Bremen
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Bei entsprechender Qualifikation spricht grundsätzlich erst einmal nichts dagegen, jedoch herrscht hier der Eindruck, daß die Vergangenheit das wichtigere Entscheidungskriterium als die Qualifikation ist - möglicherweise auch deshalb weil ein Ex-Werderaner weniger Gehalt kostet als ein Funktionsträger, der anderswo seine Fähigkeiten erfolgreich unter Beweis stellen konnte. Dennoch ist gerade in Führungsebenen eine gesunde Mischung aus Internen und Externen elementar. Externe sind ein immens wichtiger Faktor, um die Betriebsblindheit zu vermeiden, die am rasanten Absturz bei Werder vom langjährigen CL-Teilnnehmer zum langjährigen Abstiegskandidaten einen nicht unerheblichen Anteil leistete. Vor allem aber bringen sie nicht nur Erfahrungen über Strategien, Methoden, Abläufe etc. aus anderen Standorten mit sondern auch ein dort aufgebautes Netzwerk, über welches sich z.B. für uns interessante Spieler für vergleichsweise kleines Geld auffinden lassen.Und was ist so schlimm, Schlüsselpositionen mit Ex-Werderanern zu besetzen? Ich sehe da erstmal nix schlimmes dran.
Unsere Transfers bestehen jedoch dagegen überwiegend von der Resterampe der 1. Bundesliga bzw. Bundesliga-Absteigern, die wir uns teilweise nur aufgrund ihrer überdurchschnittlich hohen verletzungsanfällig leisten können, sowie hin und wieder vereinzelten Spielern aus unmittelbaren Nachbarländern mit international zweitklassigen ersten Ligen. Diese meistens nicht besonders kreativen Transfers sind auch eine Folge dessen, daß FB /FK aufgrund ihrer langjährigen Verbundenheit zu Werder nicht über ein so großes Netzwerk verfügen, wie es im Profifußball nicht nur hilfreich, sondern bei internationalen Ambitionen zwingend erforderlich ist. Bei Werder besteht der Anspruch, mit spielerischen Mittel eines attraktivem Offensivfußballs zum Erfolg zu kommen, doch die dafür erforderlichen Spieler, die im Fokus der Öffentlichkeit bzw. der zahlungskräftigeren Clubs stehen, können wir uns nicht leisten. Ergo müssen wir unterhalb dieses Radars suchen, z.B. in Frankreich wo der - anders als hierzulande - noch sehr präsente Straßenfußball viele technisch versierte, spielerisch hoch veranlagte Kicker hervorbringt. Doch wie sollen diese Spieler von Werder entdeckt werden bzw. Innovationen von Außen für eine Verbesserung der eigenen Arbeit sorgen, wenn GF Sport, Profi-Trainer Teile seines Trainerstabes, Technischer Direktor, Co-Trainer U23, Socut Übergangsbereich, Coach U21, Leiter und Sportlicher Leiter des Leistungszentrums ein bzw. mehrere Jahrzehnte im Dienst von Werder stehen? So beißt sich die Katze doch selbst in den Schwanz.
Nach letzter Saison (wo Werder knapp die EL verpasste) war halt ein anderes Ziel den (meisten) Fans nicht vermittelbar.

Und um dieses Ziel zu erreichen bzw. auch über die Chance zu verfügen, hier eine gewisse Nachhaltigkeit zu erreichen, muß Werder sich besonders im sportlichen Bereich mehr für kompetentes, externes Personal öffnen, welches unabdingbare Impulse und Netzwerke mitbringt.

weg zukommen) zu meistern. Um mal beim Beispiel Frankfurt zu bleiben: Neben den genannten Transfers kamen auch Leute wie Hinteregger, Rode und Dost... auch alles eine andere Kategorie. Ich halte es für vermessen zu glauben, dass es jedem Verein in jeder Transferphase gelingen kann, solche Kracher zu finden. Sowas hat auch immer etwas mit Glück zu tun, sowohl was den Erfolg der Mannschaft betrifft, als auch mit dem Transfer an sich - denn alle der genannten Spieler hätten aus irgendwelchen Gründen auch in Frankfurt floppen können und dann stehen die Experten da: Wie konnte man solche teils unbeschriebenen Blätter verpflichten.