Gesamtsituation der Mannschaft

Was hast Du am Mainz-Spiel auszusetzen? Da wurde taktisch sehr klug agiert und das Spiel mit Ausnahme einer kurzen Phase in Halbzeit 2 (nach dem Delaney-Schock) im Prinzip sicher nach Hause geschaukelt. Priorität ganz klar darauf ausgelegt, den Vorsprung defensiv abzusichern, wie AN später auch bestätigte. Was hättest Du gemacht? Nach dem 2:0 munter drauflosstürmen, um einigen ewig unzufriedenen Dauernörglern auch was "bieten" (oh Gott, erinnert mich an Schaaf...) zu können? DAS, genau DAS wäre tausendprozentig in die Hose gegangen!
:tnx::top::tnx:
 
Wie wichtig die letzten 6 Punkte waren, kann man heute wieder an dem Spieltag erkennen. Ohne die wären wir so gut wie weg. Es sind aktuell nur noch 5 Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen. Die anderen davor holen immer wieder "überraschend" Punkte. Wir sollten uns möglichst schnell da unten absetzen und die 4 den Abstieg unter sich ausmachen lassen.
Ein Sieg gegen Darmstadt wäre ein weiterer kleiner Schritt.
 
Es hätte sich keiner beschwerd, wenn wir verloren hätten. Ich frage mich nur, wie oft heute noch geschrieben wird, dass das gestern mehr als glücklich war. Das sollte jeder, der ein wenig vom Fußball versteht selbst wissen.
Und genau das sind Umstände, die einer Mannschaft wie unserer helfen werden. Die Jungs wurden für ihre guten Auftritte gegen Bayern und BVB nicht belohnt, bekamen nach dem BMG- Spiel mehr als genug auf die "Fr..e", geraten vor 2 Wochen durch die anderen Ergebnisse noch massiver unter Druck und erkämpfen ich diesen dreckigen Sieg. Das ist für mich entscheidend. Und Alex wird das packen, ohne wenn und aber. Er hat (wenn auch noch nicht entsprechend belohnt) dafür gesorgt, dass diese ekligen Auftritte in ihrer Anzahl stetig abnehmen.
Ob es unsere jungs weiter hilft das werden wir sehen , ist aber oftmals so , ich hoffe auch bei uns. Ob es Alex packt werden wir sehen oder hast du eine Glaskugel ????? Richtig überzeugt wie taktisch, Kompakt defensiv stehen, hat er für mich noch nicht . auch mal Namen auf der Bank zu lassen bzw. knall hart nach Leistung aufstellen da fehlt es ihm auch etwas .
 
PS: Wenn Du Wiedwald nach dem gestrigen Spiel so runtermachst, dann sagt das schon viel über Dich aus. Viel Spaß auf der Suche nach Perfektion. Wie wärs als Fan von Bayern München?

Ich halte von Micks Beiträgen extrem viel, weil er sehr viel Ahnung von Taktik hat und ein Spiel hervorragend lesen kann.

Aus der Euphorie heraus sag ich immer noch, dass das Spiel gestern zwar nicht gut aber auch nicht katastrophal war, weil wir am Ende gewonnen haben. Fertig. So in etwa sagt es Mick ja auch.

Duttball würde ich noch nicht sagen, zumindest nicht gegen Mainz. Da gabs auch einige gute interessante Offensivaktionen. Bzgl WOB ist es wohl richtig.

Und was Mick eigentlich sagt, ist dass er den Taktikwechsel von Nouri STAND JETZT richtig findet, aber Bedenken hat ob Nouri es nochmal wagt, den Wechsel zum Ballbesitz-Fussball zu riskieren und dann auch richtig hinbekommt. Ich denke, dass das mit einem Delaney durchaus funktionieren kann. Und da lassen wir uns mal überraschen.

Ausserdem finde ich überhaupt nicht, dass Mick Wiedwald "runtermacht." Er äussert sachliche Kritik und erwähnt auch die guten Punkte. Und so sehr ich mich für Wiedwald freue und finde, dass er in den letzten beiden Spielen stark gehalten hat, im Verhältnis zu den restlichen Spielen, mit der Strafraumbeherrschung hat Mick recht. Da ist Wiedwald, im Gegensatz zu seiner ersten Halbserie bei uns, sehr zurückhaltend und darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Auch gestern. Ist mir auch aufgefallen.
 
Da ist Wiedwald, im Gegensatz zu seiner ersten Halbserie bei uns, sehr zurückhaltend und darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Auch gestern. Ist mir auch aufgefallen.

