Gesamtsituation der Mannschaft

Nun habe ich jede Menge Kommentare gelesen, wo aufgezeigt wird, wo und wie denn Werder handeln sollte, damit man wieder ins Mittelfeld der Liga kommt, - die Spitze ist z.Zt. illusorisch.
Ganz selten wurden dabei konstruktive Vorschläge gemacht, was denn genau zu erfolgen hätte, das Meiste ist geschwurbel - leider.
Es wird bei der Begründung zurück gegangen bis zu den Anfängen von Schaaf und Willi Lemke und wie "verklüngelt" der Verein ist.
Dann kommt der Vorwurf, das Werder keine Werbeträger hat, keine Investoren, die Millionen locker machen wollen. Ich bin sicher, das Werder gerne einen Partner hätte, aber wenn keiner will, kann auch der Beste nichts machen.
Das Bundesland Bremen mit seiner, zugegeben fragwürdigen, Politik wird auf Werder projiziert und von daher sei es kein Wunder, das Werder so schlecht dasteht. Ich weiß nicht, ob man das so sehen kann, zumindest versehe ich es mit einem dicken Fragezeichen.
Dann werden Vergleiche zu Industrieunternehmen hergestellt derart, das dort auch auf Pump investiert wird. Dabei vergißt man aber, das in der Industrie Produkte hergestellt werden, wo im Idealfall vorher die Bedarfe ermittelt werden oder ggf. die Bedarfe durch entsprechendes Marketing geweckt werden. Bei Werder sieht es da ein weinig anders aus. Das Produkt ist die Mannschaft und dabei handelt es sich um Menschen. Jeder, der vielleicht einmal in der Verantwortung gesteckt hat, Menschen entsprechend ihres Könnens und ihrer Motivation auf die jeweilige Anforderungen hin einzusetzen, und das über einen längeren Zeitraum, weiß, dass das eine sehr heikle Aufgabe sein kann. Dabei habe ich Krankheitsausfall und Fluktuation noch gar nicht berücksichtigt.
Mir werden viele Dinge hier zu einfach betrachtet, wobei ich den Frust einzelner gut verstehen kann. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was Werder so treibt, versuche aber, das Ganze differenziert zu betrachten. Der Verein bzw. die KGaA haben ihre »unternehmerischen« Ziele, finanziell und sportlich, gesteckt und versuchen diese entsprechen umzusetzen. Wenn das zum Ende der Saison nicht gelingen sollte, geht die (Fußball)-Welt für mich nicht unter, ich betrachte sie dann nur aus einem anderen Blickwinkel, nämlich eine Stufe tiefer.
Ich will aber niemanden belehren oder vom Schreiben abhalten, im Gegenteil, macht weiter wie bisher. Ich lese hier gerne mit und ab und an melde ich mich auch zu Wort. Dem HSV wünsche ich heute einen Niederlage und Werder für morgen einen Sieg, dann sieht die Welt wieder etwas sonniger aus. :)

:tnx:

Da reicht kein "Like"
 
