Klimapolitik, Energiewende, Fridays For Future....

Ist ja auch häufig in Ferienhäusern verbaut und ist deutlich günstiger als die Heizung.

In den Häusern in Dänemark wo ich immer hinfahre, haben die letztes Jahr auch alle auf Splitklima umgebaut.

Vorher Kamin und Elektroheizungen. Da rotiert der Stromzähler vor Freude
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In den Häusern in Dänemark wo ich immer hinfahre, haben die letztes Jahr auch alle auf Splitklima umgebaut.

Vorher Kamin und Elektroheizungen. Da rotiert der Stromzähler vor Freude
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Ich hab den direkten Vergleich mit Schwiegereltern mit Ferienhäusern in Dänemark. Wir nutzen nur Kamin und Splitklima, die eigentlich nur Elektroheizung und zahlen sich dumm und dämlich.
 
Um auf eine Kernfrage von Dir einzugehen, möchte ich ausführen was passierte, wenn Öl und Gas als Rohstoffe vollständig ausfielen, kollabierten zuerst zentrale chemische Grundstoffketten, anschließend gerieten nahezu alle Industriebranchen und viele Alltagsprodukte unter Druck oder fielen ganz weg.

Rolle von Öl und Gas als Rohstoff

Öl und Gas dienen nicht nur der Energieerzeugung, sondern sind Basisrohstoffe für die Chemieindustrie (z.B. Naphtha aus Rohöl, Erdgas als Feedstock). Etwa 95% aller Industrieerzeugnisse benötigen in irgendeiner Stufe chemische Vorprodukte, die stark von Öl- und Gasderivaten abhängen.

Beispiel: Aus Naphtha und Erdgas werden über Steamcracker (petrochemische Anlage) und Synthesen Stoffe wie Ethen, Propen, Benzol, Ammoniak und Methanol erzeugt, die dann in Kunststoffen, Lösungsmitteln, Düngern und vielen Spezialchemikalien landen.

Aktuell haben wir durch die Schließung der Straße von Hormus (und noch ein paar andere Einflussfaktoren) einen Engpass von ca. 30 %. Daher habe ich die Kettenreaktion einmal aufgeführt.

Logische Kette der Reaktionen

Wegfall petrochemischer Grundstoffe

Ohne Öl und Gas fehlen Naphtha, Flüssiggas (LPG) und andere petrochemische Einsatzstoffe für Steamcracker. Basischemikalien wie Ethylen, Propylen, Aromaten, Ammoniak (aus Erdgas) und Methanol brechen weg oder werden extrem knapp.

Zusammenbruch der Kunststoff‑ und Faserkette

Kunststoffe (PE, PP, PVC, PET, PS etc.) sind direkt von diesen Grundchemikalien abhängig. Ebenso synthetische Fasern wie Nylon, Polyester, Elastan und hochelastische Textilfasern, die aus petrochemischen Vorprodukten hergestellt werden.

Folgen für Spezialchemikalien, Pharma und Agrochemie

Lösungsmittel, Lackrohstoffe, Klebstoffe, Additive, Schmierstoffe und Elektrochemikalien benötigen Öl- und Gasderivate als Ausgangsstoffe. Arzneimittelwirkstoffe, Pflanzenschutzmittel und viele Zusatzstoffe in Nahrungs- und Futtermitteln basieren ebenfalls auf petrochemischen Zwischenprodukten.

Ausfall von Düngemitteln und Agrarchemie

Erdgas ist zentrales Ausgangsmaterial für Ammoniak über das Haber-Bosch-Verfahren, Daraus entstehen Stickstoffdünger. Ein wegfallender Gas-Rohstoff senkt die Düngemittelproduktion drastisch, was die Getreideproduktion und damit die Rohstoffe für Brot und andere Teigwaren massiv reduziert und verteuert.

