Homophobie im Fußball

Ja und da sind wir an dem Punkt, den ich meinte. Die Gesellschaft zeigt mit dieser Debatte ja selbst, dass sie noch nicht bereit ist, Homosexuelle als ganz normale Menschen zu sehen. Man hilft niemandem, in dem man darüber redet. Man muss was tun. Und das können nur die Betroffenen selbst. Mit öffentlichen Diskussionen erhöht man nur den Druck.

:confused: Was willst du denn tun, ausser reden? Die Leute so lange schlagen bis sie einsehen das es nichts verwerfliches ist? Und wenn es nicht in der öffentlichkeit diskutiert wird, denken doch alle es ist was schlimmes worüber man nicht reden darf.
 
Ja und da sind wir an dem Punkt, den ich meinte. Die Gesellschaft zeigt mit dieser Debatte ja selbst, dass sie noch nicht bereit ist, Homosexuelle als ganz normale Menschen zu sehen. Man hilft niemandem, in dem man darüber redet. Man muss was tun. Und das können nur die Betroffenen selbst. Mit öffentlichen Diskussionen erhöht man nur den Druck.

ich schließ eher daraus das Gegenteil.
Dann muss man halt reden, bis es vielleicht allen zum Hals raushängt und jeder weiß, egal ob Homo, Hetero, Bi oder Transgender whatever, wir sind alle gleich und haben einander zu respektieren.
Ich versteh ja durchaus deine Argumentation, dass Fußballer, die ja mittlerweile Personen des öffentlichen Lebens sind, den Druck aus der Öffentlichkeit nicht haben wollen, wenn sie sich outen.
Aber sich nur versteckt halten bzw. nur seinem engsten Familien- oder Freundeskreis, kann's einfach nicht sein.
Wenn man vielleicht mal dann endlich einen Partner vielleicht sogar für's Leben gefunden hat, will man sich doch nicht ständig verstecken müssen. Einfach mal sagen können bei Sachen auf Arbeit oder halt hier im Verein, wenn man Familie/partner mitbringen darf, nehm ich meinen Freund mit.

Allein die Kraft die für so ein Versteckspiel draufgeht... die ständige Angst vorm entdeckt werden. Sich vielleicht eine Alibi-Freundin zulegen zu müssen etc. Da hängt ja auch bei diesem Verstecken ein ganzer Rattenschwanz mit dran.
Wenn sich z.B. halt einige ehemalige Profis outen, sieht ja ein schwuler Profi, wie sich seine Kollegen zum Thema positionieren und dann kann er sich nämlich auch überlegen, wenigstens einigen Kollegen von sich zu erzählen. Dann hat derjenige mal ein/zwei Situationen weniger, in denen er sich verstellen muss...
 
:confused: Was willst du denn tun, ausser reden? Die Leute so lange schlagen bis sie einsehen das es nichts verwerfliches ist? Und wenn es nicht in der öffentlichkeit diskutiert wird, denken doch alle es ist was schlimmes worüber man nicht reden darf.
Aufgeklärt ist die Gesellschaft doch. Jeder weiß, dass es Schwule und Lesben gibt und jeder weiß, dass es keine Krankheit ist. Das Problem ist nicht Unwissenheit, sondern Uneinsichtigkeit. Und sowas kriegst du nun wirklich nicht mit Worten raus. Homosexualität muss zum normalen Bild im Alltag und nicht groß thematisiert werden. Warum muss man z.B. in Artikeln immer hervorheben, dass jemand schwul ist, obwohls gar nicht zum Kontext passt, gerade wenns um irgendwelche Negativschlagzeilen geht wie Amoklauf oder so? DAS ist das Problem. Dass etwas zum Thema gemacht wird, was eigentlich keines sein sollte. Und genauso sollte es auch gar nicht thematisiert werden, ob ein Fußballer auf Frauen, Männer oder Dampflokomotiven abfährt.
 
Aufgeklärt ist die Gesellschaft doch. Jeder weiß, dass es Schwule und Lesben gibt und jeder weiß, dass es keine Krankheit ist. Das Problem ist nicht Unwissenheit, sondern Uneinsichtigkeit. Und sowas kriegst du nun wirklich nicht mit Worten raus. Homosexualität muss zum normalen Bild im Alltag und nicht groß thematisiert werden. Warum muss man z.B. in Artikeln immer hervorheben, dass jemand schwul ist, obwohls gar nicht zum Kontext passt, gerade wenns um irgendwelche Negativschlagzeilen geht wie Amoklauf oder so? DAS ist das Problem. Dass etwas zum Thema gemacht wird, was eigentlich keines sein sollte.

Oh dooochhhh das kann man! Hast du es mal versucht? Ich schon. Und jemand der vorher ein echtes Problem mit Schwulen hatte, geht jetzt mit mir und meinen schwulen Freunden zusammen essen und das ohne großartige Berührungsängste mehr. Man muss es nur versuchen. Denn wenn man es nicht versucht hat man schon verloren!

Wenn alle so denken würden wie du, hätten wir in 1000 Jahren noch dieses Problem der Intoleranz!
 