Nun habe ich jede Menge Kommentare gelesen, wo aufgezeigt wird, wo und wie denn Werder handeln sollte, damit man wieder ins Mittelfeld der Liga kommt, - die Spitze ist z.Zt. illusorisch.
Ganz selten wurden dabei konstruktive Vorschläge gemacht, was denn genau zu erfolgen hätte, das Meiste ist geschwurbel - leider.
Es wird bei der Begründung zurück gegangen bis zu den Anfängen von Schaaf und Willi Lemke und wie "verklüngelt" der Verein ist.
Dann kommt der Vorwurf, das Werder keine Werbeträger hat, keine Investoren, die Millionen locker machen wollen. Ich bin sicher, das Werder gerne einen Partner hätte, aber wenn keiner will, kann auch der Beste nichts machen.
Das Bundesland Bremen mit seiner, zugegeben fragwürdigen, Politik wird auf Werder projiziert und von daher sei es kein Wunder, das Werder so schlecht dasteht. Ich weiß nicht, ob man das so sehen kann, zumindest versehe ich es mit einem dicken Fragezeichen.
Dann werden Vergleiche zu Industrieunternehmen hergestellt derart, das dort auch auf Pump investiert wird. Dabei vergißt man aber, das in der Industrie Produkte hergestellt werden, wo im Idealfall vorher die Bedarfe ermittelt werden oder ggf. die Bedarfe durch entsprechendes Marketing geweckt werden. Bei Werder sieht es da ein weinig anders aus. Das Produkt ist die Mannschaft und dabei handelt es sich um Menschen. Jeder, der vielleicht einmal in der Verantwortung gesteckt hat, Menschen entsprechend ihres Könnens und ihrer Motivation auf die jeweilige Anforderungen hin einzusetzen, und das über einen längeren Zeitraum, weiß, dass das eine sehr heikle Aufgabe sein kann. Dabei habe ich Krankheitsausfall und Fluktuation noch gar nicht berücksichtigt.
Mir werden viele Dinge hier zu einfach betrachtet, wobei ich den Frust einzelner gut verstehen kann. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was Werder so treibt, versuche aber, das Ganze differenziert zu betrachten. Der Verein bzw. die KGaA haben ihre »unternehmerischen« Ziele, finanziell und sportlich, gesteckt und versuchen diese entsprechen umzusetzen. Wenn das zum Ende der Saison nicht gelingen sollte, geht die (Fußball)-Welt für mich nicht unter, ich betrachte sie dann nur aus einem anderen Blickwinkel, nämlich eine Stufe tiefer.
Ich will aber niemanden belehren oder vom Schreiben abhalten, im Gegenteil, macht weiter wie bisher. Ich lese hier gerne mit und ab und an melde ich mich auch zu Wort. Dem HSV wünsche ich heute einen Niederlage und Werder für morgen einen Sieg, dann sieht die Welt wieder etwas sonniger aus. :)
Sehr schön zusammengefasst :top: Danke
 
@Lübecker

Trotz inhalticher Unterschiede in den Ansichten ein sehr guter Beitrag :tnx:

Ganz selten wurden dabei konstruktive Vorschläge gemacht, was denn genau zu erfolgen hätte, das Meiste ist geschwurbel - leider.
Einerseits sicherlich bedauerlich - andererseits kann es losgelöst von den Themen und den jeweiligen Ansichten auch nicht die Aufgabe einer virtuellen Diskussionsplattform wie dieser sein, Lösungen zu liefern. Die Lösungsvorschläge müssen von dort kommen bzw. dort ankommen, wo die Entscheidungen gefällt werden, sprich Geschäftsführung, Aufsichtrat usw.


Das Bundesland Bremen mit seiner, zugegeben fragwürdigen, Politik wird auf Werder projiziert und von daher sei es kein Wunder, das Werder so schlecht dasteht. Ich weiß nicht, ob man das so sehen kann, zumindest versehe ich es mit einem dicken Fragezeichen.
Man kann die Situation im Bundesland Bremen sicherlich nicht 1:1 auf Werder projezieren, dennoch - nur mal so als Gedankenspiel - sind Parellelen unverkennbar, z.B. in der Ermangelung an Alternativen: Trotz des seit fast 40 Jahren stetig schleichendem Niedergangs des Landes Bremen wird die SPD stets wiedergewählt. Warum? Weil die hiesige CDU offensichtlich nicht in der Lage ist, sich als adäquate Alternative zu profilieren. In dem von Dir erwähnten Beitrag, in dem der Vergleich Bremen / Werder gezogen wurde, war sinngemäß die Frage zu lesen, warum die Werder-Fans sich diesen jahrelangen Niedergang sich gefallen lassen. Losgelöst von der Tatsache, daß das Dasein als Fan eine emotionale Sache ist, bietet der Fußball in Bremen auch keine adäquate Alternative, denn in letzten 30 Jahren konnte sich kaum ein Bremer Fußballclub oberhalb der Bremen-Liga bzw. vorher Verbandsliga Bremen profilieren - einzig der FC Oberneuland hielt sich für wenige Jahre weiter oben, der sich dabei jedoch finanziell so übernahm, daß ihm die Regionalliga-Lizenz entzogen wurde, so daß Werder wie die SPD in Bremen über eine Art Alleinstellungsmerkmal verfügt..


