Klaus Allofs

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Borowka in der Bild: " „Sie müssen jetzt alles tun, um überhaupt Platz 16 zu erreichen. Es geht nicht nur um den Klassenerhalt, es geht um die Existenz des ganzen Vereins. Diese Situation haben die Führungsspieler noch nicht begriffen.“ -

Jein, nicht nur die Spieler, sondern auch der Aufsichtsrat, Klaus Allofs, Thomas Schaaf und ein Großteil der Fans.
 
Das schlimme an solch einer Aussage ist, dass sie jegliche Selbstkritik vermissen lässt und nicht zuletzt wegen solchen Aussagen, glaube ich bei einem Klassenerhalt auch nicht daran, das mit dem vorhandenen Führungspersonal im Sommer eine ausreichend kritische Reflexion der Saison vorgenommen wird. Geschweige denn irgendwelche - dringend notwendigen - Veränderungen vorgenommen werden.

Ist es nur fehlende Selbstkritik oder ist die Lage schon so prekär, daß ein gegenseitiger Zerfleischungsprozeß begonnen hat?

Es ist jedenfalls ziemlich widerprüchlich, daß KA vor knapp 4 Wochen noch geäußert hat, daß man dem vorhandenen Kader vertraut und jetzt auf einmal soll die Mannschaft zu 100% die Schuld haben!
 
Die Mannschaft ist zu 100% schuld? Diese Aussage finde ich schon sehr gewagt und ziemlich daneben.
Wer hat denn den Kader zusammengestellt?
Zum Thema Ecken:
Ich glaube nicht das sich die Spieler gesagt haben, dass sie jetzt diese Variante mal spielen werden.
Für diese Ecken ist der Trainer zuständig, Ecken studiert und trainiert man im Training und für das Training ist der Trainer verantwortlich. Solche Ecken habe ich noch nie gesehen und sie entbehren auch jeglicher Logik. Sogar in der Kreisliga würde man dabei ins Abseits gestellt werden. Jede Mannschaft kann Ecken schießen nur Werder nicht. Es kann doch nicht so schwer sei einen Spieler in einer Bundesligamannschaft zu finden, der gute Ecken schießen kann.
Da dieser Beitrag leider contra einer Aussage von KA und contrag TS ist, wird dieser Beitrag von einer bestimmten Person als unsinnig bezeichnet werden, aber das ist mir ziemlich egal. Es ist halt meine Meinung, aber andere können hier Meinungen anderer nicht akzeptieren und fordern Beweise etc. wenn diese Beweise folgen, werden die Aussagen einfach 100mal wiederholt bis man keine Lust mehr hat darauf zu reagieren.

Läuft es bei Werder super ist TS der Gott unter den Trainern (klasse Standards trainiert, super Taktik etc.etc.), läuft es bei Werder nicht, ist der Trainer frei von jeglicher Schuld und die Spieler sind schuld.
Merkt ihr selber, oder?
 
Passt doch zusammen: der Kader hat halt schmählich das in ihn gesetzte Vertrauen verletzt. Und das sicher alles nur, um KATS im schlechten Licht stehen zu lassen. Wer weiß, ob nicht evt. schon Pizarro und Frings auf die beiden Posten schielen. :D
 
Ist es nur fehlende Selbstkritik oder ist die Lage schon so prekär, daß ein gegenseitiger Zerfleischungsprozeß begonnen hat?

Es ist jedenfalls ziemlich widerprüchlich, daß KA vor knapp 4 Wochen noch geäußert hat, daß man dem vorhandenen Kader vertraut und jetzt auf einmal soll die Mannschaft zu 100% die Schuld haben!


Habe dazu ganz böse Gedankengänge, die etwas mit Klebstoff zu tun haben. Da gabs mal ne MPin in einem Bundesland etwas nördlich von Bremen, die auch nicht einsehen wollte was die Sache ist und daher de Namenszusatz einer berühmten Klebstoffmarke bekommen hat.

Die Aussagen sind widerspüchlich und zeugen von absoluter Rat-, Plan- und Hilflosigkeit. Meine Meinung. Aber das zieht sich ja schon nen bisschen länger durch die gesamte Arbeit.
 
