Jens Pascal

Das sind halt Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Es kann jedem scheißegal sein, wie ein Grabstein aussieht.

Nein, kann es nicht. Wenn man auf einem evangelischen oder katholischen Friedhof beerdigt wird, hat man sich an die von der Kirchengemeinde/Friedhofsverwaltung vorgegebenen Richtlinien zu halten.

Ich habe halt für sowas kein Verständnis. Vorallem wenn es Sachen gibt, die viel störender sind, als das Aussehen eines Grabsteins. Daher mein Beispiel.

Ich persönlich habe halt für sowas kein Verständnis. Ich finde das einfach nicht ok. Und solange etwas nicht gegen Gesetze verstößt, ist es ok. Aber nur weil etwas nicht ins Friedhofsbild passt...

Nur weil etwas gesetzlich nicht verboten ist, kann es trotzdem in den Augen vieler moralisch verwerflich sein.

Das ist genauso mit einigen Beubausiedlungen hier. Es gibt Siedlungen, da dürfen Häuser keinen lila-farbenen Stein haben. Passt nicht ins Bild, der Bau wird nicht genehmigt... Finde ich auch nicht ok und auch da habe ich kein Verständnis für.

Das Gesamtbild des Stadteils/Neubaugebiets/Wohnblocks muß einheitlich sein - das ist nun mal so vorgeschrieben.

Und wäre Zoggg mein Mann und HSV-Fan und hätte den Willen, auf dem HSV-Friedhof begraben zu werden, dann würde ich dafür sorgen. Auch wenn es mir gegen den Strich gehen würde, der letzte Wille ist zu akzeptieren...

Alles, was im gesetzlichen Rahmen möglich ist...

Und da wären wir wieder bei den Vereinsfriedhöfen. Wenn der BVB einen hat, hätte man den Jungen dort beerdigen lassen können. Wenn es keinen gibt, muß man halt mit dem Vorlieb nehmen, was einem geboten wird. Und dann hat man sich auch an deren Regeln zu halten. Und wenn ich nicht vorher frage und einfach etwas da hinsetze, was so nicht ins allegemeine Bild paßt, dann darf ich micht nicht wundern, wenn ich es wieder wegnehmen muß.
 
Ich würde mir wünschen, dass die Kirche nachgibt und den Eltern erlaubt, den Grabstein aufzustellen. Ich denke, dass man den trauernden Eltern, wenn man ihnen gestattet den letzten Wunsch ihres toten Sohns zu erfüllen, eine Last nimmt und ihnen hilft. Ich glaube nicht, dass andere Menschen, die diesen Friedhof besuchen, so sehr darunter leiden würden, wenn der Grabstein erlaubt werden würde, wie die Eltern, wenn er nicht erlaubt werden würde, denn letztendlich besucht man doch das "eigene" Grab bei einem Friedhofsbesuch und nicht das der anderen. Aus diesem Grund habe ich mich jedenfalls dazu entschlossen, die Petition zu unterzeichnen: http://petitionen.com/petitions/240 Manchmal kann die Masse ja was bewegen, aber ich habe wenig Hoffnung, da auch ich denke, dass die Kirche sich davor fürchtet, dass dieser Fall zum Präzidenzfall wird.

Der BVB hat übrigens keinen eigenen Fan-Friedhof und wie schon von anderen an dieser Stelle gesagt, ist es jetzt eh zu spät, einen anderen Friedhof auszuwählen. Und ich persönlich hab noch nie darüber nachgedacht, dass Aufschriften (mal abgesehen von diskriminierenden Aufschriften und Bildern, die gegen das Grundgesetz verstoßen), nicht erlaubt werden könnten. Ich sag nicht, dass die Kirche keine Gesetze machen darf, denn ja, es ist "ihr" Friedhof, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich viele Leute nicht darüber bewusst sind. Zeigt auf jeden Fall, dass man, wenn einem eine Grabaufschrift sehr wichtig ist, nachfragen sollte, bevor man einen Menschen beerdigt.

Da dies für Jens Pascals Eltern aber zu spät ist, würde ich mir halt einfach wünschen, dass man "Gnade vor Recht" ergehen lässt.
 
Der BVB hat übrigens keinen eigenen Fan-Friedhof und wie schon von anderen an dieser Stelle gesagt, ist es jetzt eh zu spät, einen anderen Friedhof auszuwählen. Und ich persönlich hab noch nie darüber nachgedacht, dass Aufschriften (mal abgesehen von diskriminierenden Aufschriften und Bildern, die gegen das Grundgesetz verstoßen), nicht erlaubt werden könnten. Ich sag nicht, dass die Kirche keine Gesetze machen darf, denn ja, es ist "ihr" Friedhof, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich viele Leute nicht darüber bewusst sind. Zeigt auf jeden Fall, dass man, wenn einem eine Grabaufschrift sehr wichtig ist, nachfragen sollte, bevor man einen Menschen beerdigt.

