Gesamtsituation der Mannschaft

Ja klar, manchmal liegt es an diesen Kleinigkeiten die den Unterschied zwischen Krise und Party ausmachen. Genau das hat uns ja im Abstiegsjahr in den letzten 10 Spielen komplett gefehlt, nur durfte man das nicht sagen ;)
Zum Beispiel fehlte es an der "Kleinigkeit" eines 9er, der statt des elendigem Ballquergeschiebe den direkten Weg zum gegnerischen Tor suchte. Aber das durfte im Abstiegsjahr ja genauso wenig gesagt werden wie in dem Jahr davor ;)
 
Ich habe das Spiel nur in der Zusammenfassung gesehen, teils den kicker- Ticker verfolgt und etwas Radio gehört. Unisono wurde da gesagt, dass Schalke zumindest gleichwertig war und große Chancen hatte. Das Abseitstor hingegen wurde vollkommen zu Recht aberkannt und das war auch nicht passiv oder sonst irgendetwas. Daran rumzumäkeln, zeugt schon von geistiger Enge. Ansonsten keinerlei brutale Fouls von beiden Teams in keiner Zusammenfassung, tendenziell dann wohl eher von S04, wenn Lücke hinterher sagt, dass die Schalker gezielt auf seine wunden Punkte gegangen sind und er ergo ausgewechselt werden musste. Stattdessen ein Bremer Team, das die wenigen Chancen in zwei Tore ummünzte. Das nennt sich individuelle Klasse, die sie sich oft durchsetzt, wenn zwei ansonsten ungefähr gleich stark Teams Aufeinandertreffen und ich tue mich auch nach Jahren immer noch schwer, dann von Glück/ Pech zu reden. Terodde versiebt alles, Lücke/ Ducksch treffen. It's that easy. Und wer -wie ich- die beiden Tore in der Zusammenfassung gesehen hat, der muss, MUSS, von der individuellen Klasse von Lücke, Ducksch, aber hier vor allem von Weiser reden. Da war nix Glück, nix Zufall, nix Pech. Individuelle Klasse. Übrigens auch von Pavlas, der einige Male gut klärte. Aber bei dem sagt man ja eher etwas, wenn er mal einen Fehler macht. Gruev auch, wie @FatTony anmerkte. Der lange Hafer mit Seitenwechsel auf Mitch war genau so gewollt. Also, liebe Schalker hier und sonstwo auf der Welt, auch wenn es schwer fällt, zuzugeben: die Mannschaft des SV Werder Bremen ist homogener zusammengestellt und verfügt auf einigen Positionen über bessere Spieler als der S04. Hier an dieser Stelle dann mal ein dickes Kompliment an Herrn Baumann, der das federführend ermöglicht hat von einem, der ihn vor 18 Monaten noch zum Teufel gewünscht hat. Guter Job seitdem. Und natürlich, natürlich an Ole? WERNER! Ole? WERNER! Oleeeee? WEEEERRRRNEEERR! Was der leistet, seitdem der hier ist, ist sensationell. Einkränkelndes Team im MF der 2. Liga übernommen, sofort eine Siegesserie gestartet und am Ende einigermaßen souverän aufgestiegen (leider hinter Schalke) und nun rockt Werder mit ihm halt die Liga. Momentaufnahme, ja. Aber auch die kleine Krise mit drei Pleiten in einer Woche hat er gut gewuppt und mehr als solche Krampfsiege könnte man gegen Hertha und Schalke dann auch nicht erwarten. Aber hej, es sind Siege. Sechs Punkte. Löppt.
 
Stattdessen ein Bremer Team, das die wenigen Chancen in zwei Tore ummünzte. Das nennt sich individuelle Klasse, die sie sich oft durchsetzt, wenn zwei ansonsten ungefähr gleich stark Teams Aufeinandertreffen und ich tue mich auch nach Jahren immer noch schwer, dann von Glück/ Pech zu reden. Terodde versiebt alles, Lücke/ Ducksch treffen. It's that easy. Und wer -wie ich- die beiden Tore in der Zusammenfassung gesehen hat, der muss, MUSS, von der individuellen Klasse von Lücke, Ducksch, aber hier vor allem von Weiser reden. Da war nix Glück, nix Zufall, nix Pech.
:tnx:
Die Faktoren Glück / Pech werden mMn oft zu hochgehangen. Sie spielen zwar durchaus eine Rolle, jedoch sollten sie nicht überbewertet werden. Wenn wir Spielen reihenweise Chancen versemmeln, war (und wird) auch hier oft von Pech bzw. fehlendem Glück geschrieben. Oberflächlich betrachtet mag es vielleicht Glück sein, wenn die eine Mannschaft viele Torchancen in einem Spiel nicht nutzt - aber ab einem gewissen Punkt ist das kein Pech mehr, sondern eigenes Unvermögen - welches gerne mit blumigen Phrasen wie "Wir haben uns nicht belohnt" schöngeredet wird. Besonders dann, wenn die andere Mannschaft so kaltschnäuzig wie wir gestern aus den ersten 3 Chancen 2 Buden macht.
 