Dann werden Vergleiche zu Industrieunternehmen hergestellt derart, das dort auch auf Pump investiert wird. Dabei vergißt man aber, das in der Industrie Produkte hergestellt werden, wo im Idealfall vorher die Bedarfe ermittelt werden oder ggf. die Bedarfe durch entsprechendes Marketing geweckt werden. Bei Werder sieht es da ein weinig anders aus. Das Produkt ist die Mannschaft und dabei handelt es sich um Menschen. Jeder, der vielleicht einmal in der Verantwortung gesteckt hat, Menschen entsprechend ihres Könnens und ihrer Motivation auf die jeweilige Anforderungen hin einzusetzen, und das über einen längeren Zeitraum, weiß, dass das eine sehr heikle Aufgabe sein kann. Dabei habe ich Krankheitsausfall und Fluktuation noch gar nicht berücksichtigt.
Naürliich herrschen grundsätzliche Unterschiede zwischen einem Industriebetrieb und einem Profifussball-Club bzw. Profifussball-Kapitalgesellschaft. Doch auch in der Industrie sind die Produkte von den Kenntnissen und der Motivation von den daran arbeitenden Menschen abhängig, angefangen von der Materialbeschaffung bis hin Warenausgang an den Kunden.

Ich will aber niemanden belehren oder vom Schreiben abhalten, im Gegenteil, macht weiter wie bisher. Ich lese hier gerne mit und ab und an melde ich mich auch zu Wort. Dem HSV wünsche ich heute einen Niederlage und Werder für morgen einen Sieg, dann sieht die Welt wieder etwas sonniger aus. :)
1899% Zustimmung :beer:
 
Ernsthaft, du willst das Werder absteigt und anschließend Frontzeck als Trainer holt?? Naja, warum nicht, so ein reinigendes Feuer kann ja auch mal ganz gut sein ;)
Grandioser Beitrag, der es an der natürlichen Tiefe nicht missen lässt. Eberl sollte somit jeden Tag neidvoll nach Bremen schauen, um zu lernen wie man es richtig macht. Die VVL von VS war ein Meilenstein in der Bremer Bundesligahistorie. Oder beim Betrachten der wirtschaftlichen Kennzahlen muss man sich echt Sorgen um BMG machen, ob sie die Lizenz behalten.
Nun habe ich jede Menge Kommentare gelesen, wo aufgezeigt wird, wo und wie denn Werder handeln sollte, damit man wieder ins Mittelfeld der Liga kommt, - die Spitze ist z.Zt. illusorisch...
Ich will aber niemanden belehren oder vom Schreiben abhalten, im Gegenteil, macht weiter wie bisher. Ich lese hier gerne mit und ab und an melde ich mich auch zu Wort. Dem HSV wünsche ich heute einen Niederlage und Werder für morgen einen Sieg, dann sieht die Welt wieder etwas sonniger aus.
Ein guter Beitrag. Nur ein paar Fragen seien gestattet. Warum gelingt es zB Vereinen wie der SGE, Augsburg, Freiburg, oder Mainz immer mal wieder (trotz Abstiegen) in die Phalanx der etablierten Vereine mit der EL einzubrechen?
Das jeder dieser Vereine immer wieder in die Abstiegszone, wie auch aktuell siehe Mainz und Freiburg, kommt, ist völlig normal und liegt an der Partitionierung der Liga. Das wird auch gar nicht in Abrede gestellt und schon gar nicht von mir. Werder ist ein Teil dieser Gruppe.
Die Antwort auf den Verlauf der letzten 8 Jahre beim SVW demnach wäre: schicksalhafter Verlauf für den SVW. Alle anderen Ursachen scheiden aus. Die anderen hatten partiell Glück und wir ongoing Pech.
 
Grandioser Beitrag, der es an der natürlichen Tiefe nicht missen lässt.

Hast du diese Woche zufällig durchgehend Nachtschicht oder so? Falls nicht, mach dich mal wieder etwas locker.

edit: Oder hast du das mit Frontzeck tatsächlich vergessen und reagierst wie du nunmal reagierst wenn man dich auf dem falschen Fuß erwischt? So oder so, das mein Beitrag nicht ernst gemeint war hat vermutlich jeder außer dir verstanden.
 
