Klaus Allofs

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Du kapierst absolut nichts!
Mit den sportlichen "Erfolgen" von Köln oder Frankfurt, hätte sich Werder nicht in der Bundesliga halten können...Das Köln und Frankfurt dennoch Bundesliga spielen, liegt unter anderem am Umfeld, oder warum spielen die Vereine aus den neuen Bundesländern keine große Rolle?

Mit dem "Kapieren" hast Du wohl so Deine liebe Not, aber ich erkläre es Dir gern:
Großstädte haben per se ein Potenzial an Spielern, sozialem Umfeld und Kultur, was Fußball wachsen läßt und nichts mit dem Geld von Kommunen oder örtlichen Sparkassen zu tun hat. Dresden im Freistaat Sachsen ist inzwischen finanziell potenter als Bremen und Dynamo kickt in Liga 3, Düsseldorf mit seiner wohlhabenden Klientel ist gerade eben in Liga 2 gelandet. Also diese pekuniären Zusammenhänge liegen nicht so auf den Hand und sind irrelevanter als Du Dir vielleicht vorstellen möchtest.
Werders Erfolg basiert auf einem gekonnten Management, aber der Verein hat es weder schwerer noch leichter als andere Standorte in D, nur hat man hier sehr erfolgreich gearbeitet.
 
Natürlich gibt es den Standortnachteil. Eine der wichtigsten Einnahmequellen von Bundesligavereinen ist der Verkauf von Logen und Business-Plätzen. In einer wirtschaftlich starken Stadt wie Hamburg bringen die VIPs über 20 Millionen Euro jährlich ein, in Bremen ist diese Zahl leider utopisch. Deshalb muss Werder sportlich erfolgreicher als der HSV sein, um einen ähnlich hohen Etat wie der Nordrivale stemmen zu können.

Einen fairen Wettbewerb gibt es schon lange nicht mehr. Klubs aus Ostdeutschland sind ohne Hilfe von "Red Bull" völlig chancenlos, weil die regionale Wirtschaft zu schwach ist. Es ist überhaupt ein Wunder, wie lange sich Energie Cottbus als letzter ostdeutscher Bundesligaverein im Oberhaus gehalten hat.

Werders Perspektiven sind gar nicht so schlecht. Die Erfolge der letzten zwanzig Jahre haben überregionale Sponsoren angelockt. Außerdem hat Werder eine große Anhängerschar. Trotzdem muss Werder das vorhandene Geld besser einsetzen als manch anderer Bundesligaverein. Fehleinkäufe wie Carlos Alberto sollten nicht allzu oft vorkommen.
 
Werders Erfolg basiert auf einem gekonnten Management, aber der Verein hat es weder schwerer noch leichter als andere Standorte in D, nur hat man hier sehr erfolgreich gearbeitet.

Alsolut richtig, Allofs hat in den letzten 10 Jahren im Vergleich zu anderen Bundesligisten sehr erfolgreich gearbeitet, deshalb stelle ich mir auch die Frage, warum ihm hier teilweise so wenig Vertrauen entgegengebracht wird, und es so viele Besserwisser gibt...
 
...und die finanzielle Potenz eines Vereins hängt nicht unbedingt mit dem Schuldenstand des dazugehörigen Bundeslandes zusammen. Wäre Bremen reich, gäbe es vielleicht ein rundum neues Stadion oder sonstwas, aber garantiert keinen DM-Titel mehr, da eine Kommune nun mal nicht als Sponsor auftritt .....

