Bremen
Moderator
Zweierlei! Erstens ist es natürlich eine Frage des "Wie", also welche Erwartungen weckt man. Bei Tesla z.B. setzt man auf einen Hype, schon fast ein wenig wie bei Apple. Wenn das "Model 3" für die Masse später kommt (und das wird es!), dann kommt es eben später. Die Käufer verzeihen das, weil diese Produkte eh von der Norm abweichen. Neu, Hip, Teuer, Sauber, Anders und so weiter. Wie Foton/Borgward es machen werden, bleibt abzuwarten. Zweitens handelt es sich, wie schon von @Lübecker gesagt, "nur" um ein Montagewerk und später F+E. Die fertigen Teile kommen aus China und werden in Bremen nur noch montiert, das Risiko diesbezüglich ist sehr gering. Und da Fertigung und Verkauf des BX7 in Asien ja längst läuft, besteht hier auch kaum ein Risiko, rein vom technischen Betrachterstandpunkt, für die Montage in Bremen. Die große Frage ist natürlich, ob und wie Borgward angenommen wird und ob die Marke nicht ganz schnell wieder vom Markt verschwindet weil die Chinesen das Experiment als gescheitert betrachten. Aber so oder so, damit sie überhaupt eine Chance haben müssen sie in ihren Namen investieren. Und an der Stelle kommt Werder ins Spiel.
Der Vergleich Tesla / Borgward hinkt ein wenig, denn während es ich bei Tesla um ein innovatives Fahrzeugkonzept handelt, ist Bordward "nur" die Reinkanation einer Automarke ist, die vor 54 Jahren leider von der Bildfläche verschwand. Grundsätzlich halte ich das Projekt Borgward für erfolgsversprechend, u.a. auch, weil Beetle/Käfer, Mini und Fiat 500 es schon gezeigt haben, daß sich mit der Verwendung von alten beliebten Marken- bzw. Typenbezeichnungen mit neuer Technik gut Autos verkaufen lassen. Doch um diese Autos zu verkaufen, müssen erst einmal die Voraussetzungen für eine Montage im Bremer GVZ geschaffen werden, Fertigung des BX7 in Asien hin oder her. Dort wo das Montagewerk entstehen soll, ist gerade einmal Sand aufgeschüttet worden, jedoch existieren keine rechtsverbindlichen Verträge für den Bau des Montagawerks, so daß der angedachte Produktionsbeginn 2019 auf sehr wackeligen Füßen steht - und das Beispiel Amazon hat ja jüngst gezeigt, wie "gut" die Politik in Bremen die Klaviatur des Vergraulen von Unternehmen beherrscht. Werder würde es letztlich egal sein können, ob das Montagewerk rechtzeitig fertig ist, oder der Bau sich verzögert, weil auf dem Gelände gerade irgendwelche Rohrdommeln Brutzeit haben, deswegen wird Werder sehr wahrscheinlich keinen € weniger bekommen.





auf Eimer!
und
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