Nun habe ich jede Menge Kommentare gelesen, wo aufgezeigt wird, wo und wie denn Werder handeln sollte, damit man wieder ins Mittelfeld der Liga kommt, - die Spitze ist z.Zt. illusorisch.
Ganz selten wurden dabei konstruktive Vorschläge gemacht, was denn genau zu erfolgen hätte, das Meiste ist geschwurbel - leider.
Es wird bei der Begründung zurück gegangen bis zu den Anfängen von Schaaf und Willi Lemke und wie "verklüngelt" der Verein ist.
Dann kommt der Vorwurf, das Werder keine Werbeträger hat, keine Investoren, die Millionen locker machen wollen. Ich bin sicher, das Werder gerne einen Partner hätte, aber wenn keiner will, kann auch der Beste nichts machen.
Das Bundesland Bremen mit seiner, zugegeben fragwürdigen, Politik wird auf Werder projiziert und von daher sei es kein Wunder, das Werder so schlecht dasteht. Ich weiß nicht, ob man das so sehen kann, zumindest versehe ich es mit einem dicken Fragezeichen.
Dann werden Vergleiche zu Industrieunternehmen hergestellt derart, das dort auch auf Pump investiert wird. Dabei vergißt man aber, das in der Industrie Produkte hergestellt werden, wo im Idealfall vorher die Bedarfe ermittelt werden oder ggf. die Bedarfe durch entsprechendes Marketing geweckt werden. Bei Werder sieht es da ein weinig anders aus. Das Produkt ist die Mannschaft und dabei handelt es sich um Menschen. Jeder, der vielleicht einmal in der Verantwortung gesteckt hat, Menschen entsprechend ihres Könnens und ihrer Motivation auf die jeweilige Anforderungen hin einzusetzen, und das über einen längeren Zeitraum, weiß, dass das eine sehr heikle Aufgabe sein kann. Dabei habe ich Krankheitsausfall und Fluktuation noch gar nicht berücksichtigt.
Mir werden viele Dinge hier zu einfach betrachtet, wobei ich den Frust einzelner gut verstehen kann. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was Werder so treibt, versuche aber, das Ganze differenziert zu betrachten. Der Verein bzw. die KGaA haben ihre »unternehmerischen« Ziele, finanziell und sportlich, gesteckt und versuchen diese entsprechen umzusetzen. Wenn das zum Ende der Saison nicht gelingen sollte, geht die (Fußball)-Welt für mich nicht unter, ich betrachte sie dann nur aus einem anderen Blickwinkel, nämlich eine Stufe tiefer.
Ich will aber niemanden belehren oder vom Schreiben abhalten, im Gegenteil, macht weiter wie bisher. Ich lese hier gerne mit und ab und an melde ich mich auch zu Wort. Dem HSV wünsche ich heute einen Niederlage und Werder für morgen einen Sieg, dann sieht die Welt wieder etwas sonniger aus. :)

Es sind ja auch gar nicht soviele Änderungen bei Werder die Not tun. Das kann natürlich jeder anders sehen, aber bei mir sind das nur zwei Punkte und die hatte ich schon sehr genau operationalisiert:

1. Ein durchgehend gelebter und auch öffentlich bekundeter Leistungsgedanke im Verein, der alle handelnden Personen zu treibenden und innovativen Kräften macht. Konflikte dürfen dabei gerne ausgetragen werden. Heterogenität in der Argumentationsweise ist erlaubt. Kritik generell ist erlaubt, auch mal öffentlich. Das Anspruchsdenken orientiert an höheren Zielen und das entwickeln eines "Wir sind Werder Bremen° Gedankens in jedem einzelnen Spiel, auch gg. die Bayern. Weg vom Minimalistenkurs, Relativierungen und Meinungsmonotonie. Kein verstecken der unterschiedlichen Veranwortungsträger. Jeder hat die Verpflichtung den Verein nach vorne zu bringen und an moderne Strukturen anzupassen. Schwarmartiges, gezieltes Zusammenarbeiten und kein reines Konservieren von Machtpositionen innerhalb des Vereines ....

2. Umdrehen der Denkweise. Nicht das Sportliche dem Finanziellem unterordnen, sondern sportlich eruieren welchen Mitteleinsatz man benötigt und diesen dann decken. Durch Sponsoren, Verschuldung oder Investoren oder Verkauf von irgendwelchen Anteilen und Namen. Nicht immer betonen was nicht geht oder tabuisieren. Lösungen suchen (ggf. Abstieg der U23 in Erwägung ziehen). ...... Und und und. Als Ferndiagnose geht da nicht mehr, aber ich bin überzeugt bei näherer Betrachtung geht da noch einiges. Wenn man denn will?
 
