Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung)

@diestulle Und an der Einstellung "Ich mach mir die Taschen voll" und forder selbiges für alle wohlweislich das trifft niemals ein ist alles aber nicht "super". Sorry. Vorschläge und Forderungen sind leicht zu machen insbesondere wenn es einen nicht selbst betrifft.

Das ist ja dein gutes Recht, das nicht " super" zu finden.

Allerdings redest du selbst gerade "nur" und stellst dich dar, und niemand kann überprüfen, was du wirklich tust.

Findest du deine Managerbonis ungerecht, gibst du sie deinem Nachbarn, der weniger verdient? Was ist aber mit dem Nachbar auf der anderen Seite, der hat drei Kinder... Der bräuchte das doch eher. Oder lieber ganz verzichten, dann behält dein AG das Geld. Geholfen ist damit... Genau, deinem AG. Gerechter wird dadurch nichts.

Von daher bist du gerade ganzvweit vorne mit "Reden" ;) ich dagegen schaue in den Spiegel und kann mir sicher sein, nichts vor zu geben, was ich nicht bin.
 
Zunächst: Ich meine mit 5 Jahren nicht Werder Bremen sondern Bayern München;) im Vergleich zum ganzen Rest. Bayern hat mit Adidas gewaltige finanzielle Ressourcen und stopfen sich obendrauf mit TV-Geldern den Hals voll, weil sie der arroganten Meinung sind, sie müssen ja international mithalten und wir deutsche Fußball Fans wollen ja das Bayern immer die CL gewinnen soll. ICH will das nicht!

Deine politischen (ziemlich bedenklichen) Ideologien sind hier übrigens fehl am Platz. Was politische Parteien fordern und welche Entwicklungsprobleme im Weltfußball angeht, sind nicht vergleichbar. Es geht hier nicht darum irgendjemanden etwas weg zu nehmen oder wie du schreibst "viel" wegzunehmen, sondern Chancengleichheit ALLER Ligen und derer Vereine zumindest durch klare Regeln ansatzweise für die Zukunft wieder herzustellen. Für dich ist das alles dann "Friss oder Stirb". So braucht es aber nicht zu sein.

Da müssen sich die Vereine dann National durch ungerechte TV-Verteilung auch noch den Hals zu fressen? Siehst du die Entwicklung nicht? Gerade Bayern setzt sein Kapital auch noch gezielt ein um (nationale)Konkurrenten kaputt zu kaufen, immer wieder Schlüsselspieler aus den Mannschaften herauszukaufen,.Das machen die Momentan bei uns nicht, weil wir momentan kein "Feind" sind.
Zitat U. Höneß: "Wir haben einen neuen Feind". Das haben die bei uns aber einst auch gemacht: (Klose, Pizarro usw.) Und außerdem: Wer will die sehen? Du? Ich jedenfalls K....einen ganz großen Haufen auf diesen "Verein". Ich schalte immer aus wenn die spielen. Die können gegen sich selbst spielen wenn die wollen, es juckt mich nicht. Immer die gleichen Fratzen wie sie sich in der Liga zum zerfleischen zerreisen um auch noch das achte oder neunte Tor gegen einen Gegner zu machen, dann aber in der CL keine "Luft mehr haben oder wie? Dann noch mehr in den Rachen schmeißen, damit wir alle Stolz auf die Bayern schauen können: Ohhhh schau mal, WIR deutschen gewinnen jetzt die CL. Ich kriegs kotzen davon, ganz ehrlich jetzt.



Im Übrigen ist die Kluft 1.te und 2.te Liga schon sichtbar. Informiere dich, schaue dir den Verteilerschlüssel und die Etats der Clubs an.


Der Verteilerschlüssel ist aber gar nicht mal das Hauptproblem, es ist die Cheaterei. Aber gut schaff die 50+1 Regel ab und Du hast dann irgendwann nur noch Snickers gg. Mars, wenn du damit kein Problem hast, deine Sache. Ich aber schon! Nicht 50+1 gehört abgeschafft sondern externe Geldgeber durch wem auch immer. Aber ich bin nicht naiv, ich weiß das dies mittlerweile Utopie ist. Aber wenigstens ein paar klare Grenzen und Regeln, könnten die Entwicklung ein wenig bremsen.

