Klaus Allofs

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Es gibt jedenfalls straitere Verpflichtungsgeschichten, Bspl. Hoffenheim Die waren offenbar schon im Frühjshr sn Zucculini, Maicousel, Prince Irgendwer und einigen anderen dran, haben die meisten dann aber auch - offenbar gut vorbereitet - gekriegt.

Du glaubst gar nicht, was für eine straighte Verpflichtungsgeschichten KA durchziehen würde, wenn er auch so einen tollen Milliardär im Rücken hätte, der ihm fast jeden Transfer bezahlt.

Oh man, was für gut durchdachte Analysen hier so manche abgeben. Du kannst Werder nicht mit Hoffenheim vergleichen, da Werder sich jeden Cent (J E D E N C E N T) hart erwirtschaften muss und nichts (N I C H T S) geschenkt bekommt. Aber hauptsache immer drauf, auf den guten Klaus...
 
Du glaubst gar nicht, was für eine straighte Verpflichtungsgeschichten KA durchziehen würde, wenn er auch so einen tollen Milliardär im Rücken hätte, der ihm fast jeden Transfer bezahlt.

Oh man, was für gut durchdachte Analysen hier so manche abgeben. Du kannst Werder nicht mit Hoffenheim vergleichen, da Werder sich jeden Cent (J E D E N C E N T) hart erwirtschaften muss und nichts (N I C H T S) geschenkt bekommt. Aber hauptsache immer drauf, auf den guten Klaus...
:tnx:

Im Gegensatz zu Wolfsburg, Hoppenheim und Leverkusen muss sich Werder durch den Spielbetrieb (sprich: sportlichen Erfolg) und durch eine geschickte Transferpolitik finanzieren.

Dortmunds Geschäftsführer Watzke weist zurecht auf folgendes hin:

In allen drei Klubs (gemeint sind Wolfsburg, Hoppenheim und Leverkusen) wird sehr gut gearbeitet. Aber immer mit dem großen Vorteil, eine ganz andere Planungssicherheit zu haben. Die können heute schon die kommende Saison konkret planen, weil sie wissen, dass sie auch im nächsten Jahr über genug Geld verfügen werden. Wir dagegen müssen abwarten: Schaffen wir vielleicht den Uefa-Pokal-Einzug oder nicht? Vor Mitte Mai haben wir bei Borussia Dortmund keine Planungssicherheit. Aber in Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim weiß heute schon jeder: Bayer, VW und Dietmar Hopp machen die Taschen doch sowieso wieder auf. Das ist ein großer Wettbewerbsnachteil für uns. Darunter wird auch die Attraktivität insgesamt leiden.
http://www.welt.de/sport/fussball/a...-fuer-den-BVB-auf-Jahre-nicht-einzuholen.html
 
Fest steht wohl, dass vor einem Jahr die Abgänge nicht 1:1 kompensiert werden konnten.

Warum? Wieviele Spiele haben Owo oder Wome gemacht? Borowski und Klasnic kamen erst im Saison-Schlußviertel (regelmäßig) zum Einsatz, konnten da zwar nachhaltig Stammplatz-Ambitionen nachweisen. Aber keiner der vier war über 34 Spiele gesehen ansatzweise Stammspieler. Wo waren da die grossen Verluste?
Weil es vermutlich für Werder darum ging, teure Verträge zu verlängern, deren Wertigkeit infrage stand, hat sich KA - vorsichtigerweise - dagegen entschieden. Und dieses Vorgehen ist in Bremen nichts neues. Dass es im Sinne der Wirtschaftlichkeit verpasst wurde, den Kader qualitativ in der Breite zu ergänzen, auch weil z.Bsp. Özil vorher schon in der Winterpause kam, erwies sich danach eben insofern als problematisch, weil es sehr viele Spiele gab, die Verletzungsanfälligkeit einiger Akteure blieb und es dazu noch längere Sperren hagelte. Doch war das so vorauszusehen?

aber wenn wir mal von der Doppel-Sechs ausgehen: Warum sollte Frings als "Häuptling" nicht mit Niemeyer neben sich spielen?

Weil dann mMn zwei 6er agieren würden, die zwar gleichermaßen zweikampf- wie laufstarke Antreiber wären, aber dennoch Mängel in Spieleröffnung und einer schnellen Auffassungsgabe für die Spielsituation hätten. Und diese Position mit den Eigenschaften doppelt zu besetzen, ist, glaube ich, weniger im Sinne der Philosophie eines Thomas Schaaf.

