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Apothic Inferno – Der Wein, der nicht nach Wein schmeckt
Written by
Weinsnob+ on September 29, 2019 in
Cabernet Sauvignon,
Merlot,
Syrah,
USA,
Wein im Test,
Weine 10 - 20 Euro, Zinfandel
Heute stelle ich euch einen echt
bizarren Wein vor: Den
Apothic Inferno. Er schmeckt nämlich gar nicht nach Wein. Warum ist das so? Und lohnt sich der Kauf? Das klären wir in diesem Beitrag!
Ich hatte bereits
Apothic Red vom gleichen Weingut getestet. Dieser wollmundige und nach Lebkuchen schmeckende Rotwein hatte mir sehr gefallen. Also war ich auch sehr gespannt, wie mir der noch noblere Wein des gleichen Hauses gefallen würde.
Der Apothic Inferno ist e
in besonderer Wein, was nicht zuletzt an seiner Machart liegt. Ähnlich wie beim Apothic Red, setzte man hier auf
außergewöhnlich viele Rebsorten: Merlot, Zinfandel, Syrah, Petite Sirah, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und andere. Das alleine sorgt schon für einen
facettenreichen Wein.
Doch was den Apothic Inferno so besonders macht ist seine Reifung im Fass. Die Macher setzen nämlich nicht auf einen Standard-Barrique-Ausbau. Das wäre ja langweilig. Nein, der Inferno reift 60 Tage lang in einem
ausgebrannten Whiskyfass.
Apothic Inferno – Die Verkostungsnotizen
Beurteilt man den Wein rein nach seinem Äußeren, dann muss er
von Satan besessen sein: dunkle, fast schwarze granatrote Farbe.
Seine Nase ist nicht weniger teuflisch. Einerseits gibt es da die
Vanille von der Fassreifung. Dadurch duftet er ein bisschen süß, nach
gerösteten Marshmellows. Karamell oder braunen Zucker lassen sich auch einfach erkennen. Er duftet aber auch ein bisschen nach Branntwein.
Das mag kaum verwundern, denn der Apothic Inferno hat ein
Alkoholgehalt von 16%. Das ist nicht ohne! Die gute Nachricht ist: Man schmeckt den Alkohol nicht. Es handelt sich um einen vollmundigen, dominanten Wein. Er überwältigt einen aber nicht. Das liegt daran, dass die Gerbsäure äußerst sanft ist.
Das letzte Mal, dass ich hier so einen kräftigen Wein vorgestellt habe, war beim
Sangre de Toro. Doch der Apothic Inferno spielt in einer
krasseren Liga. Diese Flasche hat von allem nicht nur ein bisschen, sondern sehr viel: Holz, Whiskynoten, Karamell, etwas Frucht und
jede Menge Trinkgenuss.
Er passt besonders gut zu Steak, BBQ Soße, gewürztem Lamm und sogar zu Currywurst. Einen wichtigen Tipp habe ich noch: Man sollte den Apothic Inferno nicht zu warm trinken. Notfalls sollte man ihn mit einem
Weinkühlstab noch schnell kühlen.
Um es klar zu sagen: Der Apothic Inferno ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Doch ich bin der persönlichen Meinung, dass man sich eine Flasche holen sollte. Denn es handelt sich um einen einzigartigen Wein. Die
5 von 5 Weinsnob-Korken erhält er alleine schon für seine
Originalität.
Den Apothic Inferno gibt es für 13,74 Euro bei Kaufland.