Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

alte weiße Männer, Angst, und Derlei hinzuzuziehen und damit die Debatte so aufzuheizen.

Doch, genau da kommt es her. Alte Weiße Heteromänner.

Es sind aber nicht die intersexuellen Menschen, die diesen Sprachumgang einfordern.

Jetzt wird es spannend. Kannst du das genauer ausführen?

Was wenn ich mich gar nicht daran gewöhnen will?

Nichts. Dann eben nicht. Das ist der Punkt auf den ich mit Angst hinaus wollte: Was ist das überhaupt für eine Frage?? Im schlimmsten Fall wirst du irgendwann von jungen Menschen mit einer Mischung aus Verwunderung und/oder Belustigung angeguckt. Oppa bestellt Brötchen noch bei Froilein. So in der Art.
 
Jetzt aber mal bitte her mit der Umfrage. Ich glaube das nämlich nicht. Es kommt dann nämlich auch immer darauf an, was wie gefragt wurde.

Gefunden habe ich zb sowas https://www.zeit.de/news/2024-02/10/gendersprache-ist-fuer-die-meisten-unwichtig

Das deckt sich zwar mit deinen Werten, jedoch gar nicht mit der Aussage. Hier wurde gefragt

. Der Aussage: «Die Verwendung geschlechtergerechter Sprache ist wichtig», stimmten fast drei Viertel (73 Prozent) der im Rheinland-Pfalz-Monitor befragten Bürger nicht zu.

Das ist irgendwie was anderes als dagegen zu sein.
 
Nur allein der Gedanke, dass irgendwelche Thinktanks "uns umerziehen wollen" ist so atemberaubend, dass es einem die Sprache verschlägt.

Dass es Think Tanks gibt, welche Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung nehmen würde ich mal unter politischem Allgemeinwissen verbuchen.

Einige Denkfabriken vertreten dabei eine bestimmte politische oder ideologische Linie, die aggressiv beworben wird, um politische Debatten zu beeinflussen.
Wikipedia. Originalquelle: Donald E. Abelson: Spielen think tanks eine Rolle?: Evaluation der Wirkung von Sitteninstitutionen.

Beispiele (edit: also für Think Tanks im Allgemeinen, nicht für das aggressive bewerben der eigenen Ideologie) sind z.B. die parteinahen Stiftungen (auf Bundesebene: Friedrich-Ebert-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Hanns-Seidel-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Desiderius-Erasmus-Stiftung). Die zugehörigen Parteien habe ich jetzt nicht dazugeschrieben um keine von den Mods unerwünschten "parteipolitischen Aspekte" einzustreuen ;)

Ich verstehe ja, dass du dich am Wort "Umerziehung" störst aber nichts anderes ist es defacto, wenn der politische und gesellschaftliche Diskurs entgegen dem Willen der Mehrheit dahingehend beeinflusst wird, dass man sich für den normalen und korrekten Sprachgebrauch rechtfertigen muss.

Und das im Falle der o.g. Stiftungen (mit Ausnahme der Desiderius-Erasmus-Stiftung) auch noch aus dem Bundeshaushalt finanziert.
 
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Wenn Leute Unwahrheiten verbreiten, dann soll man das nicht klarstellen?

https://www.t-online.de/nachrichten...-lehnen-es-ab-exklusive-t-online-umfrage.html

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online zeigt: Mit 80 Prozent lehnt die große Mehrheit der deutschen Bundesbürger und Bundesbürgerinnen ab 18 Jahren Gendern ab. Lediglich 14 Prozent befürworten für sich persönlich das Gendern, 6 Prozent sind unentschieden.[...] Zur Methodik: Die genaue Fragestellung der repräsentativen Umfrage lautete: "Finden Sie geschlechtergerechte Sprachformulierungen ("gendern") persönlich eher gut oder schlecht?", mit den Antwortmöglichkeiten "eindeutig gut", "gut", "unentschieden", "eher schlecht" und "eindeutig schlecht". Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das Gesamtergebnis die Antworten von 5.053 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Befragten vom 7. September bis zum 6. Dezember 2023. Der statistische Fehler für das Gesamtergebnis liegt bei 2,5 Prozent, für Teilgruppen kann er höher liegen.

Keine Sorge, ich werde nicht verlangen, dass du dich entschuldigst ;)
 
@JSFiVE reloaded Wenn ich mich richtig erinnere, sind diese Civey-Umfragen doch vor allem die in irgendwelche Artikel auf allerlei Internetseiten eingestreuten 'Umfragen', bei denen jede/r so oft, wie er/sie will (spätestens nach einem IP-Wechsel) immer wieder anklicken kann, was er/sie möchte. Methodisch im Sinne verwertbarer und möglicherweise relevanter Umfragen erscheint mir persönlich das gar nicht. Insofern sind für mich diese Dinger auch keine Umfragen im engeren Sinne, sondern eher Aufhänger, um Klicks zu generieren (auf den Civey-Seiten). Damit mag möglicherweise eine Art von Relevanz vorgetäuscht werden; persönlich halte ich solche Art 'Umfragen' für wertlos.
 
