Also, nur mit sehr, sehr viel Wohlwollen lassen sich die Auftritte gegen Wolfsburg und gegen Bayern gleich mal als "gut" definieren. Gegen Wolfsburg kam lange gar nichts, außer dass er sich physisch da vorne reingehauen hat, allerdings ohne jeglichen Effekt, da das vom Gegner relativ schnell auszurechnen und zu stellen war. Geschönt wurde das Ganze deshalb, weil er ein Tor geschossen hat. Gegen Bayern lief es nahezu gleich. Und bei so viel Platz gegen desillusionierte Freiburger wird bspw. einem Rosenberg immer unterstellt, dass das am Gegner liegt und er einfach nur deswegen wieder Glück hatte, ein Tor zu erzielen (mit gleicher Argumentation im Spiel in Bilbao). Bei Hugo ist`s freilich ne Topleistung.
Ich jedenfalls wäre vorsichtiger, andere Meinungen sofort als "Stammtischgequake" oder "Blödsinn" abzutun.
Das alles ist aber nicht so schlimm, denn der Schlüssel scheint mir in diesen beiden Aussagen zu liegen....Eben.
Almeida spielt - insgesamt gesehen - seit vier Jahren konstant auf einem Niveau, mit geringfügigen Ausreissern nach oben und unten, wobei ich zumindest einen leichten Aufwärtstrend in der abgelaufenen Spielzeit erkennen konnte. Er spielt das, was er kann, nicht mehr und nicht weniger und es ist auch, gemessen an den erkennbaren Anlagen, dort keine Explosion mehr zu erwarten.
Jedoch ist das 1.) mMn nicht zu schlecht für einen BL-Verein unter den ersten Sechs, 2.) kann sich der Verein bei Ihm praktisch immer sicher sein, dass er alles gibt, was er hat (was ihm letztlich einen gewissen Kultstatus bei den Fans einbrachte) und 3.) auch eine Frage des Systems und der Spielweise, was mit ein Grund sein könnte, warum sich HA dauerhaft nicht im Stamm festspielen konnte.
Da Werder nun die Defizite und Stärken des Spielers hinreichend kennt und weiss, was man an ihm hat, gibt es m. E. nur zwei Möglichkeiten, entweder
a) dem Spielertyp Hugo Almeida ein System anzumodellieren, wo dessen Stärken auch zum Tragen kommen (denn davon ist Hugo nunmal exorbitant abhängig, seine fussballerischen Fähigkeiten lassen kaum flexible Einsatzmöglichkeiten zu)
oder, wenn das nicht in Frage kommt,
b) sich dann im Klaren zu sein, dass für beide Seiten ein Verkauf Sinn macht.
Wenn Werder a) vor hätte, wäre eine Vertragsverlängerung sogar sehr wichtig, da es wegen des nicht nötigen Zukaufes eines anderen ein geringeres finanzielles Risiko birgt, zudem der Weiterentwicklung des eigenen Spielers dient, was andernfalls sogar dessen Marktwert erhöht.
Ich würde bei Realisierbarkeit a) vorziehen, was Werder schließlich plant - schwer zu sagen und ich kann da auch keinen Trend erkennen.
wie willst das anstellen?
das system wegen ih komplett zu ändern könnte übel enden
Eben.
:svw_schal: :svw_applaus: Bleib bitte weiter bei Werder