Gesamtsituation der Mannschaft

Auch ich wiederhole mich da gern, Kaderfehlplanung und dazu gehört eben in aller Verantwortlichkeit der Sportdirektor.
...und genau das macht mir Sorgen, alleine die Kommunikation der letzten Wochen, Kohfeldt: "Wir wollen bis Weihnachten noch 20 Punkte erreichen."
Nach dem Spiel im Interview, "Wir müssen es spielerisch lösen nicht über den Kampf."

So und was ist dann in der Winterpause mit theoretisch 20 Punkten, der Wunsch einer Pause, um in der Winterpause diesem Kader neu einzunorden?
Baumann:"In der Winterpause sind keine Transfers geplant!"
Na dann gute Nacht Marie.
Mir macht das aktuell richtig Sorge mit der Niederlage gestern würde selbst ein Sieg gegen die Bauern mein Gefühl für den Rest der Saison nicht verbessern und ich gehe auch von einer hohen Niederlage nächste Woche aus.
Die Gesamtsitiation wird aktuell Null angenommen, leider vor allem auf dem Platz.

Wenn dieser Kader nicht im Winter gezielt stabilisiert wird...
Darüber möchte ich aktuell garnicht nachdenken...
 
Fast die Null gehalten und nach diesem Spieltag sind wir nicht mehr die schlechteste Mannschaft nach gegnerischen Standards. Es gibt also auch positives nach dem gestrigen Spiel... ;)

Leider waren wir das erste mal in dieser Saison nicht in der Lage richtige Torchancen herauszuspielen. Generell tut sich die Mannschaft sehr schwer damit zuhause das Spiel zu machen und gegen einen tief stehenden Gegner zu agieren. Wenn Klaassen und Osako dann noch einen gebrauchten Tag haben, kommt sowas wie gestern dabei rum...
 
Es liegt nicht am Trainer, da leg ich mich definitiv fest...es liegt an der Gesamtausrichtung des Vereins ...denn wie soll man die ganzen Ähnlichkeiten der Fehler mit veränderter Führung bzw. Personal sonst erklären ? Immer die gleiche Scheiße ...hat mittlerweile System trotz Veränderungen von Spielen und Trainer...an Zufall glaube ich nicht mehr...
Die Denk- und Handlungsweise gehört auf den Prüfstand!
Sehe ich ein wenig anders. Kohfeldt hatte alle Vorraussetzungen, sich dieser Denk- und Handlungsweise entgegen zu setzen. nationale Vorschußlorbeeren, gute letzte Saison. Wer sollte ihm was tun? Da müsste er die Eier haben und sein Ding durchziehen.
Andere sagen, das er unbedingt sein Ding durchziehen will und deswegen die Leistung nicht stimmt. Wie so oft liegt das Übel irgendwo in der Mitte.
 
Fast die Null gehalten und nach diesem Spieltag sind wir nicht mehr die schlechteste Mannschaft nach gegnerischen Standards. Es gibt also auch positives nach dem gestrigen Spiel... ;)

Leider waren wir das erste mal in dieser Saison nicht in der Lage richtige Torchancen herauszuspielen. Generell tut sich die Mannschaft sehr schwer damit zuhause das Spiel zu machen und gegen einen tief stehenden Gegner zu agieren. Wenn Klaassen und Osako dann noch einen gebrauchten Tag haben, kommt sowas wie gestern dabei rum...

Mit dem gebrauchten Tag macht man es sich zu einfach. Wer in 97 Minuten nicht mal Ansatzweise gefährlich vor das Tor einer Mannschaft kommt die 5 Punkte auf dem Konto hat, der ist einfach nur schlecht. Über 12 Ecken von denen 0 Gefahr kam. Fehlpässe spielerübergreifend. Fehlender Biss die letzten Meter zu gehen. Dauernde Rückpässe zum Torhüter, 0 Bewegung, 0 Anspielmöglichkeiten. Beim besten Willen hat das nichts mehr mit einem schlechten Tag zu tun sondern einfach mangelnde Qualität gepaart mit Stammplatzgarantie.
 
Ja eigentlich hasst du Recht ...nur der Fette Tony wird morgen wieder dagegen sprechen ...da er heute nach dem Spiel keine Antwort gegeben hat...gehe ich davon aus das er sich schon einen Plan zurecht gelegt hat die positiven Erkenntnisse hervor zu holen ..laaaaangweilig aber sind wir vom selbsternannten Experten schon gewohnt...geht's los ?
Ist denn @FatTony der Kohfeldt aus dem Forum? ;)
 
Eigentlich fällt mir nach dem gestrigen Spiel nur noch ein Wort zu Werders aktuellem Zustand ein:

BANKROTTERKLÄRUNG!

Anders kann man das nicht mehr bezeichnen. Wenn man selbst zuhause gegen den bis dato abgeschlagenen Tabellenletzten verliert und gegen deren Abwehr mit den bislang meisten Gegentoren kein einziges Tor zustande bringt, dann weiß ich auch nicht mehr.

Erst war ich nur entsetzt, dann fassungslos und am Schluß nur noch regungslos. Für mich der vorläufige Tiefpunkt, der totale Tiefpunkt wird wohl nächsten Samstag kommen, dann kriegen wir wohl erstmals eine richtige Packung.

Ich denke mal, das jetzt eigentlich auch der letzte Schönredner schweigen müßte. Womit will er auch noch argumentieren? Das wir mal einen Sieg brauchen, um den Kopf wiede freizukriegen? Hatten wir letzte Woche. Mit einem tollen Spiel trotz Niederlage? Selbst das ist jetzt nicht mehr. Oder mit den vielen Verletzten? Sorry, eigentlich fehlt nur noch Füllkrug, ansonsten war das nahezu unsere Bestbesetzung. Und wenn doch, dann sage ich nur armes Werder, wenn man von einem Spieler abhängig sein soll, der in seiner noch gar nicht so langen Karriere bereits drei Knorpelschäden und einen Kreuzbandriss hatte...

