Klaus Allofs

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Einige gute Spieler wurden weggeekelt. Zum Beispuiel auch ein Zidan, der zwar jetzt verletzt ist, aber in mainz und Dortmund schon gezeigt hat was er wirklich kann. Klopp hat den richtigen Zugang zu ihm gefunden. Auch ein Valdez fehlt mir hier. Er war von seiner Einstellung, von der Aggressivität und der Kampfbereitschaft ein sehr wichtiger Spieler. In Spanien spielt er auch gut.
Ja, insbesondere Zidan und Valdez haben nach ihrem Weggang eine reine Weltkarriere hingelegt. Häufig sitze ich noch mit offenem Mund vor den Zeitungen, die über ihre unersetzliche Wichtigkeit schreiben, wie sie zu festen Säulen ihrer Mannschaften wurden und mit konstanten und kontinuierlichen Leistungen über die Jahre zeigten, das Bremen ganz einfach zu "klein" für sie war. 10-Jahresverträge wäre das mindeste gewesen, was man ihnen hätte geben müssen. Ebenso Charisteas, bei dem Schalke nun den Zuschlag erhielt, nachdem halb Europa hinter ihm her war...
 
Ja, insbesondere Zidan und Valdez haben nach ihrem Weggang eine reine Weltkarriere hingelegt. Häufig sitze ich noch mit offenem Mund vor den Zeitungen, die über ihre unersetzliche Wichtigkeit schreiben, wie sie zu festen Säulen ihrer Mannschaften wurden und mit konstanten und kontinuierlichen Leistungen über die Jahre zeigten, das Bremen ganz einfach zu "klein" für sie war. 10-Jahresverträge wäre das mindeste gewesen, was man ihnen hätte geben müssen. Ebenso Charisteas, bei dem Schalke nun den Zuschlag erhielt, nachdem halb Europa hinter ihm her war...

:tnx:
Etwas sehr zynisch ausgedrückt, trifft aber voll ins Schwarze. Ich stelle hier immer wieder fasziniert fest, wie manche User Spieler zu Heilsbringer reden, die vorher nicht mal durschnittlich gespielt haben.
Beispiel Valdez, wo hätte er uns denn jetzt geholfen? Bei der Musik-Auswahl in der Kabine? Er als Chancentod hätte jetzt auch nichts gebracht. Oder Zidan? Ja laufen kann er, aber hätte er unser Spiel gelenkt bzw. vorne drinn die Dinger gemacht?...

Neueste Kreation ist ja Boro-Superstar... vor einem halben Jahr, wurde über ihn geschimpft, jetzt wäre er aber viel besser als Hunt.

Ohne Worte...
 
Klopp hier, Klopp da, der Hype um diesen Dauergrinser ist ja nicht zum aushalten. Es gab gibt und wird immer wieder Spieler geben, die nur unter einem bestimmten Coach Topleistungen abrufen können, wie z.B. Zidan unter Klopp oder Ailton unter Thomas Schaaf.
 
Das bezweifle ich das 2004 die beste werdermannschaft aller Zeiten war. Von 88- ca.93 war sie für mich noch besser mit Riedle, Rufer, Brathset etc.

Aber egal. Rolfes großes Talent hat man damals schon gesehen. Hätte man ihn mehr eingesetzt, wäre er wohl nicht gegangen. Einige gute Spieler wurden weggeekelt. Zum Beispuiel auch ein Zidan, der zwar jetzt verletzt ist, aber in mainz und Dortmund schon gezeigt hat was er wirklich kann. Klopp hat den richtigen Zugang zu ihm gefunden. Auch ein Valdez fehlt mir hier. Er war von seiner Einstellung, von der Aggressivität und der Kampfbereitschaft ein sehr wichtiger Spieler. In Spanien spielt er auch gut.

Ich hätte diese Spieler nie gehen lassen.

Dieses im Nachhinein ist immer so ne Sache. Ok bei Rolfes kann ich die Kritik vielleicht noch ansatzweise verstehen, da man ihn nicht viel spielen lassen hat, andererseits kann man damit argumentieren, dass wir zu dem Zeitpunkt keinen Bedarf an Rolfes einfach hatte. Zu Zeiten von Valdez und Zidan muss man aber auch mal sehen gegen wen sie sich etablieren mussten und vor allem welceh Leistungen sie hier erbracht haben. Es kann immer mal wieder sein, dass Spieler bei anderen Vereinen aufblühen, so wie es auch ne Menge Spieler gab, die hier aufgeblüht sind und "komischerweise" auch nur hier ihre Topleistung abrufen konnten. Ein Valdez und ein Zidan wurde zum Zeitpunkt als sie abgegeben wurden zurecht verkauft. Außerdem finde ich ihren anschliessenden Werdegang jetzt auch nicht so beeindruckend, dass man sich über ihren Abgang schwarz ärgern müsste. Und ich bezweifel einfach mal, dass sie im derzeitigen Team den Unterschied ausgemacht hätten. Aber mittlerweile wird KA ja schon der Harnik angekreidet..naja
 
Eigentlich müsste ich mir als angeblicher Schönredner ja mal den Spaß machen und wirklich jeden Mist schönreden. Argumente dafür finde ich sicherlich.
 