Auch der Begriff Unvermögen wird, meiner Meinung nach, viel zu inflationär verwendet. Gerade an der Person unseres aktuellen Goalgetters Niclas Füllkrug lässt sich das gut festmachen.

Lücke hatte nach seiner Rückkehr nach Bremen hier sehr schwierige Phasen zu durchstehen, nicht nur Verletzungen. Noch zu Beginn der 2.Liga-Saison, wir erinnern uns alle noch gut, lief er seiner Form lange und weit hinterher. In der Phase wurde auch ihm hier häufig "Unvermögen" unterstellt, zumal sein Sturmpartner Marvin Ducksch damals, entgegengesetzt zu heute, viel regelmäßiger traf. Wir alle wissen spätestens jetzt, dass es bei Lücke nicht wirklich "Unvermögen" war und ist.

Sportliche Leistungen, sportlicher Erfolg sind differenzierter zu erklären. Körperliche Fitness spielt selbstverständlich eine Rolle, aber auch mentale. Wachheit, Antizipation, Selbstbewusstsein sind unverzichtbar.

Erfahrung spielt eine Rolle, wie auch Talent. In einem Mannschaftssport geht es daüber hinaus auch um die Einbindung, um das Zusammenspiel aller.
 
Auch der Begriff Unvermögen wird, meiner Meinung nach, viel zu inflationär verwendet. Gerade an der Person unseres aktuellen Goalgetters Niclas Füllkrug lässt sich das gut festmachen.

Lücke hatte nach seiner Rückkehr nach Bremen hier sehr schwierige Phasen zu durchstehen, nicht nur Verletzungen. Noch zu Beginn der 2.Liga-Saison, wir erinnern uns alle noch gut, lief er seiner Form lange und weit hinterher. In der Phase wurde auch ihm hier häufig "Unvermögen" unterstellt, zumal sein Sturmpartner Marvin Ducksch damals, entgegengesetzt zu heute, viel regelmäßiger traf. Wir alle wissen spätestens jetzt, dass es bei Lücke nicht wirklich "Unvermögen" war und ist.

Sportliche Leistungen, sportlicher Erfolg sind differenzierter zu erklären. Körperliche Fitness spielt selbstverständlich eine Rolle, aber auch mentale. Wachheit, Antizipation, Selbstbewusstsein sind unverzichtbar.

Erfahrung spielt eine Rolle, wie auch Talent. In einem Mannschaftssport geht es daüber hinaus auch um die Einbindung, um das Zusammenspiel aller.

Mit "Unvermögen" meinte ich nicht kein generelles, sondern ein ein situatives, sprich auf ein bzw. mehrere Spiele in Folge - losgelöst von den jeweiligen Ursaschen, von denen du ja einige nanntest. Wobei sicherlich auch andere Formulierungen dafür finden lassen.
 
Sicher, es ist auch ein Lerneffekt unsererseits. ...

Ottos "kontrollierte Offensive" war etwas völlig anderes, als das, was wir heute in unseren Heimspielen sehen. Denn seinerzeit ging es darum, aus einer geordneten Defensive heraus mit Spielmachern wie Meier, Harttgen, Herzog und Basler über weite Strecken das Heft des Handels in die Hand zu halten. Heute dagegen können wir in dem Ausmaß nicht so proaktiv agieren. Zum Einen, weil weil wir uns durch das hohe Pressing der Gegner uns dieses Heft des Handels aus der Hand nehmen lassen, so dass wir im eigenen Stadion seltener unser Spiel aufziehen bzw. nur noch mit Kontern reagieren können und zum anderen, weil das seinerzeit noch Forechecking genannte hohe Pressing von Trainern eher selten angewendet wurde, z.B. von Ernst Happel beim HSV.



Wenn wir in München defensiv besser stehen als gestern, können wir dort ggf. einen Überraschungspunkt mitnehmen. Aber auch nur dann. :)
Es hat ein Lerneffekt stattgefunden, der sich darin äußert, daß Bewusstsein dafür zu entwickeln, tiefer zu stehen und dem Gegner weniger Raum vor dem eigenen Tor zu gewähren, als es noch in den ersten, teils sehr wilden Spielen der Saison der Fall war. Die bisherige Umsetzung birgt freilich noch reichlich Verbesserungspotential.

Ziel ist war und ist es damals wie heute, aus einer geordneten Defensive heraus, das Heft des Handelns in den eigenen Händen zu halten, sprich, Ball, Gegner und Spielverlauf möglichst oft zu kontrollieren. Das gelingt damals wie heute oft viel besser, wenn man den Gegner möglichdt oft möglichst erfolgreich vom eigenen Tor fernhalten kann, indem man die entsprechenden Räume zustellt.

