Klaus Allofs

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Etwas anderes fand ich äusserst aufschlußreich von KA in seinem Interview mit dem Kicker, in dem, angesprochen auf das Investorenmodell des HSV, eine grundsätzliche Öffnung auch für Werder nicht mehr ausschloss, weil er auch sieht, dass Werder mit Vereinen wie Wolfsburg (VW), Bayer und der TSG Hoffenheim, ohne eine zusätzliche Geldeinnahme, nicht wird auf Dauer konkurrieren können. Kind ist damals mit seinem Vorstoß bei der DFL gegen die 50 +1 Regel kläglich gescheitert. Die Bundesliga hat bereits mit Bayer Lev und dem VFL Wolfsburg schon Ausnahmeregelungen in dieser Sache geschaffen. Es gilt aus juristischen Kreisen als ziemlich sicher, wenn einer vor dem Europäischen Gerichtshof gegen diese Ungleichbehandlung klagen würde, dass derjenige Recht bekommen würde. Ich bin selber kein Freund der Abschaffung dieser Regel! Nur die Front scheint langsam und stetig zu bröckeln. Der HSV hat den Anfang gemacht. Mal sehen, wer in den nächsten Jahren Ähnliches versucht???

Ich bin auch für den Erhalt der 50+1 Regel, denn man sieht ja beinahe monatlich, das ohne diese Regel wie z.B. in England oder Italien die Inhaber der Clubs gewechselt werden können wie schmutzlige Unterwäsche. Aber welcher Club-Verantwortliche würde so viel A... in der Hose haben, dagegen zu klagen? Von der FIFA bis runter zu den Regionalverbänden herrscht doch eine Wir-haben-uns-alle-lieb-Stimmung und wenn jemand auf juritischem Wege versuchen würde, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen, der würde doch letztenendes als Nestbeschmutzer dastehen und ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß der betroffene Club Repressalien offiziell oder "durch die Hintertür" spüren würde.

Aufgrund des Standortnachteils und der "Green Card" für Leverkusen und Wolfsburg wird Werder nicht um die Erschließung neuer Geldquellen herumkommen, aber auch ein KA wird die eierlegende Wollmilchsau leider nicht "basteln" können.
 
Von welchen "Ultimaten" geht hier denn schon wieder die Rede? Welcher "Zick-Zack-Kurs"?


Dies hier:

Es wurden dann seitens KA Ultimaten gesetzt (zB März 2009, vor der WM in Südafrika) die von der anderen Seite klar umgangen worden sind. Jetzt das Interview in der Kreiszeitung, in dem KA die Verhandlungen als gescheitert bezeichnet, um diese Tage später erneut dieses zu relativieren.
 
Zum Thema Investoren: Werder wird nicht umhin kommen, in den nächsten Jahren ähnliche Modelle durchzuführen. Werder hat im Vergleich zu München oder Hamburg einen eindeutigen Standortnachteil. Nur, jeder Investor wird mitbestimmen wollen. Denn, wer das Geld hat, bestimmt. Hier liegt das Problem. Nach derzeitigem Recht kann und darf er nicht mitbestimmen.
Ich sehe am Beispiel Hoffenheim, wo angeblich auf einem Sperrkonto von Herrn Hopp im Falle seines Ablebens eine Irssinnssumme liegen soll, dass in den nächsten Saisons andere Vereine, wie jetzt der HSV, auf der Suche sind. Laut KA hat es wohl in der Vergangenheit Anfragen gegeben?
 
@Bremen
Ein echtes Ultimatum kann nur der setzen, der damit auch zumindest ansatzweise etwas erreichen kann. Sollte KA im Fall Özil sagen: ,,so jetzt entscheide Dich bis 31.07., sonst ist Schluss hier, dann läuft Dein Vertrag nächstes Jahr aus und gut is. Wir planen derweil eine Saison mit Dir und ab 2011 ohne Dich." Was sollte KA auf diese Weise und insbesondere im Sinne von Werder Bremen erreichen können? Und, weil es dazu passt und Du es ansprachst, gerade vor einem Jahr hat KA mit viel Geduld und Geschick bewiesen, dass er so Pizza und Boro (was beides letztlich ein elementarer Wunsch des Trainers war) kostengünstig zurückholen und gleichzeitig den sportlichen Vorstellungen gerecht werden konnte. Ich weiss nicht, wo das ein Zick-Zack-Kurs sein soll.

Bei der 50+1 Regel bin ich voll Deiner Meinung.

Zum Investorenmodell mal allgemein gefragt: Ist das wie bei den grossen GU`s und öffentlichen Auftraggebern, den PPP-Verträgen, wo Werder dann alles, was zum Verein dazugehört, an die Investoren quasi komplett verpfänden würde?
 
Was sollte KA auf diese Weise und insbesondere im Sinne von Werder Bremen erreichen können?

