Klaus Allofs

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Tja, besser wird es nur noch, wenn wir den Vertrag verlängern, um ihn dann eventuell ein halbes Jahr später teuer aufzulösen. Aber hier in Bremen scheint wirklich alles möglich zu sein!

So langsam entwickelt sich der Verein zur Lachnummer.

Man könnte auch andere Dinge dahinter vermuten, aber so etwas will man nicht denken und will man auch nicht aussprechen.
Schreiben darf man so etwas eh nicht.
 
Ich halte es weiterhin nicht für abwegig, dass folgende Punkte den sportlichen Abstieg forciert haben könnten:

- Kann es sein, dass durch die Erfolge der vergangenen Jahre der Blick für die Realitäten ein wenig vernebelt ist?
ja - vor allem der fans.

niemand, jedenfalls nicht von offizieller seite werders, hat je behauptet, dass es selbstverständlich ist, jedes jahr ganz oben mitzuspielen. 6 mal CL in den letzten 7 jahren, das ist von werder-seite immer als außergewöhnlicher erfolg betrachtet worden und nicht als selbstverständlichkeit. das kann man auch ganz gut am abschneiden werder´s in der CL sehen, denn von ein paar mal abgesehen hat man die gruppenphase nie überstanden und ist jedenfalls eine runde später rausgeflogen.

und das, obwohl wir bis vor ein paar wochen als UEFA-team #7 gerankt waren, noch vor real madrid - auch daran kann man sehen, dass werder die vergangenen jahre ÜBER seinen möglichkeiten gespielt hat, was jedenfalls KATS ebenfalls immer so gesehen haben. mal hier schauen: teamvergleich deutscher teams.

insofern ist jetzt realität, nicht letzte oder vorletzte saison. wer nicht daran gewöhnt ist, sind die fans und - die spieler. und nach meiner unmassgeblichen meinung ist letzteres die wesentliche ursache des problems, wir haben spieler auf dem platz, die das verlieren einfach nicht gewohnt sind.
 
Mir kam da gerade ein Gedanke. Wir haben zigtausend extreme Pessimisten hier im Forum und Werder hat Geldnot. Warum leiht sich Klaus Allofs nicht einfach Geld von den ganzen Pessimisten? Die erwarten das ja nicht zurück. :D

Ich vermag hier keine Pessimisten erkennen. Die meisten Beiträge hier sind inhaltlich eher moderat und zeugen von einer gewissen Bodenhaftung.

Manche hier werden es nicht glauben, aber neben dem virtuellen Leben gibt es auch noch das wirkliche Leben. Mit echten Menschen mit Blut, Haaren und Schweiß und solchen Sachen. Wenn man als Bremer in Bremen mit Kollegen, Freunden, Taxifahrern oder der Bäckereifachverkäuferin über Werder kommuniziert, fällt das Stimmungsbild ähnlich aus wie hier. Alles Pessimisten?

Wenn ich das kommende Spiel mit 3:1 für die Pillen tippe, bin ich dann Pessimist oder Realist? Klar hoffe ich auf einen Sieg. Dummerweise sehe ich nur keine Argumente, die diese Hoffnung tragen könnten.
 
Jetzt tut mal nicht so als sei Allofs der alleinige Entscheider des Vereins.
Personelle Entscheidungen werden gemeinsam mit dem Trainer getroffen, finanzielle Entscheidungen bedürfen der Rücksprache mit dem Gesamtvorstand.

Glaub ihr wirklich, dass ein neuer sportlicher Leiter plötzlich mit Millionen werfen kann? Man könnte höchstens auf ähnliche Kontakte hoffen wie Allofs sie z.B. in Frankreich hat, und auf ähnliche Glücksgriffe wie er sie mit Micoud oder Ismael hatte. Dies ist in meinen Augen aber keinesfalls selbstverständlich.

Ich stehe einer möglichen Vertragsverlängerung eher neutral gegenüber. Man könnte nun sagen, es muss eine Veränderung her um ein Zeichen zu setzen und einen Neuanfang starten. Dieser Effekt könnte etwas bewirken - genausogut kann er aber überschätzt werden, gerade weil Allofs nur einer von mehreren Entscheidungsträgern ist. Denn ein neuer Sportchef müsste sich identischen Strukturen unterordnen, da ich nicht glaube dass Werder sich bei neuem Personal von seiner hanseatisch kühlen Art und Weise des Wirtschaftens entfernen würde.
 
