Gesamtsituation der Mannschaft

Defensiv sieht das schon sehr stabil aus, auch wenn ein paar Abstimmungen sich Schritt für Schritt noch finden müssen, aber stabil war es bis zur Kruse's Eckenfinte, da war zu viel Abstand und kein frühzeitiger Zugriff, aber insgesamt sah es wirklich gut aus, auch wenn die Wölfe mit den Einwechslungen etwas mehr Druck gemacht haben und wir nicht ganz so griffig wie im ersten Durchgang waren.
 
Wir sollten die Erwartungen erheblich zurückschrauben.

Werder gilt bei vielen Experten als Abstiegskandidat Nr. 1. und zwar weil
- die Mannschaft sich als letzte und nur knnpp für die Bundesliga qualifiziert hat.
- keine wesentlichen Verstärkungen gekommen sind, stattdessen Toprak fehlt
- die Vorbereitungsspiele überwiegend grausam waren
- es der Mannschaft an Tempo und Außenstürmern fehlt.

Ich lasse mich gerne positiv überraschen.
wenn ich schon dieses wort generell höre "experte/gutachten" das sind für mich so absolut fragwürdige instanzen und sollten zur freien meinungsbildung aber auch gar nichts brauchbares beitragen - die von dir genannten 4 gründe für werders ligauntauglichkeit beweisen doch schon mal, daß die sog. experten stimmung erzeugen wollen - werder hat gestern bewiesen, daß sie mithalten können und ein kruse macht eine mannschaft m.e. z.zt. immer besser - wäre er für werder rein gekommen, hätte man die 3 punkte mitgenommen! ich bin sicher, daß sie die liga halten und wenn es mehr wird, stört mich das auch nicht, egal, was die "experten" sagen!
 
Wichtig ist das wir jetzt nicht wieder in unseren eigenen Superlativen untergehen. Ja, wir können mithalten... ist aber m. M. nicht erwähnenswert, denn hätten wir verloren hieße das ja noch lange nicht das wir nicht mithalten können.

Wir haben aggressiv gespielt und eine solide Leistung gebracht, nicht mehr. Es war keine Top-Leistung, denn das hieße das eine Top-Leistung gerade mal für ein Unentschieden reicht. WOB hat mit einer durchwachsenen Leistung genauso viele Punkte geholt wie wir .... nämlich EINEN.

Wir brauchen jetzt nicht total erleichtert sein einen Punkt geholt zu haben. Vielmehr sollten wir sehr hungrig sein gegen Stuttgart 3 Punkte zu holen. Es gibt für mich keinen Unterschied zwischen WOB auswärts oder Stgt zuhause. Es geht wieder um drei Punkte, die wir wie jede andere Mannschaft dringend brauchen .... also holen wir sie uns!
 
Starke Leistung gegen WOB.

Hatte - wegen Situation bei WOB: Trainerwechsel, Kruse nicht zu 100 % fit, etc. - schon vorher auf mehr als 1 Punkt (ganz vorsichtig ;)) spekuliert. War ja tatsächlich auch mehr drin.

In jedem Fall ein Lob für das gesamte Team für einen beherzten Auftritt.

Saisonstart gefällt mir:
Im Pokal weiter und hochverdienter Punkt in WOB. :top:
 
Eine stabile Defensive ist die Grundlage für positive Ergebnisse. Mit Pieper, Veljkovic, Friedl, Jung sowie davor mit Groß und einem hinten mithelfenden Stage kann Werder sehr gut in der Bundesliga mithalten. Gegen Wolfsburg hat Werder nur wenige Chancen zugelassen. Zudem hat Werder auch noch Stark in der Hinterhand, ebenso Gruev. Buchanan ist noch in einer Lernphase und wird sich auch noch steigern. Weiser hat mehr offensive Qualitäten, genauso wie Agu. Pavlenka ist im Tor ohnehin gesetzt.
Mit Bittencourt und Stage war das Mittelfeld gegen die Wölfe gut besetzt. Sollte Bittencourt wieder schwächeln, steht Schmid bereit. Die beiden sollten in jedem Spiel ihre Spielzeiten bekommen. Stage sehe ich als festen Startelfspieler, gerade was die Aggressivität und Zweikampfstärke betrifft, gepaart mit spielerischen Qualitäten. Für N. Schmidt wird es nicht so einfach, ständig zu Einsetzen zu kommen, da er sich zwar im Zweikampfverhalten verbessert hat, doch trotzdem in der Bundesliga seine Probleme haben wird. Defensiv ist Rapp besser. Ihre Einsätze sind sicher abhängig vom Spielstand. Klar das im Sturm Ducksch und Füllkrug gesetzt sind. In der zweiten Reihe stehen hauptsächlich Dinkci und Burke bereit, aber auch Goller, die ihre Einsätze bekommen werden. Burke braucht sicher noch etwas Zeit um sich im System von Werner einzufinden.
Die übrigen Spieler kann ich noch nicht so recht einschätzen, habe derzeit aber meine Zweifel, ob es ab und zu zu Einsätzen reichen wird. Woltemade hat wenig gespielt und sollte zu einem Verein ausgeliehen werden, wo er regelmäßig zum Einsatz kommt. Ich glaube nach wie vor an ihn.
 