Plaungssicherheit. Fußball ist eine Mannschaftssportart, so daß sich ein Verein bei der Zusammenstellung des Kaders nicht von einem Spieler bzw. seinem Berater abhängig machen kann, möge er aktuell auch noch so wertvoll für die Mannschaft sein.

Und, weil es dazu passt und Du es ansprachst, gerade vor einem Jahr hat KA mit viel Geduld und Geschick bewiesen, dass er so Pizza und Boro (was beides letztlich ein elementarer Wunsch des Trainers war) kostengünstig zurückholen und gleichzeitig den sportlichen Vorstellungen gerecht werden konnte.

Borowski und den sportlichen Vorstellungen gerecht werden? Vllt. schafft er es ja in der kommenden Saison, bisher war davon seit seiner Rückkehr jedenfalls nicht viel zu sehen.
 
Richtig, aber um die zu haben, ist es eine logische Konsequenz, dass der Verein alle Möglichkeiten, die machbar sind, auslotet und das so lange, es geht. Dies hat weder mit Hinhaltetaktiken oder ähnlichem zun tun, sondern mit normalen Umständen des Geschäfts Profifussball.
Borowski und den sportlichen Vorstellungen gerecht werden?
Ich sprach von den Planungen vor der Saison 09/10.
 
Eieieieiei, da kann sich Klausi aber warm anziehen, so wie sich seine Nachfolger hier in Stellung bringen.:D Da ich vermute, dass Bremen und syker1983 ihre intimen Kenntnisse der Materie hier nur in Ansatzweise offenbaren, stehen uns nach ihrer Amtsübernahme sicher fette Jahre ins Haus, wo durch knallhart raus verhandelte Ablösesummen der eine oder andere Weltklassespieler für Werder verpflichtet werden wird.:grinsen::lol::lol::lol:

Aber mal im Ernst. Es geht ja gar nicht um Kritik an manchen Transfers, aber sich in so naiver Weise eine "kritische" Meinung über absolut interne Vorgänge und Gespräche anzumaßen, deren Inhalt und Ablauf von uns niemand kennt, ist schon drollig. Vor allem, dann auch noch im Brustton der Überzeugung zu erklären, wie es denn richtig geht, ist ganz großes Kino.

Was die Investoren angeht, ist das alles nichts Neues. Allofs und Born haben früher schon davon gesprochen, auch einen strategischen Investor (wie adidas bei Bayern z.B.) ins Boot zu holen, wenn sich etwas passendes findet. Allerdings nicht als Mehrheitseigner. Was ich mir nicht vorstellen kann, ist, dass unsere Geschäftsführung Harakiri-Modellen wie diesem Hamburger "Bauherrenmodell" in Sachen Transfers etwas abgewinnen kann.
 
Beim Thema Özil ist doch folgendes festzustellen: es mußten bereits Threads im Forum geschlossen werden, weil einige User mit ihrer Meinung über das Ziel hinausgeschossen sind. Wäre das zu verhindern gewesen? Meine persönliche Meinung ist Ja. Wenn KA klar vor der WM oder zum Zeitpunkt des Ultimatums im März 2010, die Verhandlungen als beendet verkündet hätte, wären die meisten Fans zwar enttäuscht gewesen, aber hätten diese Tatsache akzeptiert. Ich will und werde in keinster Weise die Entgleisdungen in Richtung MÖ entschuldigen, aber wäre es nicht zu verhindern gewesen, wenn man sich immer vor Augen führt, dass MÖ und sein Berater seit der U21 EM verkündet haben, dass sie keinerlei Interesse hätten, den Vertrag zu verlängern? Es gab nie eine öffentliche Aussage oder ein klares Bekenntnis zum SVW in Richtung einer Vertragsverlängerung, sondern lediglich nebulöse Aussagen wie: grundsätzlich wäre ein Weiterverbleib bei Werder möglich!
MÖ und sein Berater haben ihren Fahrplan und ihre Karten auf ein gutes WM-Turnier (Schaufenster zur Welt) gesetzt und die Rechnung scheint aufzugehen. Ich glaube zwar nicht, dass MÖ derzeit in der psychischen Verfassung in puncto Standing in einer Starmannschaft ist, aber wer weiß...?
 
Das wäre aber von beiden Seiten taktisch nicht sehr klug gewesen. Hätte Werder die Verhandlungen als beendet erklärt, würden uns die Interessenten kaum noch etwas bieten, weil sie wissen, dass Werder nichts mehr in der Hand hat. Von der anderen Seite wäre es auch nicht klug gewesen, da man so keinen Notfallplan mehr gehabt hätte, hätte Mesut die WM total Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;).
 
Eigentlich machen das ALLE Beteiligten ganz geschickt!

Werder tritt damit als Mitberwerber auf, d.h. potentielle Interessenten bieten AUCH gegen Werder. Das ist nicht schlecht für den Preis. Und für Mesut ist das dasselbe: Solange er suggeriert, das er sich GRUNDSÄTZLICH auch vorstellen könne, in Bremen zu bleiben, müssen sich die Abwerber verstärkt aus dem Fenster lehnen, ihn da "wegzulocken".

