Hamburger SV - Die Wiederaufgestiegenen

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Ja, so ist es gewesen. Ich sehe das Problem des HSV in personam von Bernd Hoffmann. Ich gehe nicht so weit wie Gravesen, der ihn den Trickser aus Lev nennt und regelmäßig in seinem Blog beschimpft. Es gibt ein YouTube-Video von 2005 oder 2006, in dem besagter BH vor der Mitgliederversammlung vollmundig die Ziele des HSV die nächsten 10 Jahre beschreibt. Quintessenz in dieser Rede von brausendem Beifall begleitet ist, dass der HSV in 10 Jahren auf einer Stufe mit REAL, Barca, Juve und der FCB stehen soll und wird. Das sei der Anspruch.

Ja, diese selbstgefällige Juve-Real-Äußerung wird Hoffmann auch noch in 10 oder 15 Jahren anhaften. Jedoch muß auch konstatiert werden, daß der HSV solchen Hochmut auch anzieht, als ob es ein Teil der Club-DNA sein. So trat Mitte der 1970er Jahre der Präsident Peter Krohn zurück, um als bezahlter Manager zu fungieren. Doch weil ihm der Begriff Manager - der zu der Zeit im deutschen Fußball noch nicht einmal zum üblichen Sprachgebrauch gehörte - wohl nicht fein genug war, ernannte Krohn sich großspurig zum Generalmanager.


Ohne Häme muss man einfach feststellen, dass sie immer große Visionen verfolgen, aber dabei den Plan, wie man diese Ziele erreicht, irgendwie als gottgegeben und vom Himmel fallend meinen durchsetzen zu können. Es fehlt komplett der Masterplan. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass der HSV aufgrund seines Umfelds mit richtigen Entscheidungen und einer maßgeschneiderten Strategie in den 80er beginnend der Haupt-Konkurrent der Bayern bis heute hätte sein können.
:tnx:
Wie sagte ein aus Hamburg stammender Bundeskanzler? "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen."

Damals wie heute zeichnete der HSV sich durch horrende Summen bei Spieler- und Trainerverpflichtungen sowie Abfindungszahlungen aus. Und selbst als Ende der 1980er Jahre der HSV dadurch hoch verschuldet war, träume man beim HSV durch Mauerfall und Wiedervereinigung, daß durch das dazugewonnene Hinterland im Meck.-Pom. die Zuschauermassen in den Volkspark strömen.

Stattdessen haben sie sich irgendwelchen ASR-Vorsitzenden, Präsidenten und später Sportdirektoren wie einem Beiersdorf angedient, die diesen Club komplett zur Havarie gebracht haben.
Spontan fällt mir dazu Jürgen Hunke ein. Als er 1990 Präsident des HSV wurde, hatte er bereits in seiner Vita stehen, daß er mit Drückerkolonnen Geld verdiente. Er kam auf die für ihn geniale Idee, mit der Emission von HSV-Aktien,die 10 Mio DM Bankschulden des Vereins in die dafür gegründete HSV-AG umzuschichten. Seine großspurige Ankündigung einer Dividendenzahlung musste er später zähneknirschend revidieren... und reagierte sehr brüsk darauf, als die Mitglieder des HSV dieses Ansinnen ablehnten. Ende 2010/Anfang 2011 sorgte er als AR-Mitglied für Schlagzeilen, weil er sich durch kritische Beiträge im offiziellen HSV-Forum angegriffen fühlte, so daß wahrscheinlich auf seinen Druck hin zunächst Hunke-kritische Beiträge gelöscht wurden, später wurde mit rechtlichen Schritten gedroht, bevor der Hunke-Thread komplett gelöscht und sein Name auf den Index gesetzt wurde, so daß Beiträge mit dem Wort "Hunke" nicht mehr erlaubt waren.
 
Mit Klein als Präsident, Netzer als Manager und Happel als Trainer war der HSV konkurrenzfähig. Und ja, es liegt an einzelnen Personen. Ohne einen Uli Hoeness hätte Bayern mit ziemlicher Sicherheit nicht den Weg zur uneingeschränkten Nr. 1 in Deutschland beschritten.
Was in München (und auch anderswo) erkannt wurde, dass Fußball in erster Linie ein Geschäft ist, wurde in Hamburg erst sehr spät realisiert. Manche Personen in Aufsichtsrat und anderen Gremien haben das wohl immer noch nicht kapiert. In der Hinsicht gleicht Hamburg dem FC Schalke, selbst wenn Assauer dort eine Zeit lang auch den Geschäftsgedanken weit vorne angesiedelt hatte.

