Gesamtsituation der Mannschaft

Eben, es redet hier auch überhaupt keiner davon, dass keinerlei Weiterentwicklung stattfindet. Aber diese vielen Großchancen für den Gegner in nahezu jedem Spiel kann man nicht einfach ausblenden, da stimmt die Zuordnung (auch in der Verteidigung) zu oft nicht. Da macht man es sich sehr einfach, wenn man als Grund für die vielen Gegentore nur die Verantwortung im Mittelfeld sieht. Ich habe mich neulich mit 2 Ex-Werderspielern über genau dieses Thema unterhalten. Was Beiden vor allem auch gegen den Strich geht, dass der Gegner in schöner Regelmäßigkeit zu diesen Großchancen in jedem Spiel eingeladen wird (man denke an Meier im Frankfurt-Spiel, der alleine 3-4 Tore hätte machen müssen). Dass man ein Tor nicht komplett verbarrikadieren kann, sollte jedem klar sein, aber diese Großchancen gibt es einfach zu häufig und wie oft muss der TW komplett alleine klären, wo weit und breit kein Mitspieler in der Nähe ist. Man dürfte sich wirklich nicht über noch mehr Gegentore beschweren und das haben auch die Beiden gesagt. Ist doch irgendwie bezeichnend, wenn das ehemalige Spieler aus dem Verein genauso sehen, aber es immer wieder genügend Leutz gibt, die das nicht wahrhaben wollen...
Das beschreibt ein Phänomen, was wir hier seit vielen Jahren erleben! Das hat mit Nouri nur bedingt etwas zu tun. Er ist diesem Umstand als aktueller Trainer ausgesetzt. Die Frage nach dem Warum ist für mich entscheidend.
Daher bleibe ich bei meiner persönlichen These, dass man zu viel in der Vergangenheit auf Offensivkraft Wert gelegt hat. Das geht auf Kosten der mannschaftlichen Geschlossenheit u.a. in der Defensive. Überspitzt dargestellt: mit 10 Maradonna steigst du ab, mit einem wirst du Meister.
Die Balance im Kader stimmt hier schon lange nicht mehr. Das liegt daran, dass Werder für sich den offensiven Kombinationsfußball als Markenkern sieht und dem in der Kaderplanung Vieles unterordnet.
Die Spieler, die Beides können, sind in Spitzenclubs, aber nicht in Bremen. Ergo muss man sich so langsam für einen Weg entscheiden. Aber der Trend ist in Bremen klar auf offensiv gestellt.
Ein Gegenbeispiel dazu ist der FC Köln, der nun wirklich selten attraktiv spielt. Aber durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit regelhaft punkten. Deren Abwehrspieler sind alle keine überragenden Leute. Stöger hat denen ein klares Defensivkonzept vorgegeben, was auch dauerhaft greift. Mit Hektor und Modeste haben sie zudem zwei excellente Leute auf dem Platz.
 
Wenn man über eine Entwicklung sprechen will, muss man auch sehen, wo man steht.

Treffend erkannt. Die meisten hier sehen ziemlich gut wo wir stehen. Angefangen mit einer slapstickartigen, peinlichen Vorstellung die mit Profifußball nur bedingt etwas zu tun hatte, gefolgt von einer leichten Stabilisierung und einem anhaltenden Aufwärtstrend was Kompaktheit angeht, hin zu einer Situation die beginnt Hoffnung zu machen. Zusammengenommen viel zu viele Gegentore, das stellt hier ja nicht ein einziger Forist in Frage, auch wenn vereinzelt in Papageienhafter Manier darauf hingewiesen wird, daß wir so viele Gegentore haben (wie das eben so ist wenn man überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt was andere schreiben, Realitätsverweigerung oder Selektive Wahrnehmung, nenne es wie du willst). Die Diskussion hat irgendwann damit angefangen, daß geäußert wurde, es gäbe eine KLARE Verbesserung wenn wir den Trend vom 1. bis zum 16. Spieltag betrachten. Aber weil nicht sein kann was nicht sein darf wird dann eben kritisiert, daß wir Chancen zulassen. Ich weiß nicht mehr wer das hier gepostet hat, aber es die absolute Wahrheit: Falls wir irgendwann in der Zukunft, wann immer diese sein sollte, wieder die EL erreichen sollten, dann kommt -das ist so sicher wie das Amen in der Kirche- die Kritik, daß wir nicht die CL erreicht haben und wenn wir irgendwann, wann immer dieser Tag sein wird, wieder die CL erreichen sollten, dann ist alles scheiße weil wir nicht Meister geworden sind. ICH weiß sehr genau wo wir stehen, darum kann ich Zwischentöne wahrnehmen und die meisten anderen hier auch. Für den Rest lügt dann halt die Tabelle nicht. Mit Verlaub.
 