Das ist und wird in dieser Saison nichts anderes als purer Abstiegskampf! Wer das immer noch nicht kapiert oder einsehen will, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Wir können heilfroh sein, das NOCH zwei Mannschaften auf den Direktabstiegsplätzen stehen, die in 14 Spielen sagenhafte 8 Punkte geholt haben.

1899% Zustimmung :tnx::tnx::tnx:

Wir Werder-Fans haben in diesem Jahrzehnt schon zahlreiche Tiefpunkte erdulden müssen, aber dieser blutleere Auftritt gestern war eines der besonders desaströsen in dieser Dekade - und die größte Enttäuschung in der Ära FK. Nein, es ist wahrlich nicht die alleinige Schuld des Trainers, dennoch muß die Frage erlaubt sein, wo ist der "Zauber" von FK hin? Das, was die Mannschaft in dieser Saison bisher überwiegend geboten hat, ist unterem Strich genau so miserabel, wie unter seinen Vorgängern. Sicher, das Spiel mit dem Ball ist im Vergleich dazu besser geworden, aber Fußball zählen nun einmal Ergebnisse und nicht Erlebnisse. Vor dem gestrigen Match hatte FK - wieder einmal - markige Worte in Form der Forderung von "Galligkeit, Konsequenz und Gier" gefunden und - wieder einmal - hat die Mannschaft entsprechende Taten vermissen lassen. Diese Häufung an Wiederholungen lassen sich nicht mehr mit schlechter Tagesform beschönigen, es ist ein grundlegendes Problem, worin es auch immer begründet sein mag.

Wo ist der FK, der zu Beginn seiner Amtzeit durch Akrebie in seinen Analysen und Entscheidungen meistens richtig lag und bei der Aufstellung keine Rücksicht auf Namen bzw. etwaigen Sympathiewerten nahm? Wo ist der FK, der bei Spielern und Fans ein immens großes Feuer der Leidenschaft entfachte und Begeisterung auslöste? Wo ist der FK, der für Werder vollkommen atypsich den Austausch mit dem Profi-Tennistrainer Jan de Witt sowie den Sportpsychologen Andreas Marlovits suchte, um sich Einblicke aus anderen Perspektiven zu schaffen, Selbstreflextion und Selbstkritik vorlebte und auch damit die hier verkrusteten Strukturen aufbrach? Wo ist der FK, dessen v.g. Leistungen Anerkennung fanden und ihm zum Trainer des Jahres 2018 kürten? Von diesem FK ist leider nicht mehr viel zu sehen, denn sowohl in seinen Denk- und Handlungsweisen als auch im Tabellenstand ähnelt er immer mehr einem TS in seinen letzten 3 Jahren als Werder-Trainer - mit dem er nach eigener Aussage im regen Austusch steht...

Bei dieser erneuten sportlichen Misere stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Wirken des SpoDi FB. Dieser ist seit nunmehr 3,5 Jahren im Amt, doch trotz aller (in seiner langjährigen Werder-Vergangenheit begründeten) Vorschußlorbeeren ist es auch ihm nicht gelungen, Werder nachhaltig weiterzuentwickeln, denn wir stehen tabellarisch wie visuell ähnlich schlecht da, wie bei seiner Amtsübernahme Ende Mai 2016, bzw. in diesem kurzen Zeitfenster FK bereits "sein" 3. Coach ist, der einen jähen Absturz hinlegt. Das ist kein Zufall mehr.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die verheerenden Transfers in diesem Sommer: Bittencourt ist der einzige Lichtblick, aber der Rest? Lang hat gerade einmal 4 Buli-Spiele absolviert, Topraks Notenschnitt (kicker) ist noch schlechter als der von Friedl, obwohl dieser als LV einige bedenkliche Auftritte hatte und Füllkrug kennt das Reha-Zentrum besser als den Trainingsplatz. Und damit sind wir auch schon beim Kardinalsfehler in dieser Sommer-TP: mit den Verpflichtungen von Füllkrug, Toprak und Bittencourt wurden gleich 3 Spieler mit einer hohen Anfälligkeit für langwierige Verletzungen geholt, so daß sich deren Zahl im erweiterten Stammkader auf 8(!) erhöhte. Daß uns zu Saionbeginn 11 Spieler verletzungsbedingt fehlten, lässt sich mit dem Wort "Pech" blumig beschönigen, doch unter der Berücksichtigung, daß unter diesen 11 Ausfällen 7 Spieler waren, die schon vorher 200 bis weit über 1000 verletzungsbedingte Fehltage in ihren Akten stehen hatten, kann dies kein Pech oder Zufall mehr sein.Und wie reagiert FB darauf in einem Zeitungsinterview? Er erklärt, daß er diese Risiken bewusst in Kauf nimmit und brüstet sich dabei damit, daß er 2 Spieler entgegen des ärztlichen Rats verpflichtet hätte und diese unverletzt blieben. Ganz abgesehen davon, daß das die für Werder typische Es-wird-schon-irgendwie-gut-gehen- bzw. Selbstzufriedensheit-Mentalität ist, klingt eine solche Äußerung wie die eines Bengels, der auch noch stolz darauf ist, den Lieblingspuppen seiner kleinen Schwester die Haare abgeschnitten zu haben.