Nur ein paar Fragen seien gestattet. Warum gelingt es zB Vereinen wie der SGE, Augsburg, Freiburg, oder Mainz immer mal wieder (trotz Abstiegen) in die Phalanx der etablierten Vereine mit der EL einzubrechen?
Es gelingt immer mal wieder, das einer der genannten Vereine nach oben durchbricht (fast auch Werder in der letzten Saison), aber eben auch nicht durchgängig. Wir müssen uns einfach daran gewöhnen, das Werder nicht mehr zu den 1a-Mannschaften zählt und zufrieden sein mit 1b, 1c oder....., ne, das lassen wir erst einmal außen vor. :)
 
Ein durchgehend gelebter und auch öffentlich bekundeter Leistungsgedanke im Verein

Ich denke genau dieser Punkt wird positiv beeinflusst werden durch die Installierung nicht irgendeines Technischen Direktors sondern mit Schaaf eine Persönlichkeit die für die größten Erfolge der jüngeren Zeit stehen (auch wenn viele hier das vergessen haben und nur noch an das Ende denken). Gar nicht mal wegen irgendwelcher Handlungen von Schaaf sondern durch die pure Tatsache das er das ist was er ist und höhere Ansprüche verkörpert. Das ist wie damals mit Micoud oder Davala, die sind hier aufgetaucht und haben mal kurz klargemacht wie sie die Sache sehen, Mittelmaß war nicht deren Anspruch auch wenn bei Ümit mehr über Willen denn Technik kam. Aber sowas steckt an, ebenso wie es ansteckt wenn man sich wie unter Eichin und Dutt permanent künstlich klein macht. Und auch Kohfeldt erweckt den Eindruck den Leistungsgedanken zu pushen, schon allein mit Aussagen wie heute, das WERDER den Ton im Weserstadion angibt.
 
Gladbach mit Eberl. Das, was die dort vollführen, wäre in Bremen auch darstellbar. Mit geht es nicht um CL sondern um ein Konzept.
Wir wissen doch jetzt schon, dass im Falle des Klassenerhalts diverse Spieler mit dem Preisschild (Zu Verkaufen) herumrennen. Im Falle des Klassenerhalts sehen wir kommende Saison eine Fortsetzung dessen von dieser Saison.
Es ist doch ein Witz, dass ein Filbry jede JHV ein pos. Betriebsergebnis vorstellen darf, dass allein durch sportlichen Erfolg und/oder Transfers bedingt ist. Sein Kerngeschäft Merchandising und Sponsoring stagniert, teilweise noch nicht einmal das.
Diese Zhangnummer ist doch auf seinem Mist gewachsen? KF stand zur VVL an und Schwupps taucht dieser Zhang mit 2 Sponsoren auf, der sportlich keine Rolle spielt. Erstens finde ich das dem Spieler gegenüber völlig unmöglich (wir reden hier immer noch über Menschen und nicht Verschiebungsware) und zweitens ist das Unsinn³. Aber da hat unser sozialer Verein keinerlei Bedenken, weil China ein totalitärer Staat ist, Nepal besetzt hält, Menschenrechte nicht unbedingt deren Prämisse ist usw. Komischerweise hat man kein Problem damit, deren Geld anzunehmen? (Das der DFB und die DFL das so vormachen, macht die Sache nicht besser)
Gerade im Fall China wäre für so einen sozialdemokratischen Verein wie Werder eine Möglichkeit Zeichen zu setzen: mit denen nicht weil s.o. ...
Da hätte ich persönlich Respekt davor. Aber Chance verpasst.
Gladbach wäre auch mein Beispiel gewesen, auch wenn Eberl aufgrund seiner eher vorsichtigen Transferpolitik vielfach sehr kritisch gesehen wird, Gerade Eberl war es auch, der Werder Bremen des öfteren schon als sein eigenes Vorbild, sowohl positiver als auch negativer Ausprägung, genannt hat. Positiv aufgrund der hanseatischen Planung und Weitsicht, negativ bezüglich des zunehmenden Leistungsdrucks, der steigenden Erwartungshaltung, der schnelleren Spielerfluktuation, der höheren Transfer- und Gehaltsausgaben nach CL-Quaifikationen.