Wären wir dem Untergang geweiht, wenn wir keinen neuen namenhaften Spieler für das DM holen würden? Ich weiß ja nicht. Wenn keine vernünftigen Alternativen auf dem Markt sind, sollte man nicht zu einem Schnellschuss greifen, dafür wird man dann am Ende auch wieder kritisiert.

:tnx:
Zumal aus meiner Sicht erstmal im Vordergrund stehen muss, die Mannschaft als ganzes kompakter zu kriegen und da ist es auch nicht unwichtig, eingespielt zu sein. Das wichtigste für mich ist die konsequente, aber sachliche Analyse der Fehler der vergangenen Saison, weil zunächst doch die Frage nicht unerheblich wäre, warum die Mannschaft ihre zweifellos hohe Qualität zwar ab und an zeigte, aber nicht öfter, vor allem in der Liga, in entsprechenden Ergebnissen ausdrücken konnte. Das scheint mir auf jeden Fall wichtiger, als nun ad hoc sämtliche Schlüsselpositionen neu zu besetzen, ausser die, die neu besetzt werden müssen - wegen der Abgänge. Und im DM haben wir ein paar Akteure, die TS schon in der letzten Saison - sicher nicht ohne Grund - in einem anderen System testete.

Wenn ein Verein es in der Vergangenheit stets geschafft hat, Abgänge zu kompensieren, egal wie und mit welchen Mitteln oder Systemen, und daraus nicht selten noch gestärkt hervorging, dann war das Werder Bremen. KATS wissen schon, was sie tun. Und diese Horrorszenarien aus der Fangemeinde gibt es, seit Rudi Völler ging, tatsächlich so gekommen ist es letzlich aber nie. Deshalb sehe ich diese ganzen Spekulationen wer was, wie oder zu wenig hinter versteckter Tür macht, sowieso als müßig an.
 
Im Gegensatz zu Wolfsburg, Hoppenheim und Leverkusen muss sich Werder durch den Spielbetrieb (sprich: sportlichen Erfolg) und durch eine geschickte Transferpolitik finanzieren.

Leverkusen würde ich dort so langsam ausklammern, Bayer zahlt bei weitem nicht mehr die Summen, die man in 90ern noch hingelegt hat.

Aber @ Labeo, hast Du dir schon mal die Transferbilanz von Hoffenheim diese Saison angeschaut?

Josip Simunic - 7.000.000 €
Franco Zuculini - 4.600.000 €
Maicosuel - 4.500.000 €

=> 16,1 Millionen Ausgaben, ohne das die diese Saison oder überhaupt schon mal international gespielt haben.

Nun kannst Du natürlich sagen, dass Demba Ba die Summe komplett wieder reinholt, aber das war zum Zeitpunkt der Ausgaben nicht absehbar und für Ba wird auch noch garantiert ein Hochkaräter kommen.

Cottbus hätte von diesen Summen wohl den ganzen BuLi Kader finanzieren können.

Daher verbietet alleine schon der gesunde Menschenverstand, die ach so straighte Transferpolitik von Schimmelmeister zu loben und mit der von Allofs zu vergleichen. Der kann heute schon losgehen und die Transfers für 2010 klar machen, weil die Kohle da sein wird, egal ob die 1. oder 15. der Liga werden.

Klaus Allofs muss schauen, dass das internationale Geschäft fixiert ist und kann dann ernsthaft auf Spielersuche gehen. Dass ein Verein wie Hoffenheim ihm dann bei manchem Spieler zuvor kommt, liegt dann doch wohl auf der Hand.

Also wenn schon Vergleiche mit anderen, dann such dir bitte solche aus, die auf dem selben finanziellen Level wie Werder sind. Und nicht utopische Sonderfälle des deutschen Mäzentums.
 
Ich habe den Eindruck, dass einige Leute verkennen, über welche wirtschaftlichen Möglichkeiten tatsächlich verfügt. Denn es ist eine Sache, eine (vermeintliche) Lücke im Kader zu entdecken, eine andere ist, ob man diese auch schließen kann.
So z.B. im DM. Hier könnte man sicher noch eine Verstärkung holen, fraglich ist nur, zu welchen Rahmenbedingungen dies möglich wäre. Dass schon ein Talent wie Zucculini über 4 Mio an Ablöse kostet, zeigt dass die Ablösen für echte Verstärkungen hier immens sind. Klar gibt es auf dem Markt sicher auch Spieler, die günstiger zu haben wären, aber ich bin eher skeptisch, ob die dann besser wären als Niemeyer oder Tziolis.
Gerade WEIL Vereine wie Real wie dem Geld nur so um sich schmeißen (die haben schon rund 210.000.000 investiert, und weitere 90.000.000 sollen folgen) werden allerorten wahnsinnige Summen verlangt.

