Enttäuschend das hier keine wirkliche Aufarbeitung des Themas erfolgt, sondern auf Nebenkriegsschauplätze ausgewichen wird.
Die Aussage, an der sich die Diskussion erhitzte ist folgende:
Eisbaer #93
"Also ganz ehrlich, wenn ein normaler Werder-Fan von Rechten angegriffen wird, bin ich der Erste, der das verurteilt. Ich hab aber "nur" von Übergriffen auf Ultras gehört(teilweise selbst mit Stadionverboten) und die
Ultragruppierungen haben sich ihren Ärger mit den rechten Hools selbst zuzuschreiben. Von anderen Übergriffen hab ich nichts gehört bisher. Warum sollten rechte Hools auch stinknormale Fans angreifen?
Hier mal ein aktueller Zeitungsbericht dazu.
http://fussball-gegen-nazis.de/beitrag/klein-aber-schlagkraeftig-rechte-hooligan-szene-bremen-10316
Durch diese Aussage wird Gewalt legitimiert. Unglaublich!
Auf die Frage von Techtyp: "Was spielt es denn für eine Rolle ob ein Opfer rechter Gewalt ein Stadionverbot hat oder nicht?"
Diese Antwort "
Das spielt eine sehr große Rolle, weil es dabei hilft einzuordnen, warum diese Übergriffe stattfinden. Das waren nicht wahllose Übergriffe, sondern gezielt gegen diese Leute, die eben in der Vergangenheit in gleichem Maße gegen Rechte vorgegangen sind. Der Ärger zwischen Ultras und rechten Hools ist selbst produziert, aber nicht alleine durch harmlose Anti-Rassismus-Kampagnen."
Auch hier eine Legitimation der Gewalt, gegen Andersdenkenden, diese Gruppierung, mag sein, auch keine Unschuldslämmer sind. Aber legitimiert dieses dazu Gewalt zu akzeptieren bzw. Verständnis dafür zu haben?
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Mir persönlich ist egal, ob hier der Eisbaer seine Mod Position behält oder nicht, das ist sowas von unwichtig, zumindest für mich.
Die Aussage alleine disqualifiziert, egal von wem diese auch kommt, diesen Menschen, in Bezug auf sein Werteverständnis. Werdiknight hat es mit Naivität umschrieben, das ist wohl die wohlwollendste Sichtweise, die man dazu haben kann.
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Einen Auszug zu dem Statement einen Tag später dazu:
Der Anfang war ja viel versprechend: "Gewalt, egal von welcher Seite, verurteile ich zutiefst."
Sehr gut, danach wäre Schweigen angebracht und nicht zu relativieren.
"
Beim Thema Übergriffe auf Bremer Fans von rechten Hools habe ich eine klare Meinung. Dieses Leid ist hausgemacht und das Ziel der rechten Hools sind keineswegs die unschuldigen und harmlosen Werder-Fans, sondern Ultras und Antifa. Für die normalen Fans interessieren sich die Hools nicht und von gewaltsamen Übergriffen auf Ausländer, Homosexuelle, etc. am Rande von Werder-Spielen habe ich zumindest nichts gehört."
Selbst im Statement nach einem Tag der möglichen Reflexion, kommt die Legitimierung von Gewalt.
"Meine Meinung widerspricht in keinster Weise Werders Statuten oder Engagement gegen rechtes Gedankengut. "
Aha..also legitimiert Werder Gewalt zu akzeptieren, wenn sie "berechtigt" ist?
"Mag auch sein, dass meine Meinung nicht ganz die von Werder ist, aber
das spielt auch keine Rolle. Jeder hat seine Meinung und darf diese vertreten und im Gegensatz zu rechtem Gedankengut und dem hier zum Teil vertretenen ist meines kein Verstoß gegen Grundrechte, ganz im Gegenteil. Ich gestehe jedem dieselben Rechte zu."
Es spielt also keine Rolle wie sich ein Mod vom offiziellen Werder Forum zu Akzeptanz von Gewalt äußert?
Die Modgruppe kann gern zu diesem Thema schweigen, es wird nur schwierig, wenn doch mal eine Zeitung diese Passagen aufgreift und das offizielle Werder Forum und damit Werder hinterfragt.