Also ich war schon positiv überrascht von der Leistung der Mannschaft, waren Vorbereitung und DFB-Pokal doch eher durchwachsen und gaben evtl. den aktuellen Leistungsstandard der Mannschaft nicht preis.
Niklas Schmidt, Rapp, Agu, sehe ich als Ergänzungs- und nicht als Startspieler.
Burke wird kaum an Lücke und Ducksch vorbeikommen, daher auch nur Ergänzungsspieler.
Buchanan kann ich noch nicht einschätzen, aber das Potential ist wohl da, evtl. fehlt ihm noch etwas der Mut.
Die Entscheidung Romano oder Stage ist nicht ohne, wird evtl. am Gegner festgemacht werden.
 
Wenn auch nur einer im gesamten Werder Staff davon ausgeht, das das jetzt nach dem "normalen" Unentschieden in WOB, das medial praktisch wie die Bestätigung der 1 Ligatauglichkeit gefeiert wird, ein Selbstgänger wird gegen Stgt., dann geht unser erstes Heimspiel nach hinten los ...

Ob Werder 1 Ligatauglich ist, zeigt sich nach dem 34. Spieltag.... nicht früher
 
@Exil-Ostfriese
Ich glaube, dass es sich in Auswärtsspielen nicht so stark bemerkbar macht.
Stuttgart ist eben ein Gegner, der gerade aus dem erfolgreichen Abstiegskampf kommt.
Für die war ein Sieg keine Pflicht, aber die wussten, wie man das Zentrum verteidigt.
 
Vor einigen Tagen war ja von einem Luxus-Problem zu lesen, weil sich auf der Position von Nick Woltemade so viele Alternativen anbieten.
 
Ich habe es bereits gestern im Spieltagsthread angemerkt, dass Werder seiner Linie treu geblieben ist: nach einer Führung wurde u.a. wegen Mängeln an Genauigkeit und Cleverness zu viel zugelassen, womit es wieder unnötig spannend geworden ist. Symptomatisch dafür war, dass nach dem Lattenschuss von Lücke es bis zum nächsten Torschuss geschlagene 60 Minuten dauerte. Und das bei einem Heimspiel, bei dem der Gegner nicht Bayern oder Dortmund hieß, sondern bei allem Respekt "nur" VfB Stuttgart, der in der Vorsaison fast sprichwörtlich in der letzten Minute der Relegation entging. Und Werder bliebt auch der Linie treu, das erste Ligaheimspiel nicht zu gewinnen - zum letztem Mal gelang das in 13/14 mit einem 1:0 gegen den FCA, Torschütze Ekici. Aber dafür zeigte sich gestern auch ein großes, wenn nicht sogar das größte Plus der aktuellen Werder-Truppe: Mannschaftliche Geschlossenheit - die ausgeprägt ist, wie wann sie in der ausgeprägten Form seit vielen Jahren hier nicht mehr gesehen hatte. Und diese mannschaftliche Geschlossenheit sorgt dafür, dass - wie Lücke im ASS gestern äußerte - die Truppe an sich glaubt und sich dementsprechend gegenseitig motiviert, so dass zumindest 1 Punkt gesichert werden konnte.
 
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Das aggressive Pressing, was wir zu Beginn beider Liga-Spiele bisher gesehen haben, ist extrem kraftraubend und kann, auch bei niedrigeren Temperaturen als gestern, nicht lange durchgehalten werden. Es ist kaum anzunehmen, dass in diesen Phasen des aggressiven Anlaufens immer auch ein, besser gar ein mehrfacher eigener Torerfolg gelingt. Auch wenn man sich als Mannschaft mit dieser Aggressivität beim Gegner zunächst mal Respekt verschafft, müssen auch andere Varianten im Spiel erfolgreich funktionieren, z.B. das Umschaltspiel.

Gerade diese Variante ist nach bisherigen Eindrücken bei Werder stark ausbaufähig. Es fehlt der Taktgeber im Mittelfeld. Ob Stage das kann, wenn er vollständig ins Spiel integriert ist? Oder Gruev, wenn er es sich irgendwann selbst zutraut? Am ehesten wohl Romano Schmid, dessen Spielübersicht ich gestern schon ein wenig vermisst habe, weil sie in Werders restlichem Kader eher rar gesät ist.

Ducksch und Füllkrug bringen für Konterfussball sicher nicht die idealen Voraussetzungen mit, mit Burke und Dinkci könnte in Sachen Tempo aber etwas gehen. Wir brauchen in einem Spiel und erst recht im Laufe der Saison also mehrere Elemente des Fußballs. Hier kann Ole Werner von mir aus auch gern früh innerhalb eines Spiels reagieren.

Nach zwei ungeschlagenen Spielen in der 1. Liga zum Saisonstart sollten wir nun in der Beletage angekommen sein. Die Anfangs-Unsicherheit über die eigene Qualität dürfte sich zunächst mal gelegt haben. Das Spiel in Dortmund ist eines, bei dem Werder nur gewinnen kann. Hier gilt es, einen klaren Matchplan zu konstruieren, ihn abzuarbeiten und am Ende zu schauen, was dabei herum gekommen ist. Es gilt, hinten sicher zu stehen, den Gegner durch gesunde Aggressivtät zu nerven und nach vorn Nadelstiche zu setzen, durch erfolgreiches Umschaltspiel. Vielleicht sehen wir Burke in Dortmund eher als zur 80. Minute?

Im Vergleich zu Kohfeldtschem Bus-Parken vor dem eigenen Tor wie in der Abstiegs-Saison blicke ich bei unserem aktuellen Spielsystem deutlich hoffnungsvoller in die Zukunft, bzw. auf den weiteren Saisonverlauf. Ich denke, dass sich die Mannschaft unter Wettkampfbedingungen spielerisch kontinuierlich verbessern kann und wird.

Packen wir es an.
 
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