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DR AKR
Guest
Losgelöst von der Causa Werder beinhaltet ein Umbruch nun einmal nicht den Automatismus, daß eine Mannschaft stets die nötige Einsatzbereitschaft zeigt - oder um es bei Wertlegung auf dem Wortteil „-bereitschaft“ anders zu formulieren: eine grundsätzliche vorhandene Einsatzbereitschaft auch im ausreichendem Maße abruft. So ist es leider auch nicht bei Werder 2015:
Es muss weder in der Causa noch außerhalb einen Automatismus gebem, um festzustellen, dass es bei Werder derzeit nicht das akute, geschweige denn alles erklärende Problem ist!
Ich werde jetzt leider keine 2 Tage Zeit haben, alle verfügbaren Zeitungsartikel rauszusuchen, weiß aber auch so, dass Skripnik in fast allen aufgeführten Fällen, einige Tage nach den Spielen auch Erklärungen zu den Auftritten hatte. Komischerweise oft genau die, die hier pauschal für unzureichend erklärt wurden, nämlich körperlich und mentale Erschöpfung. Fast immer sprach Skripnik auch sowohl vor den Spielen (bei Pressekonferenzen) wie auch nach den Spielen, man dürfe nicht vergessen, wo man hergekommen sei.
Alles nur Unterstellungen, obwohl VS bereits selbst zu wenig gezeigten Einsatz monierte und Spieler darauf Einsicht zeigen? :zweifeln:
Siehe oben!
Es ist bezeichnend, wenn man sich, aus seinem eigenen vermutlich bequemen Sessel heraus, fast ausschließlich auf diese angeblichen Defizite kapriziert.
Man sollte schon unterscheiden können, ob ein pauschaler oder ein temporärer Vergleich erfolgte…
Sagt wer???

Der Dutt-Fußball war ohne Frage größtenteils alles andere als ansehnlich; aber wenn wie in den letzten 9 Partien unter Skripnik die spielerische Qualität deutlich(!) nachgelassen hat, so daß z.B. nur 2 Tore herausgespielt werden konnten, dann fühlt man sich temporär(!) an die noch nicht lange zurückliegende Dutt-Ära erinnert, ohne daß man beide Trainertätigkeiten pauschal miteinander gleichsetzt. Daher ist an einem solch temporären (!) Vergleich auch wenig auszusetzen, wie ihn z.B. auch die Kreiszeitung verwendete (ein Teil des nachstehenden Zitats wird einem bekannt vorkommen, denn der ist bereits im vorletzten Kreiszeitungs-Zitat aufgeführt):
Quelle
Die unübersehbaren negativen Aspekte des trotz allem in der Summe bisher erfolgreichen Umbruchs scheinbar nicht wahrhaben zu wollen,...
Eine weitere (dreiste) Unterstellung...!

Welch Überraschung?! :zweifeln:
....erinnert z.B. an einige hiesige Reaktionen auf die seinerzeitigen Kritiken in den letzten Jahren der einst äußerst erfolgreichen Ära von TS: Es kann nicht sein, was nicht sein darf und deshalb sieht man über die Mängel wett so daß man so weitermachen kann wie bisher.
Was für ein Geschwätz....??!! :unfassbar:
Niemand hat Schwächen oder Veräumnisse unterschlagen. Es ging und geht wohl eher darum (damals wie heute), seine eigenen oft utopischen Erwartungen nicht erfüllt zu sehen und die nötige Geduld vermissen zu lassen. :unfassbar:
Diesen Irrtum, Vorgänge ohne notwenigen Korrekturen weiterlaufen zu lassen, hatte Klaus-Dieter Fischer in seinen Interviews im Herbst 2014 auch eingeräumt, und dieses spiegelte sich ja auch oft in der Kommunikation von Werder bis Anfang 2013 wider.
So what???

Hat jemand bestritten, dass Korrekturen notwendig sein würden???
Mit der sukzessiven Entstehung der Achse Bode-Eichin-Skripnik (Febr. 2013 bis Okt. 2014) entwickelte sich jedoch bei Werder Bremen erfreulicherweise die Pflege eines neuen, transparenteren Kommunikationsstils.
Ist das so?? Oder entspricht es nicht eher einem Wunschdenken?
Bei diesem werden im Gegensatz zu früher eigene Defizite weniger tabuisiert - neben den bereits oben genannten Äußerungen von VS und KDF, die Stellungnahme von Marco Bode im Frühjahr 2013, daß der Umbruch gescheitert sei oder jüngst Antworten von Hubertus Hess-Grunewald beim letzten Werder-Talk von Radio Bremen - ohne jedoch den Eindruck zu erwecken, daß die Problemlösungen öffentlich ausgetragen werden.
So etwas gab es vorher nicht??
Hierbei ist sicherlich auch nicht alles Gold ist was glänzt, denn gerade die Außendarstellung von TE gibt mehr oder weniger häufig Anlaß zu berechtigter Kritik. Dennoch war es ein richtiger und wichtiger Schritt, statt Dinge "unter dem Teppich zu kehren" sich öffentlich selbstkritisch mit seinem Tun befasst und somit auch Diskussionsstoff liefert - auch wenn das sowohl intern als auch im Umfeld Ambivalenzen zu den eigenen Sichtweisen auslößt. Aber somit schafft man noch mehr Vertrauen und Geduld im Umfeld - auch im Hinblick auf den Umbruch 3.0.
Transparenz kann Vertrauen schaffen, muss es aber nicht. Es kommt, wie immer auf Einzelsituationen an. Dass sich die Kommnikation stark verbessert haben sollte, habe ich noch nicht feststellen können. Sie hat sich geändert, das stimmt. Es ist ruppiger geworden, was ja wohl auch im Aufsichtsrat offenbar desöfteren festgestellt wurde. Die Belegung dessen durch Verlinkung von Kreiszeitungs- und Weserkurier-Ausschnitten erspare ich jetzt mal Dir und mir. Du kannst es aber glauben, dass es keine Erfindung ist!