Kaskade in nachgelagerten Industrien

Automobil-, Bau-, Elektro-, Konsumgüter- und Textilindustrie sind auf Kunststoffe, Spezialchemikalien, Fasern und Schmierstoffe angewiesen; ohne diese Vorprodukte drohen Stillstände. Transport- und Logistiksysteme werden zusätzlich getroffen, weil raffinierte Produkte wie Diesel, Kerosin und andere Mitteldestillate fehlen.

Makroökonomische Effekte

Energieintensive Branchen (Chemie, Metall, Bau, Papier, Glas, Keramik, Nahrungs- und Futtermittel) geraten in eine Doppelkrise. Fehlender Rohstoff, sowie teure/knappe Energie.Wertschöpfungsketten unterbrechen sich, ganze Industrieregionen verlieren ihre Basis, was zu Produktionseinbrüchen, Arbeitsplatzverlusten und massiven Preissteigerungen führt.

Betroffene Produktgruppen

Kunststoffe und Kunststoffprodukte: Verpackungen, Gehäuse von Elektrogeräten, Rohre, Folien, Autoteile, Fensterprofile, Isolierungen. Textilien und Fasern: Funktionskleidung, Sporttextilien, Teppiche, technische Textilien (Airbags, Gurte, Filterfasern). Chemikalien und Hilfsstoffe. Lösungsmittel, Wasch- und Reinigungsmittel, Farben, Lacke, Klebstoffe, Schmierstoffe. Pharmazeutika - viele Arzneimittelwirkstoffe und Hilfsstoffe greifen auf petrochemische Bausteine zurück. Agrarprodukte: Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel und damit mittelbar viele Nahrungsmittel (Getreideprodukte, Fleisch, Milchprodukte über Futtermittelketten). Kraft- und Treibstoffe: Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl, Treibstoffe für Schifffahrt und Teile des Güterverkehrs.

Ich möchte nicht erleben, wenn diese Konsequenzen schon ziemlich bald zuschlagen werden, erst dann dürfte das Verständnis reifen, wie wichtig die fossilen Rohstoffe sind. Nun kann sich jeder einmal Gedanken darüber machen, wie absurd die Energiewende ist und ein große Wissenslücke offenbart.
Korrekt, die Industrie ist von fossilen Rohstoffen abhängig. Das ist aber kein Beleg dafür, dass die Energiewende absurd wäre. Im Gegenteil, denn bei dem von dir konstruierten Szenario eines des vollständigen Ausfalls von Öl und Gas wären erneuerbare Energien sogar elementar, um diesen Worst Case zumindest zu verzögern. Denn anders als z.B. Obst oder Gemüse wachsen fossile Energieträger nicht Jahr für Jahr nach, sondern entstehen durch Prozesse, die über Millionen Jahre dauern.

Dass Erdöl und Erdgas wichtige Vorprodukte für diverse Industriezweige sind, ist unstrittig. Aber auch deshalb ist die Energiewende unverzichtbar. Denn diese zielt darauf ab, fossile Energieträger bei der Strom-, Wärme- und Mobilitätsversorgung zu reduzieren, damit diese dort verwendet werden, wo sie nur schwer bzw. gar nicht ersetzbar sind, statt diese in Kraftwerken, Heizungen oder Verbrennungsmotoren zu verfeuern.

Die Behauptung, die aktuelle Lage zeige das Scheitern der Energiewende, ist grundlegend, ist grundlegend verkehrt. Denn die Störungen rund um die Straße von Hormus demonstrieren vielmehr die geopolitische Verwundbarkeit fossiler Abhängigkeiten. Wer weniger Öl und Gas zur Energieversorgung benötigt, ist von solchen Krisen weniger betroffen, nicht stärker. Mit einer höheren Abhängigkeit steigt dagegen auch die politische Erpressbarkeit. Selbst die USA haben das, selbstverschuldet, gespürt - trotz eigener Vorkommen an fossiler Energieträger.