Da dies für Jens Pascals Eltern aber zu spät ist, würde ich mir halt einfach wünschen, dass man "Gnade vor Recht" ergehen lässt.

Es gibt jede Menge Vorschriften, die man beim Erwerb eines Grabes bekommt und die gilt es durchzulesen, dann weiß man alles.
 
@ FF

So wird es sein... Mein letzter Wille ist ein verwahrlostes Grab. Recht unglogisch oder?

Und das mit dem Haus: es ist albern. Wenn ich ein weißes Haus bauen will, dann baue ich es. Und es kann nicht sein, dass gesagt wird, dass es verboten ist... Es gibt Siedlungen, da gibt es Stress wg der Ziegelfarbe. Weißes Haus ja, blaue Ziegel passen aber nicht ins Erscheinungsbild. Daher darfst du nur bauen, wenn die Ziegel schwarz sind. Hier haben übrigens, bis auf eines, alle Häuser schwarze Ziegel. Ein Haus hat ein rotes Dach. Na und, wem es gefällt... Und wem es nicht gefällt, der braucht ja nicht hingucken...

Und wenn jemand einen besonderen Grabstein haben will, sollte das kein Problem sein. Denn mit BVB auf Dem Grabstein o als Grabstein, verstößt dies weder gegen das Gesetz noch gegen die Moral. Und damit sollte es eigentlich ok sein.

Und dass ich kein Verständnis dafür habe, wenn sowas eben nicht ok ist, sollte es mir überlassen sein. Ist halt meine Meinung!

Und genauso würde ich es scheiße finden, wenn Euer letzter Wille nicht erfüllt wird. Wenn jemand von Euch ne Seebestattung will, aber sie nicht bekommt. Wenn jemand anonym bestattet werden will, aber dies nicht erfolgt. Wenn jemand einen Werdergeabstein will, aber diesen nicht bekommt. Und da spielt es keine Rolle, dass derjenige es ja eh nicht mehr mitbekommt. Wenn es der letzte Wunsch war, dann sollte er möglich gemacht werden. Und das Argument, der Verstorbene bekommt es nicht mehr mit, zieht bei mir nicht. Denn wenn das so ist, kann man ja alle irgendwo im nirgendwo verschachern, da es ja eh egal ist, da es der Verstorbene ja nicht mitbekommt... Passt auch nicht...
 
Und genauso würde ich es scheiße finden, wenn Euer letzter Wille nicht erfüllt wird. Wenn jemand von Euch ne Seebestattung will, aber sie nicht bekommt. Wenn jemand anonym bestattet werden will, aber dies nicht erfolgt. Wenn jemand einen Werdergeabstein will, aber diesen nicht bekommt. Und da spielt es keine Rolle, dass derjenige es ja eh nicht mehr mitbekommt. Wenn es der letzte Wunsch war, dann sollte er möglich gemacht werden. Und das Argument, der Verstorbene bekommt es nicht mehr mit, zieht bei mir nicht. Denn wenn das so ist, kann man ja alle irgendwo im nirgendwo verschachern, da es ja eh egal ist, da es der Verstorbene ja nicht mitbekommt... Passt auch nicht...

Immer nur im Rahmen des Machbaren und Möglichen, aber das kannst und willst Du warscheinlich nicht begreifen.
 
@ FF

So wird es sein... Mein letzter Wille ist ein verwahrlostes Grab. Recht unglogisch oder?

Ich rede nicht von dir, ich rede von denen, die begraben wurde.
Und ICH würde das tatsächlich so ins Testament schreiben, das mein Grab nicht so oft gepflegt werden soll. Musst du nicht verstehen - ist eben MEIN letzter Wille.

Unlogisch? Meinetwegen - aber mein Wunsch. Ich kann sauberen und gepflegten Gräbern nichts abgewinnen.

Und das mit dem Haus: es ist albern. Wenn ich ein weißes Haus bauen will, dann baue ich es. Und es kann nicht sein, dass gesagt wird, dass es verboten ist... Es gibt Siedlungen, da gibt es Stress wg der Ziegelfarbe. Weißes Haus ja, blaue Ziegel passen aber nicht ins Erscheinungsbild. Daher darfst du nur bauen, wenn die Ziegel schwarz sind. Hier haben übrigens, bis auf eines, alle Häuser schwarze Ziegel. Ein Haus hat ein rotes Dach. Na und, wem es gefällt... Und wem es nicht gefällt, der braucht ja nicht hingucken...

