Ein Spielverlauf ist letztlich eine Symbiose davon, wie gut der Gegner agiert
und wie viel wir ihn gewähren lassen.
Denn wenn ein Gegner einen guten Tag erwischt, muss das ja nicht zwangsläufig heißen, das unser Tag weniger gut bis schlecht sein muss. Im Gegenteil, denn wenn beide Teams gut drauf sind, entsteht i.d.R. ein spannendes Spiel, in dem nur Nuancen den Unterschied ausmachen können. So wie z.B. bei unserem Sieg in Dortmund. Hazard trifft in der. 80. Minute den Pfosten, was sonst das 3:0 gewesen wäre. Unmittelbar nach unserem 2:1 verpasst Moukoko das 3:1 und plötzlich drehen wir das Spiel. Frage am Rande: wie ist so etwas vorhersehbar?
Und ebenso wenig impliziert ein schwächer agierendener Gegner nicht den Automatismus, dass wir gegen ihn gewinnen. Frag mal die Hoffenheimer. Die waren in der 2. Halbzeit beim Stande von 1:1 klar besser als wir, gingen aber wegen dem späten Elfer und der exakten Grätsche von Stage als Verlierer vom Platz.Und ebenso ist es möglich, dass wir wie unser Gegner aus auch einen schlechten Tag erwischen.
Na ja. Das Hinspiel war unser 1. Heimspiel in der 2. Liga. Dass das in die Hose ging, war fast zu befürchten und das Rückspiel in Paderborn haben wir nach einem 1:3 noch gedreht. Was sprechen diese beiden Tatsachen dafür, dass unser Pokal-Aus keine Überraschung war?
Nicht überraschend war lediglich, dass Paderborn mit hohem Pressing uns das Leben schwermachen wid.. Denn dass wir damit Probleme haben, hat sich zwischen Flensburg und Füssen herumgesprochen. Aber auch das erklärt alleine auch nicht, warum wir als Erstligist (durchschnittlicher Kaderwert ca. 2,22 Mio €) bei einem Zweitligisten (durchschnittlicher Kaderwert ca. 699.000 €) eine solch schlechte 1. Halbzeit hinlegten, die lt. unserem Coach ausschlaggebend für diese Niederlage gewesen ist.