Homophobie im Fußball

Tja, das mit der "Unnatürlichkeit" und damit einhergehender "Auslese" ist ja wohl das blödeste Argument, das man gegen Homosexualität vorbringen kann.
Homosexuelle Menschen gibt es nachweislich seit Jahrtausenden, und auch im Tierreich kommt sie vor. Es gibt sogar Gänse, bei denen haben Küken, die von zwei Vätern aufgezogen werden, größere Überlebenschancen als angeblich "normal" großgezogene Küken.
Darüber, wie Homosexualität entsteht, kann man ja geteilter Meinung sein. Zu behaupten, sie sei unnatürlich, ist wissenschaftlich betrachtet vollkommener Humbug.
 
Ein Schwuler in einer Fußballelf wird bei den latent Heteros beim jetzigen Stand der "Nichtaufklärung" genug unterschwelligen Leistungsabfall erzeugen, um von einer Schwächung auszugehen. 11 Schwule in einer Fußballmannschaft haben damit weniger Probleme. Wir brauchen bis zur "Endlösung" durch maximierte Sexualaufklärung von Mekkha über Kingston Town bis Moskau einschließlich wohl eine Übergangsschwulenliga mit eidesstattlich versichterten Hetischiris (oder Bibianas).
 
Also ehrlich! Mir sind 11 schwule Kicker, die verliebt sind, fair und anständig, viel lieber als 1 vorurteilsbeladener HetenKicker...dafür das soviel unaufgeklärte Dummheit rumpalawern und machen und tun darf...dafür braucht es keine Schwulen-Liga, sondern geschlossener wieder Standt und Respekt für Die die sich trauen, dass zusein was Sie sind und da sind vorallem die Fans gefragt, die den Sponsoren zeigen: Schwul/Lesbisch/Hetero geht alles gleich gut, wenn Die Werte für die der Sport einsteht damit gepflegt wird. Meine Meinung.
 
Jens Lehmann hat vorgestern bei sky90 aktiven homosexuellen Spielern davon abgeraten sich zu outen. Wolfgang Niersbach hat dies relativiert bzw. konnte der Argumentation von JL teilweise nicht folgen.

Ein Freund von mir hat sich vor Kurzem geoutet. Er teilt sich gerade nach und nach im Familien- und Freundeskreis mit. Ich war mega überrascht. Hatte dies zuvor nur im entfernten Bekanntenkreis erlebt. Er fand das Outing von Thomas Hitzlsperger super.

Das Video verschwindet meines Wissens nach einiger Zeit (ich meine in einigen Wochen). Daher hier mal der Inhalt der Diskussionsrunde.

Patrick Wasserziehr:
"Jens, Sie haben ja mit ihm [Thomas Hitzlsperger] zusammengespielt. Wie hätten Sie reagiert, wenn Sie es damals schon von ihm sozusagen gewußt hätten?"

Jens Lehmann:
"Komisch, glaube ich. Also weil man duscht jeden Tag zusammen. Man hat Phasen in denen es nicht so läuft. Aber Hitze oder Thomas Hitzlsperger ist ja ein Spieler, der erstens sehr intelligent ist und zweitens auch von seiner Spielweise überhaupt nicht den Anlass gegeben hätte, dass man hätte denken können, da ist irgendwas, weil man assoziert ja leider mit Homosexuellen, dass sie so nen bißchen weicher leider sind. Aber bei ihm war das nicht so. Aber trotzdem innerhalb einer Fußballmannschaft ist es undenkbar eigentlich, dass jemand hingeht und das preisgibt."

Patrick Wasserziehr:
"Aber muss denn diese Assoziation sein, wenn wir sagen wir reden...?"

Jens Lehmann:
"Das ist automatisch so. Ich meine, jeder Mensch ist unterschiedlich. Ich weiß jetzt nicht, wenn ich mit jemandem zusammen gespielt hätte, den ich dann auch tagtäglich so gesehen hätte, beim Duschen, in Zweikämpfen, ich weiß nicht, was ich gedacht hätte. Niemand kann seine Gedanken kontrollieren. Aber was ich mit Sicherheit gewußt hätte, dass es einige gegeben hätte, sei es Konkurrenten auf der Position, oder irgendjemandanders in der Kabine, der permanent Witze gemacht hätte, weil die Spieler gibt es in jeder Mannschaft. Und ob man sich das antun muss als Betroffener..."

Patrick Wasserziehr:
"Ist das heute noch so in der Bundesliga?"