Für Werder geht es wie schon so oft in diesem in Kürze beendeten Jahrzehnt wieder einmal ums nackte Überleben in der 1. Liga. Doch um im diesen Abstiegskampf zu bestehen, muß dieser auch angenommen werden, statt diesen totzuschweigen bzw. sich für zu gut für den Abstieg zu halten. Mit einer solch von Verantwortlichen und Spielern vorgelebten Selbstgefälligkeit hat es schon für etliche Clubs ein böses Erwachen in der 2. Liga gegeben, zuletzt beim VfB Stuttgart. Und solange man bei Werder diesen Abstiegskampf nicht annimmt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß wir die nächsten sein könnten.

Doch selbst mit einem Klassenerhalt wäre es alleine auch nicht getan. Denn dieses seit den 1970er Jahren schlimmste Werder-Jahrzehnt hat leider gezeigt, daß die vollzogenen Maßnahmen nur einen ambulanten Charakter hatten, d.h. daß hier Grundsätzliches schief läuft. Eine lange Suche nach den Ursachen dafür ist nun wahrlich nicht nötig, denn Werder isoliert sich vor den Entwicklungen / Anforderungen des Fußballs sowie dem Input von Außen - wie (Vorsicht Satire) Nordkorea vor der Weltgemeinschaft - und suhlt sich dabei wohlig im eigenen Saft von offensivem Markenkern, Selbstüberschätzung und Betriebsblindheit. Das ist - auch wenn sicherlich nicht alles hier schlecht ist - gerade in dem sich immer mehr globalisierenden Fußballgeschäft das Schaufeln des eigenen Grabes.
 
Da muss ich - so wie du es schreibst widersprechen. Der Trainer ist in alle Abläufe eingebunden und ist für das was auf dem Platz geschieht entscheidend mitverantwortlich. Dass er auch ein Stück weit die Fehler anderer mit ausbügeln muss steht natürlich außer Frage.
Kohfeldt kam für die Werderverantwortlichen sehr gelegen (man hat ihn ja auch immer als absoluten Glücksgriff betitelt) denn man sah in ihm von der Spielphilosophie her einen Schaaf 2.0.
Entsprechend meinte man, alte nostalgische Zeiten wieder aufleben lassen zu können, hat ihn langfristig an den Verein gebunden und tief in Entscheidungsprozesse eingebunden. In Anlehnung an das Gespann Schaaf/Allofs, dem man eine enge Zusammenarbeit nachgesagt hat, hat man Kohfeldt bei den Transfers stark einbezogen. Kohfeldt hat im Gegenzug frische Impulse in den Verein eingebracht, hat Selbstbewusstsein zu einem Teil der Werder DNA erklärt und es schien erstmal alles zu funktionieren. Wenn man jedoch überlegt, warum das ganze so nicht funktionieren kann, hat man Schwierigkeiten, das an einer Hand abzuzählen:
Das geht schon damit los, dass eine spielstarke, selbstbewusste Mannschaft bei Werder eher dazu geführt hat, dass man dem Größenwahn verfallen ist. Man ist davon abgerückt, Spieler wie Rashica zu finden und besser zu machen und hat seinen Fokus auf "erfahrene Bundesligaspieler" gelegt, ohne vor lauter Betriebsblindheit zu merken, dass man sich da bestenfalls Mittelmaß ohne Entwicklungspotenzial eingekauft hat, zulasten von Altersstruktur, Transfererlösen und Gehaltsgefüge (was selbstverständlich auch nen Einfluss auf die Teamchemie hat) und hat sogar schon Vorgriffe in Form von Leihen + KO. gemacht, ohne dass dadurch ein Qualitätszuwachs erzielt wurde. Ein STück weit ein Rückfall in alte Zeiten. Baumann äußert stur, er würde jeden Spieler wieder kaufen...das alles überträgt sich natürlich auch irgendwann auf das Trainerteam und auf die Spieler...die sich nun ebenfalls für "zu gut für den Abstiegskampf" halten. Ein Spieler der die Mentalität mitbringt, da gegenzusteuern und das auch auf dem Platz verkörpert, der fehlt, weil man sich zu sehr auf andere Kriterien versteift hat (zudem noch auf Spieler wie Grujic, Henrichs......und Gregoritsch:ugly:).
Durch die fehlende klare Trennung der Aufgabenbereiche (Trainer/Sportdirektor) , in meinen Augen sehr unprofessionell, hat sich unsere Einkaufpolitik wie oben beschrieben nicht gerade zum Positiven verändert, gleichzeitig vergibt Kohfeldt voreilig Stammplatzgarantien an seine Wunschspieler und würde sich angreifbar machen, wenn er diese teuren Spieler auf die Bank setzen würde. Er kann kaum anders, als die Qualität der Mannschaft zu verteidigen denn er hat sie ja selbst mit zusammengestellt.
Durch die starke Bindung zum Verein, seine bodenständige Art und die extreme Wertschätzung , die man ihm entgegenbringt (inklusive der Mitgestaltung des Kaders, die ich sehr kritisch sehe) wird Kohfeld auch nicht im Ansatz auf die Idee kommen, die Ausrichtung des Klubs zu kritisieren, es wurde ja alles auf ihn zugeschnitten. Kohfeldt kann dem Verein nicht mehr ein neues Selbstverständnis einhauchen, er ist mittlerweile selbst fester Bestandteil des "Werder-Biotops" und trägt den eingeschlagenen Weg einerseits mit, andererseits fehlt im dadurch natürlich nun auch der Blick von außen.
Sehr schade ist es, dass Kohfeldt mit seiner offensiven Spielweise teilweise vollkommen ins Messer läuft, weil es verpasst wurde, ihm für die Saison frühzeitig genug fitte, bundesligataugliche Defensivspieler zur Verfügung zu stellen, die sich einspielen konnten. Man muss sich auch fragen, wie es sein kann, dass Werder trotz diverser Trainerwechsel mittlerweile seit etwa 10 Jahren eine Wohlfühloase für Spieler darstellt, wo die Mannschaft - das letzte Jahr mal ausgeklammert - nur ihr volles Potzenzial auf den Platz bringt, wenn es um die Vermeidung des Abstiegs geht. Denn der Gedanke, dass aus der Mannschaft heraus eine Motivation kommen muss, etwas zu erreichen und dass es nicht nur um die Abstiegsvermeidung gehen darf ist ja nicht grundverkehrt. Es sollte nur weniger zu blinden Vertrauensbekundungen führen sondern es muss eine leistungsförderne Atmosphäre geschaffen werden und dazu auch mal Leistung eingefordert und ein gesunder Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft gefördert werden. Da kann man Kohfeldt, auch wenn man ihm eine gewisse Unerfahrenheit zugestehen muss bei der Betrachtung nicht außen vor lassen (ich werde jetzt nicht genauer auf Kohfeldts Fehlentscheidungen eingehen, das wurde ja alles schon zurecht angesprochen).