Er hat gestern mutiger gespielt als sonst, geht mittlerweile wieder in die Flanken, gestern zwei drei mal zu beobachten. Man merkt, daß das Selbstvertrauen zurück kommt. Aber zurückhaltend oder nicht, Wiedwald hat gestern einen sehr guten Job gemacht, gehalten was zu halten ist, keine Fehler, stets anspielbar. Das Gegentor war eine Eckball-Variante, wie unser 2:0 auch, und wurde von uns -genau wie vorher von WOB- schlecht verteidigt. Das einzige was ich mich bei Wiedwald immer wieder frage ist, wieso er manche Aktionen abbricht, egal ob er nicht rankommen kann oder meint der Ball geht vorbei. Das ist mir bei dem Freistoß von Didavi aufgefallen. Der war natürlich sehr stark und platziert geschossen, um da überhaupt eine Chance zu haben ranzukommen muss die Körperspannung da sein um ins Eck zu kommen. Und genau weil die fehlt sind Freistöße gegen uns so gefährlich.
 
Und was das Darmstadt-Spiel betrifft: Auch hier zählen NUR die (hoffentlich) 3 Punkte. Und es ist mir sowas von scheißegal, wie die zustandekämen. Dreck, dreckiger, am dreckigsten, nur ein Sieg zählt nächsten Samstag, egal wie!
Ich stimme dir komplett zu. In der derzeitigen Situation zählen nur Punkte. Und dies wird schon schwer genug. Ideal wäre ein schnelles Tor für Werder. Den Darmstadt wird uns trotz ihrer prekären Situation nicht den Gefallen tun und anfangen zu stürmen. Also Ruhe bewahren, auch wir Fans, und dann hoffentlich zuschlagen.
 
Ich halte von Micks Beiträgen extrem viel, weil er sehr viel Ahnung von Taktik hat und ein Spiel hervorragend lesen kann.

Aus der Euphorie heraus sag ich immer noch, dass das Spiel gestern zwar nicht gut aber auch nicht katastrophal war, weil wir am Ende gewonnen haben. Fertig. So in etwa sagt es Mick ja auch.

Duttball würde ich noch nicht sagen, zumindest nicht gegen Mainz. Da gabs auch einige gute interessante Offensivaktionen. Bzgl WOB ist es wohl richtig.

Und was Mick eigentlich sagt, ist dass er den Taktikwechsel von Nouri STAND JETZT richtig findet, aber Bedenken hat ob Nouri es nochmal wagt, den Wechsel zum Ballbesitz-Fussball zu riskieren und dann auch richtig hinbekommt. Ich denke, dass das mit einem Delaney durchaus funktionieren kann. Und da lassen wir uns mal überraschen.

Ausserdem finde ich überhaupt nicht, dass Mick Wiedwald "runtermacht." Er äussert sachliche Kritik und erwähnt auch die guten Punkte. Und so sehr ich mich für Wiedwald freue und finde, dass er in den letzten beiden Spielen stark gehalten hat, im Verhältnis zu den restlichen Spielen, mit der Strafraumbeherrschung hat Mick recht. Da ist Wiedwald, im Gegensatz zu seiner ersten Halbserie bei uns, sehr zurückhaltend und darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Auch gestern. Ist mir auch aufgefallen.

mick postet doch gar nix mehr? und mick war doch bis zu letzt verteidiger von dutt? versteh ich nicht.
 
Dass die gute Partie und das knappe Ergebnis gegen Bayern nun doch etwas wert ist, zeigt heute die Partie der Bauern gg den HSV. In Bezug auf das Torverhältnis.

Viele haben ja gesagt für das gute Spiel können wir uns nix kaufen. Wenn es ganz eng wird und wir mit dem HSV am Ende punktgleich sind, kann das Gold wert sein.
 
Ich halte von Micks Beiträgen extrem viel, weil er sehr viel Ahnung von Taktik hat und ein Spiel hervorragend lesen kann.

Aus der Euphorie heraus sag ich immer noch, dass das Spiel gestern zwar nicht gut aber auch nicht katastrophal war, weil wir am Ende gewonnen haben. Fertig. So in etwa sagt es Mick ja auch.

Duttball würde ich noch nicht sagen, zumindest nicht gegen Mainz. Da gabs auch einige gute interessante Offensivaktionen. Bzgl WOB ist es wohl richtig.

Und was Mick eigentlich sagt, ist dass er den Taktikwechsel von Nouri STAND JETZT richtig findet, aber Bedenken hat ob Nouri es nochmal wagt, den Wechsel zum Ballbesitz-Fussball zu riskieren und dann auch richtig hinbekommt. Ich denke, dass das mit einem Delaney durchaus funktionieren kann. Und da lassen wir uns mal überraschen.