Oh dooochhhh das kann man! Hast du es mal versucht? Ich schon. Und jemand der vorher ein echtes Problem mit Schwulen hatte, geht jetzt mit mir und meinen schwulen Freunden zusammen essen und das ohne großartige Berührungsängste mehr. Man muss es nur versuchen. Denn wenn man es nicht versucht hat man schon verloren!

Wenn alle so denken würden wie du, hätten wir in 1000 Jahren noch dieses Problem der Intoleranz!

Dann geh mal da raus und diskutiere mit jedem Homophoben. ;)
Es ist ein Unterschied, EINEN Menschen zu überzeugen oder eine breite Masse.
Der mMn einzige Weg zur Akzeptanz führt über die Gewohnheit. Und um die zu erlangen, bringt es nichts, Leute zum Outing zu zwingen. Die müssen von alleine kommen, wenn die Öffentlichkeit bereit dafür ist und das ist sie auf keinen Fall.
 
Oh dooochhhh das kann man! Hast du es mal versucht? Ich schon. Und jemand der vorher ein echtes Problem mit Schwulen hatte, geht jetzt mit mir und meinen schwulen Freunden zusammen essen und das ohne großartige Berührungsängste mehr. Man muss es nur versuchen. Denn wenn man es nicht versucht hat man schon verloren!

Wenn alle so denken würden wie du, hätten wir in 1000 Jahren noch dieses Problem der Intoleranz!

Das liegt aber auch daran, dass die meisten "Uneinsichtigen" keine Erfahrungswerte haben... die scheuen nicht das "andere" sondern haben einfach Angst davor dies kennen zu lernen...
 
Dann geh mal da raus und diskutiere mit jedem Homophoben. ;)
Es ist ein Unterschied, EINEN Menschen zu überzeugen oder eine breite Masse.

Viele Menschen sind eine Masse und wenn ich nicht beim einzelnen Menschen anfange dann erreiche ich auch nicht das es die Masse irgendwann akzeptiert!
Und wenn mehr Menschen denken würden wie ich, dann wäre es auf jeden Fall schneller kein Thema mehr, als wenn man es so wie du handhabt.

Und btw. wenn mir Homophobie unterkommt spreche ich das IMMER an! Natürlich kann ich nicht immer was bewirken, aber man MUSS es auf jeden Fall versuchen!
 
Viele Menschen sind eine Masse und wenn ich nicht beim einzelnen Menschen anfange dann erreiche ich auch nicht das es die Masse irgendwann akzeptiert!
Und wenn mehr Menschen denken würden wie ich, dann wäre es auf jeden Fall schneller kein Thema mehr, als wenn man es so wie du handhabt.

Und btw. wenn mir Homophobie unterkommt spreche ich das IMMER an! Natürlich kann ich nicht immer was bewirken, aber man MUSS es auf jeden Fall versuchen!

Ja natürlich sollte das jeder. Da bin ich ganz deiner Meinung. Aber wie willst du das anstellen? Das schafft man garantiert nicht über die Medien. ;)
Also was für einen Effekt sollte ein solches Outing denn nun haben?
Der Fußballer outet sich, sieht sich Anfeindungen gegenüber, versucht dem vielleicht ne Weile Herr zu werden und beendet dann seine Karriere. Andere sehen das und folgen nicht seinem Beispiel. Vielleicht würde ein Massenouting was taugen, aber ich glaube nicht an ein Schwulennetzwerk, wie es gerne mal von manchen Medien erwähnt wird. Vielleicht kennen sich einige untereinander, aber ein Massenouting halte ich schlichtweg für nicht realisierbar. Und Ex-Profis werdens halt nicht machen, weil es für sie selbst keine Vorteile mehr bietet. Da ist man dann halt lieber Egoist und hält sein Privatleben aus den Medien raus. Das Leben ist kein Ponyhof. Es ist nicht immer so einfach zu lösen. Ich hab noch keinen Schwulen gehört, der sagt, dass schwule Fußballer sich outen sollten. Es gibt viele, die sich zum Thema äußern, aber im Endeffekt immer vom öffentlichen Outing abraten. Das betrifft wie gesagt nur den Profifußball. Wenn an anderer Stelle immer mehr Schwule zum Alltag werden, wird es auch Profis leichter fallen, sich zu outen. Das ist der Weg und nicht das gefühlte Zwangsouting.
 
Dann geh mal da raus und diskutiere mit jedem Homophoben. ;)
Es ist ein Unterschied, EINEN Menschen zu überzeugen oder eine breite Masse.
Der mMn einzige Weg zur Akzeptanz führt über die Gewohnheit. Und um die zu erlangen, bringt es nichts, Leute zum Outing zu zwingen. Die müssen von alleine kommen, wenn die Öffentlichkeit bereit dafür ist und das ist sie auf keinen Fall.

das klingt für mich nach aufgeben.
Ich nehm hin, dass Homosexuelle Sportler sich gar nicht zeigen, keine Vorbildfunktion für Jugendliche ausüben...
Und das ist nämlich auch so ein Punkt: die Toleranz und Akzeptanz unter Jugendlichen ist auch nicht so riesig. Siehe diesen Artikel in der ZEIT
Es gab Zeiten, da ging der Lehrer für Biologie und Englisch nicht so gern zur Schule. Da betrat er den Klassenraum, klappte die Tafel auf und stand vor erigierten Kreidepenissen. Da riefen ihm Schüler auf dem Flur »Schwuli« und »Tunte« hinterher. Da kam er heim und hörte, wie Eltern auf seinem Anrufbeantworter schimpften, dass jemand wie er Lehrer sein dürfe.