Natürlich könnte man auch, wie es einige hier verlangen, finanziell mehr wagen. Nur besteht dann immer die Möglichkeit, dass dieses Risiko sich dann auch verwirklicht. Es kann, wie beim Roulette, halt sehr schief gehen. Schaut Euch mal Valencia, Leeds etc. an - die haben auch nach Saisons, die nicht wunschgemäß verlaufen sind viel (geliehenes) Geld in die Hand genommen, um an alte Zeiten wieder anzuschließen. Jetzt regen die Fans sich wirklich nicht mehr über verpasste CL-Qualifikationen auf, sondern träumen nur noch davon, in Zukunft wieder erstklassigen Fußball sehen zu dürfen.
 
Du glaubst gar nicht, was für eine straighte Verpflichtungsgeschichten KA durchziehen würde, wenn er auch so einen tollen Milliardär im Rücken hätte, der ihm fast jeden Transfer bezahlt.

Oh man, was für gut durchdachte Analysen hier so manche abgeben. Du kannst Werder nicht mit Hoffenheim vergleichen, da Werder sich jeden Cent (J E D E N C E N T) hart erwirtschaften muss und nichts (N I C H T S) geschenkt bekommt. Aber hauptsache immer drauf, auf den guten Klaus...

Kannst Du mir dann bitte die Transferpolitik der letzten Jahre erklären? Das passt irgendwie überhaupt nicht zu dem jeden Cent Gequatsche.

Ich hab nur mal nen kurzes Bsp. Warum bezahlt man für Marin so viel Ablöse, wenn er nächste Saison ablösefrei gekommen wäre? Der Spieler hätte dann zwar noch Handgeld bekommen, aber in Höhe von 8 Mios wäre das bestimmt nicht gewesen. Diese 8 Mios hätte man auch gut in einen neuen starken Stürmer oder einen DM stecken können. Warum gibt man fast 2 Mio für einen Linksverteidiger aus, dem hier fast jeder seine Qualität abspricht? Neben Tosic kamen dann auch noch Sanogo oder Boenisch, die auf Grundlage Ihrer vergangenen Leistungen keine Schnäppchen waren. Sanogo hatte beim HSV über 30 Spiele gemacht und vielleicht 1-2 mal getroffen, zudem wurde er von den Fans für alles verantwortlich gemacht und er wollte unbedingt weg.
Die Transfers von Spielern wie Mosquera, Husejinovic, Futacs hat sich mir bislang auch noch nicht erschlossen. Das sind bislang auch nur Spieler, die Geld verschwendet haben. Oder siehst Du das anders?

Du hast aber Recht, dass Bremen für sein Geld viel Aufwand betreiben muss, aber in der Transferperiode wurde auch ne Menge Geld verschleudert. Wer dafür verantwortlich ist, mag ich nicht zu beurteilen, aber meines Wissens ist der Manager für Transfers verantwortlich.
 
@Sorpion:

Dass Werder bei den von dir aufgeführten Transfers Geld verschleudert hat, ist deine persönliche Meinung. Ich jedenfalls habe nicht den Eindruck, dass man bei Werder gewissenlos mit den vorhandenen Mitteln umgeht.
 
Selbst wenn man sich auf den Standpunkt stellt, dass einige der Transfers der letzten Zeit ihr Geld nicht wert waren (CA jetzt mal außen vor), dann ist das wohl trotzdem kaum ein schlüssiges Argument dafür, für Spieler wie Zucculini & Co. jetzt die Schleusen aufzumachen.
 
Warum? Wieviele Spiele haben Owo oder Wome gemacht? Borowski und Klasnic kamen erst im Saison-Schlußviertel (regelmäßig) zum Einsatz, konnten da zwar nachhaltig Stammplatz-Ambitionen nachweisen. Aber keiner der vier war über 34 Spiele gesehen ansatzweise Stammspieler. Wo waren da die grossen Verluste?
Weil es vermutlich für Werder darum ging, teure Verträge zu verlängern, deren Wertigkeit infrage stand, hat sich KA - vorsichtigerweise - dagegen entschieden. Und dieses Vorgehen ist in Bremen nichts neues. Dass es im Sinne der Wirtschaftlichkeit verpasst wurde, den Kader qualitativ in der Breite zu ergänzen, auch weil z.Bsp. Özil vorher schon in der Winterpause kam, erwies sich danach eben insofern als problematisch, weil es sehr viele Spiele gab, die Verletzungsanfälligkeit einiger Akteure blieb und es dazu noch längere Sperren hagelte. Doch war das so vorauszusehen?