Ausserdem finde ich überhaupt nicht, dass Mick Wiedwald "runtermacht." Er äussert sachliche Kritik und erwähnt auch die guten Punkte. Und so sehr ich mich für Wiedwald freue und finde, dass er in den letzten beiden Spielen stark gehalten hat, im Verhältnis zu den restlichen Spielen, mit der Strafraumbeherrschung hat Mick recht. Da ist Wiedwald, im Gegensatz zu seiner ersten Halbserie bei uns, sehr zurückhaltend und darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Auch gestern. Ist mir auch aufgefallen.
Ich lese die Beiträge von Mick auch gerne. da wird keiner runtergemacht oder in den Himmel gehoben, sondern sachlich, und was mir noch mehr auffällt, fachlich fundiert das Spiel und Spieler analysiert. Mir als fundierter Laie fällt es schwer, das Spiel als Ganzes so zu lesen, das ich im Nachhinein noch in der Lage wäre, das auch noch so zu kommentieren.
 
Dass die gute Partie und das knappe Ergebnis gegen Bayern nun doch etwas wert ist, zeigt heute die Partie der Bauern gg den HSV. In Bezug auf das Torverhältnis.

Naja, wir haben uns am 1. Spieltag in München ähnlich wehrlos abschlachten lassen wie der HSV heute, wenn auch "nur" mit 2 Toren weniger und die Hamburger haben ihr Heimspiel gegen die Bayern auch nur mit einem Tor unterschied verloren.
 
@neuegrünewelle
Ich fand die Frage von badaboom nach dem Paradigmenwechsel als Diskussionsansatz interessant. Ansonsten hätte ich mich hier rausgehalten. Die Frage - werden wir in unserer Spielstrategie so viel Variabilität hinbekommen, dass es gleichzeitig der dauerhaften Entwicklung unseres Spiels dient? - kann Stand jetzt sicherlich nicht beantwortet werden. Aber dass ein Trend dahin zu sehen wäre - dafür geben die letzten beiden Spiele m. E. wieder weniger Anlass.

Taktische Flexibilität und Spielentwicklung fehlt Werder in meinen Augen (abgesehen von kurzen Ausreissern) seit etwa 10 Jahren. Und das ist, worum es mir geht. Die prinzipielle Herangehensweise von Nouri in Mainz und Wolfsburg fand ich absolut nachvollziehbar, angesichts der Situation. Schade nur, dass die zarten Bemühungen, seit gefühlten Ewigkeiten wieder einmal eine Spielanlage mit nachhaltiger Substanz zu formen, womöglich durch die schlechten Ergebnisse ins Hintertreffen geraten sind. Wenn es dumm läuft, vielleicht sogar absolut.

Ich bin ehrlich gesagt hin- und hergerissen. Seit ca. 7 Jahren diskutieren wir jede Saison nach den ersten Rückrundenspielen Anfang März darüber, wie wirs schaffen irgendwie nicht abzusteigen. Das ermüdet und höhlt aus. Mittlerweile weiss ich gar nicht mehr, was mir wichtiger ist - der unbedingte Klassenerhalt oder dass ich da eine substanzielle Entwicklung sehe. Im Fussball, über den sich Werder definiert, in den handelnden Personen etc... Allofs und Schaaf mit katastrophaler Transferpolitik und einer Betriebsblindheit, die den ganzen Verein auf fatale Weise erfasst hatte. Dann Eichin mit aus günstigen Gelegenheiten zusammengestoppeltem Kader, der in allen Mannschaftsteilen neue Sollbruchstellen schuf. Flickschusterei in der Hoffnung auf kurzfristige Effekte, die Werder aber mittelfristig tief im Tal gehalten haben. Dazu falsche Trainerentscheidungen. TE war vielleicht ein ordentlicher Sanierer, zum gegebenen Zeitpunkt womöglich angebracht. Aber letztlich war er nicht mehr als ein Elendsverwalter ohne Intuition, ohne Ideen und Innovation. Diese Saison hingegen habe ich das erste Mal seit langer Zeit das Gefühl, dass sowohl Baumann in der Kaderzusammenstellung, als auch Nouri eine nachhaltige Entwicklung Werders klar im Blick haben. Und da wäre es nur allzu schade, wenn die Situation das ins Wanken bringt. Nichts anderes wollte ich ausdrücken.

