Gesamtsituation der Mannschaft

- die haben kaum Verletzte über die Saison gehabt und konnten mit dem Kader nahezu unverändert spielen. Warten wir mal ab, wenn die Belastung CL dazu kommt?

Die werden in der CL kaum mehr Spiele haben, als sie dieses Saison in der EL hatten. Allerdings könnten die Gegner in der CL und die damit einhergehende größere Bedeutung von CL-Spielen dafür sorgen, dass der Kopf manchmal nicht so ganz in der BL ist (es ist sicher was anderes, gegen Villareal, Zürich oder Limasol zu spielen, als gegen z.B. Real, Chelsea oder Juve).
 
Eben. ;)

Hoffentlich wird Werders Umfeld mehr Geduld dafür aufbringen als es hier schon in der aktuellen Situation vielfach im Forum zu beobachten ist. ;) :zweifeln:

Man kann davon ausgehen, daß im Umfeld und somit auch hier im Forum die nötige Geduld für den Umbruch 3.0 aufgebracht wird. Die momentan geäußerten Kritiken, Bedenken etc. richten sich mehrheitlich nicht gegen in dem Umbruch bzw. darin unvermeidbare Tiefs, sondern (wie es auch deutlich zu lesen ist) um das „Wie“, sprich die Performance in den letzten ca. 9 Spielen (für die ein RD hier vermutlich wieder vielfach durchs Dorf getrieben worden wäre). Mit dieser Performance verspielt man möglicherweise eine EL-Teilnahme (O-Ton Viktor Skripnik dazu nach dem 2:2 in Paderborn: „Wir müssen uns langsam damit beschäftigen, alles andere wäre eine Verarschung der Fans." ) die, auch wenn sie aus sportlicher Sicht zu früh käme, die Chance bietet (so wie es hier formuliert wurde: )
[...]die finanzielle Konsolidierung und damit möglicherweise auch den Aufbau einer schlagkräftigen Truppe zu beschleunigen."
 
Die momentan geäußerten Kritiken, Bedenken etc. richten sich mehrheitlich nicht gegen in dem Umbruch bzw. darin unvermeidbare Tiefs, sondern (wie es auch deutlich zu lesen ist) um das „Wie“, sprich die Performance in den letzten ca. 9 Spielen (für die ein RD hier vermutlich wieder vielfach durchs Dorf getrieben worden wäre). )

Vermutlich wäre er das!

Allerdings fand die vielfach geäußerte Kritik an Robin Dutt in einem gänzlich anderen Kontext statt.

Erinnere dich an das Gemurkse, das wir unter RD hier ca. 1,5 Jahre ertragen mussten.

Robin Dutt
-hat dem Team untaugliche Spielsysteme angeordnet
-hat die Mannschaft permanent schlechtgeredet
-hat Spieler ertraglos auf fremden Positionen eingesetzt
-hat nie erkennen lassen, dass er in unserem Verein und unserer Mannschaft auch nur ansatzweise etwas im Griff hatte

Wenn unter diesen Begleitumständen dann auch noch die Punkte ausbleiben, verliert ein Trainer selbst im beschaulichen Bremen sämtlichen Rückhalt - und das völlig zurecht.
 
Vermutlich wäre er das!

Allerdings fand die vielfach geäußerte Kritik an Robin Dutt in einem gänzlich anderen Kontext statt.

Erinnere dich an das Gemurkse, das wir unter RD hier ca. 1,5 Jahre ertragen mussten.

Robin Dutt
-hat dem Team untaugliche Spielsysteme angeordnet
-hat die Mannschaft permanent schlechtgeredet
-hat Spieler ertraglos auf fremden Positionen eingesetzt
-hat nie erkennen lassen, dass er in unserem Verein und unserer Mannschaft auch nur ansatzweise etwas im Griff hatte

Wenn unter diesen Begleitumständen dann auch noch die Punkte ausbleiben, verliert ein Trainer selbst im beschaulichen Bremen sämtlichen Rückhalt - und das völlig zurecht.

