Jürgen L. Born

Also, meiner Meinung nach ist der Schritt genau richtig und ich hätte es genau so gemacht. Zumal er ja am Jahresende eh ausgeschieden wäre. Wieso soll er sich das mit 68 Jahren antun, jetzt die Presse zu belangen und zu klagen? Das würde Werder noch mehr negative Schlagzeilen bringen, als es so schon der Fall ist. Und das vermutlich über Monate. Jetzt kann sich die Presse noch ein paar Tage austoben und die Sache wird, zumindest was Born betrifft, schnell langweilig. Er versucht nicht aus Egogründen auf Kosten des Vereins seinen Ruf zu retten, sondern nimmt den Verein aus der Schusslinie und versucht anschließend seine Reputation wieder herzustellen. Schade, dass dieser Schritt nötig ist, aber es ist das Beste..

So sehe ich das auch.
Wirklich ein bisschen schade für die Art des Abgangs, aber es sind nur ein paar Monate früher, es wird sowohl Born als auch Werder nicht aus den Schuhen hauen.
Möchte an der Stelle unserem Papa Born danken für viele Jahre Treue und Engagement, für die entscheidenden Impulse bei wichtigen Transfers und ein immer sympathisches Auftreten...
Und noch ein Satz zu den Vorwürfen: Ich gehe davon aus, dass sie nicht oder nur abgeschwächt gerechtfertigt sind. Sollte Born wirklich was versaut haben, was über eine falsche Verbuchung oder einen Formfehler hinausgeht, dann ist das natürlich zu verurteilen. Es stimmt, der Zweck heiligt nícht die Mittel. Dennoch muss man auch erwähnen, welche Unsummen dort ständig bewegt werden und wenn da ein Mann (zum Wohle seines Sohnes eventuell noch) in 10 Jahren einmal schwach wird (und es geht hier nicht um Millionen..), dann kann ich ihm relativ schnell und gut verzeihen. Jeder macht mal einen Fehler.
Schönen Ruhestand, Papa Born.
:tnx:
 
Born hat als Mensch und Geschäftsführer Werder gut getan. Das sollte man bei allem Unmut und bei allen Gerüchten nicht vergessen. Im Übrigen gilt in Deutschland erst einmal die Unschuldsvermutung, wenn ich kurz daran erinnern darf. Sollten die Anschuldigungen aber stimmen, bin ich ziemlich enttäuscht von ihm, seine Leistungen für Werder schmälert das allerdings nicht.
 
Zitat von Christian Günther;281327:
Ich finde das gerade richtig traurig. Ich mochte Born sehr und hielt ihn stets für den Inbegriff der Seriosiät, die Werder auszeichnet. :(

Mache es gut, "Papa".

So gehts mir auch. Ich hatte ja letzten Sommer das Glück, in Schruns mit ihm im Biergarten zu sitzen und ein Bierchen zu trinken (nebenbei bemerkt hat er uns an dem Abend alles bezahlt :knutsch:). Und da (bzw. das ganze WE über) hat er meinen Eindruck, den ich von ihm hatte, gänzlich bestätigt. Er war richtig sympathisch und hatte immer nen lockeren Spruch auf den Lippen.
 
Meine Güte, Leute, wartet doch erst mal ab, was rauskommt bei der Sache! Diese Vorverurteilungen von einigen hier sind ja schlimm, eine echte Bildzeitungsmentalität. Der Sache wird nun nachgegangen und dann kommt die Wahrheit raus. Bis dahin nützt es doch nichts, sich hier jetzt an Spekulationen hochzuziehen.
 
Born hat als Mensch und Geschäftsführer Werder gut getan. Das sollte man bei allem Unmut und bei allen Gerüchten nicht vergessen. Im Übrigen gilt in Deutschland erst einmal die Unschuldsvermutung, wenn ich kurz daran erinnern darf. Sollten die Anschuldigungen aber stimmen, bin ich ziemlich enttäuscht von ihm, seine Leistungen für Werder schmälert das allerdings nicht.