Die Bauverordnung sagt nunmal, das es ein einheitliches Siedlungsbild geben soll. Schwarze Ziegel, rote Ziegel aber eben nichts extremes.

Wems nicht gefällt soll nicht hingucken :roll:
Wenn das Haus, mit hässlich lilanen Ziegeln, aber genaut wurde, wo vorher mein Wohnzimmer mit Ausblick auf eine schöne Wiese war?
Schlimm genug das da dann ein Haus steht, aber ein Haus, das man nicht sehen kann weils nicht passt? Sorry. Deine Meinung mag das sein - wenn alle so denken würden... Armes Deutschland (ärmer als ohnehin schon)

Und wenn jemand einen besonderen Grabstein haben will, sollte das kein Problem sein. Denn mit BVB auf Dem Grabstein o als Grabstein, verstößt dies weder gegen das Gesetz noch gegen die Moral. Und damit sollte es eigentlich ok sein.

Jwohl meine Führerin.
Schön, das du hier für jeden die Moral festlegst.

Und dass ich kein Verständnis dafür habe, wenn sowas eben nicht ok ist, sollte es mir überlassen sein. Ist halt meine Meinung!

Deine Meinung, ja. Für die ich absolut 0 Verständnis habe.
Ändert nichts an der Tatsache, das die Freiheit des einzelnen dort aufhört, wo andere belästigt werden.

Und genauso würde ich es scheiße finden, wenn Euer letzter Wille nicht erfüllt wird. Wenn jemand von Euch ne Seebestattung will, aber sie nicht bekommt. Wenn jemand anonym bestattet werden will, aber dies nicht erfolgt. Wenn jemand einen Werdergeabstein will, aber diesen nicht bekommt. Und da spielt es keine Rolle, dass derjenige es ja eh nicht mehr mitbekommt. Wenn es der letzte Wunsch war, dann sollte er möglich gemacht werden. Und das Argument, der Verstorbene bekommt es nicht mehr mit, zieht bei mir nicht. Denn wenn das so ist, kann man ja alle irgendwo im nirgendwo verschachern, da es ja eh egal ist, da es der Verstorbene ja nicht mitbekommt... Passt auch nicht...


Ja, der letzter Wille sollte nach Möglichkeit erfüllt werden.
Ist dieses aber aus moralischen / gesetzlichen Gründen nicht möglich, dann geht es eben nicht. In solchen fällen mache ich mich vorher schlau und informiere mich, was in welcher Form auf diesem Friedhof erlaubt ist oder nicht. Denn vorher kann man dann noch Kompromisse eingehen, mit denen alle zufrieden gestellt werden können.
 
ihr versteht das alle doch gar nicht. Es geht um den Willen von Nicole:ugly:

Dann muss sie sich vorher(!) darum kümmern, dass es einen Friedhof gibt, bei dem dies so möglich ist wie sie möchte.

Ich suche gerade eine Rechtsschutzversicherung, die man über den Tod hinaus abschließen kann und die automatisch die Angehörigen der Grabnachbarn verklagt, wenn diese der Grabplege nicht nachkommen.
 
Dann muss sie sich vorher(!) darum kümmern, dass es einen Friedhof gibt, bei dem dies so möglich ist wie sie möchte.

Ich suche gerade eine Rechtsschutzversicherung, die man über den Tod hinaus abschließen kann und die automatisch die Angehörigen der Grabnachbarn verklagt, wenn diese der Grabplege nicht nachkommen.

DAS habe ich mir eben auch gedacht. Das die Kirche bei sowas pingelig sein kann, weiß man doch. Und wenn so ein spezieller Wunsch besteht, dann erkundige ich mich bei welchem Friedhof das problemlos möglich ist. Und jetzt gibt es so ein Theater um das Grab des Jungen, was man durchaus hätte verhindern können. Natürlich ist es nicht einfach sein Kind zu verlieren, aber leichter wird das jetzt auch nicht!
 
Interessante Diskussion hier. Rein rechtlich ist die Sache doch eindeutig. Die Friedhofsordnung gibt so einen Grabstein offenbar nicht her. Und wenn der "Eigentümer" auf die Friedhofsordnung verweist, ist das einfach zu aktzeptieren. Wo ist das Problem? Wo kommen wir denn hin, wenn jeder macht, was er will?