Ich zitiere mal nur diesen Part, weil er die direkte Antwort auf mein Posting ist.

Vor Saisonbeginn habe ich sogar ähnlich argumentiert wie Du:
Die vermeintliche Startelf hat sich ja eigentlich kaum verändert. Somit habe ich mir auch im Bezug auf das Abschneiden in der Bundesliga keine Sorgen gemacht.
Der Saisonverlauf hat jedoch gezeigt, dass man Spieler dieses Kalibers durchaus hätte gebrauchen können.

Im übrigen war es keine Entscheidung von Klaus Allofs, den besagten Spielern kein besseres Angebot zu machen.

- Owo hatte in Bremen die Seuche und wollte einen Neuanfang in Dortmund
- Boro hat ein Angebot angenommen, das von vornherein weitere Verhandlungen ausschloss
- Klasnic's Beweggründe sind bekannt
- Womé hat vermutlich ähnliche Beweggründe gehabt, warum geht er sonst freiwillig von einem CL-Teilnehmer zu einem Aufsteiger?

Inzwischen sind all diese Spieler wieder fit (zumindest körperlich) und wären im Laufe der Saison allesamt tolle Alternativen gewesen, weil sie vor ihren langen Ausfallzeiten allesamt ein Thema für die Stammelf waren.
Stattdessen hat sich m.E. in der abgelaufenen Saison ein Leistungsgefälle in der Kaderbreite gezeigt, wie wir es in den Vorjahren eigentlich nicht hatten.

Zumindest phasenweise hätten wir durchaus Alternativen zu Fritz, Boenisch, Pasanen, Tosic, Tziolis, Niemeyer, Rosenberg oder Almeida gebrauchen können, da hier mitunter durchwachsene Leistungen festzustellen waren.

Was die Startelf angeht, so gebe ich Dir nochmals Recht, haben wir durchaus wieder Potenzial, oben anzugreifen. Auch war wohl nicht absehbar, wieder ein solches Verletzungspech zu haben wie in der Hinrunde 2007/2008.
Erschwerend kam noch hinzu, dass Diego, Frings, Fritz oder Rosenberg ein gutes Stück von ihrer Vorjahresform entfernt waren - womit auch ich nicht gerechnet hätte.

Die letzten beiden Saisons sollte man daher - soweit finanzierbar - zum Anlass nehmen, zum einen eine konkurrenzfähige Startelf ins Rennen zu schicken, zum anderen aber die Leistungskurve in der gesamten Kaderbreite wieder möglichst flach hinzukriegen. Denn in der letzten Saison hat es leider nicht gereicht. Zu den verschiedenen Ausfällen und Formschwächen kamen dann eben noch die vielen Pflichtspiele insbesondere gegen Saisonende, wo das Team ausgebrannt wirkte. Hier erhoffe ich mir für die Zukunft, dass man etwas mehr rotieren kann, ohne einen allzu großen Qualitätsverlust hinnehmen zu müssen. Dass es allerdings wieder einige Jahre dauern kann bis wir diesen Zustand herstellen (insbesondere ohne CL-Einnahmen), ist mir dabei durchaus klar.

Ich gehe nicht soweit zu sagen, das hätte man alles vorhersehen müssen.
Aber gerade die letzten beiden Jahre sollte man zum Beispiel bei der zukünftigen Kaderplanung im Hinterkopf behalten.
 
Also wenn ich lese, dass Madrid 35 Mio für einen unbestritten sehr guten Stürmer Benzema an Lyon überweist, denke ich, dass Werder 15 Mio zu wenig für Diego kassiert hat, mindestens!

Natürlich gehts da nach Angebot und Nachfrage. Aber ich kann nicht glauben, dass nur Juve sich für ihn interessiert hat (mal abgesehen von den Buyern).

Auch wenn ich froh bin, dass alles so reibungslos und (schon fast zu) harmonisch abgelaufen ist, denke ich, dass Werder die Chance verpasst hat den Verein für die nächsten Jahre zu sanieren.