Was ich mir vorstellen könnte: KA wollte den Spielern zum einen zu verstehen geben, dass Werder weiterhin hinter TS steht und der Mannschaft somit keiner Trainer-Alibi verschafft. Zum anderen, dass die Mannschaft sich häufig durch individuelle Fehler selbst zurückwirft. Er mag insofern Recht haben, dass TS natürlich tatsächlich keinen Einfluss auf diese individuellen Fehler hat.

Probleme: a) Wenn er der Mannschaft so deutlich den schwarzen Peter zuschiebt, kann das die Kluft zwischen Verantwortlichen und Mannschaft weiter vergrößern, weil er sich selber ja aus der Schusslinie nimmt. b) Diese klare Ansage dürfte das ohnehin schon stark geschwächte Selbstvertrauen der Mannschaft nicht gerade stärken. Dabei ist mir auch egal, ob das intern vielleicht etwas kommuniziert wurde, denn die Spieler bekommen solche Zitate ja dennoch zu hören. Dieses Zitat kam mMn zum falschen Zeitpunkt und ist in seiner Deutlichkeit nicht gerade "Allofs-like". c) Die individuellen Fehler, die die Mannschaft immer wieder mal begeht, sind natürlich nicht wegzudiskutieren und helfen der Mannschaft nicht gerade. Aber selbst wenn diese zumindest in der Defensive abgestellt werden könnten, Werder hat noch ganz andere Probleme. Damit ist es nicht getan.
 
Zitat von Löw der wahre Werder Trainer;1608257:
http://www.bild.de/BILD/sport/fussb...aaf-und-allofs/die-grausame-fehler-liste.html



Weiß jemand ob das stimmt. Ich finde das zwar nicht so tragisch wie die Bild aber interessieren würde es mich trotzdem ob dies der Wahrheit entspricht. :confused:
Ich wollte mich zwar erstmal diesem Thread fernhalten, aber beantworten kann ich das ja trotzdem. Dieser "Ehrenkodex" war kurzzeitig Thema in den Medien damals und ist eigentlich keine große Sache. Gibt relativ viele Unternehmen, die sowas machen. Würde mal drauf tippen, dass das wieder irgendein asiatischer Trend ist, der Zusammengehörigkeit usw. prägen soll. Der lächerliche Titel "Lerne, ehrenvoll zu verlieren" ist mir aber auch neu. Was das Ganze mit Werders Krise zu tun haben soll, erschließt sich mir allerdings nicht. Das bleibt wohl das Geheimnis der Bild. Überhaupt unterbietet sich die Bild derzeit selbst mit ihrem Niveau.
 
Probleme: a) Wenn er der Mannschaft so deutlich den schwarzen Peter zuschiebt, kann das die Kluft zwischen Verantwortlichen und Mannschaft weiter vergrößern, weil er sich selber ja aus der Schusslinie nimmt. .

:tnx:

Genau das meinte ich mit dem Selbstzerfleischungsprozeß. Grundsätzlich ist es legitim, wenn die sportliche Leitung Fehler der Spieler auch mal öffentlich anprangert, aber ein "100% die Spieler" schließt eigenes Fehlverhalten aus und läßt Gräben zwischen sportlicher Leitung und Spieler (noch tiefer) wachsen, und das in einer Situation, wo man gemeinsam an einem Strang ziehen muß.
 
Die Mannschaft ist zu 100% schuld? Diese Aussage finde ich schon sehr gewagt und ziemlich daneben.
Wer hat denn den Kader zusammengestellt?

