Sicher, es ist auch ein Lerneffekt unsererseits. ...
Ottos "kontrollierte Offensive" war etwas völlig anderes, als das, was wir heute in unseren Heimspielen sehen. Denn seinerzeit ging es darum, aus einer geordneten Defensive heraus mit Spielmachern wie Meier, Harttgen, Herzog und Basler über weite Strecken das Heft des Handels in die Hand zu halten. Heute dagegen können wir in dem Ausmaß nicht so proaktiv agieren. Zum Einen, weil weil wir uns durch das hohe Pressing der Gegner uns dieses Heft des Handels aus der Hand nehmen lassen, so dass wir im eigenen Stadion seltener unser Spiel aufziehen bzw. nur noch mit Kontern reagieren können und zum anderen, weil das seinerzeit noch Forechecking genannte hohe Pressing von Trainern eher selten angewendet wurde, z.B. von Ernst Happel beim HSV.
Wenn wir in München defensiv besser stehen als gestern, können wir dort ggf. einen Überraschungspunkt mitnehmen. Aber auch nur dann.