Zum ersten Abschnitt:
Ich auch nicht! Weiter noch: Ich schaue mir schon seit Jahren fast keine Bayern-Spiele mehr an, langweilen mich einfach nur noch...

Zum zweiten Abschnitt:
Ob meine politischen Ideologien bedenklich sind überlass mal bitte mir. Ich bin kein Freund von Planwirtschaft und werde es auch nie werden. Sowohl im wirklichen Leben als auch im modernen Profifussball wird es (leider) nie Chancengleichheit geben (können). Ist nunmal so...

Zum dritten Abschnitt:
Der erinnert mich an Willi Lemkes Zeit des "Klassenkampfes". Klar ist es frustrierend, wie dominant die Bayern seit Ewigkeiten sind. Man sollte aber auch mal fairerweise anerkennen, das die alles selbst erwirtschaftet und aufgebaut haben durch eine beispiellos professionelle Führungsetage seit Ewigkeiten. Wenn ich mir da als Gegensatz Standorte wie Hamburg oder Schalke anschaue, was die aus ihrem auch eigentlich riesigen Potenzial gemacht haben. Über die Retortenklubs ala Leipzig oder Werksclubs ala Wolfsburg reden wir besser erst gar nicht. Die bekommen das Geld nur so nachgeschmissen...Auch mal eine Frage die Du Dir stellen solltest: Wie würde es eigentlich um unsere internationalen Startplätze aussehen, wenn es nicht die Bayern gäbe? Ziemlich mau oder? Profitieren nicht durch Bayerns internationale Erfolge auch andere Clubs?

Zum vierten Abschnitt:
Die Kluft zwischen 1. und 2. Liga ist momentan nur im finanziellen Bereich sichtbar, eben auch durch den Verteilerschlüssel bedingt. War es übrigens nicht auch Werder, die sich genau in dieser Hinsicht (mehr für die BL, weniger für die 2. Liga) stark gemacht haben? Auch im Eigeninteresse, ähnlich eben wie die Bayern. Nicht immer nur auf die anderen schimpfen...
Sportlich sehe ich die Kluft wie schon geschrieben zumindest aktuell (noch) nicht so groß.

Zum fünften Abschnitt:
Nein, ich WAR eigentlich immer ein Befürworter der 50+1 Regel. Aber so wie es momentan der Fall ist macht diese absolut keinen Sinn mehr, weil es die Ungerechtigkeit pur ist. Erst die Werksclubs, dann SAP und Co. jetzt der Brauseclub und die gönnerhaft durch Milliardäre am Leben gehaltenen Clubs wie der HSV. Die einen dürfen, die anderen nicht. Das kann und darf nicht die Zukunft sein, auch wenn die Abschaffung der 50+1 Regel andere schlimme Folgen hat. Mit der einstigen früheren Fußballromantik ist es jedenfalls wohl für immer vorbei. LEIDER...
 
Zum zweiten Abschnitt:
Ob meine politischen Ideologien bedenklich sind überlass mal bitte mir. Ich bin kein Freund von Planwirtschaft und werde es auch nie werden. Sowohl im wirklichen Leben als auch im modernen Profifussball wird es (leider) nie Chancengleichheit geben (können). Ist nunmal so...

Chancengleichheit und Planwirtschaft haben nichts miteinander zu tun. Chancengleichheit ist das Hauptelement des Liberalismus. Die Planwirtschaft iSv. Kommunismus will als Endziel alle gleichmachen, der Liberalismus will als Endziel die gleichen Rahmenbedingungen für alle innerhalb derer sich jeder verwirklichen kann wie er/sie will. In diesem Sinne ist die Bundesliga eher der Planwirtschaft verpflichtet denn zum Start einer Saison herrscht nicht mal annähernd Chancengleichheit. Sei es wegen des Verteilerschlüssels oder aber wegen der hohen CL-Gelder, aber beides gesteuert von Bayern München deren Kampf für eine gemeinsame Vermarktung der Bundesliga nichts mit Altruismus zu tun hat sondern mit der kühlen Abwägung, daß die Konkurrenz in der Bundesliga so lange nicht aufschließen kann wie man Großinvestoren a la England verhindert.
 
Ein Teil des Borgward-Triumvirat war gestern im Bremer Rathaus eingeladen.
Wäre zu wünschen, dass ein Herr Klaus Filbry hierzu auch eingeladen wurde bzw.
alles daran gesetzt hat, dabei sein zu dürfen!