@JSFiVE reloaded Wenn ich mich richtig erinnere, sind diese Civey-Umfragen doch vor allem die in irgendwelche Artikel auf allerlei Internetseiten eingestreuten 'Umfragen', bei denen jede/r so oft, wie er/sie will (spätestens nach einem IP-Wechsel) immer wieder anklicken kann, was er/sie möchte. Methodisch im Sinne verwertbarer und möglicherweise relevanter Umfragen erscheint mir persönlich das gar nicht. Insofern sind für mich diese Dinger auch keine Umfragen im engeren Sinne, sondern eher Aufhänger, um Klicks zu generieren (auf den Civey-Seiten). Damit mag möglicherweise eine Art von Relevanz vorgetäuscht werden; persönlich halte ich solche Art 'Umfragen' für wertlos.
Dass Umfragen von Civey nicht zu 100% repräsentativ sind stelle ich auch gar nicht in Frage.
 
Wenn ich mich richtig erinnere, sind diese Civey-Umfragen doch vor allem die in irgendwelche Artikel auf allerlei Internetseiten eingestreuten 'Umfragen', bei denen jede/r so oft, wie er/sie will (spätestens nach einem IP-Wechsel) immer wieder anklicken kann, was er/sie möchte.

Civey ist Schrott. Es gibt aber ja weitere und bessere Umfragen, z.B. von Infratest (vom Prinzen inspiriert habe ich mir ein paar angeguckt weil er sich ja geweigert hat mal einen Link zu posten). Wie hier schon dargestellt ist es immer die Frage wie gefragt wird. In der Mehrheit ist es so, dass mit höherem Bildungsgrad und geringerem Alter die Akzeptanz für Gendern höher ist, bei alten Männern hingegen mit 75% ist die Ablehnung am größten. Das Problem mit solchen Umfragen ist aber aus meiner Sicht, dass sie einen Prozess als Absolutheit abfragen, die es aber ja gar nicht gibt. So finde ich z.B. die Pause beim Sprechen, also Mitarbeiter---Innen, störend und unästhetisch und ich glaube auch nicht, dass es sich durchsetzen wird. Ich halte es aber auch nicht für wichtig. Dennoch würde ich hier, wie bereits erwähnt, bei einer Umfrage unter "eher ablehnend" landen. Ich störe mich auch daran, dass man grammatikalisch inkorrekt wird bei dem Versuch Neutralität herzustellen. Aber das ist im Vergleich marginal. Die Laufenden als Bezeichung für das Teilnehmerfeld eines Marathon wären ja eigentlich nur Menschen die jetzt in dem Moment wo man es spricht laufen und nicht zukünftig laufen werden oder vergangen gelaufen sind. Aber da sind wir wohl bei einem neuen quasi-Standard und damit denke ich muss man am Ende leben. Hätte man mich gefragt, wäre ich auch da auf der Seite "eher ablehnend". So, nun bin ich aber insgesamt trotzdem für die Sache. Was macht das nun aus dem Umfragen, welchen Wert haben sie?
 
„Frollein“. Wenn schon denn schon … Und nein, ich habe keine anderen Probleme. :D

Beobachte – höchst amüsiert – diese Diskussion und denke mir meinen Teil. Ist Euch btw schon aufgefallen, dass auf den letzten Seiten überwiegend ziemlich privilegierte Herren diskutiert haben? Frage für eine:n Freund:in. *duw*
 
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Beobachte – höchst amüsiert – diese Diskussion und denke mir meinen Teil. Ist Euch btw schon aufgefallen, dass auf den letzten Seiten überwiegend ziemlich privilegierte Herren diskutiert haben? Frage für ein:e Freund:in. *duw*

Das war exakt mein Gedanke :D

@FatTony - es geht natürlich nicht um binäre Geschlechter, aber da ich eine Frau bin, kann ich "nur" aus dieser Perspektive heraus konkret zu der Diskussion beitragen...

Stichwort Umfragen - wie schon von einigen hier angesprochen ist aus meiner Sicht die Fragestellung entscheidend. Ich lehne Gendern um jeden Preis/auf Teufel komm raus ab. Dennoch würde ich bei einer simplen Schwarz-Weiß-Frage, ob ich pro oder contra Gendern bin, mit "pro" antworten, denn ich befürworte es, solange es ohne größeren Aufwand und ohne erhebliche Beeinträchtigung der geschriebenen und gesprochenen Sprache möglich ist. Vor diesem Hintergrund ist "pro" für mich eher zutreffend als "contra'". Diese Wertung mag jedoch für andere, die ebenfalls nicht komplett dagegen sind, anders ausfallen. Eine platte Umfrage pro/contra finde ich daher nicht zielführend oder aussagekräftig, egal, ob über Civey oder anderswo.

