Klaus-Dieter Fischer (Ehrenpräsident)

Also ich hab mir das Ende der Ära Schaaf seit Jahren gewünscht. Ich fand nur das, was einige User hier so an "Schaafkritik" rausgehauen haben, völlig würdelos. Vielleicht begreifen die das jetzt, wo es zuende ist, auch. Schaaf ist ein herausragender trainer und einen wie ihn werden wir so schnell nicht wieder finden.
 
@Norge:

Ich finde es bezeichnend, dass diejenigen, die teilweise auch im Forum den größten Druck auf Schaaf entwickelten, jetzt hier KDF vorwerfen neben der Kappe zu sein.
Irgendwo müssen die Leute ihren "Frust" ja ablassen. Einige der SchaafBefürworter tun dies nun bei Eichin, einige der SchaafGegner haben sich KDF rausgesucht. Wäre ja langweilig, wenn man nicht meckert.
Böse Böse GF, Böser Zeitpunkt, Böse Gründe ......
 
Es wäre für mich ja nachvollziehbar wenn er eine Anti-Schaaf-Stimmung der Fans befürchtet hätte das wäre ja noch ein bisschen nachvollziehbar aber selbst das würde ich schon übel finden.

Aber eine Negativkampagne der Presse kann doch nicht als Begründung herhalten. Das kommt ja einer Bankrotterklärung vor der Presse gleich.
 
Ach, Fischer verleiht seiner Gefühlswelt Ausdruck. Das soll er doch ruhig machen. Für mich war die Stimmung und der Fußball der letzten Wochen auch das sicherste Indiz dafür, dass Schaaf gehen wird. Die Medien haben diese Stimmung aufgegriffen und befördert und vielleicht sah sich Fischer dadurch zum Handeln gedrängt, ist doch egal. Denn der mediale Hype kam von den Fans, die sich massenhaft nur noch nach einem ende der Ära Schaaf gesehnt haben. Das wird aber von Fischer verschwiegen.

Die Abstimmungsergebnisse auf bild.de und hier im Forum sprechen aber eine deutlich andere Sprache!!!:applaus::applaus::applaus:
 
Wenn Fischer aber die Trennung von Schaaf mit der Medienberichterstattung begründet bzw. rechtfertigt, dann hat er ganz klar seinen Job verfehlt. Die Geschäftsführung darf sich niemals von der Presse unter Druck setzen, sondern muss die Entscheidungen treffen, die sie für richtig hält. Ich gehe auch davon aus, dass das auch der Fall war und Fischers Erklärung nur vorgeschoben ist. Wenn nicht, wäre das sehr bedenklich und keine seriöse Leitung eines Bundesligavereins.

:tnx::tnx::tnx::tnx:
 
Irgendwo müssen die Leute ihren "Frust" ja ablassen. Einige der SchaafBefürworter tun dies nun bei Eichin, einige der SchaafGegner haben sich KDF rausgesucht. Wäre ja langweilig, wenn man nicht meckert.
Böse Böse GF, Böser Zeitpunkt, Böse Gründe ......

Und ganz besonders böse ist die Tatsache, daß es ein Forum gibt, wo man all diesen "Frust" ablassen kann - auch wenn sich der "Frust" nur gegen die einige User bzw. deren Beiträge richtet...

:ugly:

BTT


Ich finde es bezeichnend, dass diejenigen, die teilweise auch im Forum den größten Druck auf Schaaf entwickelten, jetzt hier KDF vorwerfen neben der Kappe zu sein.

KDF sagt lediglich, dass man aus Fürsorgepflicht so nicht weitermachen konnte. KDF sagt weiterhin, dass Werder mit TS weitergemacht hätte, wenn.....

Woran die Intension Anderer für deren Kritik an KDF begründet ist, vermag ich nicht beurteilen, aber ich finde seinen plötzlichen Sinneswandel doch sehr überraschend.

Vor dem Zeitungsintervew gab nach Außen hin keinerlei Anzeichen, daß KDF sich für eine Trennung von TS aussprechen könnte. denn 99 in der Summe enttäuschende Buli-Spiele und zwei Erstrunden-Pokalpleiten gegen unterklassige Vereine vorher hat er geschwiegen, nach dem 100. Spiel öffnet er sich via Zeitung (ausgerechnet der Blöd, aber das nur am Rande...) und nach dem 101. Spiel geht sein auf einmal Daumen runter. Woher diese spontane Kehrtwende um 180°? Ist KDF etwa bewußt geworden, daß im Falle eines Abstiegs bzw. bei Klassenerhalt und einem Weitermachen mit Schaaf die 4. Grottensaison in Folge und somit auch ein schärfer Gegenwind für die GF drohen könnte?
 
Wenn ich so das Interview von Fischer lese kann ich eigentlich nur noch den Kopf schütteln.
Jetzt macht er die Medien dafür verantwortlich und sagt das man TS wenn der Mediendruck nicht so groß gewesen wäre im Amt gehalten hätte.:crazy:
Der Mann hat die letzten 3 Jahre wohl auch in einer Höhle zugebracht.
Zumal ich die Ausrede das allein die Medien schuld sein extrem armselig finde.