Am Ende komme ich aber zu dem Schluss, dass letzlich seit dem Born-"Abgang" 2009 fast immer die gleichen Fehler gemacht werden. Man schmort im eigenen Saft, vernachlässigt die Defensive, wirtschaftet nicht nachhaltig bzw. reißt ein was man aufbaut, sowohl auf als auch neben dem Platz. Wenn es etwas besser läuft, hebt man ab...und es würde mich nicht wundern, wenn Kohfeldt als Ergebnis dieser seit vielen Jahre andauernden Stagnation der nächste Trainer ist, den man "verbrannt" hat und der seinen bis 2022 laufenden Vertrag nicht erfüllen wird. Symptomatisch ist, dass man teilweise gerade an seinen eigenen Bemühungen scheitert, mit einem Trainer langfristig zusammenzuarbeiten, weil man dort (TS+KA) so wie in nahezu jedem Bereich in der Vergangenheit lebt und versucht ein Erfolgsmodell zu kopieren, dass schon seit über 10 Jahren völlig überholt ist. Das zeigen die letzten Jahre dann doch sehr eindrucksvoll.

Auch hier 1899% Zustimmung :tnx::tnx::tnx:
 
1899% Zustimmung :tnx::tnx::tnx:

Wir Werder-Fans haben in diesem Jahrzehnt schon zahlreiche Tiefpunkte erdulden müssen, aber dieser blutleere Auftritt gestern war eines der besonders desaströsen in dieser Dekade - und die größte Enttäuschung in der Ära FK. Nein, es ist wahrlich nicht die alleinige Schuld des Trainers, dennoch muß die Frage erlaubt sein, wo ist der "Zauber" von FK hin? Das, was die Mannschaft in dieser Saison bisher überwiegend geboten hat, ist unterem Strich genau so miserabel, wie unter seinen Vorgängern. Sicher, das Spiel mit dem Ball ist im Vergleich dazu besser geworden, aber Fußball zählen nun einmal Ergebnisse und nicht Erlebnisse. Vor dem gestrigen Match hatte FK - wieder einmal - markige Worte in Form der Forderung von "Galligkeit, Konsequenz und Gier" gefunden und - wieder einmal - hat die Mannschaft entsprechende Taten vermissen lassen. Diese Häufung an Wiederholungen lassen sich nicht mehr mit schlechter Tagesform beschönigen, es ist ein grundlegendes Problem, worin es auch immer begründet sein mag.

Wo ist der FK, der zu Beginn seiner Amtzeit durch Akrebie in seinen Analysen und Entscheidungen meistens richtig lag und bei der Aufstellung keine Rücksicht auf Namen bzw. etwaigen Sympathiewerten nahm? Wo ist der FK, der bei Spielern und Fans ein immens großes Feuer der Leidenschaft entfachte und Begeisterung auslöste? Wo ist der FK, der für Werder vollkommen atypsich den Austausch mit dem Profi-Tennistrainer Jan de Witt sowie den Sportpsychologen Andreas Marlovits suchte, um sich Einblicke aus anderen Perspektiven zu schaffen, Selbstreflextion und Selbstkritik vorlebte und auch damit die hier verkrusteten Strukturen aufbrach? Wo ist der FK, dessen v.g. Leistungen Anerkennung fanden und ihm zum Trainer des Jahres 2018 kürten? Von diesem FK ist leider nicht mehr viel zu sehen, denn sowohl in seinen Denk- und Handlungsweisen als auch im Tabellenstand ähnelt er immer mehr einem TS in seinen letzten 3 Jahren als Werder-Trainer - mit dem er nach eigener Aussage im regen Austusch steht...