Ein Großteil des Kaders war bereits länger da und hat sich nach einer schlechten BuLi Saison, in der man sich aber zum Schluss nicht mehr auf diesen Wettbewerb konzentriert hat, wieder auf Platz 3 gekämpft. Sicher fehlt jetzt ein Özil, der nicht eins zu eins ersetzt wurde, aber in den Neuverpflichtungen erkennt man schon den Trend dahin, vom System "Spielmacher" abzurücken und die Aussen zu stärken bzw. die Kreativität weiter nach hinten zu verlagern (Wesley, Arni, Marin war bereits da). Die Bayern machen es vor mit Schweini im def. Mittelfeld, und gerade heute stand ein großer Artikel in der HAZ zum Aussterben des klassischen Spielmachers (nur in der Printausgabe zu lesen). Auch ein Özil spielt bei Real nicht mehr dort, wo er bei uns stand, nämlich auf der klassischen 10. Das Zusammenspiel der vielen Verletzten, die Eingewöhnungsschwierigkeiten der Neuen, die auch aus den Verletzungen resultieren, zusammen mit der Umstellung auf ein ungewohntes neues System aus der Not heraus ist für mich der Hauptgrund für diese Krise. Es erklärt nur leider nicht, warum Leute wie Marin, Hunt, Merte und Co. scheinbar plötzlich die Grundlagen des Fussballsports verlernt haben. Das ist ein weiterer Knackpunkt, und mir kann keiner erzählen, dass die derzeitige sportliche Situation in dieser krassen Art und Weise irgendwie vorhersehbar war. Jetzt werden Fehler aus der Vergangenheit rangezogen und alle wussten ja vorher, dass zuviele davon begangen worden und dass der Kader ja sowieso seit drei Jahren scheiße ist. Das ist mir zu einfach, sorry. Transfers wie den von Huse, Mosquera oder Niemeyer mit anschließenden Verleihgeschäften, die seit einiger Zeit vehement kritisiert werden, haben wir auch früher gemacht: Lagerblom, Zidan und Andreasen als Beispiele kamen als junge Spieler aus schwachen Ligen, wurden verliehen und haben es bei uns nicht zu Stammspielern oder wenigstens Ergänzungsspielern gebracht. Kritisiert hat das damals niemand, weil es in einen Zeitraum fiel mit den großen Transfers von Micoud und Diego, für die man aber auch ein wenig Glück benötigt (der richtige Spieler hat zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Probleme bei seinem Verein).

Ja, es wurden Fehler gemacht. Ja, KA und TS verhalten sich im Moment nicht so, wie man es vielleicht in einer solch scharfen Krise erwarten würde. Wir sehen darin das krasse "An die Wand fahren und mit Scheuklappen Richtung Liga 2", vielleicht gehört es aber auch nur zur typischen Art und Weise der beiden und des Umfelds dieses Vereins, worauf in guten Zeiten alle so furchtbar stolz sind.

Ich hab auch ne beschissene Angst. Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob wir mit diesem Trainer und dieser Mannschaft die Klasse halten können. Dennoch: Wenn mir jemand unterschreiben würde, dass TS den Klassenerhalt schafft, dann sollte unsere bisherige sportliche Leitung auch den Neuaufbau versuchen dürfen. Bei den Erfolgen der letzten Jahre, nämlich 6 CL-Teilnahmen in 7 Jahren, eine Meisterschaft, zwei Pokalsiege und die Teilnahme an einem europäischen Finale haben sich die beiden diese Rückendeckung eigentlich verdient. Dass hier ziemlich viele nach einem sofortigen Rauswurf beider Verantwortlicher schreien und den sportlichen Niedergang ja schon vorhersagen konnten - das ist mir einfach zu billig, bei aller Sorge, die ich gerade um diesen Verein habe.
 
Meiner Meinung nach ist mangelnde Konstanz das Problem vieler Bundesliga-Clubs, deshalb war ich immer für ein langfristiges Festhalten an Allofs. In den letzten Jahren wurde allerdings versäumt, sich als europäischer Spitzenclub zu etablieren. Denn das hätte der Anspruch sein können nach jahrelanger Champions League-Zugehörigkeit. Stattdessen wurden immer wieder Leistungsträger abgegeben, ohne gleichwertigen Ersatz zu holen. Die Verpflichtungen dieser Saison sind mit Ausnahme von Wesley allesamt Fehlschläge.

Was mich am meisten ärgert: Den erfolgreichsten Torschützen der Hinrunde für lächerlich wenig Geld in der Winterpause abzugeben, mit der Begründung, dass er ohnehin nur zweite Wahl ist, wenn Pizarro fit ist. - Was er bekanntlich in dieser Saison nur selten ist...