Treffend erkannt. Die meisten hier sehen ziemlich gut wo wir stehen. Angefangen mit einer slapstickartigen, peinlichen Vorstellung die mit Profifußball nur bedingt etwas zu tun hatte, gefolgt von einer leichten Stabilisierung und einem anhaltenden Aufwärtstrend was Kompaktheit angeht, hin zu einer Situation die beginnt Hoffnung zu machen. Zusammengenommen viel zu viele Gegentore, das stellt hier ja nicht ein einziger Forist in Frage, auch wenn vereinzelt in Papageienhafter Manier darauf hingewiesen wird, daß wir so viele Gegentore haben (wie das eben so ist wenn man überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt was andere schreiben, Realitätsverweigerung oder Selektive Wahrnehmung, nenne es wie du willst). Die Diskussion hat irgendwann damit angefangen, daß geäußert wurde, es gäbe eine KLARE Verbesserung wenn wir den Trend vom 1. bis zum 16. Spieltag betrachten. Aber weil nicht sein kann was nicht sein darf wird dann eben kritisiert, daß wir Chancen zulassen. Ich weiß nicht mehr wer das hier gepostet hat, aber es die absolute Wahrheit: Falls wir irgendwann in der Zukunft, wann immer diese sein sollte, wieder die EL erreichen sollten, dann kommt -das ist so sicher wie das Amen in der Kirche- die Kritik, daß wir nicht die CL erreicht haben und wenn wir irgendwann, wann immer dieser Tag sein wird, wieder die CL erreichen sollten, dann ist alles scheiße weil wir nicht Meister geworden sind. ICH weiß sehr genau wo wir stehen, darum kann ich Zwischentöne wahrnehmen und die meisten anderen hier auch. Für den Rest lügt dann halt die Tabelle nicht. Mit Verlaub.
Du beschreibst ganz plastisch die aktuelle Situation und die zu hohe Erwartungshaltung an den Verein und einzelne Spieler. Auch die Verbesserungen werden von mir nicht negiert. Aber mich würde interessieren, wo Du selbst die Ursachen in den jahrelangen Gegentoren siehst? Wir beschreiben hier kein neues Phänomen sondern ein dauerhaftes mit wechselndem Personal Trainer, IVs etc. Die einfache Frage nach dem Warum.
 
Du beschreibst ganz plastisch die aktuelle Situation und die zu hohe Erwartungshaltung an den Verein und einzelne Spieler. Auch die Verbesserungen werden von mir nicht negiert. Aber mich würde interessieren, wo Du selbst die Ursachen in den jahrelangen Gegentoren siehst? Wir beschreiben hier kein neues Phänomen sondern ein dauerhaftes mit wechselndem Personal Trainer, IVs etc. Die einfache Frage nach dem Warum.

der "dicke Tony" hat Dir einen der Hauptgründe schon genannt. ich sehe dies ähnlich! es liegt unter anderem am "Anspruch Werder Bremens, offensiven, schönen Fussball spielen zu wollen". im Laufe unserer Entwicklung und "goldenen Zeit unter TS" wurde ein Fussball entwickelt der aus offensiver Überlegenheit und Wucht heraus, defensive Automatismen auf ein minimun beschränkte. das alles war auch in Ordnung solange man mit 5:4, 4:3, 3:2 oder ähnlich gewinnen und die Punkte einfahren konnte. Die anderen Mannschaften haben jedoch über die Jahre Anti Automatismen entwickelt bzw. "modernen Fussball" Einzug halten lassen. das passierte oftmals indem die Grenzen des Erlaubten bzw. tolerierbaren ausgelootet wurden was die "Schweinereien" im Fussball angeht! die Rede ist hier unter anderem vom Foulspiel, Schauspielerei, Unsportlichkeit, Zeitspiel etc., aber auch vom "hohen Pressing", "taktischen Foulspielen", oder "ballorientierten Zustellen". Anstatt das Werder darauf Antworten fand wurde sich selber in die Tasche gelogen und auf die Schultern geklopft, war man ja gewohnt und hat man immer schon so gemacht. nur leider verliessen uns im Laufe der weniger erfolgreichen Jahre eben jene Kräfte (Spieler) auf deren Schultern unter anderem die Last unserer Spielphilosophie lag ... es folgte eine lange, dunkle Phase in der der Anspruch der Wirklichkeit WEIT voraus und so garnicht mehr realisierbar war, da die Liga samt Schiedsrichtern inzwischen eine Art von Fussball tolerierten der die Werder Spielweise bei vorhandenem Personal schlichtweg unmöglich machte.
 