Würde MÖ sagen "Ich will da unbedingt weg" und KA "bei uns kriegt DER nie wieder einen Vertrag" ... hm, weshalb sollten sich da Ablöse- und Gehaltsangebote überschlagen?
 
Dass KA am liebsten eine fette Ablöse hätte, wenn er schon einen seiner besten Spieler verliert, dürfte klar sein.

Die Crux ist doch, dass die Vereine keine Chance haben, einen Spieler zu halten oder eine Ablöse zu bekommen, wenn dieser sich querstellt.

Ist ein Spieler schlecht und spielt keine Rolle mehr (Vranjes, Rosenberg, etc.), sitzt er notfalls seinen Vertrag aus und spielt nicht. Wenn der Spieler keine silbernen Löffel klaut, hat der Verein keine Chance.

Im umgekehrten Fall ist es ähnlich. Ein junger, hoffnungsvoller Spieler (MÖ) hält den Verein wegen einer Verlängerung hin. Ein halbes Jahr vor Vertragsablauf kann er die Angebote von allen Vereinen sammeln.

Das Problem: Das Geld wandert hauptsächlich an die Spieler und deren Berater, die immer zahlreicher auftreten (weil man schon mit einem guten Transfer mehr verdient, als ein Normalverdiener in 10 Jahren). Das Geld verlässt den Kreislauf Fussball - kleinere Vereine erhalten immer weniger Ablösesummen, mit denen sie wiederum kleinere Vereine entschädigen können oder das sie in den Jugendfussball investieren können. Die FIFA (und UEFA) hat hier dringenden Handlungsbedarf.
 
Was soll die FIFA groß machen daran? Das Sklaventum offiziell erlauben? Sehe da keine rechtlichen Möglichkeiten auch nur irgendwas an der Situation zu ändern -leider, wie ich betone. Man ist als Verein dem Wohl und Wehe neureicher 20jähriger unterworfen, die eben eigene Ziele verfolgen und denen der Arbeitgeber weitesgehend am Hinter vorbei geht.
 
Was soll die FIFA groß machen daran? Das Sklaventum offiziell erlauben? Sehe da keine rechtlichen Möglichkeiten auch nur irgendwas an der Situation zu ändern -leider, wie ich betone. Man ist als Verein dem Wohl und Wehe neureicher 20jähriger unterworfen, die eben eigene Ziele verfolgen und denen der Arbeitgeber weitesgehend am Hinter vorbei geht.

Wenn ein Verein, sich davon abhängig machen sollte, gehört die Vereinsführung geteert und gefedert. Natürlich verfolgt jeder junge Profi seine eigene Interessen, natürlich ist manch einer davon schlecht beraten und natürlich wird sich kein Verein, schon gar nicht Werder, sich in die Hände irgendwelcher windigen Spielerberater begeben. Am Ende bleibt immer ein Restrisiko, dass der Verein, was die Ablöse betrifft, mit leeren Händen dasteht. Aber das ist doch nicht das Ende aller Vereinsinteressen. Werder wird sich nach MÖ´s Abgang, ein weiteres Talent sichern und sich so die sportlichen Ambitionen bewahren. Mit Felix Kroos, Marko Marin, evtl. Wesley oder z.B. auch Arnautovic, hat KATS doch längst vorgesorgt. Die Zeit, in der MÖ weiter für den Verein spielt und in der sich diese Spieler weiter entwickeln, spielt für den Verein und das ist ein Ergebnis kluger Vorsorge für alle Eventualitäten.
 
Allofs auf Werder.de

Einen schlechten Tag kann man haben, aber das war heute nicht das Thema. Laufbereitschaft und Engagement müssen immer da sein. Aber es gibt einige wenige Profis, die nicht zu 100 Prozent dabei sind. Da muss man klar sagen, ohne die Bereitschaft mitzuziehen haben sie keine Zukunft bei Werder.“


Diese Worte kennen wir doch schon aus den letzten Jahren,passiert ist aber nie viel.Viele Worte wenig Taten,leider:rolleyes:
 
Allofs auf Werder.de

Einen schlechten Tag kann man haben, aber das war heute nicht das Thema. Laufbereitschaft und Engagement müssen immer da sein. Aber es gibt einige wenige Profis, die nicht zu 100 Prozent dabei sind. Da muss man klar sagen, ohne die Bereitschaft mitzuziehen haben sie keine Zukunft bei Werder.“


Diese Worte kennen wir doch schon aus den letzten Jahren,passiert ist aber nie viel.Viele Worte wenig Taten,leider:rolleyes:

Genauso ist es leider. 100 % Zustimmung. Bei einigen Positionen gibt es leider keinen Konkurrenzkampf.
 
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