Indirekt schon. Denn Du solltest nicht vergessen, dass finanziell potente Kommunen auch eher in der Lage sind, Aufträge an nominelle Sponsoren zu vergeben und diese damit anlocken. Oder eine Stadt mit entsprechendem Umfeld und Infrastruktur, die es bspw. Großbetrieben leichter macht, sich dort mit Zweigbetrieben niederzulassen. Das wiederrum schuf -zumindest früher - dauerhaft Synergievorteile, von denen letztlich auch die ansässigen Vereine profitieren konnten. Du brauchst dir nur die Beispiele Bayer und VW anschauen, wo ohne die nötigen Grundvorrausetzungen, die entweder die Städte selbst schon hatten oder schufen, solch expandierende Betriebe nicht möglich gewesen wären. Wie das Ballungsgebiet Rheinland und dessen Umfeld. Oder bei Wolfsburg die zentrale Lage im Verbund mit der Nähe, aber auch der nötigen Distanz zu Braunschweig sowie der Landeshauptstadt (denn ohne VW hätte es die Stadt nicht gegeben) und des Landes Niedersachsen, welches wiederrum letztlich von VW profitiert und genau deshalb früher die Basis schuf. Ich sehe da durchaus direkte Zusammenhänge.

Dresden im Freistaat Sachsen ist inzwischen finanziell potenter als Bremen .....

Eine mutige These. Die basiert worauf?
In einer Region wie Dresden, und das gilt für den gesamten Osten, fehlen die etablierten Firmenbündnisse, die im Westen in vielen Jahren zuvor aufgebaut und wo noch zu Zeiten des Wirtschaftswunders Rücklagen gebildet werden konnten. Aber deswegen kommt hier die Wirtschaft nicht zum Laufen, deswegen greifen die oben genannten Synergievorteile nur sehr zaghaft. Dazu kommt inzwischen die wirkende Globalisierung, das Arbeiten unter schwierigeren Bedingungen als im Westen etwa in den 70er Jahren. So haben Leipzig und Dresden im Vergleich ähnliche strukturelle Vorraussetzungen wie einst VW mit Wolfsburg, aber ungleich schwerere Bedingungen. Weswegen sich zwar Betriebe wie BMW und Porsche in Leipzig oder AMD in Dresden niederlassen, allerdings dort keine Gewerbesteuer an Land oder Kommune abführen, weil der Hauptsitz woanders ist. Ebenso wenig über so grossen finanziellen Spielraum verfügen, wie die westlichen Betriebe früher zu Zeiten des Marschall-Plans und daher potentiell weniger beitragen können zum Ausbau und zur Verbesserung des engeren Umfeldes. Daher fallen dann auch irgendwo die Sportvereine hinten runter, besonders die mit den Sportarten, wo viel investiert werden müsste, um konkurrenzfähig zu sein. Und weil diese auch im Entscheidungskalkül der Kernbetriebe eine untergeordnete Rolle spielen, die lieber ihre Vereine vor Ort ,,sponsoren".

In Wirklichkeit bringt der Globalkapitalismus besonders auch dem Fussball derzeit eine um sich greifende Vermehrung der Geldmenge, trotz Weltwirtschaftskrise, die aber nur dort für alle gewinnbringend greift, wo die Grundlagen bereits lange vorhanden sind. Denn was würden in Dresden oder Magdeburg VIP-Logen in grosser Anzahl einbringen ohne jene, die das bezahlen können, ebenso wie ein Arzt in Halle/Saale 300 Patienten mehr bedient als einer in Düsseldorf, weil es dort, wo sich mehr Privatpatienten die Klinke in die Hand geben, eben auch mehr Ärzte gibt. So, wie die (finanziellen) Abstände von Vereinen in der dritten Liga zu denen in der Bundeliga zunehmend größer und uneinholbarer werden. Solange die Vereine nicht zum Grössenwahn übergehen wie anno 2001 BVB Dortmund, wobei ich mich da immer wieder frage, warum die Borussia, die seit 2005 praktisch pleite ist, Jahr für Jahr dennoch in der Lage ist, groß zu investieren. Und das unter komplizierteren Umständen, denn auch Dortmund hat nicht die Rahmenbedingungen wie andere Metropolen, eher ähnliche wie Werder.