Bei dieser erneuten sportlichen Misere stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Wirken des SpoDi FK. Dieser ist seit nunmehr 3,5 Jahren im Amt, doch trotz aller (in seiner langjährigen Werder-Vergangenheit begründeten) ist es auch ihm nicht gelungen, Werder nachhaltig weiterzuentwickeln, denn wir stehen tabellarisch wie visuell ähnlich schlecht da, wie bei seiner Amtsübernahme Ende Mai 2016, bzw. in diesem kurzen Zeitfenster FK bereits "sein" 3. Coach ist, der einen jähen Absturz hinlegt. Das ist kein Zufall mehr.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die verheerenden Transfers in diesem Sommer: Bittencourt ist der einzige Lichtblick, aber der Rest? Lang hat gerade einmal 4 Buli-Spiele absolviert, Topraks Notenschnitt (kicker) ist noch schlechter als der von Friedl, obwohl dieser als LV einige bedenkliche Auftritte hatte und Füllkrug kennt das Reha-Zentrum besser als den Trainingsplatz. Und damit sind wir auch schon beim Kardinalsfehler in dieser Sommer-TP: mit den Verpflichtungen von Füllkrug, Toprak und Bittencourt wurden gleich 3 Spieler mit einer hohen Anfälligkeit für langwierige Verletzungen geholt, so daß sich deren Zahl im erweiterten Stammkader auf 8(!) erhöhte. Daß uns zu Saionbeginn 11 Spieler verletzungsbedingt fehlten, lässt sich mit dem Wort "Pech" blumig beschönigen, doch unter der Berücksichtigung, daß unter diesen 11 Ausfällen 7 Spieler waren, die schon vorher 200 bis weit über 1000 verletzungsbedingte Fehltage in ihren Akten stehen hatten, kann dies kein Pech oder Zufall mehr sein.Und wie reagiert FB darauf in einem Zeitungsinterview? Er erklärt, daß er diese Risiken bewusst in Kauf nimmit und brüstet sich dabei damit, daß er 2 Spieler entgegen des ärztlichen Rats verpflichtet hätte und diese unverletzt blieben. Ganz abgesehen davon, daß das die für Werder typische Es-wird-schon-irgendwie-gut-gehen- bzw. Selbstzufriedensheit-Mentalität ist, klingt eine solche Äußerung wie die des eines Bengels, der auch noch stolz darauf ist, den Lieblingspuppen seiner kleinen Schwester die Haare abgeschnitten zu haben.

Für Werder geht es wie schon so oft in diesem in Kürze beendeten Jahrzehnt wieder einmal ums nackte Überleben in der 1. Liga. Doch um im diesen Abstiegskampf zu bestehen, muß dieser auch angenommen werden, statt diesen totzuschweigen bzw. sich für zu gut für den Abstieg zu halten. Mit einer solch von Verantwortlichen und Spielern vorgelebten Selbstgefälligkeit hat es schon für etliche Clubs ein böses Erwachen in der 2. Liga gegeben, zuletzt beim VfB Stuttgart. Und solange man bei Werder diesen Abstiegskampf nicht annimmt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß wir die nächsten sein könnten.

Doch selbst mit einem Klassenerhalt wäre es alleine auch nicht getan. Denn dieses seit den 1970er Jahren schlimmste Werder-Jahrzehnt hat leider gezeigt, daß die vollzogenen Maßnahmen nur einen ambulanten Charakter hatten, d.h. daß hier Grundsätzliches schief läuft. Eine lange Suche nach den Ursachen dafür ist nun wahrlich nicht nötig, denn Werder isoliert sich vor den Entwicklungen / Anforderungen des Fußballs sowie dem Input von Außen wie - Vorsicht Satire - Nordkorea vor der Weltgemeinschaft, und suhlt sich dabei wohlig im eigenen Saft von offensivem Markenkern, Selbstüberschätzung und Betriebsblindheit. Das ist gerade in dem sich immer mehr globalisierenden Fußballgeschäft das Schaufeln des eigenen Grabes.
:tnx:Top geschrieben! Absolute Zustimmung :top:
 
Ihr wiederholt Euch!! immer die gleichen Aussagen!!
Ich kann den Frust ja verstehen, aber beim lesen hier frage ich mich was ist Euer größter Frust das Spiel oder das Ihr es Euch angetan habt.
 
1899% Zustimmung :tnx::tnx::tnx:

Wir Werder-Fans haben in diesem Jahrzehnt schon zahlreiche Tiefpunkte erdulden müssen, aber dieser blutleere Auftritt gestern war eines der besonders desaströsen in dieser Dekade - und die größte Enttäuschung in der Ära FK. Nein, es ist wahrlich nicht die alleinige Schuld des Trainers, dennoch muß die Frage erlaubt sein, wo ist der "Zauber" von FK hin? Das, was die Mannschaft in dieser Saison bisher überwiegend geboten hat, ist unterem Strich genau so miserabel, wie unter seinen Vorgängern. Sicher, das Spiel mit dem Ball ist im Vergleich dazu besser geworden, aber Fußball zählen nun einmal Ergebnisse und nicht Erlebnisse. Vor dem gestrigen Match hatte FK - wieder einmal - markige Worte in Form der Forderung von "Galligkeit, Konsequenz und Gier" gefunden und - wieder einmal - hat die Mannschaft entsprechende Taten vermissen lassen. Diese Häufung an Wiederholungen lassen sich nicht mehr mit schlechter Tagesform beschönigen, es ist ein grundlegendes Problem, worin es auch immer begründet sein mag.

Wo ist der FK, der zu Beginn seiner Amtzeit durch Akrebie in seinen Analysen und Entscheidungen meistens richtig lag und bei der Aufstellung keine Rücksicht auf Namen bzw. etwaigen Sympathiewerten nahm? Wo ist der FK, der bei Spielern und Fans ein immens großes Feuer der Leidenschaft entfachte und Begeisterung auslöste? Wo ist der FK, der für Werder vollkommen atypsich den Austausch mit dem Profi-Tennistrainer Jan de Witt sowie den Sportpsychologen Andreas Marlovits suchte, um sich Einblicke aus anderen Perspektiven zu schaffen, Selbstreflextion und Selbstkritik vorlebte und auch damit die hier verkrusteten Strukturen aufbrach? Wo ist der FK, dessen v.g. Leistungen Anerkennung fanden und ihm zum Trainer des Jahres 2018 kürten? Von diesem FK ist leider nicht mehr viel zu sehen, denn sowohl in seinen Denk- und Handlungsweisen als auch im Tabellenstand ähnelt er immer mehr einem TS in seinen letzten 3 Jahren als Werder-Trainer - mit dem er nach eigener Aussage im regen Austusch steht...