Stichwort "Vorleben ist wichtiger als Sprache ändern". Hier stimme ich zu, allerdings heißt das nicht automatisch, dass Sprache ändern überflüssig ist. Sprache ändern führt aus meiner Sicht mit der Zeit zu einer Änderung der Wahrnehmung, und das ist nach wie vor dringend notwendig. Konkretes Beispiel: Ich bin im Energiesektor tätig, und das ist nach wie vor eine Männerdomäne. Vor einigen Wochen auf einer Fachmesse war ich in sämtlichen Kundengesprächen an beiden Tagen die einzige Frau, und in einer Runde aus > 30 Personen zum fachlichen Austausch gab es neben mir noch genau eine weitere Frau. Genau deshalb ist mir tatsächlich dort, wo es möglich ist, gerade im beruflichen Kontext das Gendern wichtig, damit die wenigen Frauen in der Branche stärker wahrgenommen werden. Ich möchte nicht als "Kollege" oder "Mitarbeiter" angesprochen werden, weil das schon immer so war, oder weil es einfacher ist oder warum auch immer. Sich davon zu verabschieden, ist - grundsätzlich, nicht nur in meiner Branche - überfällig und problemlos möglich. Und ich möchte auch keinen männlichen Titel in meiner E-Mail-Signatur, auf meiner Visitenkarte oder in meiner Stellenbeschreibung. Wann immer das Unternehmensvorgabe war, habe ich mich sehr bewusst darüber hinweg gesetzt. Wo ist z. B. das Problem mit "Managerin", "Vorständin", Aufsichtsrätin" oder Ähnlichem? Sollte jemand diese Haltung und den Wunsch, ausdrücklich als Frau angesprochen zu werden, überzogen finden, ist mir das herzlich egal.

Sobald ich weiß, dass jemand queer ist und auf eine bestimmte Weise angesprochen werden möchte, ist es für mich selbstverständlich, das zu berücksichtigen. Das ist aber natürlich auf den ersten Blick anders als Männlein/Weiblein nicht erkennbar und bedarf einer aktiven Kommunikation. Allein aus diesem Grund fokussiert sich die Diskussion aus meiner Sicht vorwiegend auf Männlein/Weiblein, obwohl sie komplexer sein müsste.
 
https://www.scribbr.de/gendern/woerterbuch/kollege-kollegin/

https://www.scribbr.de/gendern/woerterbuch/freund-freundin/


Siehe da:
Viele haben schon immer gegendert; allerdings ohne es zu wissen. :schock:

Man:unglaeubig: beachte:
Es funktioniert bei weitem nicht immer, den *neuen* Genderstil anzuwenden, weil die Weglassprobe ( :D ) nicht erfüllt ist.

Fazit:
Gendern ist ganz einfach, wenn sie/er so gendert wie schon immer (z.B. mit Doppelnennung oder Schrägstrich). Denn nur dann funktioniert es immer.

ergo:
Kapitel abgeschlossen.
 
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Tja, das mag für dich so sein. Du kannst es schade finden oder bedauerlich oder gut:
Sprache lebt und entwickelt sich weiter; nicht bloß mit dem Jugendwort oder dem Unwort des Jahres.
Für 'basta' ist da eher wenig Platz. Die Debatte wird weitergehen. Vielleicht geht sie eines Tages auch unter, wer kann das schon vorhersagen.
 
Tja, das mag für dich so sein. Du kannst es schade finden oder bedauerlich oder gut:
Sprache lebt und entwickelt sich weiter; nicht bloß mit dem Jugendwort oder dem Unwort des Jahres.
Für 'basta' ist da eher wenig Platz. Die Debatte wird weitergehen. Vielleicht geht sie eines Tages auch unter, wer kann das schon vorhersagen.

Herzlichen Dank für das Unwort "basta" - Wer hat denn sowas gesagt?
Ich habe hier - sogar mit Verlinkung - zur Sprache und Grammatik etwas geschrieben.

Stelle mich bitte (eigentlich ist das keine Bitte und wenn dann um Unterlassung) nicht in eine Ecke, in die ich gar nicht hingehöre.



Hinterfrage lieber mal warum Gendern abgelehnt oder gelebt wird und denke über Lösungen nach, statt ... .

Geht es um die gelebte Toleranz oder um die Umsetzung in Grammatik/Sprache, denn das sind 2 völlig verschiedene Ursachen/Blickwinkel/Sichtweisen.
Und mein Standpunkt steht hier nirgendwo. Die links gehen jedoch eindeutig zur Grammatik/Sprache und sagen rein gar nichts über die Thematik "Toleranz und Gleichberechtigung" aus, sondern ausschließlich zur rein technischen Umsetzung in der Schrift, die offensichtlich (siehe links) so nicht funktioniert.




Das Wort "basta" existiert in meinem aktiven Wortschatz nicht, weil exakt dieser Begriff für Ignoranz, Intoleranz und weitere unschöne Begleitumstände steht.
Und exakt das hat in diesem Thread eher keinen Platz.
 
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