Daran muss gearbeitet werden und da haben stehen wir als Erwachsene, die sich im Einzelfall gegen homophobe Arschlöcher aussprechen, so wie auch gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Und genauso auch Sportler, die von vielen Jungs geradezu vergöttert werden. Wenn die sich offen gegen Rassismus aussprechen, dem die Rote Karte zeigen, dann können sie das auch offen gegen Homophobie tun. Und sich halt auch, weil sie nicht mehr anders wollen, outen.
 
doch man bewirkt das AUCH durch Medien! Und solange es eben noch ein Thema ist, sollte es auch dort thematisiert werden und nicht einfach verschwiegen werden. Wie ich schon schrieb, ob das jetzt für einen einzelen Fussballer was bringen würde, kann ich nicht sagen. Aber ich bin der Meinung das es im Endeffekt etwas positives für die Sache hätte. Und wie die Reaktionen von Fans, den eigenen und den gegnerischen aussehen würde kann ich nicht sagen. Vielleicht sind wir ja doch toleranter als man allgemein glauben will? Und ich sehe mich nicht in der Lage mich hinzustellen und zu sagen du sollst dich outen oder du sollst es nicht tun. Das steht mir überhaupt nicht zu. Ich kann jeden verstehen der es nicht tut. Deswegen kann ich es trotzdem gut finden wenn jemand diesen Schritt wagen würde. In anderen Sportarten ist das zum Beispiel überhaupt kein Thema. Ja der ist halt schwul, juckt auch keinen.
 
Daran muss gearbeitet werden und da haben stehen wir als Erwachsene, die sich im Einzelfall gegen homophobe Arschlöcher aussprechen, so wie auch gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Und genauso auch Sportler, die von vielen Jungs geradezu vergöttert werden. Wenn die sich offen gegen Rassismus aussprechen, dem die Rote Karte zeigen, dann können sie das auch offen gegen Homophobie tun. Und sich halt auch, weil sie nicht mehr anders wollen, outen.
Richtig. :tnx:
Ich sehe nur diesen Ruf nach Outings als falschen Weg an. Das muss anders laufen, wie ich in meinem letzten Post sagte.
 
Man sollte das mit "der Gesellschaft" nicht verallgemeinern. In der Politik, in der Medienbranche, Modebranche, unter Schauspielern, in Beratungsunternehmen, in der Gastronomie etc. pp. ist Homosexualität kein Problem. Anders sieht es im produzierenden Gewerbe, in der Bauindustrie oder eben halt im Herrenfußball aus.
 
Man sollte das mit "der Gesellschaft" nicht verallgemeinern. In der Politik, in der Medienbranche, Modebranche, unter Schauspielern, in Beratungsunternehmen, in der Gastronomie etc. pp. ist Homosexualität kein Problem. Anders sieht es im produzierenden Gewerbe, in der Bauindustrie oder eben halt im Herrenfußball aus.

Das ist doch totaler Unsinn. Homophobie gibt es überall. Und hat nichts mit der Branche zu tun, in der man arbeitet, sondern mit den Menschen mit denen man zu tun. Nur weil es in der öffentlichen Wahrnehmung Bereiche sind die offener zu sein scheinen, heisst es noch lange nicht das dem auch bei jedem Menschen der dort zu tun hat tatsächlich so ist. Und die Gesellschaft so zu unterscheiden wie du es tust ist für mich ziemlicher Blödsinn. Denn man mag es kaum glauben, aber ich hab mit unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Branchen zu tun!
 
Ich verstehe das große Interesse an einem Outing von homosexuellen Fußballern nicht. Ich gehe doch auch nicht in meine Uni und fordere, dass sich schwule Studenten outen damit ich zeigen kann, wie tolerant ich ihnen gegenüber doch bin.

Man sollte jeden in seinem Privatleben tun lassen was er will und ihn nicht auf irgendeine Bühne zwängen, um am Ende ausrufen zu können "Du bist anders - aber sieh nur, wie tolerant wir alle sind".
 
Aber die leiden doch bestimmt darunter, sich nicht outen zu können.

Wie groß ihr Leid wohl erst ist, wenn sie sich geoutet haben? Idioten gibt es mehr als genug auf den Rängen, in den Medien etc.! Daher würde ich in der Position eines schwulen Fußballers eher das "Leid" ertragen, seine sexuelle Neigung geheim zu halten als den möglichen Spießrutenlauf der Toleranz / Intoleranz auf mich zu nehmen.
 
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