Jens Lehmann:
"Klar, also die Spieler, es ist ja jetzt nicht so, dass da 25 Hochintellektuelle rumlaufen, die mal mit jemandem darüber diskutieren, warum er jetzt ... ob er jetzt schwul ist oder nicht. Ist nicht so. Fußball ist ne Männersache in dem Sinn. Da muss man auch nicht so viel nachdenken. Und die Zuschauer im Stadion kann man auch nicht kontrollieren. Also warum sollte ich dann hingehen, wenn ich homosexuell bin und sagen, ja ich bin's und bei jedem Auswärtsspiel mich irgendeiner ... weiß ich nicht ... einem Verhöhnen oder so aussetzen."

Wolfgang Niersbach:
"Bei den Zuschauern da kann ich dir jetzt folgen, bei dem ersten Teil das überrascht mich nen Stück sag ich, denn du hast in einer Mannschaft gespielt, du hast als Profi gespielt, also das überrascht mich nen Stück wie du das jetzt darstellst. Ich denke, da sind wir da wären wir weiter. Genausowenig wie über Hautfarbe, Religion oder sonstwas gesprochen wird, ist es für mich auch in einem Freundeskreis totale Normalität."

Jens Lehmann:
"In meinem auch. Aber man duscht nicht mit denen und man ist nicht jeden Tag zusammen."

Patrick Wasserziehr:
"Aber Jens, man geht aber auch in eine Sauna, also in eine gemischte und nimmt das als Normalität."

Jens Lehmann:
"Ich sage nur, niemand kann seine Gedanken kontrollieren. Wenn ich jetzt in einer Mannschaft gespielt hätte, in der mir permanent zwei hübsche Frauen in der Dusche über den Weg laufen. Ist nicht richtig vergleichbar, aber ist auch eine Herangehensweise, wo ich nicht weiß, was ich denken würde. Und was ich nur gesagt habe, es ist leichter für diejenigen nichts zu sagen."
 
Ein Schwuler in einer Fußballelf wird bei den latent Heteros beim jetzigen Stand der "Nichtaufklärung" genug unterschwelligen Leistungsabfall erzeugen, um von einer Schwächung auszugehen. 11 Schwule in einer Fußballmannschaft haben damit weniger Probleme. Wir brauchen bis zur "Endlösung" durch maximierte Sexualaufklärung von Mekkha über Kingston Town bis Moskau einschließlich wohl eine Übergangsschwulenliga mit eidesstattlich versichterten Hetischiris (oder Bibianas).

Aufklärung darüber gibt es schon seit Jahren ! Der Rest von Dir ist ist für mich einfach Lari Fari !
 
Herr Lehmann hat mit SICH SELBST ein Problem.
Seine homophoben Äusserungen passen gut dazu, das es unter Männern auch "blonde Männer" gibt.
Begrenzter Horizont-sich darin gefallen-seine eigene Welt als alleingültig werten.
 
Herr Lehmann hat mit SICH SELBST ein Problem.
Seine homophoben Äusserungen passen gut dazu, das es unter Männern auch "blonde Männer" gibt.
Begrenzter Horizont-sich darin gefallen-seine eigene Welt als alleingültig werten.

Wo war Lehmann bitte homophob?
Er hat sich unglücklich ausgedrückt, ja.
Aber im Kern hat er durchaus recht.
Man weiß nicht, wie Mitspieler, Fans etc. pp reagieren, wenn man sich entsprechend outet. Empfehlen kann man das schlicht nicht.
Das muss jeder selbst entscheiden, ob er solche intimen Details preisgibt oder nicht.

Ich fand seine Aussagen ausgesprochen ehrlich, die von seiner eigenen Verunsicherung zeugen bei diesem Thema. Diese "Eier" muss man erst mal in der Hose haben. Haben nicht viele.
Hätte er auch überspielen können wie alle anderen auch "muss man nicht drüber reden, ist total normal und verdient keine mediale Aufmerksamkeit"

Wäre das so viel besser gewesen? Hätte sich schöner angehört, ja.
Aber im Kern wäre das viel schlimmer gewesen.

Es zeigt einfach, das zum Thema Homosexualität noch viel Aufklärungsarbeit nötig ist.
Z.B. das Schwule nicht immer auf andere Männer starren oder willkürlich anbaggern. Jedenfalls nicht alle. Ein paar hat man immer dabei, aber solche Menschen gibt es nun mal.
Gibt auch einige Heteros, die alle Damen anbaggern die nicht bei 3 auf den Bäumen sind.
 
OT? Ich habe heute Nacht geträumt, wie ich mit Andi Herzog unter der Bettdecke lag; wir unterhielten uns über hab ich vergessen und dann haben wir gekuschelt und auf einmal fing er an, in meinen Armen zu weinen...ich hab ihn getröstet und bin aufgewacht.

Muss ich zum Psyschater?
 
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