Z.B. Trikotärmel-Werbung ist ein ganz heißes Thema!
 
@Laurel & Hardy 1.2 Fände ich z.B. als Trickotsponsor Nachfolger für Wiesenhof spannend.
Vielleicht sollte sich infront da mal informieren.
Die wollen auf den deutschen Markt, kommen wieder nach Bremen, warum nicht auch VW als Autosponsor ablösen?
Ich weiß gewagt, aber interessant wäre es schon.
 
Ich weiß gewagt, aber interessant wäre es schon.

Ich halte das nicht für gewagt sondern für äußerst naheliegend und würde darauf wetten, daß Borgward in irgendeiner Form bei Werder einsteigt, vielleicht sogar als Hauptsponsor. Die Chinesen wollen in den ziemlich gesättigten deutschen Automarkt, dafür müssen sie ordentlich Werbung machen, gerade auch weil es um Elektroautos geht.
 
Das mit dem gewagt, meinte ich weil halt viele Leute das eher als Blender als als wirkliche Investition sehen.
Grundsätzlich fänd es schon gut, vorallem weil der Zeitpunkt auch gut liegt.
So mit Markteinstieg von Borgward und dem Wechsel auf der Werderbrust.
 
Ich trete in Punkto Werder und Borgward äußert ungern auf die Euphoriebremse, aber: Borgward als direkten Nachfolger für den Hühnerquäler auf den Trikots zu sehen, ist schon sehr ambitioniert:

Borgward hat im April 2017 gerade einmal eine Absichtserklärung unterschrieben, ab Anfang 2018 im Güterverkehrszetrum (GVZ) ein Monatewerk mit Teststrecke und Showroom bauen zu wollen - eine Absichtserklärung wohlgemerkt, keinen verbindlichen Kaufvertrag. Und selbst wenn ab Anfang 2018 gebaut werden sollte, so könnte die Produktion der Planungen entsprechend erst im Jahr 2019 beginnen- stets unter der Berücksichtigung, daß die Terminplanungen eingehalten werden können, was gerade bei Großprojekten wie diesem äußert sportlich wäre. Daher erscheint es wohl kaum sinnvoll zu sein, wenn schon mit Beginn der Saison 18/19 der Borgward-Rhombus die Werder-Trikots zieren würde.
 
Das mit dem gewagt, meinte ich weil halt viele Leute das eher als Blender als als wirkliche Investition sehen.
Grundsätzlich fänd es schon gut, vorallem weil der Zeitpunkt auch gut liegt.
So mit Markteinstieg von Borgward und dem Wechsel auf der Werderbrust.

Was jetzt? Fotons Einstieg bei Borgward oder wie? Foton ist mittlerweile einer der größten Chinesischen Autobauer, beschäftigen fast 30.000 Arbeiter und haben eine Kooperation mit Daimler, dazu haben sie ihren ersten Borgward ja sogar schon auf Automessen präsentiert. Also ich denke schon, daß die das ziemlich ernst meinen, zumal die Borgward-Erben beteiligt sind. Baubeginn in Bremen ist 2018.
 
Daher erscheint es wohl kaum sinnvoll zu sein, wenn schon mit Beginn der Saison 18/19 der Borgward-Rhombus die Werder-Trikots zieren würde.

Müsste man mal Marketingmenschen fragen. Rein vom Bauchgefühl würde ich mit der Werbung anfangen weit BEVOR das erste Auto vom Band läuft. Borgward ist bei Älteren und natürlich bei Bremern noch nicht vergessen, aber um Erfolg zu haben muss der Name bekannt werden, im Idealfall europaweit. Im GVZ beginnt man übrigens schon mit der Vorbereitung der Fläche für Borgward.

Zum MoU: Hier kommt es ganz entschieden auf die Formulierung an. Das kann von einem wertlosen Stück Papier bis zu einem quasi verbindlichen Vertrag so ziemlich alles bedeuten.
 