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Du beschreibst ganz plastisch die aktuelle Situation und die zu hohe Erwartungshaltung an den Verein und einzelne Spieler. Auch die Verbesserungen werden von mir nicht negiert. Aber mich würde interessieren, wo Du selbst die Ursachen in den jahrelangen Gegentoren siehst? Wir beschreiben hier kein neues Phänomen sondern ein dauerhaftes mit wechselndem Personal Trainer, IVs etc. Die einfache Frage nach dem Warum.

Bis zu Thomas Schaafs Entlassung stellt sich die Frage ja nicht, denke ich mal. Und danach muss man ziemlich nüchtern ein Qualitätsproblem attestieren und zwar sowohl auf der Trainerbank wie auch im Kader.

Wir hatten zwei Aufgaben zu schultern, den Übergang vom Urgestein Schaaf zu einem neuen Trainer und den gleichzeitigen Abbau des Kaders. Und da muss man leider feststellen, daß wir an neuralgischer Stelle einen Theoretiker sitzen hatten der, da bin ich sicher, eine Menge Ahnung von Fußball hat aber unfähig ist dies auf den Platz zu bringen (weswegen er am Schreibtisch beim DFB perfekt aufgehoben war). Viktor Skripnik war dann leider kaum besser weil er die guten Dinge die er mitgebracht hat mit dem Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) wieder eingerissen hat.

Dazu war Thomas Eichin ein Sanierer, kein Kader-Entwickler. Das soll jetzt gar nicht mal als Kritik aufgefasst werden, führte aber dazu, daß eine nachhaltige Entwicklung des Kaders nicht im Vordergrund stand. Die Unruhe die durch das Verpissen von Allofs und die Entlassung von Thomas Schaaf in den Verein gekommen ist, haben wir immer noch nicht ganz in den Griff bekommen, aber wir sind mit Baumann auf einem sehr guten Weg. Und mit Schuld daran, daß diese Unruhe 3 Jahre angehalten hat ist der Aufsichtsrat der den Sanierungskurs alternativlos beschritten hat. Wir hätten ja mit den 50mio auch in die Offensive gehen können als wir dazu noch die Möglichkeiten hatten.Und der Anspruch an Werder ist da, egal ob und wie man das leugnet, und zwar von intern wie extern, von uns Fans wie von jenen die Werder nicht mögen.

Aber wer weiß wie der Trümmerhaufen den Allofs hinterlassen hat wirklich aussah, auch wenn dieser ja sogar noch die Unverfrohrenheit besessen hat seinem Nachfolger angeblich ein bestelltes Feld zu überlassen....

Kurzum: Wie du siehst, will ich gar nicht so sehr auf die Spieler eingehen, bringt eh nicht nichts. Der eine wird das Übel auf der 6er Position sehen, der nächste in der IV, wieder die nächste auf den AV, andere vielleicht im ZM und alle können berechtigte Argumente dafür anbringen. Aber wenn das Umfeld mehr oder minder chaotisch ist, dann hilft dir der beste Kader nichts, das ist ja gerade der Grund für die großen Probleme in Hamburg. Und ich für meinen Teil habe das Gefühl, daß es im Umfeld von Werder so langsam wieder passt. Vielen hier gefällt das nicht weil sie das pauschal für Klüngel und Werder-Familien-Wahn betrachten, ich hingegen denke wenn es mit dem Trainer diesmal passt, dann ist das Umfeld bei Werder mit dem neu besetzten AR und GF sowie sportlicher Leitung auf einem guten Weg.
 