Bei dieser erneuten sportlichen Misere stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Wirken des SpoDi FK. Dieser ist seit nunmehr 3,5 Jahren im Amt, doch trotz aller (in seiner langjährigen Werder-Vergangenheit begründeten) ist es auch ihm nicht gelungen, Werder nachhaltig weiterzuentwickeln, denn wir stehen tabellarisch wie visuell ähnlich schlecht da, wie bei seiner Amtsübernahme Ende Mai 2016, bzw. in diesem kurzen Zeitfenster FK bereits "sein" 3. Coach ist, der einen jähen Absturz hinlegt. Das ist kein Zufall mehr.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die verheerenden Transfers in diesem Sommer: Bittencourt ist der einzige Lichtblick, aber der Rest? Lang hat gerade einmal 4 Buli-Spiele absolviert, Topraks Notenschnitt (kicker) ist noch schlechter als der von Friedl, obwohl dieser als LV einige bedenkliche Auftritte hatte und Füllkrug kennt das Reha-Zentrum besser als den Trainingsplatz. Und damit sind wir auch schon beim Kardinalsfehler in dieser Sommer-TP: mit den Verpflichtungen von Füllkrug, Toprak und Bittencourt wurden gleich 3 Spieler mit einer hohen Anfälligkeit für langwierige Verletzungen geholt, so daß sich deren Zahl im erweiterten Stammkader auf 8(!) erhöhte. Daß uns zu Saionbeginn 11 Spieler verletzungsbedingt fehlten, lässt sich mit dem Wort "Pech" blumig beschönigen, doch unter der Berücksichtigung, daß unter diesen 11 Ausfällen 7 Spieler waren, die schon vorher 200 bis weit über 1000 verletzungsbedingte Fehltage in ihren Akten stehen hatten, kann dies kein Pech oder Zufall mehr sein.Und wie reagiert FB darauf in einem Zeitungsinterview? Er erklärt, daß er diese Risiken bewusst in Kauf nimmit und brüstet sich dabei damit, daß er 2 Spieler entgegen des ärztlichen Rats verpflichtet hätte und diese unverletzt blieben. Ganz abgesehen davon, daß das die für Werder typische Es-wird-schon-irgendwie-gut-gehen- bzw. Selbstzufriedensheit-Mentalität ist, klingt eine solche Äußerung wie die eines Bengels, der auch noch stolz darauf ist, den Lieblingspuppen seiner kleinen Schwester die Haare abgeschnitten zu haben.

Für Werder geht es wie schon so oft in diesem in Kürze beendeten Jahrzehnt wieder einmal ums nackte Überleben in der 1. Liga. Doch um im diesen Abstiegskampf zu bestehen, muß dieser auch angenommen werden, statt diesen totzuschweigen bzw. sich für zu gut für den Abstieg zu halten. Mit einer solch von Verantwortlichen und Spielern vorgelebten Selbstgefälligkeit hat es schon für etliche Clubs ein böses Erwachen in der 2. Liga gegeben, zuletzt beim VfB Stuttgart. Und solange man bei Werder diesen Abstiegskampf nicht annimmt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß wir die nächsten sein könnten.

Doch selbst mit einem Klassenerhalt wäre es alleine auch nicht getan. Denn dieses seit den 1970er Jahren schlimmste Werder-Jahrzehnt hat leider gezeigt, daß die vollzogenen Maßnahmen nur einen ambulanten Charakter hatten, d.h. daß hier Grundsätzliches schief läuft. Eine lange Suche nach den Ursachen dafür ist nun wahrlich nicht nötig, denn Werder isoliert sich vor den Entwicklungen / Anforderungen des Fußballs sowie dem Input von Außen wie - Vorsicht Satire - Nordkorea vor der Weltgemeinschaft, und suhlt sich dabei wohlig im eigenen Saft von offensivem Markenkern, Selbstüberschätzung und Betriebsblindheit. Das ist - auch wenn sicherlich nicht alles hier schlecht ist - gerade in dem sich immer mehr globalisierenden Fußballgeschäft das Schaufeln des eigenen Grabes.

deutlich :tnx::tnx::tnx::top: treffend
 
Soso. Die Spieler, die gestern nicht gespielt haben, sind lt. twitter auf dem Trainingsplatz.
Die werten Herrn, die gestern auf dem Platz standen, haben heute (wie immer montags) frei?
 
Ihr wiederholt Euch!! immer die gleichen Aussagen!!
Ich kann den Frust ja verstehen, aber beim lesen hier frage ich mich was ist Euer größter Frust das Spiel oder das Ihr es Euch angetan habt.
Es geht mir persönlich nicht darum, dass man ein Spiel gegen den Tabellenletzten verloren hat. Die Frage ist doch, war das nicht teilweise vorhersehbar? Wenn ich als Verein ein Saisonziel ausgebe, sollte es zumindest so sein, dass es auch realistisch erreicht werden kann. Meine Skepsis war schon in der SP, dass man in Anbetracht der Transfers und vor allem nach Abgang von Kruse ein Konzept vorgetragen hat, dass einer Gleichung mit sehr vielen Unbekannten glich. Meine vorsichtige Schätzung war 15-20 Punkte in der HR. Einen Punkt werden wir aus den letzten 3 Spielen noch holen, wahrscheinlich gegen Köln??? Nur ein überzeugendes Spiel gegen Heidenheim ist arg wenig.
Die Gesamtkommunikation des Vereins hinterlässt nicht den Eindruck eines professionellen Krisenmanagements. Und das ist kein neues Phänomen sondern altbekannt. Man wird sich wieder in seine Wagenburg zurückziehen und meinen den äusseren Eindrücken damit trotzen zu können. Es ist nicht damit getan, den Spielern regelmässig schlechte Leistungen durchgehen zu lassen, ohne als Arbeitgeber klar zu intervenieren. Das ganze Gebilde FK + Mannschaft scheint mir gerade auseinander zu brechen? Mein persönlicher Eindruck mag täuschen, aber so wirkt es nun einmal.
Ich persönlich gehe davon aus, dass sie irgendwie die Klasse halten werden. Nur was ist dann in der kommenden Saison? Noch mal seine Ansage mit Europa löst doch nur noch ein heiseres Lachen aus. Bei Werder krankt es an der Eigen- und der Fremdwahrnehmung. Diesen gordischen Knoten will Keiner durchschlagen.
 