Was Wiedwald betrifft - welche Bälle hat er denn gestern gehalten, die ein solider Bundesligatorwart nicht halten würde? Und die ein solider Bundesligatorwart eigentlich auch halten sollte... Demgegenüber stand wieder jede Menge Unentschlossenheit (wie Tony zurecht erwähnt) und fehlende Präsenz in wichtigen Situationen. Gefühlt hat Wiedwald etwa ein Drittel der Halbchancen Wolfsburgs durch sein Verhalten mit eingeleitet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus der reinen Sicht eines Fußballanalysten hat Mick absolut Recht. Wie er Eggestein und Velkovic beschreibt, ist nachvollziehbar. Auch die Beschreibung von FW und seinen Schwächen korrekt. Wo sind die Alternativen im Kader? ME wurde zb unter VS als 10er ausprobiert.
Aber wir haben keinen richtigen D6. Fritz ist eine Notlösung dort seit Jahren und Delaney eher ein 8er. Den einzigen Abräumer und ohne jedwedes Esprit ist der dauerverletzte PB. Die Dauerbaustelle im defensiven MF wird seit Jahren sträflich vernachlässigt, was man gestern beim Ausfall von TD und CF besonders sehen konnte. Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmte schon unter TS nicht. Seit 2013 hat sich dort nichts geändert.
Seit Wiese haben wir auch auf der Torhüterposition nur Experimente gemacht, die allesamt schief gegangen sind. Jetzt haben wir FW und müssen schauen, wie wir mit ihm bis zum Saisonende uns als Erstligist behaupten. Drobny ist auch keine gute Alternative.
Wir müssen im Abstiegskampf kratzen und beißen. Zumindest das haben sie gestern getan. Hier ständig brillante Spielideen usw zu fordern ist leicht. Es geht nur noch um Gewürge und Kampf gegen den Abstieg. Es wird schwer genug werden, bis zum Ende die nötigen Punkte zu holen.
 
Umso wichtiger ist es wieder mit Gewürge und Kampf drin zu bleiben und dann endlich mal auf die richtige Trainerkarte zu setzen, jemand der eine Mannschaft entwickeln kann.

Ich traue das Nouri durchaus zu, zumindest hat er die Ansätze gezeigt. Wir werden allerdings sehen wie sich der Rest der Saison unter ihm entwickelt und ob es schafft mit dem vorhandenen Spielermaterial den Klassenerhalt zu sichern.

Was ich mal gar nicht fair finde ist das drauf hauen auf Eggestein und Veljkovic. Welche Alternativen waren denn im Kader vorhanden? Genauso gut hätten auch mal Junuzovic oder Kruse den beiden helfen können? Oder Nouri hätte konsequent auf ein 5-4-1 umstellen können und Junuzovic in die Mitte stellen können.... Wurde aber nicht gemacht und Eggestein durfte alleine die Mitte beackern. Das Gemaule passt aber ins Bild einiger Bremer Anhänger. Wenn unsere jungen Spieler nicht direkt auf Messi-Niveau kicken, sind sie nichts wert und können nichts - so geht natürlich hervorragende Jugendarbeit.
 
Doch du hast drauf gehauen - vor allem auf Eggestein. Du lässt schlicht kein gutes Haar an dem Spieler gestern und zeigst keine Alternativen auf. Einem Jungen Spieler, der sichtlich überfordert war, kann man kaum einen Vorwurf machen. Den sollte man dann eher den erfahrenen Mitspielern oder dem Trainer machen, der / die nicht durch Umstellungen oder Unterstützung reagiert haben.
 
Einem Jungen Spieler, der sichtlich überfordert war, kann man kaum einen Vorwurf machen.
Doch, kann man. Ich bin pro Eggestein. Aber Kritik an so einer katastrophalen Leistung muss erlaubt sein. Unabhängig von der Feststellung, ob das seine richtige Position ist oder der Einsatz in dem Spiel auf der Position evtl. nicht angebracht war. Mit den Mitspielern und dem Trainer hast Du trotzdem recht. Mit den fehlenden Alternativen auch.
 
Dann Eichin mit aus günstigen Gelegenheiten zusammengestoppeltem Kader, der in allen Mannschaftsteilen neue Sollbruchstellen schuf. Flickschusterei in der Hoffnung auf kurzfristige Effekte, die Werder aber mittelfristig tief im Tal gehalten haben. Dazu falsche Trainerentscheidungen. TE war vielleicht ein ordentlicher Sanierer, zum gegebenen Zeitpunkt womöglich angebracht. Aber letztlich war er nicht mehr als ein Elendsverwalter ohne Intuition, ohne Ideen und Innovation. Diese Saison hingegen habe ich das erste Mal seit langer Zeit das Gefühl, dass sowohl Baumann in der Kaderzusammenstellung, als auch Nouri eine nachhaltige Entwicklung Werders klar im Blick haben. Und da wäre es nur allzu schade, wenn die Situation das ins Wanken bringt. Nichts anderes wollte ich ausdrücken.

Zu 100% mein Reden. :tnx:
 
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