Du beschreibst ganz plastisch die aktuelle Situation und die zu hohe Erwartungshaltung an den Verein und einzelne Spieler. Auch die Verbesserungen werden von mir nicht negiert. Aber mich würde interessieren, wo Du selbst die Ursachen in den jahrelangen Gegentoren siehst? Wir beschreiben hier kein neues Phänomen sondern ein dauerhaftes mit wechselndem Personal Trainer, IVs etc. Die einfache Frage nach dem Warum.
Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, will aber gerne meinen Senf dazu geben. Du stellst eine Frage nach dem "warum", die zu beantworten sehr schwer fallen dürfte. Der Umstand der vielen Gegentore ist wohl selbst dem "dümmsten" Betrachter aufgefallen. Was mehr oder weniger offen zu Tage getreten ist, das die Mannschaft nicht ausgewogen besetzt war, d.h., die einzelnen Mannschaftsteile haben zusammen nicht funktioniert. Des Weiteren waren/sind einige Positionen falsch besetzt gewesen bzw. sind es immer noch; weiterhin haben es die Trainer nicht geschafft, die Mannschaft kompakt aufzustellen. Wenn ich mir allein diese einzelnen Faktoren betrachte, wird aus Deiner einfachen Frage eine sehr komplexe und für mich nicht abschliessend zu beantwortende Frage. Das Fragen nach dem warum ist nach meinem dafürhalten auch nicht mehr wesentlich, da man an diesen DINGEN sowieso nichts mehr änderen kann, wesentlich ist, das man die Mängel erkannt hat und versucht diese abzustellen. Und da sind wir, denke ich, auf einem guten Weg.
 
Bis zu Thomas Schaafs Entlassung stellt sich die Frage ja nicht, denke ich mal. Und danach muss man ziemlich nüchtern ein Qualitätsproblem attestieren und zwar sowohl auf der Trainerbank wie auch im Kader.

Wir hatten zwei Aufgaben zu schultern, den Übergang vom Urgestein Schaaf zu einem neuen Trainer und den gleichzeitigen Abbau des Kaders. Und da muss man leider feststellen, daß wir an neuralgischer Stelle einen Theoretiker sitzen hatten der, da bin ich sicher, eine Menge Ahnung von Fußball hat aber unfähig ist dies auf den Platz zu bringen (weswegen er am Schreibtisch beim DFB perfekt aufgehoben war). Viktor Skripnik war dann leider kaum besser weil er die guten Dinge die er mitgebracht hat mit dem Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) wieder eingerissen hat.

Dazu war Thomas Eichin ein Sanierer, kein Kader-Entwickler. Das soll jetzt gar nicht mal als Kritik aufgefasst werden, führte aber dazu, daß eine nachhaltige Entwicklung des Kaders nicht im Vordergrund stand. Die Unruhe die durch das Verpissen von Allofs und die Entlassung von Thomas Schaaf in den Verein gekommen ist, haben wir immer noch nicht ganz in den Griff bekommen, aber wir sind mit Baumann auf einem sehr guten Weg. Und mit Schuld daran, daß diese Unruhe 3 Jahre angehalten hat ist der Aufsichtsrat der den Sanierungskurs alternativlos beschritten hat. Wir hätten ja mit den 50mio auch in die Offensive gehen können als wir dazu noch die Möglichkeiten hatten.Und der Anspruch an Werder ist da, egal ob und wie man das leugnet, und zwar von intern wie extern, von uns Fans wie von jenen die Werder nicht mögen.

Aber wer weiß wie der Trümmerhaufen den Allofs hinterlassen hat wirklich aussah, auch wenn dieser ja sogar noch die Unverfrohrenheit besessen hat seinem Nachfolger angeblich ein bestelltes Feld zu überlassen....
100% Zustimmung dazu. Sehe ich absolut genauso. Es besteht zu diesem Post kein Dissens.
Vielen hier gefällt das nicht weil sie das pauschal für Klüngel und Werder-Familien-Wahn betrachten, ich hingegen denke wenn es mit dem Trainer diesmal passt, dann ist das Umfeld bei Werder mit dem neu besetzten AR und GF sowie sportlicher Leitung auf einem guten Weg.
Verwechsele bitte nicht den Begriff Werderklüngel mit der Kritik an dem Entscheidungsprozess Pro VS. MB und FB haben sehenden Auges an ihrem Freund VS festgehalten, obwohl der Mann intern und extern angezählt war und haben dies mit dem Werderweg begründet. Die Begleitumstände sind hinreichend bekannt.
Daher meine persönliche Skepsis, ob diese Entscheidung VS eine einzelne Fehlentscheidung war, (die ich absolut Jedem zugestehen würde) aus nostalgischer und persönlicher Verklarung zustande kam. Oder aber man sich hier in einen Bremer Weg versteift, der einen systematischen Fehler vermuten lässt?! Weil dann sind wir wieder genau dort, wo wir mit dem vergangenen ASR und dessen Kurs gestanden haben!
Das kann uns nur die Zukunft weisen. Da bin ich noch sehr unentschieden. Die Hoffnung habe ich, aber die letzten Jahre haben auch mich diesbezüglich mürbe gemacht.
 