Dass wir heute ein schwächer besetztes Mittelfeld haben als damals, dass der Gegner viel häufiger und länger offensiv presst und forecheckt, widerspricht dem nicht.

An ein 0:0 in München glaube ich nicht. Sprich, für den für mich bei der aktuellen Form der Bayern unwahrscheinlichen Fall eines Punktgewinns dort, müssten wir neben einer funktionierenden Defensive auch das ein oder andere Tor dort erzielen. Vermutlich entweder durch Standardsituationen oder durch erfolgreich abgeschlossenes Umschaltspiel (Konter). Dass die Bayern uns im eigenen Stadion defensiv empfangen und auf unsere Fehler lauern werden, ist eher unwahrscheinlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Schalker Forum ist NICHT objektiv? Steile These ;)

Ein neutraler Beobachter kann übrigens schon auf den Gedanken kommen, dass die Schalker mehr für das Spiel getan haben. Das macht sie nicht besser, aber sie haben sich schon mächtig ins Zeug gelegt, selbst nach Rückstand. Auch nach dem 0:2 waren sie nur kurz am taumeln. Die würde ich noch nicht abschreiben.
Mehr fürs Spiel tun, ist nicht gleich besser gespielt!
Und ja, man hätte sich unter dem Strich nicht über ein 2-2 beschweren können aber hier wurde ja gesagt Schalke war das bessere Team und vorne habe ich sie nicht gesehen.

Und noch mal ja, natürlich ist das Schalke Forum nicht objektiv. Daher verstehe ich auch nicht das du es zum Thema gemacht hast.
 
Mit "Unvermögen" meinte ich nicht kein generelles, sondern ein ein situatives, sprich auf ein bzw. mehrere Spiele in Folge - losgelöst von den jeweiligen Ursaschen, von denen du ja einige nanntest. Wobei sicherlich auch andere Formulierungen dafür finden lassen.
In einzelnen Spielen kann man aber durchaus auch von Glück und Pech sprechen, insbesondere im Abschluss, aber auch bei Schiri-Entscheidungen.

Über eine längere Strecke gesehen, gleichen sich Glück und Pech aber tatsächlich in der Regel aus.
 
Ziel ist war und ist es damals wie heute, aus einer geordneten Defensive heraus, das Heft des Handelns in den eigenen Händen zu halten, sprich, Ball, Gegner und Spielverlauf möglichst oft zu kontrollieren. Das gelingt damals wie heute oft viel besser, wenn man den Gegner mögglichdt oft möglichst erfolgreich vom eigenen Tor fernhalten kann, indem man die entsprechenden Räume zustellt.
Ja, das muss das Ziel sein. Doch davon sind wir momentan noch weit entfernt. Denn gestern konnten wir die Räume nicht zustellen, weil wir im Mittelfeld nicht raum- sondern mannorientiert spielten. D.h. wir suchten die direkten Duelle, wobei auch unsere Außenverteidiger aus der 5-3-2-Formation herauskamen, um die Schalker Außenverteidiger anzugreifen. Zudem fehlte es uns gestern wiederholt an ausreichender Zuordnung / Abstimmung. Siehe die Chance in der 3. Minute, wo Bülter frei zum Schuss kam. Oder beim Anschlusstreffer, wo wir trotz einer 2:1-Überzahlsituation Polter nicht an der Vorlage hindern konnten. Eine geordnete Defensive sieht anders aus. Nicht zu vergessen, dass ein geordneter Spielaufbau von uns auch an zu vielen Ballverlusten bei flachen Pässen und zweiten Bällen scheiterte.


An ein 0:0 in München glaube ich nicht. Sprich, für den für mich bei der aktuellen Form der Bayern unwahrscheinlichen Fall eines Punktgewinns dort, müssten wir neben einer funktionierenden Defensive auch das ein oder andere Tor dort erzielen. Vermutlich entweder durch Standardsituationen oder durch erfolgreich abgeschlossenes Umschaltspiel (Konter). Dass die Bayern uns im eigenen Stadion defensiv empfangen und auf unsere Fehler lauern werden, ist eher unwahrscheinlich.
Mit einem 0:0 in München rechne ich auch nicht. Aber ein 1:1 oder 2:2 ist dort nicht unrealistisch, weil uns auswärts spielfreudige, zu Risiko bereite Mannschaften mehr liegen als "Wadenbeißer" als Gäste im Weserstadion. Wenn es uns gelingt. in München eine ähnlich gute Partie abliefern wie in Dortmund, können wir dort durchaus einen Punkt mitnehmen. Doch dazu müssen wir jedoch a) die vermutlich wenigen Chancen nutzen b) uns nicht so viele Ballverluste leisten und vor allem c) defensiv deutlich stabiler stehen als gegen Schalke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Back
Top