Derzeit steht Gladbach wieder vor Werder, rund 3 Jahrzehnte lang war es meistens umgekehrt.

Zu Filbry, Zhang und China Zustimmung. Ich mag klare Statements auch. Andererseits wird doch hier immer wieder verlangt, dass sich auch Werder neuen Märkten, neuen Finanzierungsmodellen und neuen Geldgebern gegenüber öffnen müsse. Der aktuelle Sponsor wird dabei geduldet, gegenüber China als Markt gibt es Vorbehalte?
 
Gladbach wäre auch mein Beispiel gewesen, auch wenn Eberl aufgrund seiner eher vorsichtigen Transferpolitik vielfach sehr kritisch gesehen wird,

So vorsichtig finde ich seine Politik gar nicht. Am Anfang hat er einige sehr gute Volltreffer gelandet, ich denke da an Dante, dann natürlich Reus, Arango und Bobadilla. Anschließend fand ich ihn eher schwach, was aber durch die vorherigen Transfers nicht so schlimm war, ebenso konnten sie ihren Mega-Flop de Jong verkraften.Umso besser dann Kramer, Kruse und Raffael. Drmic (und eigentlich auch Hofmann) dann wieder ein teures Mißverständnis, dafür mit Stindl einen großartigen Transfer und mit Hazard und Christensen starke Leihgeschäfte. Die teuren Fehltransfers konnten sie über die CL-Gelder letztlich verkraften, so oder so hat er ein gutes Team aufgebaut und ein wenig Glück gehabt mit den Trainern, auch wenn nicht vergessen werden darf das sie in 9 Jahren unter Eberl 5 unterschiedliche Trainer unter Vertrag hatten. Daß sie dennoch so gut dastehen ist klar Eberls Verdienst wegen der Kaderplanung.
 
Es sind ja auch gar nicht soviele Änderungen bei Werder die Not tun. Das kann natürlich jeder anders sehen, aber bei mir sind das nur zwei Punkte und die hatte ich schon sehr genau operationalisiert:

1. Ein durchgehend gelebter und auch öffentlich bekundeter Leistungsgedanke im Verein, der alle handelnden Personen zu treibenden und innovativen Kräften macht. Konflikte dürfen dabei gerne ausgetragen werden. Heterogenität in der Argumentationsweise ist erlaubt. Kritik generell ist erlaubt, auch mal öffentlich. Das Anspruchsdenken orientiert an höheren Zielen und das entwickeln eines "Wir sind Werder Bremen° Gedankens in jedem einzelnen Spiel, auch gg. die Bayern. Weg vom Minimalistenkurs, Relativierungen und Meinungsmonotonie. Kein verstecken der unterschiedlichen Veranwortungsträger. Jeder hat die Verpflichtung den Verein nach vorne zu bringen und an moderne Strukturen anzupassen. Schwarmartiges, gezieltes Zusammenarbeiten und kein reines Konservieren von Machtpositionen innerhalb des Vereines ....

2. Umdrehen der Denkweise. Nicht das Sportliche dem Finanziellem unterordnen, sondern sportlich eruieren welchen Mitteleinsatz man benötigt und diesen dann decken. Durch Sponsoren, Verschuldung oder Investoren oder Verkauf von irgendwelchen Anteilen und Namen. Nicht immer betonen was nicht geht oder tabuisieren. Lösungen suchen (ggf. Abstieg der U23 in Erwägung ziehen). ...... Und und und. Als Ferndiagnose geht da nicht mehr, aber ich bin überzeugt bei näherer Betrachtung geht da noch einiges. Wenn man denn will?
Die 2 Punkte haben es aber auch in sich, allein Punkt 1)
Da kommt wieder mein Ansatz zum Tragen, das man es mit Menschen zu tun hat. Konflikte austragen > beinhaltet eine Konfliktfähigkeit (wer ist das?), Kritik äußern > da habe ich den Anspruch, nach Möglichkeit konstruktiv zu sein (wer kann das?), kein verstecken der Verantwortungsträger > d.h., das auch der Mut zur offenen Kommunikation vonnöten ist, Machtpositionen im Verein konservieren > Macht aufgeben/abgeben? Ein ganz heikler Punkt.
Der von Dir Ansatz ist fast nicht durchführbar, zu viele Faktoren, welche von Menschen beeinflusst sind. Ich habe versucht, diese mal auf eine (mir bekannte) berufliche Ebene zu projizieren, ich habe abgebrochen.
Grundsätzlich finde ich Deinen Denkansatz gut, finde ihn aber auch sehr anspruchsvoll. Vielcicht gelingt so etwas nur in (sehr) kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum.
 