Bei Dortmund passen halt derzeit viele Dinge zusammen. Es wurde, ganz ähnlich wie bei uns unter KATS in der Anfangszeit mit Krönung 2004, sukzessive ein gutes Grundgerüst in den letzten Jahren aufgebaut, und die Mannschaft durch talentierte Spieler ergänzt, die sich in der funktionierenden Mannschaft sehr gut entwickelt können.

Nun muss man mal gucken, wie sich das Ganze dort entwickelt, bevor man die Verantwortlichen zu Göttern erhebt. Siehe Van Gaal in der letzten Saison, der sich als allwissender Guru präsentierte als die Bazis in der CL über den Erwartungen spielten und nun von den selben Leuten, die ihn damals heroisierten, für dieselben Methoden angefeindet wird, weil man in der BL auf den BVB einen schwer aufzuholenden Rückstand aufweist.

Genauso sind einige Entscheidungen von Allofs in den letzten Jahren heute aus einer anderen Position zu sehen. Ich habe mich bei Frings Vertragsverlängerung auch gefreut (auch wenn ich das Gehalt als zu hoch ansah), weil er damals überragende Leistungen brachte und bei Hunt (von dem ich nicht so viel halte) kann ich verstehen, dass man zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung erwartete, dass er sich endlich fängt.

Kaderplanung ist halt nicht einfach, weil man nicht sicher weiß, wie sich Menschen entwickeln. Was sich KATS aber mMn vorwerfen lassen müssen ist, dass in der jetzigen Mannschaft seit einiger Zeit kein funktionierendes Fundament ist. Das konnte man durch überragende Spieler wie Diego oder Özil kaschieren, die die Wände noch stützen, aber irgendwann fällt solch ein Haus eben zusammen.

Insofern kann ich verstehen, dass KA im Winter keine Großinvestitionen gemacht hat. Man fängt beim Hausbau ja schließlich auch nicht mit dem Dach an. Ich sehe aber leider auch nicht, dass ein neues Fundament gelegt wird. :(
 
Zitat von Micoud Fußballgott;1575141:
Kaderplanung ist halt nicht einfach, weil man nicht sicher weiß, wie sich Menschen entwickeln. Was sich KATS aber mMn vorwerfen lassen müssen ist, dass in der jetzigen Mannschaft seit einiger Zeit kein funktionierendes Fundament ist. Das konnte man durch überragende Spieler wie Diego oder Özil kaschieren, die die Wände noch stützen, aber irgendwann fällt solch ein Haus eben zusammen.

Also ich finde unser Fundament mit Wiese, Merte, Naldo, Fritz, Frings, Hunt, Pizarro eigentlich ziemlich gut (auch im Vergleich zu anderen BuLi-Mannschaften). Über Hunt lässt sich streiten, ok, aber dieses Fundament wurde u.a. durch Marin, Wesley, Bargfrede und Arnautovic ergänzt. Auf dem papier eine super Planung. Dass diese Saison so laufen würde, konnte man so nicht erkennen. Meine Meinung ;-)

Nicht, daß Dich jemand beim Wort nimmt...
Ich hoffe jetzt mal, dass das letzte bisschen Verstand noch erhalten ist :cool::lol:
 
Selbstbewußtsein kann man nicht kaufen noch fällt es einem in den Schoß, sondern man muß es sich erarbeiten und es konservieren, denn es steht und fällt mit den Erfolgserlebnissen. Aber: Vor ca. einem halben Jahr war Werder 3. der Vorsaison und hatte sich in in der CL-Quali gegen Sampdoria Genua durchgesetzt; zwei Erfolge, die ausreichend Selbstbewußtsein gegeben haben, bzw. geben sollten. Doch mit den Art und Weise, wie die Niederlagen in Hoppenheim, Hannover und gegen Mainz zustande gekommen sind, hat die Mannschaft nicht nur die Punkte, sondern auch das Selbstbewußtsein herschenkt, so daß die Truppe sich selbst schon zu einem frühen Saisonzeitpunkt fahrlässig in den Teufelkreis wenig Erfolg-> wenig Selbstbewußtsein hineinkatapuliert hat, der sich bis heute fortsetzt.
Genau das meine ich doch. Hoffenheim hat die Mannschaft gewissermaßen hergeschenkt, zwischen der CL-Quali. Aber das Spiel gegen Mainz kam nicht zustande, weil die Mannschaft prinzipiell nicht wollte. 05 hat die Ordnung gehalten, hatte ein taktisches Konzept und war gut auf uns eingestellt, besonders nach der ersten HZ. Werder hatte nie eine Ordnung auf dem Feld. Das lag aus meiner Sicht daran, daß die Truppe auf urtypische Weise mit ihrem losen taktischen Korsett und ihrer Ignoranz, was die Spielweise des Gegners angeht plus der fehlenden kreativen Möglichkeiten, das eigene Spiel überhaupt spielen zu können, recht schnell zum Scheitern verurteilt war. Hannover drei Tage später war dann schon eine Frage des Selbstvertrauens. Dort war der Spielverlauf auch lange Zeit nicht so, wie es das Ergebnis am Ende aussagte.