...sind die fans und - die spieler. und nach meiner unmassgeblichen meinung ist letzteres die wesentliche ursache des problems, wir haben spieler auf dem platz, die das verlieren einfach nicht gewohnt sind.

Verlieren habe die Spieler nun ja oft genug geübt. Langsam sollten sie es können....

Also sind wir verblendeten Fans verantwortlich für die aktue Abstiegsgefahr?

Keine Angst verstehe schon, was Du sagen willst. Bin auch der Meinung, dass die Erfolge der letzten Jahre mehr auf Dusel und Dummheit der anderen basiert, als auf der eigenen Stärke. Dass dies viele Fans nicht erkennen konnten, ist ihnen nicht vorzuwerfen.

Aber den Verantwortlichen. Die werden dafür bezahlt. Anscheinend ist und war die Werder-Führungsriege genauso verblendet und borniert wie ein Großteil der Fans. Ändert aber absolut nichts an der Ist-Situation: wir stehen einen Schritt vor dem Abgrund.

Wer dies nicht erkennen will oder kann, setzt fahrlässig die Zukunft des Vereins aufs Spiel.
 

Das Gegenteil aber auch nicht.
Und wer sich auch nur Ansatzweise mit der Funktionsweise von Wirtschaftsunternehmen befasst hat (Was die Lizenzspielerabteilung von Werder Bremen ja nunmal ist), der wird wenig Grund haben an einer Aufgabenteilung und gewisse Kontrollmechanismen zu zweifeln.

Dass man dies nicht hören will weil's nicht ins eigene Weltbild passt, ist kein Grund mit den Augen zu rollen ;)
 
Das Gegenteil aber auch nicht.
Und wer sich auch nur Ansatzweise mit der Funktionsweise von Wirtschaftsunternehmen befasst hat (Was die Lizenzspielerabteilung von Werder Bremen ja nunmal ist), der wird wenig Grund haben an einer Aufgabenteilung und gewisse Kontrollmechanismen zu zweifeln.

Dass man dies nicht hören will weil's nicht ins eigene Weltbild passt, ist kein Grund mit den Augen zu rollen ;)

Genau weil ich das tue und Kaufmann bin, habe ich ja diese Angst um den Verein.
Wer Erfolg ernten will, muss erst den Samen streun!!!

Was Werder momentan macht ist das "Minimalprinzip".
Und das schon seit Jahren.
Und genau diese Saison geht genau eben dieses Prinzip in die Hose.

Ich habe jedenfalls schon vor der Saison gesagt, dass der Kader ein Witz ist.
 
@Miracle Man

Was Werders wirtschaftlichen Grundsatz angeht, gebe ich Dir Recht.
Was anderes ist unter der gewählten Risikostrategie allerdings auch kaum möglich. Da müsste man schon von Grundauf umdenken und mehr riskieren, das heißt den Kader auf ein fremdfinanziertes Fundament stellen. Ich weiß nicht wie im Umfeld die allgemeine Meinung dazu ist - ich möchte das eher nicht, da man dann bei einem Scheitern noch viel tiefer fallen kann.

Worüber man diskutieren kann, ist das Horten von liquiden Mitteln. Dass man Reserven für die Überbrückung einer Saison ohne internationales Geschäft hat, ist in Interviews des öfteren nachzulesen bzw. auch aus dem letzten Jahresabschluss herauslesbar. Hier hätte man vielleicht noch in Beine investieren können - andererseits erhält man sich den Handlungsspielraum, um bestehende Stützen personelle Veränderungen vorzunehmen. Hätte man diese Reserven aufgebraucht und würde in ähnlichen Tabellenregionen herumdümpeln, ginge unsere Handlungsfähigkeit im Sommer gegen Null.