Das Problem der Gegentore sollte doch für alle offensichtlich sein! In den letzten 7-8 Jahren waren wir auf der Trainerposition schlecht bis sehr schlecht besetzt.
Werder hat unter dem Trainer Schaaf die Umstellung auf den modernen Fußball verpasst. Es wurden wohl Spieler für neue Systeme verpflichtet, doch TS ist immer wieder zur Raute zurückgekehrt und zwar zur Raute des Jahres 2004 und diese funktioniert schon lange nicht mehr! Daher sind auch so viele Spieler in den letzten Jahren hier gescheitert.
Heute sind alle Systeme sehr laufintensiv, weil Trainer wie Klopp festgestellt haben, dass hiermit eine schlechtere Kader Qualität kompensiert werden kann. Wie gesagt hat TS es völlig verschlafen und der Verein ebenfalls, weil er es nicht erkannt hat oder nicht reagieren wollte.
Mit Dutt kam nur eine bedingte Änderung, da er taktisch auch nicht auf dem neuesten Stand war.
VS hatte zwischenzeitlich gute Ansätze war jedoch wie wir alle wissen in der Gesamtheit nicht in der Lage eine Buli Mannschaft zu führen.

AN zeigt jetzt das es gar nicht so schwer ist die Mannschaft "moderner" spielen zu lassen. Viele Spieler lassen sich drauf ein, aber längst noch nicht alle. Es wird sich zeigen wie er das in den Griff bekommt. Nur vom Reisbrett ist eine Mannschaft leider nicht zu führen.

Alle Mannschaften die uns zwischenzeitlich überholt haben, hatten Trainer die in der Lage waren ihren Mannschaften laufintensiven Fußball mit Gegenpressing zu lehren, wir bisher nicht bzw. nur teilweise.

In der heutigen Zeit ist der Trainer die wichtigste Person und nicht irgendwelche Einzelspieler. Klar können die den Unterschied machen, aber nur in einem vernünftigen System. Schönes Beispiel ist Messi in der Nationalmannschaft.
Ich stelle die Behauptung auf das besagter Messi in den letzten Jahren in Bremen völlig untergegangen wäre. Genauso wie Ronaldo und wie sie noch alle heißen.
Es muss ein Kollektiv auf dem Platz stehen und dann werden solche Spieler erst wertvoll. Bremen hat seit mindestens 6 Jahren kein Kollektiv mehr und daher funktioniert es hier nicht.
Erste Ansätze sind vorhanden und ich hoffe auf mehr.
Ich glaube das Baumann dies erkannt hat und an einem entsprechenden Kader, bezogen auf die finanziellen Verhältnisse von Werder, zusammenstellt.

Sobald wir dauerhaft einen soliden Trainer haben, wird auch die Gegentorflut enden!
 
MB und FB haben sehenden Auges an ihrem Freund VS festgehalten, obwohl der Mann intern und extern angezählt war und haben dies mit dem Werderweg begründet. Die Begleitumstände sind hinreichend bekannt.

Es gab Gründe an VS festzuhalten. Man mag diese nicht teilen, zumindest hier hat das ja auch niemand gemacht, und rückblickend hat FB seinen Fehler auch eingestanden. Aber ich habe mir ja schon im Sommer die Finger wund geschrieben wenn es darum ging, daß MB/FB angeblich Freundschaft vor professioneller Entscheidung stellen. Die selben Gründe an VS festzuhalten gelten übrigens zumindest in Teilen auch bei Nouri. Denn wir haben wieder einen Novizen, wir haben wieder einen der Fehler macht (wie soll das auch anders gehen) und wir haben wieder die Situation in der beurteilt werden muss ob der Novize aus seinen Fehlern lernt und genau wie der Novize vorher gibt es gute Ansätze (wenn man sie sehen will, also wenn man mehr als Schwarz und Weiß voneinander unterscheiden kann). Und wenn wir mal gaaaaaaanz ehrlich sind, dann geht der Aufschwung bei Werder einher mit der Rückkehr von Bargfrede, Kruse und Pizarro. Wenn wir also mal tieeeeeeeeeeef in uns gehen, dann finden wir in den Worten von Baumann (die ihm hier ja links und rechts um die Ohren gepfeffert wurden) bezüglich der Verletzten Anfang der Saison einiges Wahres und vermutlich hat er sogar recht, daß VS mit besagten Spielern (zumindest) nicht (so früh) geflogen wäre. Die Trennung von VS war natürlich dennoch gut und richtig, für alle Seiten denn VS war mit dem Geschäft Bundesliga überfordert. Nouri scheint mir da mehr einen Plan zu verfolgen, hoffentlich waren die letzten 5 Spiele nicht nur ein Bargfrede-Kruse-Effekt.
 