Meiner Auffassung nach wäre es sehr wohl sinnvoll, schon mit Beginn der Baumaßnahme die Werbemaschine anzuschmeißen. Angenommen, sie fingen Anfang 2018 an zu bauen. Da es sich "nur " um ein Montagewerk handeln soll, d.h. alle Teile kommen von irgendwo her und in Bremen wird das Ganze zusammengebaut, wären die Aufwände für das Werk vergleichbar gering (Das Montagewerk in Eisenach war innerhalb eine Jahres fertig, Richtfest 12/2011, Start 01/2013). Beginn der Fertigung 2019, dann wäre ein halbes Jahr Vorlauf nicht zu kurz.
Hier wäre das Trikot dazu

 
Müsste man mal Marketingmenschen fragen. Rein vom Bauchgefühl würde ich mit der Werbung anfangen weit BEVOR das erste Auto vom Band läuft. Borgward ist bei Älteren und natürlich bei Bremern noch nicht vergessen, aber um Erfolg zu haben muss der Name bekannt werden, im Idealfall europaweit. Im GVZ beginnt man übrigens schon mit der Vorbereitung der Fläche für Borgward.

Zum MoU: Hier kommt es ganz entschieden auf die Formulierung an. Das kann von einem wertlosen Stück Papier bis zu einem quasi verbindlichen Vertrag so ziemlich alles bedeuten.

Ich bin zwar kein Spezialist für Marketing, dennoch verfüge ich darin über Erfahrung auch mit Produkten die noch nicht auf dem Markt sind. Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, daß die Werbung schon vor Markteinführung beginnt, zumal sich damit gerade bei emotionalen Produkten Spannung / Vorfreude und somit Nachfrage generieren lässt. Doch was ist, wenn aus welchen Gründen auch immer sich die Fertigstellung eines solchen Produkts deutlich verzögert? Aus meiner beruflichen Praxis weiß ich, daß die Begeisterung für ein im Vorfeld beworbenes Produkt bei einer zu langen Verzögerung sehr schnell ins Gegenteil umschlagen kann, gerade weil die vorherigen Marktemaßnahmen die Nachfrage derart gepusht haben, so daß die Enttäuschung bei Nichterfüllung um so größer wird. Solche Dinge passieren schon bei Artikeln von etablierten Produzenten, deren Produktionsstandorte bereits in Betrieb sind; um so größer ist das Risiko einer verspäteten Verfügbarkeit einer Ware, für dessen Produktionsstandort noch nicht einmal rechtsgültiger Vertrag existiert, geschweige denn dessen Produktionsstätte sich in Bau befindet. Sicherlich, eine Absichtserklärung (Letter of Intent) kann durchaus einen "Quasi-Vertrag" bedeuten, jedoch müssen dafür in diesem LoI wesentliche Vertragsinhalte wie Gegenstand des Vertrags und dessen Preis. enthalten sein.

Bezogen auf Borgward bedeutet dies,: wie würden wohl die potentiellen Käufer reagieren, wenn sie sich auf eine Verfügbarkeit ab 2019 verlassen und irgendwann erfahren müssen, daß die ersten Autos z.B. erst ab 2020 vom Band rollen? So lange warten? Ein Teil wird die Geduld aufbringen, weil sie "heiß" auf den neuen Borgward sind, andere hingegen werden sich für eine andere Automarke entscheiden, weil sie nicht länger warten wollen bzw. können. Einem etablierter Hersteller könnte man eine solche immense Verzögerung durchaus nachsehen, auch wenn er so etwas aus Imagegründen ein Einzelfall bleiben sollte. Aber bei Borgward ist es trotz des Namens und des Produktionsstandortes immer noch eine neue Marke und wenn diese Marke ein solchen Fehlstart erleidet - und dabei ist es bestenfalls sekundär, ob dieser Verzug in Eigen-, Fremdverschulden oder höherer Gewalt begründet ist - dann wird das Image dieser neuen Marke langfristig ramponiert. Denn auch hier gilt, daß er erste Eindruck, besonders ein negativer, derjenige ist, der am längsten haften bleibt. Werder kann dies prinzipiell egal sein, auch weil es auf einen Hauptsponsor mehr oder weniger mit Negativimage nun wirklich nicht mehr ankommt, Hauptsache das Geld stimmt.

Zurück zum Marketing: es macht keinen Sinn, daß die Werder-Mannschaft schon ab dem Sommer 2018 mit dem Borgward-Rhombus auf dem Trikot aufläuft. Eine Werbung ist nur dann zielführend, wenn das beworbene Produkt bereits erhältlich ist oder dessen Markteinführung in absehbarer Zeit erfolgt. Durch die vergleichsweise hohe Anzahl an Unwägbarkeiten bei Borgward ist die Wahrscheinlichkeit jedoch sehr hoch, daß die Wirkung des "Appetitanregers" auf den Werder-Trikots längst verpufft ist, bevor der erste neue Borgward überhaupt vom Band rollt.
 