Deine geschilderte Kettenreaktion beschreibt also nicht die Absurdität der Energiewende, sondern die Risiken einer Wirtschaft, die noch immer stark von fossilen Rohstoffen abhängig ist. Genau deshalb investieren Industrie und Forschung weltweit in Recycling, biobasierte Rohstoffe, synthetische Kohlenwasserstoffe, grünen Wasserstoff und alternative chemische Verfahren. Und auch genau daraus bezieht die Energiewende ihre Legitimation: die Tatsache, dass fossile Rohstoffe für den Alltag der Menschheit von elementarer Bedeutung sind, bedeutet nicht, dass die Energiewende falsch ist. Sondern sie soll dafür sorgen, dass wir fossile Rohstoffe künftig gezielter und effizienter nutzen sollten, anstatt sie weiterhin in Kraftwerken, Heizungen und Verbrennungsmotoren abzufackeln.
 
Bevor hier vermutlich am Vormittag wieder ein Beitrag den nächsten jagt, ein paar Worte zur Einoirdnung dessen, was unser 'Experte' hier so reingetragen hat:
Textanalysen zeigen, dass die Motivation nicht die Sorge um die Faktenlage ist (dazu wären die Texte zu undifferenziert und zu selektiv), sondern die Mobilisierung von Wut und Verzweiflung. Der Schreiber nutzt reale, schmerzhafte wirtschaftliche Verwerfungen (die es zweifellos gibt und geben wird), um sie als Beleg für ein apokalyptisches Szenario zu nutzen.
Er will nicht zur Versachlichung beitragen, sondern ein Feindbild (die Energiewende als "Weg in den Abgrund") etablieren, um eine gesellschaftliche Stimmung gegen den aktuellen politischen Kurs zu erzeugen – und damit letztlich politische Machtverhältnisse zu verschieben.

Unter diesem Blickwinkel wewrde ich mich selbstverständlich zu jedem dieser Beiträge äußern, damit Bullshit/Geschwurbel/Desinformation nicht unwiedersprochen bleiben.
 
Korrekt, die Industrie ist von fossilen Rohstoffen abhängig. Das ist aber kein Beleg dafür, dass die Energiewende absurd wäre. Bei dem von dir konstruierten Szenario eines des vollständigen Ausfalls von Öl und Gas wären erneuerbare Energien sogar elementar, um diesen Worst Case zumindest zu verzögern. Denn anders als z.B. Obst oder Gemüse wachsen fossile Energieträger nicht Jahr für Jahr nach, sondern entstehen durch Prozesse, die über Millionen Jahre dauern.

Dass Erdöl und Erdgas wichtige Vorprodukte für diverse Industriezweige sind, ist unstrittig. Aber auch deshalb ist die Energiewende unverzichtbar. Denn diese zielt darauf ab, fossile Energieträger bei der Strom-, Wärme- und Mobilitätsversorgung zu reduzieren, damit diese dort verwendet werden, wo sie nur schwer bzw. gar nicht ersetzbar sind, statt diese in Kraftwerken, Heizungen oder Verbrennungsmotoren zu verfeuern.

Die Behauptung, die aktuelle Lage zeige das Scheitern der Energiewende, ist grundlegend, ist grundlegend verkehrt. Denn die Störungen rund um die Straße von Hormus demonstrieren vielmehr die geopolitische Verwundbarkeit fossiler Abhängigkeiten. Wer weniger Öl und Gas zur Energieversorgung benötigt, ist von solchen Krisen weniger betroffen, nicht stärker. Mit einer höheren Abhängigkeit steigt dagegen auch die politische Erpressbarkeit. Selbst die USA haben das, selbstverschuldet, gespürt - trotz eigener Vorkommen an fossiler Energieträger.