Und deshalb finde ich`s falsch, es auf die Einstellung zurückzuführen. Bevor das bemängelt wird, sollte man sich zunächst einmal fragen, warum die gleichen Fehler immer wieder passieren (wenn auch in leicht veränderter Form), die erst in solche Krisen führen. Es geht um die Muster und die sind hauptsächlich sportlichen Ursprungs. Erst dann darf man Spiele mit Einstellung erklären.

Dazu gehört auch das Erkennen des Ehrgeizes einer Mannschaft und bei Werder Bremen 2010/11 ist die mangelnde Einstellung der Spieler derart offensichtlich, daß selbst bei KATS irgendwann der Geduldsfaden gerissen ist, weshalb ein Teil der Gehälter eingefroren wurde und KATS auch in den folgenden Monaten die Einstellung ihrer Spieler bemängeln mußten.
Meines Wissens hat das nur Allofs verbreitet, nicht Schaaf. Und was hat das gebracht? Mit öffentlichem Aufstand machst Du aus einer lernresistenten Mannschaft nicht plötzlich eine taktisch klug spielende Truppe. Damit erreichst Du nicht plötzlich, dass die Torchancen permanent sitzen, dass die Raumaufteilung stimmt, dass aus Grobmotorikern ohne Spielübersicht spielaufbauende Strategen werden. Das fördert keinen Ehrgeiz. Gehälter einfrieren ist keine Ursachenforschung. Mit alledem werden nach bestem Uli-Hoeneß-Schema höchstens die Medien bedient.
 
Das Sein steuert das Bewusstsein, nicht umgekehrt. "Einstellungsprobleme" sind – und das bestenfalls zu einem geringeren Prozentsatz - die Folge, nicht die Ursache. Nämlich dann, wenn bei Spielern das Visier gänzlich runterfällt, weil sie sich gegenseitig keinerlei Unterstützung zur Überwindung der Probleme geben können.

Einstellungsprobleme in erster Linie als Folge und nicht als Ursache zu interpretieren finde ich sehr sinnvoll, insbesondere weil damit der Situation Rechnung getragen wird, dass Fußball ein Mannschaftssport ist und die Leistung einer Mannschaft sich nicht aus der Summe individueller Leistungen zusammensetzt, sondern eine Folge des Zusammenspiels, des sich gegenseitig blind Verstehens, der gegenseitigen Anpassung und strukturellen Kopplung ist. Dass das Sein das Bewusstsein steuert ist mir dann aber doch ein wenig zu undialektisch, denn schließlich ist der Mensch nicht nur eine Marionette seiner Verhältnisse, sondernd kann über systemische und reflexive Bewusstseinsprozesse sowie seiner Antizipationsfähigkeit das Sein gestalten, so dass das Sein nicht nur das Bewusstsein steuert, sondern das Bewusstsein auch das Sein, und dies in einem ständigen Wechselwirkungsprozess.
 
Dass diese Saison so laufen würde, konnte man so nicht erkennen. Meine Meinung

Ganz klare Zustimmung, an so etwas denkt man höchstens im schlimmsten Albtraum. :(

Also ich finde unser Fundament mit Wiese, Merte, Naldo, Fritz, Frings, Hunt, Pizarro eigentlich ziemlich gut (auch im Vergleich zu anderen BuLi-Mannschaften). Über Hunt lässt sich streiten, ok, aber dieses Fundament wurde u.a. durch Marin, Wesley, Bargfrede und Arnautovic ergänzt. Auf dem papier eine super Planung.

Ich finde das Fundament nicht zukunftsweisend. Viele der aufgezählten Spieler leiden unter dem zugenommenen Spieltempo in der BL (vor allem Umschalten von defensiv zu offensiv), teilweise auch durch Verletzungen bedingt. :( Andere spielen sehr inkonstant, sind gerade erst neu dabei oder haben trotz Talent im Team kein gutes Standing. Ich hab da natürlich nicht den Einblick, aber mir fiel beim letzten Spiel folgende Szene auf: Als Fritz eine Offensivaktion hatte, lief sich Marin sich frei, Fritz übersah ihn aber vollkommen, gab einen Verzweiflungsschuss ab und guckte Marin danach blöd an, als wollte er sagen "Hättest Du eher nicht gemacht". Klar ist das alles situationsbedingt, aber solche Gesten sind sch***.

In der Rückserie kann es nur über Kampf und Willen der vorhandenen Spieler gehen, aber für die nächste Transferperiode muss sich Werder mal überlegen, ob die Schlüsselpositionen im Team gut besetzt sind. Auf den anderen Positionen kann man auch mit preiswerten oder jungen Spielern arbeiten. Beispiel Dortmund: Dort geben Hummels und Subotic einem jungen Schmelzer, der dann selber gewachsen ist, und einem bei Hertha vollkommen verunischerten Picszek Sicherheit oder bei meins wo 3 eher defensive Mittelfeldspieler den jungen Offensivkräften den Rücken freihalten. Aber die knacken wir hoffentlich am Wochenende. ;)
 
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