1899% Zustimmung :tnx::tnx::tnx:

Wir Werder-Fans haben in diesem Jahrzehnt schon zahlreiche Tiefpunkte erdulden müssen, aber dieser blutleere Auftritt gestern war eines der besonders desaströsen in dieser Dekade - und die größte Enttäuschung in der Ära FK. Nein, es ist wahrlich nicht die alleinige Schuld des Trainers, dennoch muß die Frage erlaubt sein, wo ist der "Zauber" von FK hin? Das, was die Mannschaft in dieser Saison bisher überwiegend geboten hat, ist unterem Strich genau so miserabel, wie unter seinen Vorgängern. Sicher, das Spiel mit dem Ball ist im Vergleich dazu besser geworden, aber Fußball zählen nun einmal Ergebnisse und nicht Erlebnisse. Vor dem gestrigen Match hatte FK - wieder einmal - markige Worte in Form der Forderung von "Galligkeit, Konsequenz und Gier" gefunden und - wieder einmal - hat die Mannschaft entsprechende Taten vermissen lassen. Diese Häufung an Wiederholungen lassen sich nicht mehr mit schlechter Tagesform beschönigen, es ist ein grundlegendes Problem, worin es auch immer begründet sein mag.

Wo ist der FK, der zu Beginn seiner Amtzeit durch Akrebie in seinen Analysen und Entscheidungen meistens richtig lag und bei der Aufstellung keine Rücksicht auf Namen bzw. etwaigen Sympathiewerten nahm? Wo ist der FK, der bei Spielern und Fans ein immens großes Feuer der Leidenschaft entfachte und Begeisterung auslöste? Wo ist der FK, der für Werder vollkommen atypsich den Austausch mit dem Profi-Tennistrainer Jan de Witt sowie den Sportpsychologen Andreas Marlovits suchte, um sich Einblicke aus anderen Perspektiven zu schaffen, Selbstreflextion und Selbstkritik vorlebte und auch damit die hier verkrusteten Strukturen aufbrach? Wo ist der FK, dessen v.g. Leistungen Anerkennung fanden und ihm zum Trainer des Jahres 2018 kürten? Von diesem FK ist leider nicht mehr viel zu sehen, denn sowohl in seinen Denk- und Handlungsweisen als auch im Tabellenstand ähnelt er immer mehr einem TS in seinen letzten 3 Jahren als Werder-Trainer - mit dem er nach eigener Aussage im regen Austusch steht...

Bei dieser erneuten sportlichen Misere stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Wirken des SpoDi FK. Dieser ist seit nunmehr 3,5 Jahren im Amt, doch trotz aller (in seiner langjährigen Werder-Vergangenheit begründeten) Vorschußlorbeeren ist es auch ihm nicht gelungen, Werder nachhaltig weiterzuentwickeln, denn wir stehen tabellarisch wie visuell ähnlich schlecht da, wie bei seiner Amtsübernahme Ende Mai 2016, bzw. in diesem kurzen Zeitfenster FK bereits "sein" 3. Coach ist, der einen jähen Absturz hinlegt. Das ist kein Zufall mehr.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die verheerenden Transfers in diesem Sommer: Bittencourt ist der einzige Lichtblick, aber der Rest? Lang hat gerade einmal 4 Buli-Spiele absolviert, Topraks Notenschnitt (kicker) ist noch schlechter als der von Friedl, obwohl dieser als LV einige bedenkliche Auftritte hatte und Füllkrug kennt das Reha-Zentrum besser als den Trainingsplatz. Und damit sind wir auch schon beim Kardinalsfehler in dieser Sommer-TP: mit den Verpflichtungen von Füllkrug, Toprak und Bittencourt wurden gleich 3 Spieler mit einer hohen Anfälligkeit für langwierige Verletzungen geholt, so daß sich deren Zahl im erweiterten Stammkader auf 8(!) erhöhte. Daß uns zu Saionbeginn 11 Spieler verletzungsbedingt fehlten, lässt sich mit dem Wort "Pech" blumig beschönigen, doch unter der Berücksichtigung, daß unter diesen 11 Ausfällen 7 Spieler waren, die schon vorher 200 bis weit über 1000 verletzungsbedingte Fehltage in ihren Akten stehen hatten, kann dies kein Pech oder Zufall mehr sein.Und wie reagiert FB darauf in einem Zeitungsinterview? Er erklärt, daß er diese Risiken bewusst in Kauf nimmit und brüstet sich dabei damit, daß er 2 Spieler entgegen des ärztlichen Rats verpflichtet hätte und diese unverletzt blieben. Ganz abgesehen davon, daß das die für Werder typische Es-wird-schon-irgendwie-gut-gehen- bzw. Selbstzufriedensheit-Mentalität ist, klingt eine solche Äußerung wie die eines Bengels, der auch noch stolz darauf ist, den Lieblingspuppen seiner kleinen Schwester die Haare abgeschnitten zu haben.