Mit Kruse und Gnabry, mit Abstrichen noch Pizarro, wurden der Mannschaft neue Impulse gegeben, welche den Aufschwung brachten. Jetzt kommt ein weiteres neues Gesicht mit Delaney hinzu, welcher das Mittelfeld neu beleben soll; ich denke schon, das Nouri einen Plan hat und diesen auch verfolgt.
Das Wohl und Wehe vom gelingen hängt ab von einem funktionierendem Mittelfeld, Unterstützung nach vorne und Absicherung nach hinten. Delaney wird dafür ein guter Baustein - hoffe ich! ;)
 
Ich stimme dir in vielen Dinge zu FatTony. Allerdings ist es trotzdem fahrlässig mit einem immer wieder verletzten Bargfrede zu planen. Dazu einen Stürmer im hohen Alter, der auch öfter mal ausfällt. Ein Kapitän, der auch seine besten Tage schon hatte. Kruse hätte ich allerdings auch verpflichtet. Das er sich mal verletzt, dass kommt halt auch vor. Nur können wir solche wichtigen Ausfälle nicht einfach kompensieren und daher kam Gnabry.

Das ist aber keine richtige Kaderplanung. Ich muss erst mal gucken welche Positionen mit wem besetzt ist. Ich hoffe, dass es nach dieser Saison mal passiert und dann auch unbeliebte Trennungen statt finden. Ich kann nicht jeden so durchschleifen.

Wie ich das meine, dass kann ich hier kaum ausführen, denn dann wäre der Artikel zu lang. Man muss sich aber Gedanken machen welche Anzahl an Spielern will ich haben und wie viele davon sollen Jungprofis sein. Nicht jedes Talent muss ein Profivertrag bekommen. Bei den IV zum Beispiel: sollen sie groß oder schnell sein, Linksfuß oder nur Rechtsfuß, wie hoch soll die Anzahl sein.

Bisher sieht es so aus, als ob Werder nach dem Motto verfährt: Oh, den können wir bekommen und ganz günstig, also her damit. Ob wir ihn wirklich benötigen, dass stellt sich erst später heraus. Ich muss doch mal ein Konzept entwickeln und meine Liste mit den Punkten abarbeiten. Nun hat man ein Haufen AVR oder Links und wird sie nicht wieder los. So auch im Mittelfeld. Einige Positionen sind übertrieben gesagt 10fach besetzt und andere Positionen mal gerade doppelt. Ich hoffe, dass Baumann da richtig durch greift. Einige Verpflichtungen waren schon richtig gut, aber bei den IV hat er eher in die Nesseln gegriffen. Da bin ich noch nicht richtig überzeugt worden. Gruß Franky
 
Ich stimme dir in vielen Dinge zu FatTony. Allerdings ist es trotzdem fahrlässig mit einem immer wieder verletzten Bargfrede zu planen. Dazu einen Stürmer im hohen Alter, der auch öfter mal ausfällt. Ein Kapitän, der auch seine besten Tage schon hatte. Kruse hätte ich allerdings auch verpflichtet. Das er sich mal verletzt, dass kommt halt auch vor. Nur können wir solche wichtigen Ausfälle nicht einfach kompensieren und daher kam Gnabry.

Man hatte Grillitsch für diese Saison, den alten Käptn, dazu hatte Eichin bereits Petsos geholt. Es ist ja nicht so, daß man sich nur auf Bargfrede verlassen hätte. Das wäre in der Tat mehr als fahrlässig bei der Krankenakte. Beim Sturm...tja, schwierig. Eichin hat bereits Thy und Eilers geholt. Außerdem wurde Eggestein befördert, AronJo kommt wieder und ist für Werder ein teurer Spieler. Keine einfache Situation für Baumann. Aber um nicht falsch verstanden zu werden, an genau dieser Stelle greift was du geschrieben hast:

"Bisher sieht es so aus, als ob Werder nach dem Motto verfährt: Oh, den können wir bekommen und ganz günstig, also her damit. Ob wir ihn wirklich benötigen, dass stellt sich erst später heraus."

Ich finde das sehr treffend denn es ist vermutlich in etwa das, zu dem Eichin wegen der Sanierung gezwungen war. Nach dem Klassenerhalt und den beiden teuren Verkäufen hat Baumann auf einmal das was Eichin nicht hatte: Geld und gesicherte Bundesliga. Auf einmal trifft "Also her damit" auf Kaderplanung a la Kruse, Delaney, Bauer, Augustinsson. Und das beißt sich natürlich. Also muss, schon wieder, der Kader aufgeräumt werden. Aber diesmal zum Glück nicht wegen wirtschaftlicher sondern wegen sportlicher Zwänge.
 