So, aber genug der Historie. Tradition schießt keine Tore.
 
Mit Klein als Präsident, Netzer als Manager und Happel als Trainer war der HSV konkurrenzfähig. Und ja, es liegt an einzelnen Personen. Ohne einen Uli Hoeness hätte Bayern mit ziemlicher Sicherheit nicht den Weg zur uneingeschränkten Nr. 1 in Deutschland beschritten.
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Was in München (und auch anderswo) erkannt wurde, dass Fußball in erster Linie ein Geschäft ist, wurde in Hamburg erst sehr spät realisiert. Manche Personen in Aufsichtsrat und anderen Gremien haben das wohl immer noch nicht kapiert. In der Hinsicht gleicht Hamburg dem FC Schalke, selbst wenn Assauer dort eine Zeit lang auch den Geschäftsgedanken weit vorne angesiedelt hatte.
In HH haben es nicht alle realisiert, Krohn und auch sein Nachfolger Netzer (bis auf die letzten ca.2 Jahre) haben in ihrer Zeit sehr gute Arbeit geleistet, das ist neidlos anzuerkennen.
 
:tnx:


In HH haben es nicht alle realisiert, Krohn und auch sein Nachfolger Netzer (bis auf die letzten ca.2 Jahre) haben in ihrer Zeit sehr gute Arbeit geleistet, das ist neidlos anzuerkennen.
Hatten auch eine starke Mannschaft, auch das darf man anerkennen. Hrubesch konnten sie aber nie ersetzen. Mit Wuttke und Schatzschneiders Verpflichtung ging es abwärts. Erinnere mich an das Erstrunden Pokalaus in Geislingen 0:2....Muss 1983 oder 1984 oder so gewesen sein. Auch ein peinliches 2:4 gegen Bielefeld ist noch in Erinnerung.... :D
 
Hatten auch eine starke Mannschaft, auch das darf man anerkennen. Hrubesch konnten sie aber nie ersetzen. Mit Wuttke und Schatzschneiders Verpflichtung ging es abwärts. Erinnere mich an das Erstrunden Pokalaus in Geislingen 0:2....Muss 1983 oder 1984 oder so gewesen sein. Auch ein peinliches 2:4 gegen Bielefeld ist noch in Erinnerung.... :D


Dieter Schatzschneider stand um 1982 herum auch mit Werder in Verhandlungen. Rehhagel und Lemke entscheiden sich jedoch für Rudi Völler...

Zum Glück :top::wdance:
 
Dieter Schatzschneider stand um 1982 herum auch mit Werder in Verhandlungen. Rehhagel und Lemke entscheiden sich jedoch für Rudi Völler...

Zum Glück :top::wdance:
Das kannst du laut sagen :D:klatsch::schal::wdance:
Dieter Schatzschneider war danach noch bei Schalke.... Aber viel gerissen hat er auch da nicht....
Heute ist er Chauffeur von Martin Kind.... Karrieresprung... :D
Stell dir vor ein Rudi Völler würde heute von Werder ins Ausland gehen.... Das gäbe ne nette Ablöse.... 80Mio €???? :trommel:
 
4:0 Sieg in Nürnberg....Platz 3
Die HSV Fans träumen vom Europa Pokal .. :wink2:
Jungs, mal aufwachen!!!! Noch seid ihr in der zweiten Liga :D:D:D
 
Dieter Schatzschneider stand um 1982 herum auch mit Werder in Verhandlungen. Rehhagel und Lemke entscheiden sich jedoch für Rudi Völler...

Zum Glück :top::wdance:

Es war glaub ich andersrum, Schatzschneider entschied sich gegen Werder. Rudi Völler war eigentlich nur Plan B, der dann aber zum totalen Volltreffer wurde.

Genau das würde ich mir heutzutage wünschen, einen PLAN B zu haben! Aber den scheint es bei Werder nicht zu geben, man versteift(e) sich komplett auf seine drei Wunschspieler (Grujic, Gregoritsch, Henrichs). Jetzt sieht es danach aus, das es mit allen drei nicht klappt. Was nun? Beginnt jetzt erst die Suche nach diesem Plan B???
 
Es war glaub ich andersrum, Schatzschneider entschied sich gegen Werder. Rudi Völler war eigentlich nur Plan B, der dann aber zum totalen Volltreffer wurde.