Der Fussball als Mittel zum Zweck des ausufernden Kapitals ist einerseits grenzenlos, andererseits aber wieder äußerst eingeschränkt für die, die sich an Reglementierungen zu halten haben wie eben alle BL-Vereine durch Lizenzierungsverfahren und 51%+ Regel oder Vereine wie Werder durch ungleich kompliziertere Rahmenbedingungen. So muss selbst ein fünfmaliger CL-Teilnehmer, der nachweislich durch Innovation, Identifikation und Tradition objektiver und wirtschaftlicher handelt als andere, monatelang um einen EC-tauglichen Stürmer feilschen, weil der Verein trotz allem keinen anderen gleichwertigen zukaufen oder dessen Gehalt bezahlen kann. Demgegenüber steht mit Real Madrid ein Verein, der gekränkt durch das letzte Spielzeit überaus dominierende Barca als Folge dessen mit Geld um sich schmeisst, obwohl international in den vergangenen Jahren selbst kaum was gerissen wurde, obwohl dort ein Rekordminus nach dem anderen in den Transaktionen Jahr für Jahr zum normalen Wesen dieses Vereins gehört. Demgegenüber steht aber auch ein Verein wie Dynamo Dresden, der noch mit ganz anderen Vorrausetzungen als Werder klar kommen muss. Von daher, @Lotte, ist deine Behauptung schwerlich nachzuvollziehen, weil aus meiner Sicht nicht belegbar.

Nochmal, die Gefahr besteht, durch Unterlassung von Investitionen, sprich Transferaktivitäten einen Status zu verlieren, der den Verein in die Lage versetzt auch in Zukunft weiterhin genug Geld einzunehmen um einen qualitativ guten Kader finanzieren zu können. ...
.... Werders Erfolg basiert auf einem gekonnten Management, aber der Verein hat es weder schwerer noch leichter als andere Standorte in D, nur hat man hier sehr erfolgreich gearbeitet.

Hat? Arbeitet nicht immer noch erfolgreich?
Das Geld findet sein Spielfeld, egal wie, und die Abramowitschs und Reals dieser Erde nutzen den Fussball in gnadenloser Art und Weise. Die eiskalte, abgezockte, berechnende Oberflächlichkeit, die in der Wirtschaft vorherrscht, hat den Fussball längst vereinnahmt, längst wird im Fussball nur noch wirtschaftlich argumentiert, übrigens selbst hier im Forum (allerdings meist subjektiv und ohne jegliches Basiswissen), womit die Geldgeber ,,es geschafft haben", das Kapital als einzig assoziatives Element zu installieren. Ein Verein wie Wolfsburg hat trotz geradezu ruinösem Wirtschaften unter einem exorbitant schlechten Einnahmen/Ausgaben-Verhältnis, ,,geduldet" und unterstützt vom Konzern, über Jahre nur einen Mittelfeldkandidaten aufgestellt, ehe der große Wurf gelang. Umso erstaunlicher ist es, dass das Modell ,,Werder Bremen" in diesem kaputten, geldgeilen und mediengehypten Geschäft noch immer funktioniert, noch immer ab und an ,,Grosse" ärgern kann, national wie international, noch immer attraktiven Fussball anbieten kann. Und deshalb ist es schlicht ein Witz, die Arbeit von Klaus Allofs & Co. in Frage zu stellen oder zu behaupten, der Verein habe stets ,,gleiche Vorrausetzungen" gehabt. Gleichwohl darf hinterfragt werden, warum denn etwa von KA Ziele ausgegeben werden im Wissen, für das Erreichen dieser Vorgaben dies weder in Bayern-München-Manier leben zu können, noch letztlich den damit unsinnig gesteigerten Fan-Anspruch - der sich dann in diesen Forderungen hier und in anderen Threads widerspiegelt - von vornherein - schon aus wirtschaftlicher Sicht - erfüllen zu können.
 
Interessant hier -gähn-.Was passiert eigentlich, wenn Pizarro nun tatsächlich in nächster Zeit verpflichtet wird? Rechnen uns dann die "Experten" hier vor, dass Werder ihn sich eigentlich gar nicht leisten kann, weil ja angeblich kein Geld mehr da ist?
 