Allerdings halte ich es auch für falsch, alles RD anzulasten. Wie ich schonmal geschrieben habe: Von einem Profi muss man in jedem Spiel Aggressivität und Zweikampfwille erwarten können, das hat aber in vielen Spielen gänzlich gefehlt. Und bei uns das nur der mangelnden Qualität zuzuschreiben, finde ich zu einfach. Kämpfen, Beissen, Laufen - das sind alles Eigenschaften, die man als Profi in jedem Spiel bringen muss. Deshalb finde ich es auch nicht angemessen, wenn jetzt Aussagen kommen wie "dass die Kraft gefehlt hätte". Es geht auch um die Leistungen am Anfang der Saison und da waren viele Spiele auch schon nicht überzeugend. Also die Spieler haben ja nicht permanent am Leistungslimit gespielt, das waren vielleicht eine handvoll Spiele... Dieses Einstellungsproblem zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahre und ich habe das Gefühl, dass vielen Spielern der absolute Siegeswillen, wie ihn bsp. ein Frings hatte, zu fehlen scheint.
 
@ Minko

Korrekt, VS und RD sind in der Gesamtbetrachtung zwei unterschiedliche Ebenen, den VS hat in wenigen Monaten vieles hinbekommen, was RD in 16 Monaten (und zuvor TS 3 Jahre) zu wenig hinbekam, auch wenn bei RD und zuletzt bei TS sicherlich nicht alles schlecht gewesen ist. Im Gegenzug ist bei VS aber auch nicht alles rosig, denn losglöst von den jeweiligen Ergebnissen erinnern die letzten spielerischen Darbietungen u.a. mit nur 2 herausgespielten Toren in den letzten 9 Partien leider sehr an Ära RD.
 
@Meister_Propper2
@Bremen

Die kritikwürdigen Spiele der letzten beiden Monate (besonders auswärts) haben mir natürlich auch nicht gefallen - ihr wisst, ich habe mich hier nicht mit kritischen Beiträgen zurückgehalten.

Dennoch haben Skrippo, das Trainerteam und die Mannschaft es geschafft, "unser" Werder Bremen vom letzten Tabellenplatz an das obere Tabellendrittel heranzuführen.

VS wird mit seinem Team von der neuen Saison an beweisen müssen, dass er - in Zusammenarbeit mit TE - über die Fähigkeit verfügt, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Dies traue ich VS und TE zu.

Im Gegensatz dazu, wage ich zu behaupten, dass wir mit Robin Dutt in dieser Saison abgestiegen wären.

Trotz der sich zuletzt häufenden, durchwachsenen und schlechten Spiele nehme ich die Arbeit eines VS wesentlich anders wahr, als die eines RD.
 
Ich schrieb doch gerade, dass das Mittelfeld mit Micoud-Baumann perfekt besetzt war...nur, dass im Verlauf Schaaf´s Vorliebe auf die individuellen Stärken von Spielern zu setzen eben bewirkten, das gewisse Elemente auf der Strecke blieben.

Ich beziehe mich auf deine Aussage Thomas Schaaf hätte den "Lenker in der Defensive völlig vernachlässt."

Das Gegenteil ist der Fall, starke Lenker aus der Defensive ziehen sich fast durch die gesamte Trainerzeit von Thomas Schaaf bei Werder und wie schon gesagt war Schaaf der erste überhaupt der den strategischen Wert eines 6ers (Baumann) erkannt und eingesetzt hat.

Seine individuelle Klasse in den Mittelpunkt zu stellen ist nicht das Selbe?

Doch, das ist es in gewisser Weise. Das ändert aber nichts daran das die Aussage an der ich mich aufgehängt habe grundlegend falsch ist. Man konnte hier im übrigen häufiger lesen das Schaaf Zeit seiner Karriere den 6er vernachlässigt habe, Frank Baumann war ja zu seiner aktiven Zeit bei vielen Fans durchaus umstritten weil er so unspektakulär gespielt hat. Es hat tatsächlich viele Jahre gedauert bis viele gemerkt haben wie perfekt oftmals diese Rolle von Frankie ausgeführt wurde.