Genau das würde ich mir heutzutage wünschen, einen PLAN B zu haben! Aber den scheint es bei Werder nicht zu geben, man versteift(e) sich komplett auf seine drei Wunschspieler (Grujic, Gregoritsch, Henrichs). Jetzt sieht es danach aus, das es mit allen drei nicht klappt. Was nun? Beginnt jetzt erst die Suche nach diesem Plan B???
Ich dachte Grujic wäre gar nicht Plan A gewesen, laut Kohfeldt
 
Jatta mit falscher Identität und falschem Geburtsdatum (Jahr) eingereist?

2015....wäre ja nicht so verwunderlich. Mir kann nur keiner erzählen, wenn es sich denn bewahrheitet, dass der HSV das nicht wusste. Es hieß damals, er wäre ausgewachsen...

Spannend wird es. Nürnberg hat schon Einspruch erhoben. Man überlege nur mal, was passieren könnte, eigentlich müsste, wenn jedes Spiel, bei dem ein nicht spielberechtigter Spieler aufgelaufen ist, im Nachhinein als verloren gezählt würde. Dritte Liga, Hamburch ist dabei....
 
Zuletzt bearbeitet:
Man überlege nur mal, was passieren könnte, eigentlich müsste, wenn jedes Spiel, bei dem ein nicht spielberechtigter Spieler aufgelaufen ist, im Nachhinein als verloren gezählt würde. Dritte Liga, Hamburch ist dabei....

Ich bin mir recht sicher, dass die Frist für solche Einsprüche vorbei ist.
Aber lustig wäre es schon. Mal angenommen, der HSV würde jedes dieser Spiele mit 0:3 verloren haben: wie haben die eigentlich (mit Daffeh) gegen Union und Heidenheimt gespielt? Wäre Heidenheim damit Dritter? Wird die Relegation dann wiederholt? Spielt Stuttgart doch in der Bundesliga?
 
Immer langsam mit dem Wunschdenken ;)

Anscheinend liegen korrekte Ausweise und Papiere vor und die DFL hat vor dem Nürnberg-Spiel auf Anfrage offiziell grünes Licht für den Einsatz Jattas gegeben.

Sollte sich nun im Zuge der vermutlich monatelangen Ermittlung herausstellen, dass Jatta wirklich falsche Angaben gemacht hat, könnte er seine Aufenthaltserlaubnis verlieren und Hamburg damit einen Spieler, mehr wohl kaum.
 
War auch eher als Scherz gemeint.

Auch wenn ich den HSV nicht mag, hoffe ich, dass das mit Jatta alles seine Richtigkeit hat und er weiterspielen darf.

Aber dieses bißchen Unruhe um den HSV tut nach dem Abheben durch den 4:0 Sieg auch irgendwie gut :-)
 
Anscheinend liegen korrekte Ausweise und Papiere vor und die DFL hat vor dem Nürnberg-Spiel auf Anfrage offiziell grünes Licht für den Einsatz Jattas gegeben./QUOTE]

Und selbst wenn das nicht so gewesen wäre, fände ich es merkwürdig, wenn der Einspruch Erfolg haben würde.
Was wäre denn der Vorteil für Hamburg gewesen? Klar, wenn ein Verein einen gesperrten Spieler einsetzt ist das ein Nachteil für den Gegner. Aber ein falscher Name und ein falsches Alter? Der Canadi wird ja wohl kaum sagen "hätte ich gewusst, dass der 3 Jahre älter ist, hätte ich meine Jungs nicht so vor ihm gewart, die hätten dann genau da gestanden, wo die Pässe vor den Gegentoren hingekommen sind!"
 
War auch eher als Scherz gemeint.

Auch wenn ich den HSV nicht mag, hoffe ich, dass das mit Jatta alles seine Richtigkeit hat und er weiterspielen darf.

Aber dieses bißchen Unruhe um den HSV tut nach dem Abheben durch den 4:0 Sieg auch irgendwie gut :)

Sehe ich nicht so.... Ich habe nichts gegen den HSV, aber wenn sich der Spieler Jatta die Aufenthaltserlaubnis erschlichen haben sollte, und er in Wirklichkeit Daffeh heißt, muss er dafür bestraft werden. Und sollte er auch einen gefälschten Pass haben, so steht darauf Gefängnis.
So sind die Gesetze nunmal. Nur weil er Fußballprofi ist sollte da keine Ausnahme gemacht werden.
Er wußte, was er da macht, man kann nicht alles mit Jugend entschuldigen.
 
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