Dem stimme ich zu, aber ich muss auch dazu sagen, dass ich einfach nicht glauben kann oder will, was ihm unterstellt wird.
 
Sehr schade.... war für mich der kompetenteste Mann in der Geschäftsleitung. Einen mit ähnlichen Kompetenzen wird man sicherlich nicht für Werder begeistern können. :o
 
Wenn Born das getan hat, was ihm vorgworfen wird, hätte er auf gar keinen Fall seine Arbeit für Werder fortsetzen können. Es scheint ihm zur Zeit - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich zu sein zu beweisen, dass er zwar Geld erhalten hat, dieses aber nicht aus Geschäften stammte, bei denen Werder Schaden genommen hat. Insofern ist sein Rücktritt ein kosequenter und richter Schritt. Sollte sich herausstellen, dass die Vorwürfe haltlos waren, verdient er umso mehr Respekt für seinen heutigen Entschluss, da er dann uneigennützig allein im Interesse unseres Vereins gehandelt hat.

Hier wird viel von einem Image-Schaden geredet, der durch sein Verhalten entstanden sein soll. Einen solchen sehe ich nicht.

Ein Image-Problem entsteht einem Unternehmen, wenn durch Fehlverhalten von Verantwortlichen anderen ein Schaden entstanden ist, wenn also zB ein Pharmaunternehmen schädigende Medikamente herstellt oder dilletantische Bänker das Vermögen von Anlegern verzocken.
Hier aber soll ein Verantwortlicher etwas getan haben, durch das dem Verein Gelder entzogen wurden. Andere haben keinen Schaden davongetragen.

Ein Image-Schaden wäre dann da, wenn Werder Sponsoren verlieren würde. Diese Gefahr sehe ich nicht; Sponsoren sind vornehmlich am sportlichen Erfolg interessiert, denn von diesem hängt es ab, wieviele Minuten ihre Werbung im Fernsehen zu sehen sein wird.

Ein Image-Schaden wäre auch dann da, wenn Spieler von einem Wechsel zu Werder absehen würden, da der Verein ein zu schlechtes Image hat. Auch dieses Riskio besteht meiner Meinung nach nicht. Ob ein Spieler sich dazu entschließt, sich das grün-weiße Trikot überstreifen, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: seiner persönlichen sportlichen Perspektive und, vermutlich sogar wesentlicher, von finanziellen Erwägungen. Wie sonst wäre zu erklären, dass noch immer Spieler für Juventus Turin auflaufen? Einen Verein, dessen Verantworliche nachweislich wesentlich verwerflichere Dinge getan haben als das, was Born vorgeworfen wird.

Sicher wird das Thema Born noch für einige Zeit für Schlagzeilen sorgen. Aber wie lange das sein, kann keiner voraussagen. Die heutige Medienlandschaft ist extrem schnelllebig. Würde beispielsweise übermorgen der FC Bayern Klinsi vor die Tür setzen, wäre ab diesem Moment das Thema Born allenfalls noch eine Randnotiz.

Nur ein Beispiel aus jüngster Zeit (auch wenn es nichts mit Fußball zu tun hat). Der Einsturz des Archivs in Köln. Tagelang ein Topthema. Und die Meldung, dass der Leichnam des zweiten Vermissten geborgen wurde, ging heute angesichts der unfassbaren Ereignisse in Winnenden ziemlich unter. Und auch die Berichterstattung um den Attentäter, seinen Hintergrund, um Lösungsansätze, wird irgendwann in den Hintergrund gedrängt werden. Wie so viele andere Themen auch. Oder wann hat das letzte Mal einer was von BSE oder der Vogelgrippe gehört? Und zu beiden Themen gibt es an sich immer wieder neue Erkenntnisse mit Nachrichtenwert.