Vielleicht ist es einfach mal wichtig rechtzeitig nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben.
AN sich und der Mannschaft eine Balance verschaffen kann, um aus dieser Sicherheit und Stabilität ein tragendes Zukunftskonzept zu erstellen.
Wenn dies möglich ist, werden Trainer und auch GFS Sicherheit bei entsprechenden Spielerverpflichtungen entwickeln können.
Es fehlt die Ruhe im Handeln. Wenn du ständig im Überlebenskampf bist fehlt dir einfach die entsprechende Souveränität.
Vielleicht ist die jetzt vor uns liegende Rückrunde ein kleiner Meilenstein in eine bessere Zukunft.
 
Bis zu Thomas Schaafs Entlassung stellt sich die Frage ja nicht, denke ich mal. Und danach muss man ziemlich nüchtern ein Qualitätsproblem attestieren und zwar sowohl auf der Trainerbank wie auch im Kader.
Doch gerade hierbei stellt sich die Frage, weil die Gegentorflut schon unter TS in der Saison 10/11 mit einem Kader (ausgenommen Özil, der in dem Sommer Werder verließ) begann, der sich in der in Vorsaison noch für die CL qualifizierte. Dies war kein einmaliger Betriebsunfall, sondern der erste Dominostein einer bis heute anhaltenden sportlichen Misere, aus der,begünstigst durch dasvon AR geduldete Mißmanagement seitens KA, der Qualitätsverlust auf der Trainerrbank und im Kader resultierte.

Ansonsten Zustimmung :tnx:
 
Vielleicht ist es einfach mal wichtig rechtzeitig nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben.
AN sich und der Mannschaft eine Balance verschaffen kann, um aus dieser Sicherheit und Stabilität ein tragendes Zukunftskonzept zu erstellen.
Wenn dies möglich ist, werden Trainer und auch GFS Sicherheit bei entsprechenden Spielerverpflichtungen entwickeln können.
Es fehlt die Ruhe im Handeln. Wenn du ständig im Überlebenskampf bist fehlt dir einfach die entsprechende Souveränität.
Vielleicht ist die jetzt vor uns liegende Rückrunde ein kleiner Meilenstein in eine bessere Zukunft.

Nicht nur vielleicht, sondern definitiv, denn es ist äußert schwierig, im Abstiegskampf eine Mannschaft perpektivisch auszubauen. Z.B. muß eine Mannschaft, um zu sportlich zu reifen, relativ sorgenfrei auf dem Platz agieren können, d.h. daß gerade die jungen Spieler verinnerlichen, auch mal Fehler machen zu dürfen. Im Abstiegskampf ist dagegen die Gefahr groß, daß jeder individuelle Fehler das Team immer weiter in den Abstiegsstrudel reißt und das setzt sich im Unterbewußtsein der Spieler fest.
 
Das beschreibt ein Phänomen, was wir hier seit vielen Jahren erleben! Das hat mit Nouri nur bedingt etwas zu tun. Er ist diesem Umstand als aktueller Trainer ausgesetzt. Die Frage nach dem Warum ist für mich entscheidend.
Daher bleibe ich bei meiner persönlichen These, dass man zu viel in der Vergangenheit auf Offensivkraft Wert gelegt hat. Das geht auf Kosten der mannschaftlichen Geschlossenheit u.a. in der Defensive. Überspitzt dargestellt: mit 10 Maradonna steigst du ab, mit einem wirst du Meister.
Die Balance im Kader stimmt hier schon lange nicht mehr. Das liegt daran, dass Werder für sich den offensiven Kombinationsfußball als Markenkern sieht und dem in der Kaderplanung Vieles unterordnet.
Die Spieler, die Beides können, sind in Spitzenclubs, aber nicht in Bremen. Ergo muss man sich so langsam für einen Weg entscheiden. Aber der Trend ist in Bremen klar auf offensiv gestellt.
Ein Gegenbeispiel dazu ist der FC Köln, der nun wirklich selten attraktiv spielt. Aber durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit regelhaft punkten. Deren Abwehrspieler sind alle keine überragenden Leute. Stöger hat denen ein klares Defensivkonzept vorgegeben, was auch dauerhaft greift. Mit Hektor und Modeste haben sie zudem zwei excellente Leute auf dem Platz.