Für Werder geht es wie schon so oft in diesem in Kürze beendeten Jahrzehnt wieder einmal ums nackte Überleben in der 1. Liga. Doch um im diesen Abstiegskampf zu bestehen, muß dieser auch angenommen werden, statt diesen totzuschweigen bzw. sich für zu gut für den Abstieg zu halten. Mit einer solch von Verantwortlichen und Spielern vorgelebten Selbstgefälligkeit hat es schon für etliche Clubs ein böses Erwachen in der 2. Liga gegeben, zuletzt beim VfB Stuttgart. Und solange man bei Werder diesen Abstiegskampf nicht annimmt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß wir die nächsten sein könnten.

Doch selbst mit einem Klassenerhalt wäre es alleine auch nicht getan. Denn dieses seit den 1970er Jahren schlimmste Werder-Jahrzehnt hat leider gezeigt, daß die vollzogenen Maßnahmen nur einen ambulanten Charakter hatten, d.h. daß hier Grundsätzliches schief läuft. Eine lange Suche nach den Ursachen dafür ist nun wahrlich nicht nötig, denn Werder isoliert sich vor den Entwicklungen / Anforderungen des Fußballs sowie dem Input von Außen wie - Vorsicht Satire - Nordkorea vor der Weltgemeinschaft, und suhlt sich dabei wohlig im eigenen Saft von offensivem Markenkern, Selbstüberschätzung und Betriebsblindheit. Das ist - auch wenn sicherlich nicht alles hier schlecht ist - gerade in dem sich immer mehr globalisierenden Fußballgeschäft das Schaufeln des eigenen Grabes.
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...und ich habe aktuell große Sorge, dass hier am Ende nur noch verbrannte Erde übrig bleibt, sehr gut die Gemütslage und Gesamtsituation geschildert.
 
Die Mannschaft ist in einem traurigen Zustand.....und ich stelle mal die These auf, dass es gg. Paderborn nicht an an noch Verletzten (Füllkrug/Möhwaldt) liegt. Moisander ist eben nicht die aus dem 'Inneren' des Vereins gesehene Säule in der Abwehr, das MF ist derzeit mit Klaassen und M. Eggestein in erschreckend schwacher Form, Bittencourt ist fleißig, aber mit wenig Ertrag. Dann noch der Zug von Kohfeldt, Osako als MS einzuplanen....Alter Falter. Trotzdem gibt's Einsatzgarantien und muntere Worte vom Trainer, die das Scheitern begleiten......Wann erkennt Kohfeldt endlich, dass er mehr auf die Befindlichkeiten in der Mannschaft eingehen muss und nicht ein Modell auf die Spieler aufstülpen sollte? Ist zwar hier leicht OT, aber schon bei der U23 konnte Kohfeldt mit dem Weg die Krise nicht lösen, da wurde er zum Cheftrainer der Profis befördert, als die U23 am Abgrund stand. Die Profis sind auf dem Weg dahin....
 
Das Spiel gestern, nach großartigen Ankündigungen, war mal wieder ein Offenbarungseid der Mannschaft. Offensiv eine katastrophale Leistung. Im Stadion spürte man mit jeder Minute die Angst vor dem Konter der Paderborner. Es kamen nahezu keine Pässe in die Spitze. Das MF hochgradig überfordert. Die Mannschaft wirkte hilflos. Alles schon dagewesen in den letzten Jahren. Nach einem Zwischenhoch mit dem neuen Trainer folgt der Absturz. Der Sportdirektor liegt mit seinen Sommertransfers sowas von daneben und Werder muss dafür nächsten Sommer Gelder bereitstellen, die dann für andere fehlen. Ich warte jetzt bloß noch auf einen Rüffel von Baumann, weil Teile der Fans im Stadion es gewagt haben nach dem Abpfiff zu pfeifen. Vor dem Spiel bei den Bayern, die jetzt hoch motiviert sein dürften, darf einem Angst und Bange werden. Ich hoffe es wird nicht eine zu hohe Klatsche.
 
Ich warte jetzt bloß noch auf einen Rüffel von Baumann, weil Teile der Fans im Stadion es gewagt haben nach dem Abpfiff zu pfeifen.

Interessant... Ich habe das Spiel ohne Ton sehen müssen, daher interessiert es mich, wie mittlerweile das Publikum bei den Heimspielen auf die immer desaströser werdenden Heimspielleistungen reagiert. Kann einer die Stimmung im Stadion noch etwas ausführlicher beschreiben?
 
Die Mannschaft ist in einem traurigen Zustand.....und ich stelle mal die These auf, dass es gg. Paderborn nicht an an noch Verletzten (Füllkrug/Möhwaldt) liegt. Moisander ist eben nicht die aus dem 'Inneren' des Vereins gesehene Säule in der Abwehr, das MF ist derzeit mit Klaassen und M. Eggestein in erschreckend schwacher Form, Bittencourt ist fleißig, aber mit wenig Ertrag. Dann noch der Zug von Kohfeldt, Osako als MS einzuplanen....Alter Falter. Trotzdem gibt's Einsatzgarantien und muntere Worte vom Trainer, die das Scheitern begleiten......Wann erkennt Kohfeldt endlich, dass er mehr auf die Befindlichkeiten in der Mannschaft eingehen muss und nicht ein Modell auf die Spieler aufstülpen sollte? Ist zwar hier leicht OT, aber schon bei der U23 konnte Kohfeldt mit dem Weg die Krise nicht lösen, da wurde er zum Cheftrainer der Profis befördert, als die U23 am Abgrund stand. Die Profis sind auf dem Weg dahin....

Traurig, aber wahr! Auch ich habe das Gefühl, das die Spieler FK nicht mehr verstehen oder -noch schlimmer- nicht mehr verstehen wollen. Es ist absolut keine Handschrift mehr erkennbar, außer, das man den Ball am liebsten ins Tor tragen würde.
 
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