Ohne das wirklich sachkompetent beurteilen zu können: Ich habe das Gefühl, dass Allofs seit dem Abschied von Jürgen L. Born eine zu große Verantwortung im Verein trägt, die es ihm schwer macht, sich wirklich auf das Sportliche zu konzentrieren.
 
Das Zusammenspiel der vielen Verletzten, die Eingewöhnungsschwierigkeiten der Neuen, die auch aus den Verletzungen resultieren, zusammen mit der Umstellung auf ein ungewohntes neues System aus der Not heraus ist für mich der Hauptgrund für diese Krise.

Das ist mir als Begründung zu einfach. Eingewöhnungsschwierigkeiten von Neuzugängen ist kein Phänomen, welches sich darauf beschränkt, wenn es sportlich nicht so gut läuft. Fairerweise muß man auch eingstehen, daß dieser Prozeß sich i.d.R in einem erfolgreichen Team einfacher gestaltet, aber andereseits sollte bei mehr Spielspraxis die Eingewöhnung schneller von statten gehen.

Die Verletztenliste spielt ohne Zweifel auch eine Rolle. Nur: wenn ein Mannschaft das Potential für das obere Tabellendrittel hat, dann wäre es u.U. nachvollziehbar, wenn sie bei dieser Verletztenmisere irgendwo um Platz 9 herumdümpelt, aber die Verletztenliste kann kein Grund dafür sein, daß man sich über weite Strecken der Saison mit dieser erschrenkenden Tor- und Punktebilanz wie ein Absteiger präsentiert, um nicht zu sagen teilweise widerstandslos anschlachten zu lassen (1:4 in Hoffenheim und Hannover, 0:4 in Schalke und bei HSV, 0:6 in Stuttgart, 0:3 in Köln). Falls doch, dann ist die Lücke zwischen der ersten und zweiten Reihe für die eigenen Ansprüche so groß, so daß Fehler in der Transferpolitik nicht auszuschließen sind.

Aber unabhängig davon ist der Ausfall eines Stammspielers doch für einen Nachrücker die ideale Chance sich zu empfehlen, aber auch sie zeigten viele uninspirierte und lustlose Auftritte wie ihre Kollegen und darin liegt der Pudels Kern für diese Saison. Diese unmotiverten Auftritte haben schon den Saisonauftakt verhagelt und daraus entstand eine Kettenreaktion: in den unteren Tabellenregionen zu dümpeln, war für die Spieler von wenigen Ausnahmen abgesehen weitesgehend unbekannt und die Routiniers (Lutscher ausgenommen) sind nicht in der Lage, eine Mannschaft zu führen und den jungen Spielern den Halt und die Motivation zu geben, auch bei einem Rückstand ehen kühlen Kopf zu bewahren und das Spiel ggf. noch rumzureißen.
 
@Bremen hat da absolut Recht. Bei all den Widrigkeiten in dieser Saison, kann eine Mannschaft nicht so dermaßen schwach auftreten, wenn sie doch insgesamt das Potential für die oberen Plätze haben soll. Das ist viel zu einfach.
 
Bei aller Kritik, die ich auch habe, frage ich:

Hat irgendjemand eine realistische Alternative zu Allofs????

Richtig ist, und das habe ich auch früher schon geschrieben, dass Allofs dringend durch eine weitere Person entlastet werden muss, nachdem er die Aufgaben von H. Born nunmehr mitmacht. Und von Lemke kommt ja nun gar nichts.

Allofs ist eine so zentrale Figur, ihn abzulösen bringt gar nichts. Man muss die Organisation drum herum ändern.

Euagoras
 
Dem kann ich mich nur anschließen, zudem muss auch adäquater Ersatz in der zweiten Reihe besitzen, wenn man oben mitspielen will.
Nicht ohne Grund spielt Bayern immer oben mit. Ausfälle müssen kompensiert werden. Klar ist, dass bei uns ( die Verletzten Liste) diese Saison ungewöhnlich hoch. Doch auch in diesem Bereich, dem medezinischen, gibt es ja ascheind massive Probleme. Beste Beispiel ist doch unser Sturm!
 
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