Das geht mir ganz genauso.

Ich finde, es fällt auf,dass in diesen Zeiten nicht nur die Rückendeckung von Thomas Eichin gefehlt hat. Und so kommt man zu der Frage, wer, welcher Aufgabe eigentlich noch gewachsen war.

Thomas Schaaf, gab und gibt auch sogar nach der Trennung nachwievor und wie auch immer eigentlich, für mich das standhafteste Bild ab.

Standhaft im Sinne von Authentizität.

Authentizität, die einmal für Weder stand.
 
[...]
Vor dem Zeitungsintervew gab nach Außen hin keinerlei Anzeichen, daß KDF sich für eine Trennung von TS aussprechen könnte. denn 99 in der Summe enttäuschende Buli-Spiele und zwei Erstrunden-Pokalpleiten gegen unterklassige Vereine vorher hat er geschwiegen, nach dem 100. Spiel öffnet er sich via Zeitung (ausgerechnet der Blöd, aber das nur am Rande...) und nach dem 101. Spiel geht sein auf einmal Daumen runter. Woher diese spontane Kehrtwende um 180°? Ist KDF etwa bewußt geworden, daß im Falle eines Abstiegs bzw. bei Klassenerhalt und einem Weitermachen mit Schaaf die 4. Grottensaison in Folge und somit auch ein schärfer Gegenwind für die GF drohen könnte?

Dies zeigt mMn deutlich, dass sich eben kein Sinneswandels bzgl. TS als Mensch und Trainer, also charakterlich und fachlich, vollzogen hat, sondern die in der Bewertung der Umgebungsvariablen/-konstanten. Eben der Bewertung der medialen Wirkung auf das Team, den Cheftrainer und die gegenseitige Wechselwirkung, sprich die Arbeit. Und dies hat sich über eine zeitlang aufgebaut und wurde nach dem Wolfsburgspiel vermutlich innerhalb der GF zum Konsens: TS ist medial stigmatisiert (positiv und negativ) und daher verbrannt: Ihm wird eine Rolle zugeschrieben, die er nicht mehr widerlegen kann, selbst wenn er alles anders machen würde. Und genau das haben mMn Eichin in der Trennungs-PK und jetzt KDF im Interview auch deutlich herausgestellt.
 
Ihm wird eine Rolle zugeschrieben, die er nicht mehr widerlegen kann, selbst wenn er alles anders machen würde. Und genau das haben mMn Eichin in der Trennungs-PK und jetzt KDF im Interview auch deutlich herausgestellt.

Ich finde deine Argumentation sehr interessant.

Aber Thomas Schaaf wollte doch nie eine Rolle einnehmen, die ihm medial zugeschrieben wurde ! Wenn ihn die GK eben einer mediale Rolle zugeschrieben hat, dann zeigt das den Realitätsverlust von Eichin & Co.

Natürlich färbt die sportliche Entwicklung medial ab.

Für mich hat Thomas Schaaf das aber auch in diesen Zeiten wunderbar abprallen lassen. Und da können noch so viele Echin`s sagen, dass es Thomas schwer gefallen sei in dieser Zeit. Das tut es dann aber doch jedem Trainer immer.

Und schaut man sich an, was Schaaf eben doch noch alles zu sagen hatte, demonstriert das für mich eben doch, dass er mir der medialen Situation definitiv nicht überfordert war.

Ich sehe ihn gar als einzigen des gesamten Prozesses der seine Souveränität beibehalten hat. Was Eichin jetzt hinterher schiebt und mit dem neuen Trainer glatt bügeln will, kann das, was er selbst so verbockt hat, nicht mehr wett machen.
 
Ich finde deine Argumentation sehr interessant.

Aber Thomas Schaaf wollte doch nie, eine Rolle einnehmen, die ihm medial zugeschrieben wurde ! Wenn ihn die GK eben einer mediale Rolle zugeschrieben hat, dann zeigt das den Realitätsverlust von Eichin & Co.

Selbstverständlich wollte TS keine diesbezügliche Rolle einnehmen, der Hut wurde ihm aufgesetzt. Er wird ihn eben nicht mehr loswerden. Ähnlich war es mMn bei Marin und den Schiris in seiner letzten Saison bei uns, mal als Bsp.
Ich sehe da auch keinen Realitätsverlust bei der GF: Die haben zusammen das so entschieden und TS hat dem wohl auch zugestimmt. Darum auch kein Abschiedsspektakel für die Medien, so TS Wunsch (mMn).

[...]Für mich hat Thomas Schaaf das aber auch in diesen Zeiten wunderbar abprallen lassen und da können noch so viele Echin`s sagen, dass es Thomas schwer gefallen sei in dieser Zeit. Das tut es dann aber doch jedem Trainer immer. Und schaut man sich an, was Schaaf noch zu sagen hatte, demonstriert das für mich eben doch, dass er mir der medialen Situation definitiv nicht überfordert war.

