....gazn offensichtlich ohne jede Vorstellung darüber, dass Letzteres mit Ersterem zusammenhängt! :unfassbar: Stattdessen wird den Akteuren mehrfach "mangelnde Einsatzbereitschaft, mangelnden Willen und damit Charakterlosigkeit unterstellt.
Losgelöst von der Causa Werder beinhaltet ein Umbruch nun einmal nicht den Automatismus, daß eine Mannschaft stets die nötige Einsatzbereitschaft zeigt - oder um es bei Wertlegung auf dem Wortteil -bereitschaft anders zu formulieren: eine grundsätzliche vorhandene Einsatzbereitschaft auch im ausreichendem Maße abruft. So ist es leider auch nicht bei Werder 2015:
Zitat von Kreiszeitung:
Der Trainer ist sauer. Anscheinend wollte er das Viertelfinale mehr als die Spieler. Das war nicht das Werder Bremer der letzten Zeit, schimpfte Skripnik und sprach über sich in der dritten Person. Die Kritik ließen die Bremer Profis über sich ergehen. Sie wussten, dass sie ein schlechtes Spiel abgeliefert hatten. Wir hatten hier eine Riesenchance, aber die haben wir verschenkt. Uns war klar, dass Bielefeld teilweise eklig spielt. Aber wir haben uns nicht genug gewehrt, gestand Kapitän Clemens Fritz. Und sein Stellvertreter Sebastian Prödl fügte an: Das war blamabel. Zu langsam, zu träge. Da braucht man überhaupt keine Ausreden zu suchen. Wir sind verdient ausgeschieden.
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Zitat von sport1:
Werder Bremens Trainer Viktor Skripnik hat die Einstellung seiner Ersatzspieler kritisiert. "Es kann nicht sein, dass wir ein Tor machen und auf der Bank freut sich keiner, weil Spieler beleidigt sind", sagte der Ukrainer [
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Skripnik teilte mit, dass in Werders Meistersaison 2004 der Trainer Thomas Schaaf die Mannschaft "bremsen" musste: "Ich war zwar nur auf der Bank, aber mit vollem Herzen dabei. So muss das sein!"
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Zitat von Kreiszeitung:
Und auch Skripnik wunderte sich nach der Pleite in Stuttgart: Bei zwei Punkten Rückstand auf Europa muss jeder Spieler brennen und ich muss nicht hinter jedem herlaufen und fragen, was ist mit dir, hast du Bauchschmerzen oder hast du Lust oder was.
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Zitat von Kreiszeitung:
Die Aussagen, die internationalen Plätze angreifen zu wollen, kamen aber aus den eigenen Reihen. Allerdings versäumte es Werder durch vier Spiele hintereinander ohne Sieg, sich in eine hervorragende Ausgangsposition für den Endspurt zu bringen. Fritz vermutet, dass angesichts des fast sicheren Klassenerhalts zuletzt zwei, drei Prozent gefehlt haben. Man redet ja gerne von einer Komfortzone. Vielleicht haben wir gedacht, da brennt nichts mehr an, das geht jetzt alles so weiter.
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Alles nur Unterstellungen, obwohl VS bereits selbst zu wenig gezeigten Einsatz monierte und Spieler darauf Einsicht zeigen? :zweifeln:
Wie man überhaupt den Fußball unter einem Trainer Dutt, bei dem kaum ein Pass den eigenen Mitspieler fand, bei dem man sich ängstlich vor dem eigenen Tor verschanzt hat, bei dem jede eigene Torchance ein absolutes Zufallsprodukt war, mit dem Fußball unter dessen Vorgänger bzw. Nachfolger vergleichen kann?? Allein der Verusch, das zu tun, spricht Bände!