Aber ich schweife ab.

Ich hoffe noch immer, dass Born sich nicht zu Lasten Werders bereichert hat. Ob es ihm gelingen wird, dies zu beweisen (auch wenn es ja angesichts der Unschuldsvermutung anders herum sein müsste) bezweifle ich allerdings immer mehr.
 
Also, meiner Meinung nach ist der Schritt genau richtig und ich hätte es genau so gemacht. Zumal er ja am Jahresende eh ausgeschieden wäre. Wieso soll er sich das mit 68 Jahren antun, jetzt die Presse zu belangen und zu klagen? Das würde Werder noch mehr negative Schlagzeilen bringen, als es so schon der Fall ist. Und das vermutlich über Monate. Jetzt kann sich die Presse noch ein paar Tage austoben und die Sache wird, zumindest was Born betrifft, schnell langweilig. Er versucht nicht aus Egogründen auf Kosten des Vereins seinen Ruf zu retten, sondern nimmt den Verein aus der Schusslinie und versucht anschließend seine Reputation wieder herzustellen. Schade, dass dieser Schritt nötig ist, aber es ist das Beste..

:tnx: absolut!
ich finde die ganze geschichte sehr traurig und vor allem dass es für born bei werder so enden muss, aber er hat letztendlich alle richtigen schlüsse gezogen und zieht nun den verein nicht unnötig mit hinein. ich denke der image-schaden wird sich im -1 bis 0-bereich bewegen, um es mal so auszudrücken.
ich finde er ist immer noch ein extrem sympathischer TYP und ich mag ihn immer noch sehr gerne leiden. die beziehung von werder und born wird sicher nicht für immer abreißen, denn ein mal werder - immer werder ;)
 
Wer in Südamerika bei Geschäften NICHT korrumpiert, verliert sein Gesicht.
Gute Deals sind J.Born gelungen. Wem das alles nicht passt, kann ja die "LINKE" wählen und mit der Hilfe von Hugo Chavez eine Antibananenrepublik gründen. Ich kann aber beim besten Willen nicht sagen, wo die dann ihren Sitz hat.:p

IM ECHT: Danke für Dein WERDER-HERZ, Jürgen Born :tnx::tnx::tnx:


p.s.

BORN to be wild!
 
13.03.2009 - 17:15 Uhr Quelle: dpa (©)

Marco Bode Kandidat für Werder-Geschäftsführung

Der frühere Fußball-Nationalspieler Marco Bode wird bei Werder Bremen als möglicher neuer Geschäftsführer gehandelt.
Das bestätigte der Aufsichtsratsvorsitzende Willi Lemke am Freitag nach dem Rücktritt des langjährigen Clubchefs Jürgen L. Born. «Marco gehört zu denen, die in die Auswahl kommen», sagte Lemke. Der 39 Jahre alte Ex-Profi Bode spielte von 1989 bis 2002 für Werder in der Bundesliga. Der Verein hat einen Personalberater beauftragt, der Kandidaten für die Neubesetzung der Geschäftsführung vorschlagen soll. «Wir entscheiden das völlig unaufgeregt. Ich gehe davon aus, dass wir in zehn bis zwölf Wochen die Vorschläge haben», sagte Lemke.


edit: Ich hab das auch noch da gepostet. Dort passt's besser hin.
 
Einen guten Ruf aufzubauen bedarf es meist einer langen Zeit.
Ihn zu verlieren, geht hingegen schnell.

Erst der THW. Jetzt der SVW ....

Ob es stimmt oder nicht. Verlieren tut so oder so jetzt schon der Sport.


:rolleyes:
 
...und das Märchen der braven, herzensguten fast heiligen grossen Werderfamillie ist nach den ganzen Vorkomnissen dieser Saison wohl endgültig unter der Rubrik "Legendenbildung" abzulegen.

Vieleicht auch besser so...

Zurück zum "SPOCHT"
 
Back
Top