Aber genau darum ging es doch, dass z.B. zu viel auf Diego ausgerichtet wurde anstatt auf das, was uns mal stark gemacht hatte.

Wenn man einen Diego hat muss man einen Diego spielen lassen wie er am stärksten ist, sonst endet er wie bei seinem vorherigen Verein auf der Bank. Warum nun Schaaf und Allofs zunehmend nur noch "spezielle" Spieler gekauft haben und keine Strategen mehr, wer weiß das schon so genau. Aber das wir z.B. die Meisterschaft damals gegen den VfB verspielt haben (die dümmste verlorene Meisterschaft aller Zeiten....) oder in der CL gegen Underdogs verlieren, das lag nicht an Frings, das lag im wesentlichen an Problemen mit der Einstellung der Spieler.

Der langen Rede kurzer Sinn: Thomas Schaaf hat fast IMMER den strategischen und/oder spielstarken 6er aufgeboten, sei es Baumann oder Frings. Anders konnte sein aggressives Spiel auch gar nicht funktionieren, schließlich ist bei einer Raute das Mittelfeld meist in Unterzahl. Der Unterschied war dann vor allem das mit Diego der überragende Solist auf dem Platz war während ein Micoud gerade auch seine Nebenspieler besser macht. Aber finde mal einen zweiten Micoud....
 
Man kann davon ausgehen, daß im Umfeld und somit auch hier im Forum die nötige Geduld für den Umbruch 3.0 aufgebracht wird.

Darauf darf man sehr gespannt sein.

Die momentan geäußerten Kritiken, Bedenken etc. richten sich mehrheitlich nicht gegen in dem Umbruch bzw. darin unvermeidbare Tiefs, sondern (wie es auch deutlich zu lesen ist) um das „Wie“, sprich die Performance in den letzten ca. 9 Spielen (für die ein RD hier vermutlich wieder vielfach durchs Dorf getrieben worden wäre).

....gazn offensichtlich ohne jede Vorstellung darüber, dass Letzteres mit Ersterem zusammenhängt! :unfassbar: Stattdessen wird den Akteuren mehrfach "mangelnde Einsatzbereitschaft, mangelnden Willen und damit Charakterlosigkeit unterstellt.

Wie man überhaupt den Fußball unter einem Trainer Dutt, bei dem kaum ein Pass den eigenen Mitspieler fand, bei dem man sich ängstlich vor dem eigenen Tor verschanzt hat, bei dem jede eigene Torchance ein absolutes Zufallsprodukt war, mit dem Fußball unter dessen Vorgänger bzw. Nachfolger vergleichen kann?? Allein der Verusch, das zu tun, spricht Bände!

Mit dieser Performance verspielt man möglicherweise eine EL-Teilnahme (O-Ton Viktor Skripnik dazu nach dem 2:2 in Paderborn: „Wir müssen uns langsam damit beschäftigen, alles andere wäre eine Verarschung der Fans." ) die, auch wenn sie aus sportlicher Sicht zu früh käme, die Chance bietet (so wie es hier formuliert wurde: )

Die Wahrheit ist gar noch schlimmer: MIt dieser Performance hat man sogar die noch viel lukrativere CL-Teilnahme "verspielt". :unfassbar: :O Die Qualifikation dafür hätte doch möglich sein müssen, wenn man bedenkt, dass man gegen den 4. Leverkusen nicht verloren hat, und am 22. Spieltag nur 4 Punkte hinter dem damaligen Tabellen-4. Schalke 04 lag, oder? Bevor die diversen Spiele unseres Teams mit offensichtlicher "Leistungsverweigerung" zu verzeichnen waren.....! :zweifeln: :ugly:

Warum eigentlich so bescheiden?? :eek:
 
Im Gegenzug ist bei VS aber auch nicht alles rosig, denn losglöst von den jeweiligen Ergebnissen erinnern die letzten spielerischen Darbietungen u.a. mit nur 2 herausgespielten Toren in den letzten 9 Partien leider sehr an Ära RD.