Klar, der kleine, viel zu früh gestorbende Junge lässt die Herzen höher schlagen. Ist auch verständlich. Aber das darf nicht dazu führen, dass bestehende Gesetze/Verordnungen usw. nicht akzeptiert werden. Man kann ja die Diskussion darüber generell führen, um dieses Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Vlt. ändert sich an der einen oder anderen Stelle auch etwas. Bis dahin sollte man sich aber einfach an die gegebenen Regeln halten.

btw:
Muss ich jetzt bei meinem eigenen letzten Willen noch hinzufügen, dass ich auf keinen Fall neben dem kleinen Jungen begraben werden möchte?
 
Ich würde mir wünschen, dass die Kirche nachgibt und den Eltern erlaubt, den Grabstein aufzustellen. Ich denke, dass man den trauernden Eltern, wenn man ihnen gestattet den letzten Wunsch ihres toten Sohns zu erfüllen, eine Last nimmt und ihnen hilft. Ich glaube nicht, dass andere Menschen, die diesen Friedhof besuchen, so sehr darunter leiden würden, wenn der Grabstein erlaubt werden würde, wie die Eltern, wenn er nicht erlaubt werden würde, denn letztendlich besucht man doch das "eigene" Grab bei einem Friedhofsbesuch und nicht das der anderen. Aus diesem Grund habe ich mich jedenfalls dazu entschlossen, die Petition zu unterzeichnen: http://petitionen.com/petitions/240 Manchmal kann die Masse ja was bewegen, aber ich habe wenig Hoffnung, da auch ich denke, dass die Kirche sich davor fürchtet, dass dieser Fall zum Präzidenzfall wird.

Deinen guten Willen in allen Ehren, aber genau solche Leute wie du werden zum Opfer dieser abgefuckten Medienheuchelei. In drei Tagen hörst du nie wieder was von der Story! Genau wie Schweinegrippe, Robert Enke oder BSE. Alles aufgebauschte Hysterie und immer die selbe Masche! Anstatt sich mit so einem Einzelfall näher zu beschäftigen gibt es viel wichtigere Dinge auf der Welt bei denen du ebenfalls deinen guten Willen zeigen könntest.

Verschwendet nicht die Zeit mit so einem Einzelschicksal (ohne dies runterspielen zu wollen. Der Fall ist sicher tragisch und gerade für die Eltern eine schwierige Zeit). Wenn ihr was bewegen wollt, dann schaut über den Tellerrand und macht die Augen auf was da draußen sonst so abgeht.

Sorry, aber das musste mal gesagt werden!
 
Dann muss sie sich vorher(!) darum kümmern, dass es einen Friedhof gibt, bei dem dies so möglich ist wie sie möchte.

Ich suche gerade eine Rechtsschutzversicherung, die man über den Tod hinaus abschließen kann und die automatisch die Angehörigen der Grabnachbarn verklagt, wenn diese der Grabplege nicht nachkommen.

Hallo? Ich lebe noch! Und mein Grabwunsch ist das bestimmt nicht. Mein Wunsch ist meinen Lieben bekannt...

Und um meinen Grabwunsch geht es hier auch nicht. Es geht um den von Jens Pascal, der nicht erfüllt wird...





@ FF:
Moral ist:
"Ein Fremdwort. Es kommt von dem lateinischen Wort „mores“ und heißt übersetzt „Sitten“ und „Gebräuche“. Die Moral beschäftigt sich mit Grundannahmen im Verhalten der Menschen zu Mitmenschen und zur Natur und ist keinesfalls auf Fragen der Sexualität beschränkt. In dem so genannten kritischen Sinn beschreibt der Begriff Moral, wie etwas vernünftigerweise gilt oder gelten soll. Der positive Begriff Moral dagegen beschreibt, welche Sitten ein einzelner Mensch oder eine Gesellschaft befolgt."[1]

Moral lernen


Definition von Moral: "Bezeichnung für ein kompliziertes System von Regeln, sittlichen Normen und Werten, die das soziale Verhalten des Menschen betreffen und die der Gesellschaft zugrunde liegen. In jeder Gesellschaft gibt es Verhaltensvorschriften (Regeln), die für ihre Mitglieder gelten. Ob ein bestimmtes Verhalten moralisch ist oder nicht, wird aus Übereinstimmung mit oder Abweichung (s. Devianz) von diesen erschlossenen Regeln beurteilt.

Was spricht also hinsichtlich des Grabsteins moralisch nun dagegen? Wenn du mir schon vorwirfst, dass ich bestimme, was Moral ist... Was ich definitiv nie getan habe!
 
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