Zum Thema Inaktivität...
Ein kurzes einleitendes Wort vorweg: Mir geht es hier keineswegs darum, die letzte Runde im Einzelnen noch einmal durchdiskutieren zu wollen nach dem Motto „was wäre gewesen, wenn“. Ebenso wenig geht es mir hier darum, auf bestimmte Mitspieler „einprügeln“ zu wollen oder alles schlecht reden zu wollen, falls dies so rüber kommen sollte. Mir geht es viel mehr darum, wie man generell in Zukunft mit einer Thematik, die hier nun einmal des Öfteren im Raum steht, umgehen möchte.
Ein weiterer Aspekt also, der sich im vergangenen Spiel leider zum wiederholten Male als problematisch herausgestellt hat, sind (dauerhaft) inaktive Spieler. Nun kann man selbstverständlich von niemandem erwarten 24/7 dem Spiel zu widmen. Jeder von uns hat ein Privatleben und das geht nun einmal im Zweifelsfall immer vor. Dennoch funktioniert dieses Spiel schlichtweg nicht, wenn Spieler, die gewisse Rollen bekleiden (dies gilt insbesondere für Mafioso als auch für die SR der Bürger) über längere Zeit völlig inaktiv sind und nicht einmal ein paar Minuten investieren um ihre Funktionen auszuüben. Dazu sind eben jene Funktionen deutlich zu wichtig für den Spielverlauf.
Ich möchte an dieser Stelle daher zunächst einmal an Alle appellieren, sich wirklich auch nur dann zum Spiel anzumelden, wenn absehbar ist, dass mindestens den grundlegenden Aufgaben der zugeteilten Rolle und ein Mindestmaß an Aktivität im Spiel generell (egal ob nun Thread, ICQ oder das Schreiben von Artikeln) gewährleistet werden kann. Sicherlich kann immer mal was dazwischen kommen, keine Frage, dafür kann man sich dann ja auch schließlich offiziell abmelden, aber was eben im Sinne aller anderen Mitspieler vermieden werden sollte, ist, dass man sich zum Spiel anmeldet und dann quasi gar nicht mehr am Spielgeschehen Teil nimmt. Man muss sich immer vergegenwärtigen, dass die Rollenverteilung auf einem möglichst ausgewogenen Gesamtprinzip basiert. Fehlt während des Spiels eine einmal zugeteilte wichtige Rolle aufgrund völliger Inaktivität, hat dies maßgeblich Auswirkungen auf die Siegchancen der eigenen Partei. Es ist ein Riesenunterschied, ob ein inaktiver, spieltechnisch wichtiger Spieler passiv im Hintergrund mitschwimmt oder ob die Rollenverteilung bei geringerer Teilnehmerzahl entsprechend im Vorfeld (!) angepasst wird. Es wäre also schön, wenn man sich mit der Anmeldung zurückhalten würde, wenn absehbar ist, dass man ohnehin nicht im Mindesten aktiv Teil nehmen kann, denn sonst sorgt dies nur für eine Benachteiligung der Mitspieler der eigenen Partei und entsprechenden Frust. Außerdem sind wir doch alle noch jung – eine nächste Runde kommt bestimmt.
Da dies nun leider wie angesprochen nicht zum ersten Mal geschehen ist (und es nach meinem Empfinden leider immer wieder die gleichen Personen scheinen, die durch ein gehäuftes Maß an Inaktivität auffallen), stellt sich in meinen Augen auch die Frage, ob die Regeln hierzu wirklich effektiv und angemessen sind. Denn im Ergebnis sollte es, denke ich, darum gehen, dass der Spielspaß der Mehrheit nicht darunter leidet, wenn eine winzige Minderheit leider anscheinend wiederholt nicht einmal halbherzig bei der Sache ist.
Die Regeln, wie sie derzeit sind, sind da in meinen Augen, was den Umgang mit Inaktivität eines Spielers während des
laufenden Spieles betrifft, recht sinnvoll und denke ich auch ausreichend. Von der theoretischen Möglichkeiten eine Mindestanzahl von Posts im Thread festzulegen halte ich wenig. Ist ein Spieler im Hintergrund aktiv (ICQ, Nutzung seiner Rolle, Schreiben von Artikeln), sehe ich eigentlich auch nicht, warum man ihn dazu
zwingen sollte (auch wenn es sicherlich wünschenswert wäre, dass auch der Thread von jedem mit Leben befüllt wird), denn dies schadet dann erstmal niemandem.