Ob der jetzige Kader "ein Witz" ist oder ob die Formulierung zu reißerisch ist, sei mal dahingestellt. Ich glaube, dass man sich seit einigen Jahren auf eine punktuelle Verstärkung der ersten Elf konzentriert hat und dabei die Kaderbreite etwas zu Kurz gekommen ist. Wenn jeder auf normalem Level spielt und man einigermaßen vom Verletzungspech verschont bleibt, mag das funktionieren.
Allerdings hat sich diese Vorgehensweise 2008/09 beim langen Tanz auf drei Hochzeiten bereits gerächt, als man die Liga herschenken musste um einen der beiden Endspiele für die internationale Teilnahme nutzen zu können.
Und jetzt hat man das Problem, dass viele ihre gewohnte Form nicht abrufen (z.B. Merte, Frings), tragende Säulen des Teams für längere Zeit fehlen (z.B. Naldo, Pizarro) oder namhafte bzw. vielversprechende Neuzugänge die Erwartungen nicht erfüllen (z.B. Arnautovic und Silvestre). Hinzu kommen ungewohnt schwache Auftritte bewährter Spieler (z.B. Pasanen, Jensen, Hunt) und kurzfristigere Verletzungen, die insbesondere in der Hinrunde immer wieder zu Umstellungen gezwungen haben.

Hier zeigt sich, dass der zweite Anzug nicht passt.
Bevor man aber alles auf die schlechte Arbeit von Allofs schiebt, sollte man sich auch mal die Frage stellen, wie realistisch denn in Bremen ein breiter Kader ist, auf dem sich nahezu alle auf CL-Niveau befinden??
Den Luxus können sich wohl nur die Bayern leisten. Dass unser Kader aber keinesfalls der eines Abstiegskandidaten ist, sollte man eigentlich bei jeder Länderspielabstellung an der Trainingsbeteiligung sehen. Addiert mal die Länderspiele der einzelnen Spieler auf, da werden wir ganz oben dabei sein.

Das ändert aber nichts an dem eigentlichen Punkt, dass in einem Gesamtvorstand niemand die Freiheiten haben wird, allein ins Verderben zu rennen und den Verein mitzuziehen. Da wird man schon rechtzeitig gegensteuern, bzw. von vorn herein die Kompetenzen entsprechend geregelt haben.
 
Dass unser Kader aber keinesfalls der eines Abstiegskandidaten ist, sollte man eigentlich bei jeder Länderspielabstellung an der Trainingsbeteiligung sehen. Addiert mal die Länderspiele der einzelnen Spieler auf, da werden wir ganz oben dabei sein.

Zum einen: Die Tabelle sagt seit einiger Zeit etwas anderes aus. Zum anderen: Selbst bei Zweitligisten sind Nationalspieler im Kader keine Seltenheit. Die Anzahl der Spiele sagt doch eher aus, dass Werders Nationalspieler im Durchschnitt zu alt sind. Große Erfahrung garantiert nicht große Leistung.

Das ändert aber nichts an dem eigentlichen Punkt, dass in einem Gesamtvorstand niemand die Freiheiten haben wird, allein ins Verderben zu rennen und den Verein mitzuziehen. Da wird man schon rechtzeitig gegensteuern, bzw. von vorn herein die Kompetenzen entsprechend geregelt haben.

So eine Neuregelung wird unter Lemke nie kommen - behaupte ich mal.
 
Laut tm.de 8 von 35 Spielern Ü30, davon nur Frings und Silvestre deutlich drüber.
Durchschnittsalter von 25,1 Jahren. So dramatisch sehe ich die Altersstruktur eigentlich gar nicht, und da bekommen dann auch die Länderspiele eine andere Aussagekraft.

Der Kader reicht vermutlich nicht aus um dauerhaft CL zu spielen, aber es ist definitiv auch nicht der Kader eines Abstiegskandidaten.
 
Ob der jetzige Kader "ein Witz" ist oder ob die Formulierung zu reißerisch ist, sei mal dahingestellt. Ich glaube, dass man sich seit einigen Jahren auf eine punktuelle Verstärkung der ersten Elf konzentriert hat und dabei die Kaderbreite etwas zu Kurz gekommen ist.........
Hier zeigt sich, dass der zweite Anzug nicht passt.
Bevor man aber alles auf die schlechte Arbeit von Allofs schiebt, sollte man sich auch mal die Frage stellen, wie realistisch denn in Bremen ein breiter Kader ist, auf dem sich nahezu alle auf CL-Niveau befinden??