Also ich will mir nichts anmaßen, aber jeder von uns hätte doch in den Verhandlungen mit Juve, vor dem Hintergrund der Monsterablösen Reals, eine Zahl knapp über 45 Mio aufgerufen um dann bei 40 Mio zu landen, oder seh ich das nun völlig falsch???

Das ist wirklich der einzige Punkt, der bei diesem Wechsel einen faden Beigeschmack hinterlässt.
 
Es war vielleicht auch der Zeitpunkt. Der Transfermarkt kommt doch scheinbar erst jetzt so richtig in Fahrt. Ob das nun ein Fehler ist, einen Spieler direkt zum Ende einer Saison zu verkaufen, will ich lieber nicht beurteilen.

Ich konnte mir das damals nur damit erklären, dass man sehr viele Spieler am Wickel hat und dafür nun schnell Klarheit in Form der finanziellen Absicherung brauchte. Nachdem was allerdings bislang verpflichtet wurde, ist diese Theorie hinfällig und wohl nur KA weiß, was er da (ich will nicht sagen verbockt hat) also fabriziert hat.
 
Also wenn ich lese, dass Madrid 35 Mio für einen unbestritten sehr guten Stürmer Benzema an Lyon überweist, denke ich, dass Werder 15 Mio zu wenig für Diego kassiert hat, mindestens!

Natürlich gehts da nach Angebot und Nachfrage. Aber ich kann nicht glauben, dass nur Juve sich für ihn interessiert hat (mal abgesehen von den Buyern).

Auch wenn ich froh bin, dass alles so reibungslos und (schon fast zu) harmonisch abgelaufen ist, denke ich, dass Werder die Chance verpasst hat den Verein für die nächsten Jahre zu sanieren.

Also ich will mir nichts anmaßen, aber jeder von uns hätte doch in den Verhandlungen mit Juve, vor dem Hintergrund der Monsterablösen Reals, eine Zahl knapp über 45 Mio aufgerufen um dann bei 40 Mio zu landen, oder seh ich das nun völlig falsch???

Das ist wirklich der einzige Punkt, der bei diesem Wechsel einen faden Beigeschmack hinterlässt.

Es wird natürlich immer Spieler geben, die teurer transferiert werden als Diego.
Vor allem Stürmer werden i.d.R. noch mal eine ganze Ecke teurer gehandelt, was m.E. einen Äpfel-Birnen-Vergleich entstehen lässt.

Es sind desweiteren schon einige Erklärungsversuche hier gemacht worden die ich recht plausibel fand.

Beispielsweise wissen die Vereine um die finanzielle Situation von Werder, und somit auch dass 25 Mio eine ordentliche Stange Geld für uns sind. Zum Vergleich: um einen Ribery vom FC Bayern wegzulocken, muss man somit weitaus tiefer in die Tasche greifen, weil sie eben auch länger nein sagen können.

Daher stellt sich für mich die Frage: wann wäre der Punkt erreicht gewesen, wo ein potenzieller Käufer die Verhandlungen abbricht? Nicht umsonst haben sich die Verhandlungen eine ganze Zeit hingezogen, was mir durchaus aufzeigt, dass Allofs zunächst auch nicht so ganz glücklich mit der Ablöse gewesen ist.

Darüber hinaus wissen wir auch nicht, welchen Status Diego bei einem Verein wie Juve haben wird - auch hiervon hängt die Zahlungswilligkeit ab. Ist er bei Juve zunächst doch eher der Ergänzungsspieler, wird man umso schneller abwinken. Daher musste Werder abwägen, wie lange man bei Diego blocken kann ehe Juve abgewunken hätte. Ich denke, dass die Kandidatenliste von Juve durchaus noch einige Alternativen parat gehabt hätte.

Somit hätte es durchaus bei längerem Mauern zu einem Abbruch der Verhandlungen kommen können. Sicherlich, wir hätten uns "schlimmstenfalls" über eine weitere Saison mit Diego gefreut. Aber ob die Wahrscheinlichkeit einer höheren Ablöse steigt wenn das Vertragsende naht, stelle ich durchaus in Frage.

Letztendlich kam auch mir schon die Frage auf, ob man nicht mehr hätte herausholen können. Aber woran will man das festmachen? An einigen wenigen größenwahnsinnigen Transfers, die wesentlich höhere Ablöse beinhalten? Es sieht, angesichts der Verhandlungsdauer mit Juve, nicht so aus als sei es so einfach, einfach mal seine Vorstellungen durchzudrücken.
Und zur Erinnerung: als Willie Lemke die 30 Mio ausgerufen hat, haben viele die Augen verdreht und diese Forderung für verdammt frech gehalten.
 