Ich habe ihn auch nicht überfordert gesehen, aber dennoch hat es ihn mitgenommen. Darauf weisen auch die Aussagen einiger Spieler hin. Wichtig bei der Entscheidung war sicher: Wie sieht das in der nächsten Saison aus? Und hier gebe ich KDF und Eichin recht wenn sie sagen, dass die gesamte Spirale von vorne losgehen kann, wenn Spiele verloren werden. Weil TS 2013 eben mit TS 2004 verglichen wird, obwohl zig Umstände nicht mehr gegeben sind. Und diese Spirale will man nächste Saison nicht mehr riskieren.

Ich sehe ihn gar als einzigen des gesamten Prozesses der seine Souveränität beibehalten hat. Was Eichin jetzt hinterher schiebt und mit dem neuen Trainer glatt bügeln will, kann das, was er selbst so verbockt hat, nicht mehr wett machen.

Also ich hätte mich sehr gefreut, wenn TS nächste Saison noch geblieben wäre. Aber ich finde schon, dass TE das professionell-sachlich und gleichzeitig wertschätzend-sensibel gehandhabt hat. Ich bin ein wenig enttäuscht von Filbry, dass er als Vorsitzender der GF nicht an der PK teilgenommen hat und auch ein wenig enttäuscht von KDF, dass auch er nicht auf dem Podium sass. Filbry halte ich es zu gute, dass er mMn eher Technokrat und Spezialist ist denn Medienprofi und Fischer, dass er, so habe ich ihn immer erlebt, ein sensibler, mitfühlender und loyaler Mensch ist, dem das wirklich sehr nahe zu gehen scheint/schien. Trotzdem hätte ich mir alle drei auf dem Podium gewünscht. Hier wurde ja nicht Oenning entlassen, sondern sich einvernehmlich von Thomas Schaaf getrennt.
 
Ich stimme großen Teilen deiner Aussagen zu.

Darum auch kein Abschiedsspektakel für die Medien, so TS Wunsch (mMn).

Ich sehe es auch so, dass es Thomas Schaaf`s Wunsch war, aber wie sollte die GF auch anders tatsächlich darauf reagieren können, als mit einer Anschluss-PK. Dann so zu tun, als sei dies im Sinne von TS abgelaufen, ist einfach nur falsch, respektlos und hinterhältig.

Es kann doch kein Hehl daraus gemacht werden, dass die Schaaf´sche Ohrfeige auch Ihnen gilt.

Und hier gebe ich KDF und Eichin recht wenn sie sagen, dass die gesamte Spirale von vorne losgehen kann, wenn Spiele verloren werden ... Und diese Spirale will man nächste Saison nicht mehr riskieren.

Richtig, so haben sie es ausgedrückt. Die Frage ist eben nur, inwieweit ein Management sich in mediale Spiralen verlieren sollte, als viel mehr einfach selbst dafür zu Sorgen, dass negativ Erlebnisse bestenfalls vermieden werden. Sich diesen medialen Spiralen mit Authentizität zu widersetzen, war doch immer Werders Stärke und Großteil der beliebten Marke Werder.

Wenn sich Thomas einen medialen Hut (der Vergangenheit) aufsetzen lassen musste, war das nie intern der Fall. Bis wohl Eichin kam.

Und natürlich geht das nicht immer gut mit sportlichem Erfolg. Aber ich denke, genau darin liegt auch einer der Erfolgsgeheimnisse der Ära Schaaf: aus jeder dieser medialen Versuche Abwärtsspiralen mit negativer Berichterstattung in Richtung Schaaf zu schnüren, ist Thomas Schaaf standhafter hervorgegangen, als er es vorher war.

Nur hat das, die GK einfach nicht begriffen !

Und Eichin ist für so etwas zu grün, da kann er noch so viele Schleimspuren auftischen.
 
Die Frage ist eben nur, inwieweit ein Management sich in mediale Spiralen verlieren sollte, als viel mehr einfach selbst dafür zu Sorgen, dass negativ Erlebnisse bestenfalls vermieden werden. Sich diesen medialen Spiralen mit Authentizität zu widersetzen, war doch immer Werders Stärke und Großteil der beliebten Marke Werder.
Mag sein. Aber wenn die Stimmung um den Verein bei Fans und Medien kippt, brennt es halt in Bremen. Das kann man nicht verhindern. Besonders die Spieler können sich schlecht davon freimachen, gerade weil die in den letzten Jahren aufgrund der Verschlossenheit Schaafs oft die ganze Dresche bekommen haben.


Und natürlich geht das nicht immer gut mit sportlichem Erfolg. Aber ich denke, genau darin liegt auch einer der Erfolgsgeheimnisse der Ära Schaaf: aus jeder dieser medialen Versuche Abwärtsspiralen mit negativer Berichterstattung in Richtung Schaaf zu schnüren, ist Thomas Schaaf standhafter hervorgegangen, als er es vorher war.
Ich finde nicht, dass TS in den letzten Jahren besonders standhaft geblieben ist. Der ist immer positiv und gut gelaunt in die Saison gegangen, war am Ende aber immer ein Schatten seiner selbst - reizbar, ausgelaugt, irrational und vor allem zurückgezogen.
 
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