Es hat aber auch etwas mit dem Kader zu tun. Nicht in Bestbesetzung und nicht mit voller Fitness aufzulaufen ist eben momentan "tödlich". Sah aber gegen Gladbach m.E. trotz fehlendem Tor vom Spiel selber her anders aus. Die langen Bälle waren deutlich weniger, es wurde teilweise gut rausgespielt. Auch defensiv stand man recht gut, und das 1:0 war ja ein dummer individueller Fehler.
Klar waren jetzt ein paar sch...ß Spiele dabei, aber gut, würden wir immer so spielen wie zu Anfang der Rückrunde wären wir wohl auch eher CL-Aspirant, aber das sind wir halt (noch) nicht. Gibt der Kader auch im Moment nicht her. Ist ja nicht so, das VS ein CL - Kader auf einen Abstiegsplatz geführt hätte, sondern einen Abstiegskandidaten auf fast EL Kurs.
Vielleicht ist es aber wirklich so, dass man in wenigen Wochen nicht sowohl Fitness als auch Taktik&Co so gut trainieren kann? Und die Wintervorbereitung eher weniger auf Fitness ausgerichtet war und jetzt halt "Körnchen" fehlen... aber die Vorbereitung war ja aus meiner Sicht extremst erfolgreich. Dass dieser Traum irgendwann endet, zwangsläufig.
Ich habe ehrlich gesagt null Zweifel dass die neue Saison gut verlaufen wird.
 
Wobei die körperliche Fitness auch unter Dutt nicht das Problem war - die Mannschaft konnte durchaus 90 Minuten lang "marschieren". Die mentale Fitness ist nach dem langen Abstiegskampf offenbar ein wenig dahin. Phasenweise waren ja auch die letzten Spiele durchaus nicht ansehnlich. Es ist nicht so, dass die Spieler "es nicht können" - sie tun es halt in letzter Zeit nicht mehr sehr häufig.
Bin sehr gespannt auf die nächste Saison incl. Vorbereitung und auch optimistisch.
 
Wobei die körperliche Fitness auch unter Dutt nicht das Problem war - die Mannschaft konnte durchaus 90 Minuten lang "marschieren". Die mentale Fitness ist nach dem langen Abstiegskampf offenbar ein wenig dahin. Phasenweise waren ja auch die letzten Spiele durchaus nicht ansehnlich. Es ist nicht so, dass die Spieler "es nicht können" - sie tun es halt in letzter Zeit nicht mehr sehr häufig.
Bin sehr gespannt auf die nächste Saison incl. Vorbereitung und auch optimistisch.

Ja Anfang der Saison. Ich befürchte aber dass da welche auch immer mit Blessuren spielen mussten, beispielsweise Bartels, Bargfrede. Beide hatten ja ihre "Durststrecken" in der Rückrunde. Bargfrede war lange nicht so dynamisch wie sonst und dann wirds für ihn halt sehr schwer. Und wenn nun mal das Mittelfeld nicht mehr so richtig funktioniert, dann bleiben oft nur lange Bälle nach vorne, was dem Spiel absolut nicht gut tut, gerade wenn vorne auch Aycicek oder Öztunali oder Bartels rumturnen die bei hohen Bällen keinen Stand haben. Selbst Selke kann die selten verwerten, warum auch immer.

Schauen wir mal, wie die sich am Samstag präsentieren, ich denke es wird ein gutes Spiel mit offenem Ausgang. Hängt wohl ab wer die Chancen besser nutzt, die sich mit Sicherheit bieten werden.
 
Wie man überhaupt den Fußball unter einem Trainer Dutt, bei dem kaum ein Pass den eigenen Mitspieler fand, bei dem man sich ängstlich vor dem eigenen Tor verschanzt hat, bei dem jede eigene Torchance ein absolutes Zufallsprodukt war, mit dem Fußball unter dessen Vorgänger bzw. Nachfolger vergleichen kann?? Allein der Verusch, das zu tun, spricht Bände!

Grundsätzlich richtig, wobei es auch unter Dutt andere Spiele gab. Ich mag da nur an das Leverkusenspiel Anfang der Saison erinnern.
 