Ich sehe das irgendwie andersherum. Für mich hat man versucht auf biegen und brechen einen super breiten Kader zusammenzustellen. Jede Position doppelt zubesetzen.
Ich frage mich immer wieder warum so viel "Durchschnitt" verplichtet wird, anstatt mal ganz gezielt etwas mehr Geld für eine oder 2 Positionen zu investieren.
Bestes Beispiel sind diese Saison wieder Wagner und Silvestre, deren Job eigentlich eben so gut ein Amateur machen kann, was wiederum mehr Gehalt für eine "echte" Verstärkung frei gemacht hätte.
Etwas überspitzt gesagt: lieber eine starke erste 11 und bei Ausfällen Trinks, Thy, Schmidt etc ranlassen, als 10 "Mitläufer" ala Vranjes und co im Team zu haben.

Aber gut, da gehen die Meinungen auseinander.;)
 
Genau weil ich das tue und Kaufmann bin, habe ich ja diese Angst um den Verein.
Wer Erfolg ernten will, muss erst den Samen streun!!!

Was Werder momentan macht ist das "Minimalprinzip".
Und das schon seit Jahren.
Und genau diese Saison geht genau eben dieses Prinzip in die Hose.

Ich habe jedenfalls schon vor der Saison gesagt, dass der Kader ein Witz ist.

Dann solltest du Manager vom SV Werder werden. Ich denke, wir starten eine Unterschriftenaktion.

Vorher musst du mir aber noch erklären, warum du vor der Saison schon wusstest, dass der Kader ein Witz ist. Özil als einziger Abgang (von Bedeutung - den langen Aufall von Naldo hat keiner geahnt). Dafür Arnatovic, Wesley und Silvestre geholt. Dachte, dass es funktionieren kann. Immerhin waren wir ja im Jahr zuvor noch auf Platz 3!

Mal davon ab, finde ich es gut, dass man den Vertag von Allofs verlängern will. Man kann nicht wegen einem Seuchenjahr alles in Frage stellen.
 
Ich vermag hier keine Pessimisten erkennen. Die meisten Beiträge hier sind inhaltlich eher moderat und zeugen von einer gewissen Bodenhaftung.

Manche hier werden es nicht glauben, aber neben dem virtuellen Leben gibt es auch noch das wirkliche Leben. Mit echten Menschen mit Blut, Haaren und Schweiß und solchen Sachen. Wenn man als Bremer in Bremen mit Kollegen, Freunden, Taxifahrern oder der Bäckereifachverkäuferin über Werder kommuniziert, fällt das Stimmungsbild ähnlich aus wie hier. Alles Pessimisten?

Wenn ich das kommende Spiel mit 3:1 für die Pillen tippe, bin ich dann Pessimist oder Realist? Klar hoffe ich auf einen Sieg. Dummerweise sehe ich nur keine Argumente, die diese Hoffnung tragen könnten.

:tnx: Guter Beitrag.
 
Ich sehe das irgendwie andersherum. Für mich hat man versucht auf biegen und brechen einen super breiten Kader zusammenzustellen. Jede Position doppelt zubesetzen.
Ich frage mich immer wieder warum so viel "Durchschnitt" verplichtet wird, anstatt mal ganz gezielt etwas mehr Geld für eine oder 2 Positionen zu investieren.
Bestes Beispiel sind diese Saison wieder Wagner und Silvestre, deren Job eigentlich eben so gut ein Amateur machen kann, was wiederum mehr Gehalt für eine "echte" Verstärkung frei gemacht hätte.
Etwas überspitzt gesagt: lieber eine starke erste 11 und bei Ausfällen Trinks, Thy, Schmidt etc ranlassen, als 10 "Mitläufer" ala Vranjes und co im Team zu haben.

Aber gut, da gehen die Meinungen auseinander.;)

Das sehe ich auch so!
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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