Höchstens wäre noch denkbar, dass Nichtnutzung der SR-Aktivitäten beider Seiten zu Verwarnungen führen könnten (die dann natürlich nicht öffentlich ausgesprochen werden dürften). Ich denke aber, dass dies im Ergebnis auch keinen nennenswerten Unterschied machen würde, denn wenn die Verwarnungen aus einer Nichtstimmabgabe nicht fruchten, tun es andere wohl auch nicht.
Bezogen auf das aktuelle Regelwerk wäre aus meiner Sicht eben nur darauf zu achten, dass Verwarnungen konsequent ausgesprochen werden.
Allerdings liegt auf der Hand, dass eine Disqualifikation eines Spielers aufgrund von Inaktivität für seine Partei, die ja nichts dazu kann, dass ihr Mitspieler nicht ansatzweise mitzieht, ein massiver Nachteil ist. Eine solche DQ ist daher in meinen Augen keineswegs der Stein der Weisen, sondern ist und bleibt immer sehr unschön, weil so natürlich auch wiederum das laufende Spiel massiv beeinflusst wird, insbesondere, wenn es eine wichtige Rolle betrifft, die aus dem Spiel genommen wird. Eine echte Alternative dazu sehe ich allerdings leider auch nicht.
Worüber man allerdings mMn einmal ernsthaft nachdenken sollte und was ich in der Gesamtbetrachtung als deutlich wichtiger erachten würde, sind auch spielübergreifende Konsequenzen für Spieler, die sonst auf nichts eingehen. Denkpausen quasi. Es geht mir hier weniger darum, jemanden bestrafen zu wollen, als vielmehr darum einen für alle aktiven Spieler fairen Spielablauf zu gewährleisten, wenn alle Appelle und Verwarnungen nicht helfen. Selbstverständlich spreche ich nicht von einem dauerhaften Ausschluss einer Person, nur weil man
einmal 3, 4 Tage ungeplant inaktiv ist - aber wenn jemand des Öfteren durch dergleichen auffällt, darf er imho auch gerne mal eine Runde oder zwei zuschauen um mal in aller Ruhe darüber nachzudenken, was er da veranstaltet und was dies für Konsequenzen auf Spiel und Spielspaß aller anderen Mitspieler hat.
Klar hätte so eine Vorgehensweise einen faden Beigeschmack. Ich selbst finde dies natürlich auch nicht toll. Andererseits muss man sich eben mal die Frage stellen, ob die aktuelle Situation nicht erst recht einen solchen hat. Denn letztlich kann die engagierte Mehrheit der Spieler nichts dazu, dass es hier zu des Öfteren kommt, benachteiligt werden sie aber dennoch hier von.
Es ist, wie vieles im Leben, eine Frage der Alternativen. Dieses Spiel lebt von der Aktivität der Teilnehmer. Ist diese aber dauerhaft nicht im Mindesten vorhanden, funktioniert es eben einfach nicht, selbst wenn es nur um einige Wenige oder gar einen Einzelnen geht. Dann hat man eben entweder die Möglichkeit zuzuschauen und es laufen zu lassen oder man greift ein, was im laufenden Spiel aus bereits genannten Gründen sehr unschöne Folgen hat und aus meiner Sicht alleine deswegen in einem größeren Kontext gesehen werden sollte, wenn es einzelne wenige Personen wiederholt betrifft.
Ich finde eben, dass ab einem gewissen Punkt, wenn alle Appelle und Verwarnungen nicht fruchten, das Maß voll sein sollte und man nicht mehr eine Minderheit schützen sollte, denen es offenbar recht egal ist, was ihr (Nicht-)Handeln für spieltechnische Konsequenzen hat und dass somit anderen der Spaß verdorben wird. Auch dies wäre natürlich leider keine Garantie auf Besserung, aber vielleicht wenigstens mal ein Ansatz, eine Chance dem Problem mittel- oder langfristig halbwegs Herr zu werden.
Was ich zusammenfassend vorschlagen würde, wäre also die bestehende Verwarnungs-/ DQ-Regelung konsequent umzusetzen, danach jedem meinetwegen eine DQ zuzugestehen und ab der zweiten DQ eine entsprechende Denkpause von einer Runde für den Spieler auszusprechen. Nur so beispielhaft, über Details kann man ja immer noch sprechen.
Just my 2 cents.