Das wird hier aber quasi immer wieder als "Argument" angeführt "war ja schon immer so, muss man nicht weiter ändern...". Das ist genau dasselbe wie die regelmäßgen Klatschen gegen Bayern "sind halt die Bayern, was will man machen..." - Dass Aufsteiger teilweise bessere Ergebnisse erzielen, interessiert keinen... Stolz kann man dann sein, wenn das Ganze mal über eine Saison gut klappt. Was die beiden Ex-Werderaner, mit denen ich mich unterhalten habe auch stört, ist diese Selbstzufriedenheit und diese regelrechte Euphoriewelle, die hier immer wieder nach wenigen guten Spielen einkehrt. Sich jetzt hinzustellen und zu sagen "wir haben eine gute Entwicklung, 5 Spiele nicht verloren und kommen automatisch nach vorne...", finde ich einfach zu früh. Zumal wir zuletzt nach der Winterpause immer wieder Probleme hatten. Wie gesagt, es geht nicht darum, alles schlechtzureden, aber was die Verteidigung bzw. Zuordnung betrifft, gibt es reichlich Luft nach oben, weil da im Moment immer wieder zu viel zugelassen wird. Und das mit der offensiven Kadergestaltung sieht man ja dieses Jahr bestens, wenn die Masse des Geldes in die Offensive gepumpt wird...
Köln hat halt einen sehr ausgeglichenen Kader, bei denen die jeweiligen Spieler auf ihren angestammten Positionen ihre Stärken ausspielen können. Der Kader scheint aktuell gut zusammengestellt zu sein und zu funktionieren. Und sooo unattraktiv spielen die gar nicht...
 
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Tja, Werders Rezept war nach Rehhagel: mehr Tore schießen als hinten kassieren. Als das Personal nicht mehr passte, wurde Schaaf gefeuert, und der Wandel des Systems zieht die Folgen bis heute nach sich. Die Spieler, die jetzt da sind, sind auch nicht auf Nouris Wunsch gekommen, sondern weil Baumann dachte, das könnte passen und würde Skripnik helfen. Insofern muss man Kappel da klar zustimmen, dass die Kaderplanung da Schwächen aufweist.

....anhaltenden Aufwärtstrend was Kompaktheit angeht, hin zu einer Situation die beginnt Hoffnung zu machen. Zusammengenommen viel zu viele Gegentore, das stellt hier ja nicht ein einziger Forist in Frage.....

Das ist ja gerade der Punkt: zuvor mehrere Spiele vergeigt.....da redet keiner von Krise. Jetzt ein paar Spiele nicht verloren - schon ist der "Aufwärtstrend" da. Wenn, dann sollte man auch gleich vorgehen.....aber das wird hier nicht gemacht. Zudem werden die Gegentore, die ja angeblich kein Forist in Frage stellt, dann ignoriert. Und was hat sich bisher im Winter getan? Delaney ist da, richtig. Ob das die Stabilisierung ist, die fehlt, werden wir erst noch sehen. Stattdessen wird er hier von einigen als Heilsbringer gefeiert, weil sie Baumanns dümmlichem PR-Gelaber auf den Leim gehen. Man hat in Bremen schon oft Transfers gesehen, die in anderen Clubs tragende Rollen gespielt haben, und in Bremen reichte es zunächst nur für die Tribüne oder die Bank. Wie wäre es also mal mit Abwarten (damit meine ich nicht Dich persönlich)?
 
Doch gerade hierbei stellt sich die Frage, weil die Gegentorflut schon unter TS in der Saison 10/11 mit einem Kader (ausgenommen Özil, der in dem Sommer Werder verließ) begann, der sich in der in Vorsaison noch für die CL qualifizierte. Dies war kein einmaliger Betriebsunfall, sondern der erste Dominostein einer bis heute anhaltenden sportlichen Misere, aus der,begünstigst durch dasvon AR geduldete Mißmanagement seitens KA, der Qualitätsverlust auf der Trainerrbank und im Kader resultierte.

Ansonsten Zustimmung :tnx:

Ich glaube da hast du mich falsch verstanden: Die Gegentorflut war spätestens nach Baumanns Karriere-ende elementarer Bestandteil von Thomas Schaafs Fußball. Deshalb brauchen wir über die Zeit gar nicht erst diskutieren. Klar war das nicht so krass wie ab 2010, aber in den Jahren zuvor haben wir immer über 40 Gegentore kassiert und das mit einer CL Mannschaft. Selbst in der Meistersaison haben wir mehr als ein Gegentor pro Spiel kassiert. Das liegt eben an der Art wie gespielt wurde.
 
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