Es geht doch nicht darum, dass man Piza verpflichten sollte, sondern ob man ihn um alles in der Welt verpflichten soll...
Viele Werder-Fans können nämlich den eher devensiveren Kurs in der Einkaufspolitik durchaus nachvollziehen...

Solche Beiträge

Lieber Herr Allofs,

bitte kaufen Sie uns heute endlich Pizza aus London. Wir halten die Warterei nicht mehr aus...

Gez. die Werder-Fans!

haben Kindergartenniveau, denn Ungeduld ist ein schlechter Ratgeber(und hier geht es immerhin um Millionen)...
 
Es geht doch nicht darum, dass man Piza verpflichten sollte, sondern ob man ihn um alles in der Welt verpflichten soll...
Viele Werder-Fans können nämlich den eher devensiveren Kurs in der Einkaufspolitik durchaus nachvollziehen...

Solche Beiträge haben Kindergartenniveau, denn Ungeduld ist ein schlechter Ratgeber(und hier geht es immerhin um Millionen)...

:tnx: Absolut meine Meinung, ich schau hier rein, obs vielleicht was neues gibt und dann sowas...
 
Lieber Herr Allofs,

bitte kaufen Sie uns heute endlich Pizza aus London. Wir halten die Warterei nicht mehr aus...

Gez. die Werder-Fans!

:wall::wall::wall:

alles in höchstem Maße relativ; sieh Dir Köln, Hannover, Frankfurt und Berlin an, die mir spontan als Beispiele in den Sinn kommen für Kommunen, die wirtschaftlich mehr bewegen können als Bremen aber sportlich nicht an Werder herankommen.
100% richtig
 
...Vieleicht sollten wir doch Beiersdorfer dazu holen ! Der hat zwar fast nur Mist eingekauft,aber den noch mit Gewinn wieder verschachert ! :lol::lol::lol:
Ein echtes Team aufbauen war nicht, aber DAS konnte er wirklich !

Ist das jetzt noch ernst gemeint oder ein Scherz? Du weißt schon, dass es im echten Leben auch immer so ein klitzekleinesbißchen darauf ankommt, was der Käufer bereit ist zu zahlen, gelle?
 
Interessant hier -gähn-.Was passiert eigentlich, wenn Pizarro nun tatsächlich in nächster Zeit verpflichtet wird? Rechnen uns dann die "Experten" hier vor, dass Werder ihn sich eigentlich gar nicht leisten kann, weil ja angeblich kein Geld mehr da ist?

Das hat niemand geschrieben, sondern es wurde darüber diskutiert, ob Werder ggü. anderen BuLi-Clubs nennenswerte Standortnachteile hinnehmen muss, oder nicht; und das größtenteils ziemlich gut und sauber argumentiert.

Tut mir aber voll leid, dass Du dadurch im Genuss solcher Beiträge a la "Sehr geehrter Herr Allofs....gezeichnet Die Werder-Fans" gestört worden bist.
 
Kindergartenniveau ist es auch sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen.

wo liest Du aus meinem analytisch-sachlichem Beitrag heraus, dass ich mich aufrege?
...und bevor jetzt kommt "Warum gehst Du dann auf diesen Beitrag ein?" überlege lieber mal kurz...
Denn wenn "auf einen Beitrag eingehen" Deiner Meinung nach gleichbedeutend ist mit "man regt sich über diesen Beitrag" auf, dann hast Du nach Deiner These Kindergartenniveau, denn Du bist ja auch auf meinen Beitrag eingegangen, oder hat mein kleiner Beitrag doch kein Kindergartenniveau?

Im Übrigen wünsche ich an dieser Stelle den Stuttgartern mit ihrer Transferpolitik alles Gute, denn ich finde es richtig dass man auch mal "NEIN" sagt, bevor man sich einen Spieler holt der das Gehaltsgefüge durcheinanderbringt, obwohl er sich absolut nicht mit dem Verein identifiziert...
 
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