Natürlich gehts da nach Angebot und Nachfrage. Aber ich kann nicht glauben, dass nur Juve sich für ihn interessiert hat (mal abgesehen von den Buyern).

Um hierfür z.Bsp. einen Grund zu nennen, zitiere ich an dieser Stelle mal aus dem Özil-Thread:

:tnx:
Dieser Spieler kann uns mehr Aufmerksamkeit bringen als Diego in den naechsten Jahren. Sein Marktwert muss sehr, sehr hoch sein[...]

besonders weil er als spielertyp für topklubs interessanter ist. er kann das spiel richtig schnell machen.
diego hat häufig das tempo verschleppt, langsamer gespielt. keine frage ein wahnsinnsfußballer, aber für topvereine aus spanien oder england, welche schnellen fußball praktizieren wollen, eher uninteressant!

Der user @tsubasa hat es akkurat auf den Punkt gebracht.
Wer bspw. Barcelona in dieser Saison ein paar Mal beobachtet hat, wird sich denken können, dass Diego in so einer Mannschaft zwar von seiner Klasse her spielen könnte, aber durch seine Spielweise dort völlig auf verlorenem Posten wäre. Da stimmten sämtliche Laufwege, passte fast alles bis ins kleinste Detail. Xavi und Iniesta als potentielle Spielgestalter auf den Halbpositionen ordneten sich komplett dem Mannschaftsspiel unter, sie wussten genau, wann der Pass gespielt werden musste bzw. wann es notwendig war, die Einzelaktion zu suchen, letztlich ging es immer darum, das Tempo hochzuhalten und zwar mit ganz wenigen Ballkontakten. Dass das nur mit Mitspielern einer gewissen Klasse daneben so reibungslos funktioniert, ist mir auch klar. Aber es ist nun mal nicht das Spiel eines Diego, Bälle zu verteilen oder sich in einem Kollektiv einzufügen, welches direkt und schnell zu spielen versucht.
Daher finde ich es gar nicht so unwahrscheinlich, dass die Interessenten hier nicht reihenweise Schlange standen. Und nicht ohne Grund hatte sich das Real-Interesse nach intensiverer Beobachtung relativ schnell abgekühlt.

Die Frage ist eben, für welche Positionen Diego jeweils verpflichtet werden soll. KATS nannten ihn immer,, einen zentralen Spieler". Das trifft es genau. Und hierfür ist eben Spielsystem und Ausrichtung nicht unbedeutend. Diego hat mindestens die selbe Klasse und ist in einzelnen Komponenten sogar stärker als C. Ronaldo oder Ribery. Was er nicht hat, ist deren Schnelligkeit und so ist Diego als Aussenspieler nur bedingt tauglich. Zentral hängt es dann davon ab, wieviele Individualisten ein Team bereits im Kader hat oder welches System bevorzugt wird.

In Spitzenvereinen wie ManU, Arsenal, Chelsea, Real, Barca wäre es erheblich schwieriger für Diego, dort ist er eben nur bedingt einsetzbar. Aber das sind die Vereine, die evtl. die Summen aufrufen, die hier im Forum gefordert werden. Wo sollte Diego denn z.Bsp. im 4-2-3-1 von Real, welches spanisch-typisch ist, spielen? In der offensiven Dreier-Reihe werden die Aussen nun durch C. Ronaldo zusätzlich besetzt, während wahlweise dort auch van der Vaart, Sneijder, Robben(sofern die nicht abgegeben werden) oder Higuain, selbst Kaka zum Einsatz kommen könnten/kamen. Zentral gab/gibt es Guti, Raul, hier wäre Diego noch am besten aufgehoben. Doch Higuain, Kaka, Robben,Sneijder waren/sind vielseitig verwendbar. Und das alles ist ausserdem abhängig von der Philosophie des Trainers.

Ich sehe bei Diego trotz aller Klasse nicht so ein breites Spektrum an Möglichkeiten, welches ihn nahezu für jeden Spitzenverein interessant machen würde. Deshalb glaube ich nicht, dass wir zu wenig für Diego bekommen haben, zumal ja ausserdem noch der vieldiskutierte Status Quo von Werder Bremen hinzukommt.
 
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