mensch ist ein herdentier. ich gebe dir zwar recht, dass das nicht allzuviel mit der geburt an sich zu tun hat, aber sehr viel mit dem aufwachsen in einem bestimmten kulturkreis. ich wäre mir recht sicher, dass jemand, der 30 jahre in D aufgewachsen ist, vielleicht china mal als sein zuhause bezeichnen könnte, aber sich selbst niemals als chinese.

Ganz abgesehen von den möglichen Widerwärtigkeiten, die Nationalstolz so mit sich bringen kann - schließlich geht dieser ja oft mit einer Abgrenzung von dem einher, was nicht als positiv betrachtet wird. Wenn ich davon spreche, was "deutsch" ist, spreche ich auch schnell darüber, was "nicht deutsch" ist.
abgesehen davon, dass es hier nicht um die negativen seiten von nationalstolz ging, kann ich zB als deutscher stolz darauf sein, dass die deutschen während der WM 06 stolz auf sich selbst waren, ohne dabei aus- oder abzugrenzen.
 
Ist tatsächlich OT, aber sei's drum:
Für mich ist es ein Unterschied, ob ich mich in einer bestimmten Stadt oder einem Staat wohlfühle und dort leben möchte, oder ob ich behaupte, stolz darauf zu sein, einer bestimmten Nation anzugehören. Zudem ist es egal, ob es um positive oder negative Seiten von Nationalstolz ging, denn es ist doch auch klar, dass er diese negativen Seiten hat - und ich nehme es mir heraus, diese auch zu thematisieren. Beispielsweise die WM 2006: So friedlich, wie alle meinen, verlief sie auch nicht, und ich habe zum Einen genug darüber gelesen, dass irgendwelche Spinner beispielsweise ihrem Hass auf Italiener freien Lauf ließen, bzw. genug Diskussionen mit stolzen Deutschen geführt, deren Positionen mich in meiner Skepsis bestätigt haben.
Die Diskussion ginge an dieser Stelle jedoch viel zu weit, und nochmal: Solange die Leute nicht irgendwelche potentiellen Opfer "klatschen gehen" oder Israel vernichten wollen oder sonstigen Schwachsinn, ist es mir tatsächlich scheißegal. Ich möchte niemandem absprechen, sich stolz auf seine Herkunft zu fühlen. Nur macht dies für mich keinen Sinn, und ich will es weder müssen, noch das nicht auch so äußern können.

Übrigens fällt mir zu deinem Nick und MA ne nette Textzeile der großartigen Band Jawbreaker ein:
"Dreamed I was a fireman.
I just smoked and watched you burn.
Dreamed I was an astronaut.
I shot you down like a juggernaut..." ;)
 
@goafraggle

1. Ich bin kein Deutscher in dem Sinne, dass ich hier geboren wurde - und ja, ich würde auch Brasilianern oder Spaniern attestieren, dass sie als auf ihre Herkunft stolze Menschen unreflektiert seien. Denn es ist zwar ein einfaches Argument, und eines, das schon öfter hier vorgebracht wurde, aber warum sollten Menschen stolz auf etwas sein, mit dem sie nicht das Geringste zu tun haben?

Wieso habe ich nicht das geringste mit dem Land zu tun in dem ich geboren wurde? Ich lebe z.B. darin, ich bin darin aufgewachsen, habe meinen Beitrag dazu geleistet, daß es so ist, wie es ist und tue das noch. Ich kenne die schönen Ecken, ich schätze die Freiheit hier und die Gerechtigkeit, die im Gegensatz zu anderen Ländern hier herrscht.
WIR Deutschen sind außerdem strebsam und stellen qualitativ hochwertige Dinge her, für die wir weltweit geschätzt werden. Auch dazu trage ich meinen Teil bei. Ich arbeite hart und gewissenhaft, zahle Steuern und versuche mich soweit es geht so zu verhalten, daß ich meinem Umfeld keinen Schaden zufüge.

Ich finde, ich habe also eine ganze Menge mit Deutschland zu tun!

Ganz abgesehen von den möglichen Widerwärtigkeiten, die Nationalstolz so mit sich bringen kann - schließlich geht dieser ja oft mit einer Abgrenzung von dem einher, was nicht als positiv betrachtet wird. Wenn ich davon spreche, was "deutsch" ist, spreche ich auch schnell darüber, was "nicht deutsch" ist.