Bezogen auf Borgward bedeutet dies,: wie würden wohl die potentiellen Käufer reagieren, wenn sie sich auf eine Verfügbarkeit ab 2019 verlassen und irgendwann erfahren müssen, daß die ersten Autos z.B. erst ab 2020 vom Band rollen? So lange warten? Ein Teil wird die Geduld aufbringen, weil sie "heiß" auf den neuen Borgward sind, andere hingegen werden sich für eine andere Automarke entscheiden, weil sie nicht länger warten wollen bzw. können. Einem etablierter Hersteller könnte man eine solche immense Verzögerung durchaus nachsehen, auch wenn er so etwas aus Imagegründen ein Einzelfall bleiben sollte. Aber bei Borgward ist es trotz des Namens und des Produktionsstandortes immer noch eine neue Marke und wenn diese Marke ein solchen Fehlstart erleidet - und dabei ist es bestenfalls sekundär, ob dieser Verzug in Eigen-, Fremdverschulden oder höherer Gewalt begründet ist - dann wird das Image dieser neuen Marke langfristig ramponiert. Denn auch hier gilt, daß er erste Eindruck, besonders ein negativer, derjenige ist, der am längsten haften bleibt. Werder kann dies prinzipiell egal sein, auch weil es auf einen Hauptsponsor mehr oder weniger mit Negativimage nun wirklich nicht mehr ankommt, Hauptsache das Geld stimmt.

Zweierlei! Erstens ist es natürlich eine Frage des "Wie", also welche Erwartungen weckt man. Bei Tesla z.B. setzt man auf einen Hype, schon fast ein wenig wie bei Apple. Wenn das "Model 3" für die Masse später kommt (und das wird es!), dann kommt es eben später. Die Käufer verzeihen das, weil diese Produkte eh von der Norm abweichen. Neu, Hip, Teuer, Sauber, Anders und so weiter. Wie Foton/Borgward es machen werden, bleibt abzuwarten. Zweitens handelt es sich, wie schon von @Lübecker gesagt, "nur" um ein Montagewerk und später F+E. Die fertigen Teile kommen aus China und werden in Bremen nur noch montiert, das Risiko diesbezüglich ist sehr gering. Und da Fertigung und Verkauf des BX7 in Asien ja längst läuft, besteht hier auch kaum ein Risiko, rein vom technischen Betrachterstandpunkt, für die Montage in Bremen. Die große Frage ist natürlich, ob und wie Borgward angenommen wird und ob die Marke nicht ganz schnell wieder vom Markt verschwindet weil die Chinesen das Experiment als gescheitert betrachten. Aber so oder so, damit sie überhaupt eine Chance haben müssen sie in ihren Namen investieren. Und an der Stelle kommt Werder ins Spiel.
 
Ich bin zwar kein Spezialist für Marketing, dennoch verfüge ich darin über Erfahrung auch mit Produkten die noch nicht auf dem Markt sind. Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, daß die Werbung schon vor Markteinführung beginnt, zumal sich damit gerade bei emotionalen Produkten Spannung / Vorfreude und somit Nachfrage generieren lässt. Doch was ist, wenn aus welchen Gründen auch immer sich die Fertigstellung eines solchen Produkts deutlich verzögert? Aus meiner beruflichen Praxis weiß ich, daß die Begeisterung für ein im Vorfeld beworbenes Produkt bei einer zu langen Verzögerung sehr schnell ins Gegenteil umschlagen kann, gerade weil die vorherigen Marktemaßnahmen die Nachfrage derart gepusht haben, so daß die Enttäuschung bei Nichterfüllung um so größer wird. Solche Dinge passieren schon bei Artikeln von etablierten Produzenten, deren Produktionsstandorte bereits in Betrieb sind; um so größer ist das Risiko einer verspäteten Verfügbarkeit einer Ware, für dessen Produktionsstandort noch nicht einmal rechtsgültiger Vertrag existiert, geschweige denn dessen Produktionsstätte sich in Bau befindet. Sicherlich, eine Absichtserklärung (Letter of Intent) kann durchaus einen "Quasi-Vertrag" bedeuten, jedoch müssen dafür in diesem LoI wesentliche Vertragsinhalte wie Gegenstand des Vertrags und dessen Preis. enthalten sein.