Die 2 Punkte haben es aber auch in sich, allein Punkt 1)
Da kommt wieder mein Ansatz zum Tragen, das man es mit Menschen zu tun hat. Konflikte austragen > beinhaltet eine Konfliktfähigkeit (wer ist das?), Kritik äußern > da habe ich den Anspruch, nach Möglichkeit konstruktiv zu sein (wer kann das?), kein verstecken der Verantwortungsträger > d.h., das auch der Mut zur offenen Kommunikation vonnöten ist, Machtpositionen im Verein konservieren > Macht aufgeben/abgeben? Ein ganz heikler Punkt.
Der von Dir Ansatz ist fast nicht durchführbar, zu viele Faktoren, welche von Menschen beeinflusst sind. Ich habe versucht, diese mal auf eine (mir bekannte) berufliche Ebene zu projizieren, ich habe abgebrochen.
Grundsätzlich finde ich Deinen Denkansatz gut, finde ihn aber auch sehr anspruchsvoll. Vielcicht gelingt so etwas nur in (sehr) kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum.
Das wird absolut schwer, da andere Gewohnheiten seit Jahrzehnten tradiert wurden. Ebenso wird es alleine aufgrund nackter Zahlen schwierig, denn alleine machst du da gar nix, wenn alle anderen nicht mitziehen. Nicht jeder kann um lernen, da muß man auch über Personalentscheidungen nachdenken. Aber @FatTony hat ja auch einen Ansatz mit TS und auch FloKo läuft derzeit vom Anspruchsdenken her in die richtige Richtung. Man muß anfangen, am besten dadurch das man neue Regeln festlegt. Man wird mutiger und neugieriger, vor allem wenn sich Erfolg einstellt...... das blöde ist nur, wie kommt das wissen zu Werder. Mit irgend so einem Organisationsberater, der das Geschäft gar nicht kennt und mit seinen Copy and Paste Folien da aufläuft für 3 Tsd. Penunzen am Tag kannste nix werden. Da muss so n Senior ran der das Geschäft kennt, wie Born, aber der ist kein strukturierter Berater. Tja vielleicht sollte Werder in diese Richtung scouten .....:D
 
Zu Filbry, Zhang und China Zustimmung. Ich mag klare Statements auch. Andererseits wird doch hier immer wieder verlangt, dass sich auch Werder neuen Märkten, neuen Finanzierungsmodellen und neuen Geldgebern gegenüber öffnen müsse. Der aktuelle Sponsor wird dabei geduldet, gegenüber China als Markt gibt es Vorbehalte?
Sehr Richtig! :) Sportlich habe ich das auch nie verstanden, aber wenn Filbry dort strategisches Potential auftut sollte man ihn nicht bremsen!
 
"Niederlage" nach einem Einwurf...ich kann nicht so viel essen wie ich kotzen könnte...
Es lag die ganze Zeit in der Luft, wie habe ich ab der 55. Minute geschrieben, Kainz raus, Aronjo bringen und Sack zumachen.
Jetzt heißt es Mund abputzen, Juno und Kruse fit für Mittwoch kriegen und dann vor der Winterpause einen Sieg für die Moral.

Und was hat auch dieses Spiel heute gezeigt, Mainz hat den Punkt von der Bank gewonnen, wir haben den Punkt von der Bank am Ende verloren.

Ich weiß, ich schreibe mir die Finger wund, Baumi seh zu, dass der Kader in der Winterpause qualitativ verstärkt wird, mach Deine Hausaufgaben und hau ordentlich in die Trickkiste. Wir brauchen mehr Qualität und Cleverness und Durchschlagskraft.

Wo war heute eigentlich der Videoassistent, wenn man ihn mal braucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Back
Top