....gazn offensichtlich ohne jede Vorstellung darüber, dass Letzteres mit Ersterem zusammenhängt! :unfassbar: Stattdessen wird den Akteuren mehrfach "mangelnde Einsatzbereitschaft, mangelnden Willen und damit Charakterlosigkeit unterstellt.

Losgelöst von der Causa Werder beinhaltet ein Umbruch nun einmal nicht den Automatismus, daß eine Mannschaft stets die nötige Einsatzbereitschaft zeigt - oder um es bei Wertlegung auf dem Wortteil „-bereitschaft“ anders zu formulieren: eine grundsätzliche vorhandene Einsatzbereitschaft auch im ausreichendem Maße abruft. So ist es leider auch nicht bei Werder 2015:

Zitat von Kreiszeitung:
„Der Trainer ist sauer. Anscheinend wollte er das Viertelfinale mehr als die Spieler. Das war nicht das Werder Bremer der letzten Zeit“, schimpfte Skripnik und sprach über sich in der dritten Person. Die Kritik ließen die Bremer Profis über sich ergehen. Sie wussten, dass sie ein schlechtes Spiel abgeliefert hatten. „Wir hatten hier eine Riesenchance, aber die haben wir verschenkt. Uns war klar, dass Bielefeld teilweise eklig spielt. Aber wir haben uns nicht genug gewehrt“, gestand Kapitän Clemens Fritz. Und sein Stellvertreter Sebastian Prödl fügte an: „Das war blamabel. Zu langsam, zu träge. Da braucht man überhaupt keine Ausreden zu suchen. Wir sind verdient ausgeschieden.“
Quelle


Zitat von sport1:
Werder Bremens Trainer Viktor Skripnik hat die Einstellung seiner Ersatzspieler kritisiert. "Es kann nicht sein, dass wir ein Tor machen und auf der Bank freut sich keiner, weil Spieler beleidigt sind", sagte der Ukrainer […]
Skripnik teilte mit, dass in Werders Meistersaison 2004 der Trainer Thomas Schaaf die Mannschaft "bremsen" musste: "Ich war zwar nur auf der Bank, aber mit vollem Herzen dabei. So muss das sein!"
Quelle


Zitat von Kreiszeitung:
Und auch Skripnik wunderte sich nach der Pleite in Stuttgart: „Bei zwei Punkten Rückstand auf Europa muss jeder Spieler brennen – und ich muss nicht hinter jedem herlaufen und fragen, was ist mit dir, hast du Bauchschmerzen oder hast du Lust oder was.“
Quelle


Zitat von Kreiszeitung:
Die Aussagen, die internationalen Plätze angreifen zu wollen, kamen aber aus den eigenen Reihen. Allerdings versäumte es Werder durch vier Spiele hintereinander ohne Sieg, sich in eine hervorragende Ausgangsposition für den Endspurt zu bringen. Fritz vermutet, dass angesichts des fast sicheren Klassenerhalts zuletzt „zwei, drei Prozent gefehlt haben. Man redet ja gerne von einer Komfortzone. Vielleicht haben wir gedacht, da brennt nichts mehr an, das geht jetzt alles so weiter.“
Quelle


Alles nur Unterstellungen, obwohl VS bereits selbst zu wenig gezeigten Einsatz monierte und Spieler darauf Einsicht zeigen? :zweifeln:


Wie man überhaupt den Fußball unter einem Trainer Dutt, bei dem kaum ein Pass den eigenen Mitspieler fand, bei dem man sich ängstlich vor dem eigenen Tor verschanzt hat, bei dem jede eigene Torchance ein absolutes Zufallsprodukt war, mit dem Fußball unter dessen Vorgänger bzw. Nachfolger vergleichen kann?? Allein der Verusch, das zu tun, spricht Bände!
Man sollte schon unterscheiden können, ob ein pauschaler oder ein temporärer Vergleich erfolgte… Der Dutt-Fußball war ohne Frage größtenteils alles andere als ansehnlich; aber wenn wie in den letzten 9 Partien unter Skripnik die spielerische Qualität deutlich(!) nachgelassen hat, so daß z.B. nur 2 Tore herausgespielt werden konnten, dann fühlt man sich temporär(!) an die noch nicht lange zurückliegende Dutt-Ära erinnert, ohne daß man beide Trainertätigkeiten pauschal miteinander gleichsetzt. Daher ist an einem solch temporären (!) Vergleich auch wenig auszusetzen, wie ihn z.B. auch die Kreiszeitung verwendete (ein Teil des nachstehenden Zitats wird einem bekannt vorkommen, denn der ist bereits im vorletzten Kreiszeitungs-Zitat aufgeführt):
Zitat von Kreiszeitung:
Ausgerechnet beim Wiedersehen mit Robin Dutt spielte Werder gestern Abend wie einst unter Dutt – und verlor beim Tabellenletzten VfB Stuttgart mit 2:3 (0:1). Und nach dem Spiel krachte es gewaltig. Werder-Sportchef Thomas Eichin war außer sich vor Wut, verpasste den Spielern einen Maulkorb: „Die sollen jetzt mal in den Bus, ich will nicht sagen zum Schämen…“ Aber genau das meinte der Ex-Profi. Ihm hatte vor allem die Schlussphase gehörig aufs Gemüt geschlagen, genauso wie Coach Viktor Skripnik: „Das war amateurhaft, ich bin richtig sauer. Wir werden morgen ernst mit der Mannschaft reden.“[…] Und auch Skripnik wunderte sich nach der Pleite in Stuttgart: „Bei zwei Punkten Rückstand auf Europa muss jeder Spieler brennen – und ich muss nicht hinter jedem herlaufen und fragen, was ist mit dir, hast du Bauchschmerzen oder hast du Lust oder was.“

Nein, das war nicht das von Viktor Skripnik geprägte Werder Bremen. Schon nach wenigen Minuten agierten die Gäste so ängstlich und ideenlos wie am Ende der Ära Dutt
Quelle

Die unübersehbaren negativen Aspekte des trotz allem in der Summe bisher erfolgreichen Umbruchs scheinbar nicht wahrhaben zu wollen, erinnert z.B. an einige hiesige Reaktionen auf die seinerzeitigen Kritiken in den letzten Jahren der einst äußerst erfolgreichen Ära von TS: Es kann nicht sein, was nicht sein darf und deshalb sieht man über die Mängel wett so daß man so weitermachen kann wie bisher. Diesen Irrtum, Vorgänge ohne notwenigen Korrekturen weiterlaufen zu lassen, hatte Klaus-Dieter Fischer in seinen Interviews im Herbst 2014 auch eingeräumt, und dieses spiegelte sich ja auch oft in der Kommunikation von Werder bis Anfang 2013 wider.

Mit der sukzessiven Entstehung der Achse Bode-Eichin-Skripnik (Febr. 2013 bis Okt. 2014) entwickelte sich jedoch bei Werder Bremen erfreulicherweise die Pflege eines neuen, transparenteren Kommunikationsstils. Bei diesem werden im Gegensatz zu früher eigene Defizite weniger tabuisiert - neben den bereits oben genannten Äußerungen von VS und KDF, die Stellungnahme von Marco Bode im Frühjahr 2013, daß der Umbruch gescheitert sei oder jüngst Antworten von Hubertus Hess-Grunewald beim letzten Werder-Talk von Radio Bremen - ohne jedoch den Eindruck zu erwecken, daß die Problemlösungen öffentlich ausgetragen werden. Hierbei ist sicherlich auch nicht alles Gold ist was glänzt, denn gerade die Außendarstellung von TE gibt mehr oder weniger häufig Anlaß zu berechtigter Kritik. Dennoch war es ein richtiger und wichtiger Schritt, statt Dinge "unter dem Teppich zu kehren" sich öffentlich selbstkritisch mit seinem Tun befasst und somit auch Diskussionsstoff liefert - auch wenn das sowohl intern als auch im Umfeld Ambivalenzen zu den eigenen Sichtweisen auslößt. Aber somit schafft man noch mehr Vertrauen und Geduld im Umfeld - auch im Hinblick auf den Umbruch 3.0.
 
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