Deine geschilderte Kettenreaktion beschreibt also nicht die Absurdität der Energiewende, sondern die Risiken einer Wirtschaft, die noch immer stark von fossilen Rohstoffen abhängig ist. Genau deshalb investieren Industrie und Forschung weltweit in Recycling, biobasierte Rohstoffe, synthetische Kohlenwasserstoffe, grünen Wasserstoff und alternative chemische Verfahren. Und auch genau daraus bezieht die Energiewende ihre Legitimation: die Tatsache, dass fossile Rohstoffe für den Alltag der Menschheit von elementarer Bedeutung sind, bedeutet nicht, dass die Energiewende falsch ist. Sondern sie soll dafür sorgen, dass wir fossile Rohstoffe künftig gezielter und effizienter nutzen sollten, anstatt sie weiterhin in Kraftwerken, Heizungen und Verbrennungsmotoren zu verfeuern.

Eine Energiewende ist kein abstraktes Moralprojekt, sondern ein hochriskanter Systemumbau, der nur funktioniert, wenn Versorgungs- und Rohstoffsicherheit real gewährleistet sind. Dies setzt implizit voraus, dass es keine massiven, langanhaltenden Engpässe bei den zentralen Energieträgern gibt, während das System umgebaut wird. Wenn der Umbau gleichzeitig mit einer akuten und künstlich verstärkten Verknappung fossiler Energieträger stattfindet (Lieferausfälle, geopolitische Krise, steigende Förderkosten), rutschen wir in eine Energie- und Versorgungskrise hinein.

In energieintensiven Branchen sind bereits zehntausende Arbeitsplätze durch hohe Energiepreise und Unsicherheit verloren gegangen und es werden täglich mehr. Studien beziffern schon länger Jobrisiken durch den Strukturwandel, oft im Bereich hunderttausender Arbeitsplätze, insbesondere in traditionellen Industrien.

Bis 2030 wird es einen Arbeitsplatzverlust qualifizierter und hochqualifizierter Tätigkeiten von ca. 750.000 Menschen geben, damit direkt verbunden (Angehörige) sind ca. 2.000.000 Millionen Menschen und einem damit einhergehendem Kaufkraftverlust von rund 40 Milliarden EUR p.a. Diese Zahlen beinhalten nicht alle Branchen, sondern nur die wichtigsten (Automobil 225.000), (Stahl 18.000), (Chemie & Pharma 15.000). (Braunkohle 17.000), (Maschinenbau 15.000) etc. Etwas komprimierter gefasst, also 379.000 Industrie / Energie, Handel, Dienste, Gastronomie 265.000 und Öffentlicher Sektor 80.000.

Diese Horrorzahlen sollten verdeutlichen, welche Schockwellen die Sozialsysteme (Rente, AV, PV, KK) etc. treffen wird, einhergehen mit einer weiteren Abwärtsschraube. Noch nicht einmal eingerechnet sind die Arbeitsplatzverluste durch die KI, hier spricht man bereits jetzt vom Wegfall des größten Teils sämtlicher Verwaltungsjobs im Öffentlichen Sektor. Eine Transformation die diese Zahlen negiert oder zumindest vernachlässigt kann man entweder als unwissend oder skrupellos nennen. Zu glauben, die Wende könne ohne die Wirtschaft funktioniere, zeigt lediglich die absolute Ahnungslosigkeit.

Genau hier muss die Diskussion beginnen, denn eine Energiewende die die eigene Wirtschaftskraft zerstört kann nicht gelingen bzw. ist per se bereits gescheitert. Die Illusion, die "Energiewende", gleichgültig ob als notwendig erachtet oder nicht, würde sich weiterführen lassen zeigt, wie verantwortungslos diese Umsetzung gestartet wurde.

Ich werde im nächsten Teil über die Zuverlässigkeit (oder besser Unzuverlässigkeit) des Stromnetzes schreiben und zeigen, wie kurz wir vor regelmäßigen Brownouts wir bereits jetzt stehen. Ich werde zudem darlegen, weshalb der isolierte (deutsche) Weg in die Katastrophe führen und sich die Frage der Energiewende von selbst erledigen wird.
 
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