Bezogen auf Borgward bedeutet dies,: wie würden wohl die potentiellen Käufer reagieren, wenn sie sich auf eine Verfügbarkeit ab 2019 verlassen und irgendwann erfahren müssen, daß die ersten Autos z.B. erst ab 2020 vom Band rollen? So lange warten? Ein Teil wird die Geduld aufbringen, weil sie "heiß" auf den neuen Borgward sind, andere hingegen werden sich für eine andere Automarke entscheiden, weil sie nicht länger warten wollen bzw. können. Einem etablierter Hersteller könnte man eine solche immense Verzögerung durchaus nachsehen, auch wenn er so etwas aus Imagegründen ein Einzelfall bleiben sollte. Aber bei Borgward ist es trotz des Namens und des Produktionsstandortes immer noch eine neue Marke und wenn diese Marke ein solchen Fehlstart erleidet - und dabei ist es bestenfalls sekundär, ob dieser Verzug in Eigen-, Fremdverschulden oder höherer Gewalt begründet ist - dann wird das Image dieser neuen Marke langfristig ramponiert. Denn auch hier gilt, daß er erste Eindruck, besonders ein negativer, derjenige ist, der am längsten haften bleibt. Werder kann dies prinzipiell egal sein, auch weil es auf einen Hauptsponsor mehr oder weniger mit Negativimage nun wirklich nicht mehr ankommt, Hauptsache das Geld stimmt.

Zurück zum Marketing: es macht keinen Sinn, daß die Werder-Mannschaft schon ab dem Sommer 2018 mit dem Borgward-Rhombus auf dem Trikot aufläuft. Eine Werbung ist nur dann zielführend, wenn das beworbene Produkt bereits erhältlich ist oder dessen Markteinführung in absehbarer Zeit erfolgt. Durch die vergleichsweise hohe Anzahl an Unwägbarkeiten bei Borgward ist die Wahrscheinlichkeit jedoch sehr hoch, daß die Wirkung des "Appetitanregers" auf den Werder-Trikots längst verpufft ist, bevor der erste neue Borgward überhaupt vom Band rollt.
Weiter oben hatte ich meinen Zeitplan beschrieben, Erstellung Montagewerk in 2018, Fertigung/Auslieferung ab 2019. Man kann ein Produkt nicht erst dann bewerben, schon gar kein Neues, wenn es auf den Markt kommen soll. Denke mal an Apple, da gibt es z.B. eine "Neuvorstellung vom iphone 8,5" schon lange vor der Markteinführung, warum? Um die Kunden neugierig zu machen. Stelle Dir vor, Werder läuft mit Borgward auf. Die jüngeren kennen Borgward nur aus Erzählungen, werden neugierig (auch die Alten), gehen aufs Internet, informieren sich, die einschlägige Presse berichtet usw. Da ist ein halbes Jahr gar nichts.
Aber Marketing ist ein weites Feld und der Erfolg ist abhängig von Dauer und Intensität. Wir unterhlten uns aber über Eier, die noch nicht einmal gelegt sind.
http://www.borgward.com
 
Man kann ein Produkt nicht erst dann bewerben, schon gar kein Neues, wenn es auf den Markt kommen soll. Denke mal an Apple, da gibt es z.B. eine "Neuvorstellung vom iphone 8,5" schon lange vor der Markteinführung, warum? Um die Kunden neugierig zu machen.

Sorry, aber Du scheinst meine Beiträge nicht richtig gelesen zu haben. Ich habe nicht geschrieben, daß neue Produkte vor Markteinführung gänzlich nicht beworben werden sollen, sondern daß sich nach dem Beginn einer Werbekampagne die Markteinführung des damit beworbenen Produktes nicht zu lange verzögern darf, denn die durch die Werbung aufgebaute Neugierde lässt sich bei einem langfristigen Verzug nicht bis zum Sanktnimmerleinstag aufrecht erhalten. Schon gar nicht bei einem Produkt bzw. einer Produktlinie, welche(s) sich im Gegensatz zu der von Dir genannten iphone-Serie auf dem derzeitigen Markt noch nicht etabliert hat und somit noch über keine zufriedene Käuferschaft verfügt.
 
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