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Mit Treter-Fußball à la Waldhof Mannheim oder Energie Cottbus in vergangenen Jahrzehnten oder zuletzt FC Ingolstadt gewinnst du in der Bundesliga heutzutage kaum noch einen Blumenpott, weil der Fußball sich dahingehend weiterentwickelte, dass das Spiel aus einer geordneten Defensive heraus eröffnet wird. Doch zu einer geordneten Defensive gehören eben nicht nur technisch versierte Abwehrspieler, sondern es erfordert trotz der Entwicklung des Fußballs weiterhin auch die Basics im Abwehrverhalten; d.h. Defensivkräfte, die in der Lage sind, aus ihrem Aktionsradius ein Schmerzzentrum des Spiels zu machen - was nebenbei bemerkt auch eine psychologische Wirkung auf die Gegenspieler hat bzw. zumindest haben soll. Aufgrund des offensiven Markenkerns hat die Torverhinderung bei uns jedoch bestenfalls nur einen sekundären Charakter, was sich u.a. in der Kaderzusammenstellung, Taktik / Spielweise, dem wiederholtem Nicht- oder Falsch-Reagieren auf bestehende oder sich auch durch Veränderungen beim Gegner sich entwickelnde Gefahren für das eigene Tor widerspiegelt. Daß dieses Vernachlässigen der Defensive nicht zu den erhofften Resultaten führen kann, zieht sich bei Werder über weite Strecken wie ein roter Faden von der jüngeren Historie bis in die Gegenwart, ohne das ein entsprechendes Umdenken bei den Verantwortlichen erfolgte. Ganz nach Albert Einstein:
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."