Man sollte schon unterscheiden können, ob ein pauschaler oder ein temporärer Vergleich erfolgte
Der Dutt-Fußball war ohne Frage größtenteils alles andere als ansehnlich; aber wenn wie in den letzten 9 Partien unter Skripnik die spielerische Qualität deutlich(!) nachgelassen hat, so daß z.B. nur 2 Tore herausgespielt werden konnten, dann fühlt man sich temporär(!) an die noch nicht lange zurückliegende Dutt-Ära erinnert, ohne daß man beide Trainertätigkeiten pauschal miteinander gleichsetzt. Daher ist an einem solch temporären (!) Vergleich auch wenig auszusetzen, wie ihn z.B. auch die Kreiszeitung verwendete (ein Teil des nachstehenden Zitats wird einem bekannt vorkommen, denn der ist bereits im vorletzten Kreiszeitungs-Zitat aufgeführt):
Zitat von Kreiszeitung:
Ausgerechnet beim Wiedersehen mit Robin Dutt spielte Werder gestern Abend wie einst unter Dutt und verlor beim Tabellenletzten VfB Stuttgart mit 2:3 (0:1). Und nach dem Spiel krachte es gewaltig. Werder-Sportchef Thomas Eichin war außer sich vor Wut, verpasste den Spielern einen Maulkorb: Die sollen jetzt mal in den Bus, ich will nicht sagen zum Schämen
Aber genau das meinte der Ex-Profi. Ihm hatte vor allem die Schlussphase gehörig aufs Gemüt geschlagen, genauso wie Coach Viktor Skripnik: Das war amateurhaft, ich bin richtig sauer. Wir werden morgen ernst mit der Mannschaft reden.[
] Und auch Skripnik wunderte sich nach der Pleite in Stuttgart: Bei zwei Punkten Rückstand auf Europa muss jeder Spieler brennen und ich muss nicht hinter jedem herlaufen und fragen, was ist mit dir, hast du Bauchschmerzen oder hast du Lust oder was.
Nein, das war nicht das von Viktor Skripnik geprägte Werder Bremen. Schon nach wenigen Minuten agierten die Gäste so ängstlich und ideenlos wie am Ende der Ära Dutt
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Die unübersehbaren negativen Aspekte des trotz allem in der Summe bisher erfolgreichen Umbruchs scheinbar nicht wahrhaben zu wollen, erinnert z.B. an einige hiesige Reaktionen auf die seinerzeitigen Kritiken in den letzten Jahren der einst äußerst erfolgreichen Ära von TS: Es kann nicht sein, was nicht sein darf und deshalb sieht man über die Mängel wett so daß man so weitermachen kann wie bisher. Diesen Irrtum, Vorgänge ohne notwenigen Korrekturen weiterlaufen zu lassen, hatte Klaus-Dieter Fischer in seinen Interviews im Herbst 2014 auch eingeräumt, und dieses spiegelte sich ja auch oft in der Kommunikation von Werder bis Anfang 2013 wider.
Mit der sukzessiven Entstehung der Achse Bode-Eichin-Skripnik (Febr. 2013 bis Okt. 2014) entwickelte sich jedoch bei Werder Bremen erfreulicherweise die Pflege eines neuen, transparenteren Kommunikationsstils. Bei diesem werden im Gegensatz zu früher eigene Defizite weniger tabuisiert - neben den bereits oben genannten Äußerungen von VS und KDF, die Stellungnahme von Marco Bode im Frühjahr 2013, daß der Umbruch gescheitert sei oder jüngst Antworten von Hubertus Hess-Grunewald beim letzten Werder-Talk von Radio Bremen - ohne jedoch den Eindruck zu erwecken, daß die Problemlösungen öffentlich ausgetragen werden. Hierbei ist sicherlich auch nicht alles Gold ist was glänzt, denn gerade die Außendarstellung von TE gibt mehr oder weniger häufig Anlaß zu berechtigter Kritik. Dennoch war es ein richtiger und wichtiger Schritt, statt Dinge "unter dem Teppich zu kehren" sich öffentlich selbstkritisch mit seinem Tun befasst und somit auch Diskussionsstoff liefert - auch wenn das sowohl intern als auch im Umfeld Ambivalenzen zu den eigenen Sichtweisen auslößt. Aber somit schafft man noch mehr Vertrauen und Geduld im Umfeld - auch im Hinblick auf den Umbruch 3.0.