2. Schrieb' ich ja, dass mir der Nationalstolz anderer im Grunde am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) vorbei geht, solange er nicht bedrohlich für andere Menschen ist - dass er bedrohlich für andere sein kann, sollte auch an dir nicht vorbeigegangen sein, oder?

Und genau das meine ich, wenn ich davon spreche, daß so eine Einstellung vorallem in Deutschland und insbesondere unter Deutschen herrscht.
Es kotzt mich dermaßen an, daß ich nicht einfach eine Fahen schwenken oder von guter deutscher Qualitätsarbeit sprechen darf, ohne daß gleich zuhauf die Leute daher kommen und ganz schockiert sind, denn von da an ist es ja nicht mehr weit, Molotowcocktails auf Asylantenheime zu werfen oder die Weltherrschaft anzustreben! So ein Bullshit!!!

Ich kenne die Geschichte auch und sehe auch die Probleme mit Ausländerfeindlichkeit in Deutschland. Aber deswegen muss ich mir noch lange nicht mein Gefühl meiner Heimat gegenüber von so verdrehten "Oh mein Gott, ein Nazi!"-indoktrinierten Leuten, wie Dir absprechen lassen. Sei es in einigermaßen gemäßigter Form, wie Du es tust oder schon gar nicht noch dreisteren Auswüchsen.
Oder findest Du Autofahrer an sich auch beschränkt, weil sie ja jährlich tausende von Leute totfahren? So ziemlich alles hat seine schlechten Seiten, aber deswegen muss man noch lange nicht die Sache an sich verteufeln.

Deine Einstellung zu MA ... geschenkt. War lediglich eine Reaktion auf die Nationalstolzgeschichte.
 
@goa-fraggle:
Ja, ich liebe auch die Stadt Bremen, oder Berlin, die Ostsee, die Müritz und einiges andere. Doch darum geht es mir nicht. Sagt dir der Name "Heitmeyer" etwas? Oder das Projekt "Erforschung Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit"? Ist nicht sonderlich aufregend, weil dort im Grunde nur Statistiken vorgestellt und erklärt werden, aber wenn ich mir das Potential für bspw. rassistische oder antisemitische Haltungen in Deutschland so anschaue, dann kann ich nicht anders, als dieses erschreckend zu finden. Klar, in anderen Staaten sieht es nicht besser aus. Mein "Herkunftsland" mag fast noch "schlimmer" sein: In Polen wimmelt es nur so von Antisemiten. Daraus schließe ich zum Einen, dass ich mich niemals hinstellen würde um zu behaupten, ich sei stolz auf meine Herkunft, und zum Anderen wage ich die These, dass es um diese Phänomene besser bestellt wäre, wenn sich weniger Menschen so sehr mit ihrer "Heimat" identifizierten, dass sie alles als "undeutsch" (oder "un-sonstwas") wahrgenommene abwerten würden. Kleinreden lässt sich dieses Potential für mich zumindest nicht.

Aber ok, wenn du stolz auf Deutschland und deutsche Wertarbeit und Einigkeit und Freiheit und Gerechtigkeit bist, dann will ich dir das nicht absprechen. Allerdings scheinst du dich sehr davon angegriffen zu fühlen, dass ich abstrakt Nationalstolz kritisiert habe - und das erschließt sich mir nicht. Aber das ist sowas von OT, dass es eigentlich gar nicht mehr geht...
 
... Aber das ist sowas von OT, dass es eigentlich gar nicht mehr geht...

Stimmt!

BTT: Ich denke, dass dieses "Väterliche" von TS ungeheuer wichtig ist für den Umgang mit "schwierigen" Charaktern. Davon wird MA sehr profitieren können. Auch das generelle Umfeld passt gut: ruhig, hanseatisch gelassen, aber doch wenn auch verdeckt :grinsen: sehr leidenschaftlich.

Darum, Junge, hier hast Du die besten Chancen ein Großer zu werden. :svw_applaus:
 
Sehe ich auch so. Ich mag zwar meinen Dad, aber Thomas Schaaf wäre sicherlich auch ein guter...;)
 
Ich weiß noch nicht, wie ich MA einschätzen soll. Ich bin mal gespannt, beteilige mich jedoch nicht an der momentanen Lobhudelei. Das will ich erst bestätigt sehen.

P.S.: Charakter ist mir egal, da hatten wir schon ne Menge Vorzeigemodelle a la Basler. und auch Le Chef war wohl kein ganz einfacher Charakter So lange se schön dat Runde ins eckige reinhauen... Seis drum. Muß ja net mit MA einen trinken gehen:zweifeln:
 
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